Eltern-Kind-Gruppe jeden Dienstag ab 9.30 Uhr

Die Eltern-Kind-Gruppe Wippingen trifft sich jeden Dienstag ab 9.30 Uhr im Pfarrer-Schniers-Haus, Schulstr. 5. Sie ist für alle Kinder ab der Geburt bis zum Kindergartenalter mit ihren Eltern, Großeltern oder.... [Anna Koers]

Einladung zum Picknick-Gottesdienst

Einladung zum Picknick-Gottesdienst

Seit über 8 Jahren gibt es ein Gemeindeteam in der Kirchengemeinde Wippingen. Mit einem Gottesdienst möchte das Team seine Anliegen vorstellen und Karin Kuper wird die kirchliche Beauftragung erhalten. Der Gottesdienst findet am Sonntag, den 25. mai um 10.30 Uhr vor der Remise statt.

Anschließend gibt es ein gemeinsames Picknick unter dem Motto: "Wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt!" Wenn jede/r eine Kleinigkeit zum Essen mitbringt haben wir ein wunderbares Büffet. Für Getränke ist gesorgt. [Anita Gerdes]

Zehntausend Hanfstrohballen brennen bei Hempflax in Oude Pekela; mehrere Häuser werden evakuiert

Wie der niederländische Sender RTV Noord berichtet, ist gestern Abend kurz vor 21 Uhr in der Hendrik Westerstraat in Oude Pekela bei der Firma Hempflax, Hersteller von Faserhanf, am Pekelder Hoofddiep, ein Feuer ausgebrochen. Die Wippinger CDU hatte Hempflax erst vor Kurzem einen Besuch abgestattet.

Wegen des Brandes wurde ein angrenzender Wohnblock evakuiert. Die Bewohner wurden im Gemeindehaus untergebracht. Das Feuer wütete auf dem Lagerplatz von Hempflax, wo sich etwa zehntausend knochentrockene Ballen Hanfstroh befinden sollen. Die Produktionsstätte befindet sich in einiger Entfernung davon.

Das Feuer erzeugte große Rauchwolken über dem Gebäude und der unmittelbaren Umgebung. Feuerwehreinheiten aus der ganzen Region kamen zu dem Brand. RTV Noord zitiert Hempflax-Geschäftsführer Mark Reinders, der berichtet, dass die Feuerwehr das Gebäude kontrolliert ausbrennen lässt. Sie achte dabei auf die Umgebung, aber es werde noch mehrere Tage lang schwelen. Das sei schrecklich für das Unternehmen und auch ein großes Risiko für die Umgebung. Die Brandursache sei noch unbekannt, aber einen Kurzschluss könne er ausschließen, weil es keinen Strom im Gebäude gab. [jdm/Screenshot RTV Noord]

Vom Emsland ins Sportwagencoupé – Anwendungsmöglichkeiten von Hanf sind schier endlos – Niederländische und deutsche Kommunalpolitiker informierten sich

Stellvertretend für den Ortsverbände bedankten sich Hermann Gerdes (CDU Wippingen) und Ellen van der Hoek (CDA Pekela) bei Mark Reinders für die Möglichkeit, einen Einblick in die Produktionsprozesse und die zukunftsweisenden Projekte des Unternehmens bekommen zu können.
Stellvertretend für den Ortsverbände bedankten sich Hermann Gerdes (CDU Wippingen) und Ellen van der Hoek (CDA Pekela) bei Mark Reinders für die Möglichkeit, einen Einblick in die Produktionsprozesse und die zukunftsweisenden Projekte des Unternehmens bekommen zu können.

Gemeinsam mit Mitgliedern der CDA-Verbände Pekela & Veendam besuchten Mitglieder des CDU-Ortsverbandes Wippingen das Betriebsgelände der Fa. „HempFlax“ im niederländischen Oude Pekela, einem führenden Unternehmen im Bereich Anbau und Verarbeitung von Industriehanf. Ziel war es, sich über die innovative Produktion und die nachhaltigen Projekte des Unternehmens zu informieren sowie den Austausch zwischen deutschen und niederländischen Vertretern zu fördern. So wurde der Termin durch das ‚Interreg-Programm Deutschland-Nederland‘ sowie seinen Programmpartnern ermöglicht und von der Europäischen Union kofinanziert.

Geschäftsführer (CEO) und Miteigentümer Mark Reinders informierte im Rahmen der Betriebsbesichtigung über die Entwicklung des 1993 gegründeten Unternehmens hin zum Marktführer in der Industriehanfproduktion. So findet das umfangreichen Produktportfolio in rund 1.000 Erzeugnissen Anwendung. Dies reicht von CO2-negativen und schadstofffreien Baumaterialien aus Industriefaserhanf mit hoher Wärme- und Schalldämmung über Lebensmittel wie Hanfsamen und Nahrungsergänzungsmittel bis hin zu Industrieanwendungen, welche beispielsweise im Autobau zum Einsatz kommen. So sind Fahrzeugverkleidungsteile aus Hanf leichter und sicherer als Teile aus Glasfaser, weshalb renommierte Marken wie Mercedes-Benz, Bugatti oder Jaguar zum Kundenstamm gehören. Auch hochwertige Einstreuprodukte für die Tierhaltung oder Gartenbauprodukte gehören zur Angebotspalette.

Die Fa. „HempFlax“ verfügt über drei Betriebsstandort: neben der besichtigten Fabrik in den Niederlanden außerdem über Werke in Bayern und in Rumänien. Insgesamt greift das Unternehmen auf ca. 3.175 ha Hanf- und Flachsanbaufläche in den drei Ländern zurück, davon rund 2.500 ha in Deutschland. Während am rumänischen Standort eigene Flächen bearbeitet werden, arbeitet das Unternehmen in Deutschland mit hiesigen Landwirten als Vertragspartner zusammen. So wächst auch ein großer Teil des verarbeiteten Hanfes auf emsländischen Böden (rd. 750 ha).

Besuch der CDU Wippingen bei Hempflax

Der von der Fa. „HempFlax“ verwendete Industriehanf hat einen THC-Gehalt von ~0,05% und kann damit nicht zur Herstellung von Suchtmitteln verwendet werden (der Grenzwert lt. EU-Verordnung für Nutzhanf liegt bei max. 0,3%). Reinders zog hierzu einen Vergleich zu alkoholfreiem Bier: dies sähe aus und schmecke wie normales Bier, jedoch könne man gar nicht so viel davon trinken, um betrunken zu werden. Ebenso wenig könnten seine Pflanzen dazu genutzt werden, um einen Rauschzustand zu erreichen.

Maßgebend für das Unternehmen ist der Aspekt der Nachhaltigkeit. So implizieren nicht nur die Produkte einen hohen ökologischen Anspruch. Auch der Anbau von Hanf, welcher sich hervorragend als Ruhekultur eignet und als guter Vordünger gilt, trägt zur Verbesserung der Ackerbodenqualität und die pestizidfreie Bewirtschaftung zu mehr Artenvielfalt und einer besseren Wasserqualität bei. Um frei von fossilen Energieträgern zu sein, wurde zur Versorgung des besichtigten Werks eine 1,9 MW-Solaranlage installiert. Darüber hinaus wird an den Betriebsstandorten eine abfalllose Produktion realisiert, d. h. alles der Pflanze kann verarbeitet werden.

Geschäftsführer Reinders nutzte die Gelegenheit auch für einen Appell an die Politik und sprach so manche Hürde an, mit welchen er zu kämpfen hat. Beispielsweise deckt die 1,9 MW-Solaranlage auf dem Fabrikdach nicht nur den Strombedarf für den Produktionsprozess, sondern kann auch noch Strom ans örtliche Netz abgeben. Diese Einspeisung ist aber begrenzt, um Netzüberlastungen zu verhindern – bis hin zur Erhebung eines Negativpreises, wonach der Solaranlagenbetreiber für den eingespeisten ökologischen Strom sogar noch bezahlen muss. Dies habe dem Unternehmen im vergangenen Jahr mehrere Zehntausend Euro gekostet. Das Problem der fehlenden Stromnetzstabilität und mangelnden Netzinfrastruktur sehen dann auch sowohl die niederländischen auch als deutschen Besucher als ein gravierendes Hemmnis zur Realisierung einer gelungenen Energiewende. Ziel müsse es sein, die Förderung erneuerbarer Energien zu stärken und Anreize für eine CO2-reduzierte Stromerzeugung zu schaffen, anstatt sie durch solche unverständlichen Preisgestaltungen zu konterkarieren.

Auch unterschiedliche nationale Gesetzgebungen verkomplizieren die Arbeit des Unternehmens: so könnten zum Beispiel in den Niederlanden bestimmte Teil der Hanfpflanze nicht geerntet, wohl aber verkauft werden, während wiederum in Deutschland diese Pflanzenteile zwar geerntet, aber nicht verkauft werden dürfte. Klarheit und eine einheitliche Umsetzung europäischer Vorschriften könnte hier Abhilfe schaffen.

Während der Besichtigung entstand ein intensiver Austausch zwischen den niederländischen und deutschen Christdemokraten. Besonders Fragen der regionalen Wirtschaft und die sich gleichenden Herausforderungen, vor der beide Seiten stehen, standen im Mittelpunkt der Gespräche. „Deshalb lohne sich immer ein Blick über die Grenze, um voneinander zu lernen“, so Wippingens Bürgermeister Martin Hempen. So wurden die niederländischen Parteifreunde auch bereits ins Emsland eingeladen, um den Austausch fortzusetzen.

Das Projekt „Die Industriehanfverarbeitung und ihre Perspektiven” wird durch das Interreg-Programm Deutschland-Nederland sowie seinen Programmpartnern ermöglicht und von der Europäischen Union kofinanziert (#interregdnl). [Hubert Jansen]

Dörpen: Wohnmobilstellplatz ist „wirklich relevant teurer geworden“

Bei der Einrichtung des Wohnmobilstellplatzes am Schützenplatz in Dörpen sind einige Verzögerungen aufgetreten, zudem wird der Platz deutlich teurer als geplant. Damit zieht sich die unsägliche Geschichte um die Finanzierung der Anlage und die Zuständigkeiten weiter hin.

Zur Geschichte: Seit Jahren stehen auf der Freifläche des Schützenplatzes Wohnmobile. Der Bürgerschützenverein Dörpen lädt auf seiner Homepage zur Nutzung des Platzes ein, und auch in Internetforen für Wohnmobilisten wird der Platz empfohlen, auch weil er bisher kostenfrei genutzt werden konnte. In einer Meldung mit Datum 1. Juli 2020 wird bereits berichtet, dass der Dörpener Schützenplatz auch bei Wohnmobilfahrern sehr begehrt ist. In der Stellplatzordnung vom Juni 2021 war dann zu lesen, dass der Verein die Erstellung einer V/E Station (Versorgung/Entsorgung) plane und neben der Einrichtung von WLAN auch die Toilettenanlage nutzbar mache. Bis dahin sei der Stellplatz noch kostenfrei. In der Stellplatzordnung vom Juli 2023 erscheint dieser Passus allerdings entscheidend geändert. Von WLAN und der Nutzung der Toilettenanlage ist nun nicht mehr die Rede. Neben einer V/E Station wird aber auch die Errichtung von Stromsäulen angekündigt. Als voraussichtlicher Termin für die Fertigstellung wird das Frühjahr 2024 angegeben. Dieser Termin erschien bereits damals sehr optimistisch, denn der Rat der Gemeinde Dörpen, dem der Schützenverein neben anderen Fördergeldgebern die Finanzierung vornehmlich überlassen wollte, musste noch über diese Ausgabe abstimmen.

Im Entwurf des Haushaltes für das Jahr 2024 wurden 160.000 Euro als Gesamtkosten angesetzt. Mit dem genannten Budget sollten vor allen Dingen Ver- und Entsorgungsstationen geschaffen werden. Außerdem beinhalte die Maßnahme die Befestigung von Stellplatzflächen und Fahrwegen. Der Platz solle zukünftig vom Schützenverein betrieben werden. Über ein Modell zur Verteilung der Erlöse gebe es mit dem Verein bereits eine Übereinkunft, wird ergänzend im Haushaltsentwurf erläutert.

Stromsäule

Im März 2025 wurde der Stellplatz dann weitgehend fertiggestellt, es folgte allerdings eine böse Überraschung für die Mitglieder des Rates: Im Entwurf zum Haushalt 2025 vom 03.04.2025 wurde mitgeteilt, dass die Errichtung eines Wohnmobilstellplatzes mit „205.960 € um 45.960 € wirklich relevant teurer geworden“ sei als geplant. Die Mehrheitsfraktion CDU nahm diese Information zur Kenntnis, von der Opposition hörte man jedoch Kritik wegen der unzureichenden Information des Rates über die Zusatzkosten.

Aktueller Stand

Das Geld ist also ausgegeben, die Stromsäulen funktionieren aber offensichtlich nicht, wie einer Notiz am Bezahlautomaten zu entnehmen ist und von Gästen beklagt wurde. Und auch eine Informationstafel mit dem Hinweis, dass der Platz nun gebührenpflichtig ist, suchte man bis vor einigen Tagen vergeblich. Viele Nutzer auf dem großen Platz am Schützenhaus gingen bisher offenbar davon aus, dass Gebühren nur am kleinen neuen Platz mit den Stromsäulen gezahlt werden müssten.

Schild am Kassenautomaten

Vor zwei Wochen haben wir in der Verwaltung um Erläuterungen zu den zusätzlich entstandenen Kosten angefragt, auch dazu, ob die Gemeinde diese allein tragen muss. Außerdem hätten wir gern erfahren, welche Einnahmen bisher erzielt wurden. Und wir haben auch gefragt, ob auf dem großen Platz weiterhin keine Gebühren zu zahlen sind. Nun findet man am Automatenstand den Hinweis, dass die Kosten auf dem gesamten Platz fällig werden. Vielleicht hat unsere Anfrage doch schon etwas bewirkt, auch wenn sie bisher nicht beantwortet wurde. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Schützenverein fährt zum Schützenfest nach Renkenberge

Am Wochenende feiert unser Nachbarort Renkenberge sein Jubelschützenfest. Wir als Schützenverein sind natürlich herzlichst eingeladen, am Sonntag am Festprogramm teilzunehmen.

Dazu treffen wir uns ab 11:30 Uhr beim Schützenhaus. Um 12:15 Uhr fährt uns ein Bus nach Renkenberge zum Treffpunkt für einen Sternmarsch.

Nach dem Marsch, den Ansprachen und den anderen coolen Sachen, die man auf dem Schützenfest in Renkenberge so machen kann, werden wir um ca. 18:30 Uhr vom Bus wieder heim gefahren. Also wer da nicht dabei ist, ist selbst in Schuld. Bis dann. Der Vorstand [Marco Westhoff]

Kaffee, Kuchen & Klassiker an der Mühle lockten viele Besucher

Oldtimerclub Emsland, meppen, am 04.05.2025 in Wippingen

Heute verwandelte sich der Heimathof in einen Treffpunkt für Genießer und Nostalgiker: Bei Sonnenschein lockte das traditionelle Kaffee- und Kuchenangebot zahlreiche Besucher an – und das Highlight? Der Meppener Oldtimerclub war mit ca. 60 historischen Fahrzeugen zu Gast!

Oldtimerclub Emsland, meppen, am 04.05.2025 in Wippingen

Zahlreiche weitere Oldtimer-Fans reisten mit ihren Schmuckstücken an, sodass es auf dem Gelände viel zu bestaunen gab. Die holländische Durchfahrtsmühle drehte sich malerisch im Wind, während Gäste im Schatten ihrer Flügel einen Kaffee tranken und sich an selbstgebackenen Köstlichkeiten erfreuten.

Im Heimatmuseum wurde außerdem in Erinnerungen geschwelgt – ein rundum gelungener Sonntag voller Geschichte, Gemeinschaft und Genuss. [Marlies Berling]

Noch einmal zwei Igel in Wippingen ausgewildert

Igel, Foto von Johann Müller


Vor zwei Wochen haben wir über die Auswilderung von zwei Igeln auf dem Gelände von Hermann Grote in Wippingen berichtet. Die Tiere haben sich offenbar gut zurechtgefunden. Sie verließen die Transportkiste bereits in der nächsten Nacht und haben anscheinend nicht das zur Überbrückung angebotene Futter benötigt; Hermann Grote geht davon aus, dass sie in seinem Gehölz reichlich Futter gefunden haben.

Heute hat die Igelretterin Heidi Patzer aus Haren erneut zwei Igel auf das Gelände gebracht. Diese wurden bisher von Tierfreunden aus Lingen versorgt, die nun in Wippingen Abschied von ihren Lieblingen nahmen. Das Geschwisterpaar ist an Trockenfutter gewöhnt. Dies wird ihnen auch jetzt zur „Erstversorgung“ vor ihrer Kiste – zusammen mit Wasser – angeboten. Bleibt abzuwarten, ob die Igel das Futter weiterhin benötigen oder ob auch sie gleich zu Selbstversorgern werden. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d/]

Flyer des Heimatvereins – Circa 60 Oldtimer-Autos am 4. Mai in Wippingen

Flyer Heimatverein Werpeloh 2025
Veranstaltungen Werpeloh
Flyer Heimatverein Wippingen 2025
Veranstaltungen Wippingen

Der Heimatverein Wippingen hat zusammen mit dem Heimatverein Werpeloh den jährlichen Flyer mit den Veranstaltungen und Terminen verteilt.

Die ersten aufgeführten Termine sind schon am 1. Mai und am Sonntag, den 4. Mai, jeweils von 14 bis 17 Uhr, wo es Kaffee und Kuchen im Heimathaus gibt.

Am 4. Mai wird zudem der Oldtimerclub Meppen Wippingen mit 60 Oldtimern besuchen. Die Autos werden in der Schulstraße ausgestellt. Zu einer Besichtigung sind alle recht herzlich eingeladen. Auch das Heimatmuseum ist geöffnet. [jdm]

Der SV Wippingen verkauft wieder Lose für die Sporttombola.

Flyer Sporttombola

Der SV Wippingen verkauft wieder Lose für die Sporttombola. Der Verkauf findet an allen Heimspielen der 1ten Herren statt. Zwischendurch werden wir auch auf diversen öffentlichen Veranstaltungen anwesend sein.

Solltet Ihr uns dennoch verpassen, ruft doch gerne bei Sophie Schwering unter Tel. 015207949753 an. [Marcel Ganseforth]

Ostereiersuche: Theo Klaas fand das Goldene Ei

Ostereiersuche im Pfarrpark 2025
Ostereiersuche im Pfarrpark 2025, Theo Klaas

Theo Klaas ist mächtig stolz, denn er hat in diesem Jahr das goldene Ei im Pfarrpark gefunden. Das Ostereierteam hatte wieder alles vorbereitet, so dass der Osterhase 170 bunte Eier verstecken konnte.

Nach dem Startsignal war kein Halten mehr und die Kinder schwärmten aus. Ob wirklich alle Eier gefunden wurden, kann an den Ostertagen gerne überprüft werden. [Kathrin Richert]

200 Menschen bei Ostermarsch Lingen – Gegen Wehrpflicht und „Kriegstüchtigkeit“

Ostermarsch Lingen 2025

Am Gründonnerstag hatte Burkhard Ewert in seiner Kolumne in der NOZ ein beeindruckendes Plädoyer dafür gehalten, "in seinem Denken nicht stehen (zu) bleiben bei einem schuldenfinanzierten Rüstungsprogramm und bei russlandfeindlichen Bekenntnissen. Nein, dann würde ich erwarten, dass das vollständige Bild betrachtet wird, in all seiner Breite, in all seinen erwartbaren Folgen, auch den familiären, auch den persönlichen. Und noch viel mehr würde ich erwarten, dass alles getan wird und noch einmal alles, um diese Folgen zu verhindern – weitaus mehr als bisher."

Ostermarsch Lingen 2025
Ostermarsch Lingen 2025
Am Mikrofon Hannes Jäger

Seinem Vorschlag "Vielleicht finden Sie irgendwo einen Ostermarsch. Oder Sie beten für den Frieden." folgten in Lingen gestern ca. 200 Menschen. (siehe auch EmsTV) Der Anmelder des Lingener Ostermarsches, Hannes Jäger vom Alternativen Zentrum Lingen, verlas am Bahnhof den Aufruf zum Ostermarsch.

Auf dem Marktplatz fragte Jonas Kempe von den Linken in seiner Rede, was die versammelten Demonstranten verbinde. Es sei der Wunsch nach Frieden, die Wut auf die Aufrüstung und das Wissen darum, was Kriege anrichten. Wer seine eigene Familiengeschichte verfolge stoße auf Berichte über Flucht, Tod, Verluste von Angehörigen und körperlichen und seelischen Narben, die geblieben seien.

Ostermarsch Lingen 2025
Jonas Kempe

Wer die Aufrüstung der EU und die Rufe nach Kriegstüchtigkeit in Frage stelle, werde als Putinversteher diffamiert und als verantwortungslos gescholten. Dabei sei es verantwortungslos, Frieden mit Waffen schaffen zu wollen. Die CDU habe die Übernahme des Unternehmens Hagedorn-NC durch den Rüstungskonzern Rheinmetall als Investition in die Zukunft begrüßt. Dieser Einzug der Kriegsindustrie in die Stadt Lingen sei aber ein Rückschritt. Die Produktion von Waffen blähe zwar kurzfristig das Bruttoinlandsprodukt auf, aber die Waffen seien nach der Produktion totes Kapital, das nichts Neues mehr schaffen könne.

Ostermarsch Lingen 2025
Ralf Czogalla

Ralf Czogalla von der marxistischen Linken sah in der von Scholz ausgerufenen Zeitenwende eine Reaktion darauf, dass die unipolare Weltordnung, in der die USA und der Westen das Sagen haben, zerbrochen sei. Die Nato versuche den bisherigen Zustand durch Krieg und Kriegsdrohung zu erhalten. Die Rüstungsindustrie sei eine treibende Kraft bei dieser Politik. Denn sie profitiere von den Kriegskrediten, mit denen die Nato-Armeen ausgerüstet werden. Eine Kehrseite dieser "kriegstüchtigen" Gesellschaft sei die verstärkte Propaganda der Bundeswehr in den Schulen.

Ostermarsch Lingen 2025
Larissa Sommer

Larissa Sommer von den Linken in Nordhorn wies in ihrer Rede auf die besondere Betroffenheit von Frauen in Kriegen hiin. Frauen seien diejenigen, die versuchten ihre Kinder im Krieg zu schützen, sie seien auf der Flucht von sexueller Gewalt bedroht. Aber Frauen seien von jeher auch aktiv im Kampf für Frieden. Dafür führte sie verschiedene Frauen an, u. a. Clara Zetkin.

Ostermarsch Lingen 2025
Steffen Krafft

Steffen Kraft von der DKP setzte sich als 21jähriger mit der Wehrpflicht auseinander. "Für was werden wir in den Tod geschickt?" fragte er. Die von der Rüstungsindustrie bezahlten Politiker antworteten, es gehe um die Verteidigung der westlichen Werte gegen die Barbarei der Russen. Er antworte darauf, dass er nicht auf Arbeiter schieße. Die Bundeswehr kämpfe genauso wenig für die arbeitenden Menschen wie die Armeen Russlands oder der USA. Es gehe nur um die wirtschaftlichen Interessen einiger Weniger, die in einem Tag mehr Geld anhäuften, als er in seinem ganzen Leben. "Zum Teufel mit denen, die die Jugend wieder ins Massengrab schicken wollen!" [jdm]

Spannende Einblicke in den Natur- und Umweltschutz – Projekttag der Grundschule Renkenberge/Wippingen – Unbekannte Lebewesen aus dem Teich gekeschert

Projekttag der Grundschule Renkenberge/Wippingen

Einen spannenden naturkundlichen Projekttag außerhalb ihrer Klassenräume erlebten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Renkenberge-Wippingen. Er war vom Fischereiverein Lathen in Zusammenarbeit mit der Kitzrettung Emsland, der Naturschutzstiftung Emsland, dem NLWKN (Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und der Jägerschaft im Hegering Dörpen organisiert worden.

Projekttag der Grundschule Renkenberge/Wippingen
Projekttag der Grundschule Renkenberge/Wippingen

Werner Kremer koordinierte als Vorsitzender des Fischereivereins Lathen den Projekttag, der den Grundschülern und auch den Lehrkräften spannende Einblicke in den praktischen Natur- und Umweltschutz vermittelte. Wie Kremer mitteilte, profitierten die Grundschulen in Lathen und Fresenburg bereits von dem naturkundlichen Event. Die Schulen in Oberlangen werden folgen.

Projekttag der Grundschule Renkenberge/Wippingen

Mit tatkräftiger Unterstützung des Lehrerkollegiums der beiden Schulstandorte Renkenberge und Wippingen wurde das Projekt an der Teichanlage in der Arenbergstrasse in zwei Gruppen durchgeführt. Gleich von Anfang an beteiligten sich die Kinder mit großer Begeisterung an den Vorführungen und Mitmachaktionen und zeigten, dass die Projektschwerpunkte richtig gewählt worden waren.

Projekttag der Grundschule Renkenberge/Wippingen
Projekttag der Grundschule Renkenberge/Wippingen

Beim Thema „Erforschung von Wasserlebewesen“ motivierte Maike Hoberg von der Naturschutzstiftung Landkreis Emsland die Grundschüler, Kescher durchs Wasser zu ziehen, um anschließend „ihren Fang“ mit ihr zusammen zu analysieren. Dabei hatten die meisten Kinder kein Problem damit, die Lebewesen auch in die Hand zu nehmen. Nach Ansicht von Schulleiterin Ellen Wilkens ist diese Naturnähe der Schüler auch darin begründet, dass sie im ländlichen Umfeld aufwachsen. „Fragt man die Kinder und Erwachsenen, was lebt denn im Teich oder Bach, dann ist die Antwort immer: Fische! Manch einer kommt noch auf Frösche und noch seltener auf Kröten“, erklärte die Expertin Hoberg. Dass hier aber rund 2.000 Insektenarten vorzufinden sind, sei nicht vielen bekannt. Umso wichtiger und schöner ist es nach ihrer Ansicht, den Kindern mit einer Umweltbildungsaktion, wie dem Keschern im Gewässer, die Wasserwelt näherzubringen und ihnen zu zeigen, dass Gewässer ein wichtiges Zuhause für sehr viele verschiedene Tierarten sind.

Projekttag der Grundschule Renkenberge/Wippingen

Mit ihrem hochtechnisierten Equipment wartete der Verein Tierrettung Emsland e.V. auf. Seit 2018 macht es sich diese Gruppe zur Aufgabe, mit ihren Drohnen Rehkitze und andere Tiere vor der Mahd in den Feldern aufzuspüren, um sie vor dem sicheren Mähtod zu bewahren. Der stellvertretende Vorsitzende Hermann Felthaus und sein Vereinskollege Andreas Robbers führten moderne Suchdrohnen mit hoch empfindlichen Wärmebildkameras vor, mit denen der bedrohte Nachwuchs auf den Feldern aufgespürt werden kann. In ihrem Tätigkeitsgebiet, das sich von Lingen bis Leer erstreckt, habe man im letzten Jahr auf rund 5.000 Hektar mehr als 500 Rehkitze retten können, hob Felthaus hervor. Die kostenlose Suchaktion beginne in der Regel frühmorgens vor dem Mähen und erfordere einen hohen zeitlichen und personellen Aufwand, der allerdings ehrenamtlich erbracht werde. Die Anschaffung der mittlerweile aus elf Kamerasets bestehenden Ausrüstung werde durch Spenden und Zuschüsse finanziert. Für die Grundschüler war es ein Highlight, die Flugdrohnen und Steuergeräte mal in die Hand nehmen zu dürfen. Auf einem leistungsstarken Bildschirm sahen sie, wie die Wärmebilder übertragen werden.

Projekttag der Grundschule Renkenberge/Wippingen
Projekttag der Grundschule Renkenberge/Wippingen

Mitmachaktionen boten Lambert Fischer und Hermann-Josef Bollingerfähr vom Hegering Dörpen an. Anhand der 80 Tierpräparate und der Bestimmungstafeln im Infomobil der Jägerschaft Aschendorf-Hümmling erhielten die Schüler einen Überblick über die heimische Tierwelt und nutzten fleißig die Möglichkeiten des sogenannten Entdeckermobils. Unter der Überschrift „Vom Ei bis zum Fisch“ vermittelte Werner Kremer Wissenswertes über die Hege- und Pflegemaßnahmen für Meerforellen des Lathener Fischereivereins. Außerdem kamen vor allem auch die Maßnahmen zur Renaturisierung von Gewässern, die vom Verein erfolgreich initiiert worden sind, zur Sprache. Die Kinder nutzten außerdem die angebotenen Unterrichtsmaterialien. Eng mit dem Fischereiverein arbeitet Marlon Braun von der Fischereibiologischen Station Ems-Hase in Niederlangen zusammen. Er hatte Aquarien und Exponate mitgebracht und präsentierte mehrere Fischarten, Insekten, Fliegenlarven und Libellen. Braun erklärte seinen Gästen Interessantes aus seinem Tätigkeitsfeld. Wissenswertes über den Falken als einen der bekannteren Greifvögel erklärte Heiner Hackstedt seinen zahlreichen jungen Besuchern, die durchaus Respekt vor dem Vogel zeigten.

„Wir haben von Seiten der Grundschule das Angebot des naturkundlichen Projekttages gerne angenommen, um die Schüler mit allen Sinnen und handlungsorientiert an das Thema heranzuführen“, betonte Schulleiterin Ellen Wilkens. Sie und ihre fünf Kolleginnen seien sehr erfreut, dass alle engagiert mitgemacht hätten und damit ihr Bewusstsein für die Bedeutung einer intakten Umwelt gestärkt hätten. Wilkens dankte allen Akteuren, die den spannenden außerschulischen Projekttag ermöglicht hatten. [Lambert Brand]

Wenn die Igelstation Igel auswildert

Heidi Patzer

Heidi Patzer aus Haren und ihr Ehemann Helmut besuchten heute den Hof von Hermann Grote in Wippingen mit einem Lebend-Tiertransport. In zwei Kisten brachten sie zwei junge Igel, die sie in ihrer Igel-Station aufgepäppelt haben. Beide Tiere haben jetzt ein Gewicht erreicht, das es ihnen ermöglicht, allein in der Natur zurecht zu kommen.

Heidi Patzer holt Igel aus der Schlafkiste
Heidi Patzer holt Igel aus der Schlafkiste

Das Igelmännchen hatte eine Frau aus Duisburg vorbeigebracht, die das hilflose Tier gefunden und ihrer Wohnung gesund gepflegt und gefüttert hatte. Jetzt stand sie vor dem Problem, wohin damit? Denn es in der Großstadt auszusetzen, kam nicht in Frage. Der Igel hat jetzt ein Gewicht von 730 g.

Igel im Nest

Das Igel-Weibchen stammt aus dem Emsland und hat jetzt nach der Fürsorge durch Heidi Patzer ein Gewicht von 530 g. „Um meine Schützlinge auszuwildern, suche ich immer ein Biotop, in dem auch ein Nahrungsangebot vorhanden ist und das weit genug von einer Straße weg ist“, sagt Patzer. Das Gelände von Hermann Grote mit der Streuobstwiese und dem Wald sei geradezu ideal. Patzer ist über jeden froh, der einen naturnahen Garten für die Auswilderung anbieten kann. Pro Jahr versorgt sie etwa 80 Tiere.

Heidi Patzer
Heidi und Helmut Patzer
Heidi und Helmut Patzer

Beide Tiere werden in kleinen mit Stroh ausgelegten Holzkästen, die ein Eingangsloch aufweisen, gebracht. Die Kiste soll den Tieren für die Übergangszeit einen Rückzugsraum bieten. Falls es in den nächsten Nächten noch Frost geben wird, werden die Tiere sich wohl wieder dahin zurückziehen. Hermann Grote wird die Igel in den nächsten Tagen noch mit frischem Wasser und Futter versorgen. Patzer hat für den Anfang getrocknete Soldatenfliegenlarven mitgebracht. Grote wird auch etwas Katzenfutter zufüttern.

Irgendwann werden die Igel die Kisten verlassen und sich in dem weitläufigen Gelände ihre eigenen Rückzugsorte suchen, so dass die Auswilderung gelungen ist.

Heidi Patzer

Ob ein Tier geschwächt ist und Hilfe braucht, ist laut Patzer immer eindeutig zu erkennen. Nur diese sollte man in Obhut nehmen, alle anderen Tiere können sich selbst helfen. Geschwächte Tiere bewegen sich kaum und sind mager. Das können Männchen sein, die sich bis in den Mai nur um die Brunft gekümmert haben und dabei mager geworden sind. Das können Igel sein, die durch die milden Wintertemperaturen verleitet wurden, ihren Winterschlaf abzubrechen und dann keine Nahrung finden. Das können Jungigel sein, die in der aufgeräumten Landschaft nicht genug Futter gefunden haben.

Wer solchen Igeln helfen will, sollte neben dem Nahrungsangebot einen Schlafplatz in einem kühlen Raum anbieten. Die geschwächten, kranken oder verletzten Tiere, die Patzer versorgt, werden nach den Erste-Hilfe-Maßnahmen gegen die Darmparasiten oder Lungenwürmer behandelt; häufig sind Antibiotika erforderlich.

Fütterung für die Übergangszeit
Fütterung für die Übergangszeit

Igel sind nicht direkt vom Aussterben bedroht. Aber die moderne Land- und Forstwirtschaft und der aufgeräumte Hausgarten haben das Nahrungsangebot und die Überwinterungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Der Straßenverkehr ist zudem eine sehr große Gefahr für Igel. Auch die Mähroboter auf den Rasenflächen verletzen und töten die kleinen Igel. Der Mähroboter unterscheide nicht zwischen einer Kastanie und gleich großen Igeljungen. Igel sind vor allem nachtaktive Tiere; der Mähroboter sollte deshalb auf keinen Fall nachts arbeiten.

So versorgt werden die Igel allein gelassen
So versorgt werden die Igel allein gelassen

Man könne darüber streiten, ob es sinnvoll ist, einzelne Tiere in einer Igelstation zu retten. Denn die Tierart werde man damit nicht retten. Aber der Mensch töte so viele Igel und zerstöre soviel Lebensraum für Igel, dass jedes einzelne Tier wertvoll sei.

Die Patzers machen ihre Arbeit ehrenamtlich und auf eigene Kosten. Die Nabu unterstützt dieses Engagement, in dem sie einmal im Jahr einen Zuschuss gibt.

Bei Fragen oder bei kranken und abgemagerten Igeln ist Heidi Patzer unter 05932/5130 oder 0151/106 444 62 zu erreichen. [jdm]

Vom Krieg und dem Kriegsende in Wippingen

Vom letzten Krieg und vom Kriegsende in Wippingen am 10. April 1945 können heute nur noch wenige erzählen. Johann Tangen, geb 1933, hat vor einigen Jahren stichpunktartig einige Erlebnisse zusammen geschrieben. Tangen war bei Kriegende 12 Jahre alt. Hier einige seiner Erinnerungen:

  • Die amerikanischen und englischen Bomber flogen immer wieder über das Emsland zu den Großstädten Hamburg, Bremen, Wilhelmshaven und Hannover. An einem Tag im Sommer musste ich das Mittagessen zu den Männern auf das Feld nachbringen, welches weit außerhalb in der Nähe des Gutshofes Renkenberge lag.. Hier wurde von den Männern mit einem Bindemäher der Roggen gemäht. Ein Bombergeschwader tauchte auf, flog über uns her und die Deutschen schossen dazwischen. Wir mussten schnell mit den Pferden in den nächsten Wald fliehen, bis das Geschehen vorbei war.
  • Am 25. Januar 1943 flog ein Bombergeschwader über Wippingen. Ein Flugzeug wurde von deutschen Jägern angeschossen und schwer beschädigt. Das beschädigte Flugzeug warf Bomben ab, die auf das freie Feld an der Kluser Straße zwischen  Kossen und Wesseln fielen. Das Flugzeug war mit 8 Besatzungsmitgliedern besetzt. 2 Männer konnten sich mit ihrem Fallschirm retten. Einer der Männer landete bei Schmunkamp im Roggenfeld. Nach Erzählungen von Wilhelmine Schmunkamp (60 Jahre später) hatte dieser Mann sehr bitterlich geweint, wurde aber trotzdem von SA-Leuten aus Ahlen abgeholt. Die übrigen Besatzungsmitglieder kamen bei dem Absturz auf dem Müll bei Dörpen ums Leben. Wegen des Bombenabwurfs wurden wir aus der Schule entlassen und mussten in kleinen Gruppen  nach Hause gehen.
  • In der Nacht vom 27. auf den 28 September 1943 stürzte auf dem Ortsteil Harpel in der Nähe von Kuper-Wöste ein britisches Flugzeug ab. An Bord befanden sich sechs Soldaten im Alter von 19 bis 22 Jahren mit ihrem 21jährigen Piloten. Beim Absturz starben alle Insassen und die Trümmer der maschine wurden überall verstreut. Gut kann ich mich an den Geruch der verkohlten Leichen erinnern, da ich zusammen mit meinem Vater am darauf folgenden Tag auf dem Kartoffelacker von Borchers, ein Schwager meines Vaters, nebenan Kartoffeln sammeln musste. Zunächst wurden die Soldaten auf dem Wippinger Friedhof bestattet links in der durch eine Hecke abgetrennte Ecke für Ausländer. Nach dem Krieg erfolgte die Umbettung auf den britischen Waldfriedhof bei Kleve.
  • Wippingen gehörte zu jener Zeit zum Ortsverband Neubörger. Zum Hitler-Jugend-Treffen gingen die Kinder nach Neubörger, um sich Wehrmachtsparolen anzuhören. Während  eines Treffens wurden zwei englische Soldaten vorgeführt, die im Füchtelmoor mit dem Flugzeug notgelandet waren. Die SA-Männer sagten: "Stellt die beiden an die Wand und schießt ihnen eine Kugel durch den Kopf!" Die beiden Engländer wurden aber abgeführt und kamen in Gefangenschaft.
  • Vor dem Einmarsch der Kanadier war eine deutsche Einheit auch in Wippingen stationiert. Sie war auf den Höfen Abeln, Fehrmann und Deters. Eines Nachts fuhr ein PKW von Kluse kommend in Richtung Wippingen. Kurz vor Wippingen wurde dieses Auto vom Tiefflieger beschossen, da sich das Auto in der Dunkelheit mit Scheinwerferlicht auf der Straße befand. Ein Offizier aus dem mit zwei Offizieren besetzten Auto starb bei dem Angriff, der zweite Offizier konnte sich retten.
  • Am Chorraum der Wippinger Kirche sollte vor dem Krieg angebaut werden, doch durch den Krieg wurde dieser bau stillgelegt.Pastor Gilhaus befahl uns, alle Steine, die auf dem Kirchplatz lagen in den halbfertigen Anbau der Kirch einzugraben. Alle Kinder mussten diese Steine gut antreten und eine dicke Schicht Sand darüber streuen, um sie zu verstecken.
  • Am weißen Sonntag war mein Vater nach Neubörger zur Kirche gefahren. Von dort wiederkommend, berichtete er, das der Ortsgruppenleiter Heinrich Wöste einen sehr nervösen Eindruck machte und hin und her lief. Hatte er Angst vor einem Überfall? Sofort packten wir alle Wertsachen, Porzellan, Decken und Essbares ind Kisten und vergruben sie. Niemand durfte etwas merken. So waren wenigstens ein paar Habseligkeiten vor Raub und Brand geschützt. Nicht alle Wertsachen wurden wieder gefunden, da man sich nicht alle Stellen gemerkt hatte, an denen man etwas vergraben hatte.
  • Es war am 09. April 1945, ich weiß es noch genau, ich wollte vom Messdienerunterricht nach Hause. Ich sah zwei Männer an der Beeke-Brücke arbeiten. Die Männer schnauzten mich an „Mach, dass du nach Hause kommst!“ Ich eilte nach Hause. Zuhause angekommen, hörten wir einen Knall - die Brücke  war gesprengt worden Die Front kam näher, Zeitungen und Nachrichten erreichten uns nicht mehr. Vater entschloss sich, uns Kinder und Mutter nach Haasken (Püngel), das Elternhaus meiner Mutter, zu bingen. Es sei sicherer als zu Hause an der Hauptstraße. Bei Haasken angekommen, konnten wir noch sehen, dass es in der Nähe der Kirche in Börger brannte.
  • Als ein Kanadier bei Haasken ein Motorrad ohne Reifen entdeckte, fragte er den Landwirt Hermann Haasken, wo denn die Reifen seien. Hermann  Haasken gab zur Antwort, dass Militär habe diese mitgenommen. Der Kanadier zog daraufhin seine Pistole, doch Haasken gab keine andere Antwort. Im selben Augenblick kam der serbische Gefangene, der bei Haasken in Arbeit war und sagte: "Bauer gut". Der kanadische Soldat ging unverrichterter Dinge weiter. Nur wenige Tage blieben wir bei Haasken, schon bald ging es wieder nach Hause.
  • Die Nacht zum 10. April verlief sehr ruhig, doch schon früh am Morgen kamen Panzer von Neudörpen kommend in Richtung Strootburg. Mein Vater und Franz Sievers liefen den Panzern mit weißen Fahnen entgegen. Unsere damalige Hausgehilfin erzählte mir später, dass mein Vater ganz kreidebleich und mit Zittern in den Knien zurückkam, denn sie hatten Glück gehabt, es waren keine deutschen Panzer.
  • Mit Strom- und Telefonmasten und großen Türen wurde die Brücke über die Beeke wieder hergestellt. Mit diesen Hilfsmitteln war eine provisorische Brücke entstanden.
  • In Neubörger war ein Umschlagplatz für Munition und Naturalien. Die Straße von Kluse nach Neubörger war sehr schmal und die großen Fahrzeuge mussten den Sandstreifen mitbenutzen. In dieser Wagenspur hatten sich tiefe Löcher gebildet. Die kanadischen Fahrzeuge schafften Bausteine heran, mit diesen wurden die großen Löcher gepflastert.
  • Die Männer aus Wippingen und Umgebung, die gesund waren, mussten nun jeden Tag nach Neubörger um Munition, Benzin  und Naturalien zu verladen. Bei Borchers-Apke war ein kleiner Umschlagplatz. Kurz vor ihrem Haus gab es eine Brücke, die überquert werden musste, wenn man Ware holen wollte. In dieser Brücke war ein Schlagloch und die beladenen Wagen verloren oft ihre Waren - auch schon mal einen vollen Benzinkanister - und rollten in kleine Gräben. Leute, die diese Waren "fanden" nahmen sie mit und nutzten sie für ihre eigenen Zwecke. [jdm]

KFD lädt ein zur Generalversammlung

Einladung der KFD zur Generalversammlung 2025

Die Katholische Frauengemeinschaft (KFD) lädt alle Frauen herzlich zur Generalversammlung a, Samstag, den 26. April um 14 Uhr in die Mehrzweckhalle Wippingen ein.

Anmeldungen bitte ab sofort bis zum 20. April bei Christel Gerdes, Tel. 256, und Gerlinde Hempen, Tel. 912493. [Kordula Johanning]

Blut spenden in Renkenberge

Logo SV Renkenberge

Der nächste Blutspendetermin des SV Renkenberge ist am Mittwoch, den 16. April 2025 ab 16:30 Uhr im Gemeindehaus.  

Da die Versorgungslage mit Blutpräparaten immer noch sehr angespannt ist, werden immer noch dringend Blutkonserven benötigt. Wir bitten daher zum zahlreiche Teilnahme.

Ab dem 18. Lebensjahr darf jeder Blut spenden. Bitte bringen Sie einen gültigen Personalausweis mit. Da ein dringender Bedarf an Erstspendern besteht, würden wir uns freuen, wenn wir viele Spender und Erstspender begrüßen können!  [Alwin Illenseer]

Team von Ferienpassaktion „Der Jäger und sein Revier“ hört auf

Ferienpassaktion 2010
Ferienpassaktion 2010

Seit 2009 gibt es die Ferienpassaktion „Der Jäger und sein Revier“ in Wippingen, die in der Samtgemeinde Dörpen angeboten wird und die von uns, Severin Frericks, Bernd Kuper und Birgit Kuper-Gerdes, ins Leben gerufen wurde. Über 16 Jahre hinweg boten wir Kindern die Möglichkeit, die heimische Natur und Tierwelt hautnah zu erleben und ein tieferes Verständnis für den Wald und seine Bewohner zu entwickeln.

Ferienpassaktion 2010

Unsere Aktionen begannen immer in den frühen Morgenstunden, wenn wir mit den Kindern per Planwagen in den Wald fuhren. Dort erkundeten wir gemeinsam verschiedene Baum- und Straucharten, entdeckten Spuren von Wildtieren und beobachteten die vielfältige Flora und Fauna. Ein besonderes Highlight war stets der Besuch der Wildtierausstellung von Bernd Kuper, der leider vor einigen Jahren verstorben ist. Alois Lüllmann übernahm den Platz von Bernd Kuper. In seiner Ausstellung konnten die Kinder präparierte Wildtiere aus nächster Nähe betrachten und so Arten kennenlernen, die sie zuvor noch nie gesehen hatten.

Ferienpassaktion 2010

Ein weiterer fester Bestandteil unserer Ferienpassaktion war das gemeinsame Frühstück im Jägerhäuschen von Severin Frericks, bei dem sich die Kinder stärken konnten. Der Förderverein der Grundschule Renkenberge/Wippingen und der Kita St. Bartholomäus Wippingen e.V. kümmerte sich stets um ein leckeres Frühstück auf einen liebevoll gedeckten Tisch.

Abgerundet wurde der Vormittag mit einer kleinen „Jägerprüfung“, die alle Kinder mit Bravour bestanden und dafür eine Urkunde erhielten. Die leuchtenden Augen der Kinder und ihre Begeisterung für die Natur waren für uns immer die größte Motivation.

Ferienpassaktion 2024

In diesem Jahr fiel die Entscheidung, unsere Tätigkeit nach 16 erfüllenden Jahren zu beenden. Wir blicken dankbar auf eine Zeit zurück, in der wir vielen Kindern die Schönheit und Bedeutung unserer heimischen Natur näherbringen durften. Unser besonderer Dank gilt allen Unterstützern, Helfern und natürlich den zahlreichen Kindern, die mit uns den Wald erkundet haben.

Auch wenn unsere aktive Zeit nun endet, hoffen wir, dass die Erinnerungen und das vermittelte Wissen bei den Kindern nachwirken und sie weiterhin mit offenen Augen durch die Natur gehen.

Natürlich ist es uns eine Herzensangelegenheit, dass diese Aktion „Der Jäger und sein Revier“ weiter geführt wird. Somit haben wir uns auf die Suche nach potentiellen Nachfolgern gemacht. Nur soviel , es geht weiter … Lasst euch überraschen. [Birgit Kuper-Gerdes]

Generalversammlung Sportverein

Vorstand SV Wippingen

Am 28.03.2025 fand die diesjährige Generalversammlung des Sportvereines Wippingen statt. Wie auch in den letzten Jahren konnte im Jahresrückblick viel Positives berichtet werden.

Die Volleyballmannschaft hat Ihren Beachvolleyballplatz fertiggestellt. Dieses wurde finanziert durch eine größere Spende, welche das Team bei der Durchführung eines Gewinnspiels in den sozialen Medien generieren konnte.

Im Jugendfußball fand im Mai 2024 ein Turnierwochenende für die Mini-Kicker und F-Jugend statt.

Das jährliche Ortsteilpokalturnier wurde um die Sportart Schießen ergänzt.

Bei den Neuwahlen wurde einstimmig der erste Vorsitzende Andreas Schwering, die Kassenwartin Claudia Ganseforth und die Beisitzer Julian Bicker und Frank Düthmann für 2 weitere Jahre wiedergewählt.

Marion Hackmann beendete nach 16 Jahren im Vorstand ihre Ära. Der Sportverein Wippingen hat ihr sehr viel zu verdanken. Sie hat sich immer um die Belange der Fans gekümmert und war für jeden ob groß oder klein “die Fußball Marion“.

Neu in den Vorstand als Beisitzer wurde Heinz-Jürgen Berling gewählt. [Marcel Ganseforth]

Am Sonntag letzte Chance, das Geld vom Fastenmarsch abzugeben

Der Fastenmarsch war wegen einer großen Teilnehmerzahl ein voller Erfolg. Organisiert wird der Fastenmarsch im Dekanat Emsland-Nord seit 1982, weil Misereor und die KLJB die Idee einer Solidaritätsaktion zugunsten der Armen und Notleidenden in der Dritten Welt verfolgen. Der Marsch wird zum vollen Erfolg erst, wenn die Teilnehmer ihr erradeltes Geld, das sie von den Sponsoren eingesammelt haben, bei der KLJB abgeben.

Die Landjugend weist darauf hin, dass am Sonntag, den 06.04.2025, von 17-18 Uhr die letzte Chance ist, das Geld im Treff abzugeben. Also jetzt schnell vorher noch die Sponsoren besuchen und zur Kasse bitten! [jdm]

Nebenstrecke Wippingen-Ahlen-Siedlung: Noch keine dauerhafte Lösung in Sicht

Bei der Nebenstrecke Wippingen über Ahlen-Siedlung nach Dörpen ist der Schotter-Seitenstreifen durch den Verkehr schon wieder voller Schlaglöcher. Auch der Höhenunterschied zwischen Straße und Bankett ist erheblich. Fahrzeuge werfen mit dem rechten Reifen auf dem Schotter eine riesige Staubwolke auf, so dass der Schotterstreifen sich praktisch in Luft auflöst.

Wir fragten Bürgermeister Martin Hempen, ob es Ideen gibt, wie der Schotterstreifen auf beiden Seiten so befestigt werden kann, dass er eine etwas längere Lebenszeit hat, und ob es vom Bund oder Land dafür, dass die Straße als Umleitungsstrecke für die B70-Sperrung genutzt wird, eine Kompensation gibt.

Vor allem der LKW-Verkehr ist nach Aussage von Hempen mehr als ärgerlich. Da die Straße nicht alleine im Gemeindegebiet Wippingen verläuft, gebe es derzeit eine Abstimmung unter den Gemeinden und zeitnah eine Begrenzungsmaßnahme. "Die Straße ist nicht als offizielle Umleitung ausgewiesen, somit wird es dort von sich aus keine Kompensation geben. Versuchen werden wir dies aber sehr wohl."  

Wie die Straßenränder dauerhaft befestigt werden können, darauf habe er noch keine Antwort. "Da die letzte Maßnahme aber scheinbar keine dauerhafte Lösung ist, werden wir das nochmal genauer betrachten müssen." [jdm

Sperrung der B70 führt zu starkem Verkehr auf den Umleitungsstrecken

Seit Anfang dieser Woche ist die Bundesstraße B70 in Kluse gesperrt. Grund ist die Fortsetzung der Bauarbeiten zwischen Kluse und Dörpen; nun wird am Knotenpunkt L59/B70 in Kluse gearbeitet. Die Maßnahme soll bis Ende Juli andauern.

Es gelten folgende Umleitungsstrecken: Von Norden kommend führt die Umleitung über die B401 Richtung Autobahn, weiter auf die L48 Richtung Sustrum und von dort über die L53 Richtung Lathen und zurück auf die B70.
Von Süden kommend führt die Strecke ab Kluse über die K113 Richtung Wippingen, von hier über die K157 Richtung Neudörpen und in Dörpen-Haar auf die B401 Richtung B70.

In Neudörpen ist insbesondere zu Zeiten des Berufsverkehrs ein starkes Verkehrsaufkommen zu beobachten. Und wie bei der vorherigen Umleitung nutzen einige Autofahrer wiederum Nebenstrecken, z. B. von Wippingen über Ahlen-Siedlung nach Dörpen. Bei Gegenverkehr müssen die Fahrzeuge auf den Straßenseitensteifen (Bankett) ausweichen. Dieser wurde erst vor einigen Monaten mit Schotter ausgebessert, nachdem hier eine deutliche Kante zur Fahrbahn entstanden war. Die Notwendigkeit einer erneuten Ausbesserungsmaßnahme ist abzusehen – hoffentlich steht dann wieder Geld für die Sanierung zur Verfügung.

Der nächste Bauabschnitt auf der B70 ist zwischen der Rägertstraße und dem Mittelweg in Dörpen geplant und soll dann Ende April starten – alles wohl notwendig, aber eben auch lästig für die Anwohner der offiziellen Umleitungsstrecken und der „Schleichwege“. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d/]

Fastenmarsch ist immer noch ein Renner

Bei Sophie Schwering und Noah Peters holten sich die Marschteilnehmer ihre Stempel

Das halbe Emsland schien sich heute auf zwei Rädern fortzubewegen. In der Wippinger Mehrzweckhalle machten heute 450 Menschen Station, um sich den Stempel in ihr Fastenmarschheft drücken zu lassen und sich am reichhaltigen Buffet zu bedienen. 96 Starterhefte wurden in Wippingen ausgegeben.

Fastenmarschstation Hasselbrock

47 Stationen wurden für den Fastenmarsch von den Landjugendgruppen und örtlichen Partnern bereit gestellt. Kaffee und Kaltgetränke gab es überall. Manche boten zusätzlich Schnittchen, frische Waffeln, ein Süppchen oder Kuchen an.

Buffet in Hasselbrock

Die Landjugend in Hasselbrock imponierte mit einem Buffet, das schon fast zum Brunchen einlud, aber man wusste ja, dass man sich eigentlich auf einer Radtour befindet.

Platz um sich aufzuwärmen wurde in diesem Jahr wegen eines idealen Radelwetters nicht gebraucht, obwohl die Wetterberichte eigentlich pessimistischer gewesen waren. [jdm]

Fastenmarschstation Wippingen
Wippingen
Heede

Gemeinderat: Haushalt und Anschaffungen einstimmig beschlossen

Präsentation zum Haushalt der gemeinde Wippingen 2025

Große Entscheidungen standen bei der Haushaltsberatung im Wippinger Gemeinderat nicht an. Heinz-Hermann Lager begann seine Erläuterungen zum Haushaltsentwurf mit dem Jahresabschluss für 2024. Bei der Planung im letzten Jahr war man noch davon ausgegangen, dass für Investitionen in Höhe von 1,1 Mio. € der Kassenbestand von 903.814 € ziemlich verbraucht werden müsse. Doch weil mehrere Investitionen verschoben wurden, befanden sich am Ende des Jahres gar 989344 € in der Kasse. Und es konnten 195680 € in den Kommunalfonds der Samtgemeinde eingezahlt werden. Somit übertreffen die liquiden Mittel den Schuldenstand von 863459 €.

Bei den laufenden Ausgaben bildet der Zuschuss für die Kita mit 156000 € einen der größten Posten. Bei den Einnahmen und den Ausgaben gibt es wie immer ein komplexes Hin- und Her von Einnahmen und Ausgaben aus Umlagen und Steuern. Im Ergebnis bleibt der Gemeinde ein Überschuss von 233.777 €, über den frei verfügt werden kann.

Eingesetzt werden soll das Geld für die Straßenbeleuchtung auf dem Strootburg. Von den 80000 € Kosten tragen die Anwohner durch Beiträge 14000 €. Die Erneuerung des Radwegs Harpel soll jetzt angegangen werden, wofür 120000 € vorgesehen sind. Die Bücherei soll mit 14000 € saniert werden, wofür die Hälfte als Zuschuss eingeworben werden konnte. Auch die Fußgängerampel muss noch bezahlt werden und Spielplätze sollen neu gestaltet werden.

Der Rest des Geldes soll in den Erwerb von Flächen investiert werden, um gegebenenfalls Bau- und Gewerbegebiete erweitern zu können. Der Haushalt wurde einstimmig vom Rat beschlossen.

Im weiteren Verlauf der Gemeinderatssitzung wurde der Ankauf eines Aufsitzrasenmähers beschlossen. Der Kauf der Anbaukehrmaschine wurde verschoben; der Rat möchte sich das Teil zuerst noch genauer anschauen.

Für die Sanierung des Schindeldachs der Mühle übernimmt die Gemeinde von den Kosten in Höhe von 149345 € einen Anteil von 13%, was 20000 € entspricht. In der Diskussion fragte Jonas Schwering, ob es denn sein müsse, dass man alle 10 Jahre so einen hohen Betrag investieren müsse. Irgendwann sei ja bei dem Holzgebäude mal ein Ende gekommen. „Nur über meine Leiche“, meldete sich Johannes Kuper da zu Wort. Wippingen sei nicht gerade mit Baudenkmälern gesegnet. Ihm fielen da nur der Kirchturm und die Mühle ein. Letztendlich waren sich alle einig, dass der Zuschuss für dieses Wippinger Wahrzeichen nicht in Frage steht. Unklar war in der Diskussion, ob die Qualität der Schindeln eine andere sei, als bei der letzten Sanierung.

Auch dem Antrag des Sportvereins auf Erhöhung des Beitrags für die Platzpflege, für eine einmalige professionelle Sanierung des Tennisplatzes und für einen jährlichen Betrag von 1000 € für Tennissand wurde mit großem Wohlwollen zugestimmt. Jonas Schwering verdeutlichte den Sanierungsbedarf beim Tennisplatz: Bei Spielen gegen andere Tennisvereine in Wippingen sei teilweise großes Befremden von den Auswärtigen angesichts des Zustandes zu beobachten.  Mehrere Redner verwiesen auf die intensive Jugendarbeit des Sportvereins nicht nur im Fußballbereich. 30 Kinder seien derzeit in der Tennisabteilung aktiv. Wippingen könne sich glücklich schätzen, dass die Platzpflege durch den Verein in Eigenarbeit stattfinde. Mehrere Ratsmitglieder trugen Beispiel aus anderen Orten zusammen, in denen wesentlich mehr Geld von den Gemeinden aufgebracht werden müssen.

Der Antrag des Heimatvereins für einen Treppenlift im Gemeindzentrum wurde vom Rat unterstützt. Allerdings wurde noch kein Beschluss gefasst, sondern es sollen zuerst die vertraglichen Voraussetzungen für eine Einwerbung von Zuschüssen geschaffen werden. Bürgermeister Martin Hempen ging davon aus, dass etwa im Mai ein Beschluss gefasst werden könne. [jdm/Präsentation: Samtgemeinde Dörpen]

Update vom 22.03.2025: Mühlenwart Heinz Schulte hat eine Anmerkung zum Diskussionspunkt Mühlenrestaurierung: "Es werden gespaltene Eichenschindeln verbaut. Die Schindeln sind gespalten so wie das Holz gewachsen ist. Dadurch werden die Kapillare nicht beschädigt und Wasser kann nicht so einfach in das Holz eindringen. Einer Verwitterung wird so entgegen gewirkt und die Schindeln halten länger."

Für den Krieg kann man nicht mehr rüsten, weil er nicht mehr führbar ist

Ems-Zeitung vom 20.03.2025

Das Ende des Kalten Krieges zwischen der Nato und dem damaligen Warschauer Pakt war der damaligen Erkenntnis geschuldet, dass ein Krieg zwischen den beiden Seiten nicht gewinnbar war und nur im Untergang Europas, wenn nicht gar des menschlichen Lebens auf der Erde enden konnte. Diese Erkenntnis trifft auch heute noch zu.

Damals führte dies zu einem Abrüstungsprozess: Denn, wenn keine Seite mit der Aufrüstung etwas gewinnen kann, dann kann man besser gleich abrüsten, um die Möglichkeit der gegenseitigen Vernichtung auszuschließen.

Diese Erkenntnisse treffen auch heute unverändert zu, obwohl aus dem ehemals sozialistischen Staatenblock nur ein einzelnes Land übrig geblieben ist, dass die gleiche kapitalistische Gesellschaftsform besitzt, wie der westliche Staatenblock.

Die heutige Schlagzeile der Ems-Zeitung verdeutlicht die ganze Dummheit der EU-Politik. Es wird ernsthaft erwogen, dass ein Krieg möglich und führbar ist. Sicher ist, dass ein Krieg zwischen Nato und Russland atomar eskalieren würde. Und sicher ist, dass dann keine Seite gewonnen hat, sondern beide Seiten vernichtet sind.

Das Gebot der Stunde ist es also, wieder Wege zur Abrüstung zu suchen. Diese Wege können nur in gegenseitigen Sicherheitsgarantien bestehen. Betrügereien und Finten wie bei den missachteten Abkommen Minsk I und Minsk II bringen keine Sicherheit. Das Beharren der EU-Staaten, mit eigenen Truppen den Friedensprozess abzusichern, ist das Gegenteil von Vertrauen schaffen, sondern ein Beharren auf Eskalation und Bedrohung. [jdm]

Förderverein Kita und Grundschule plant schon bis 2029

Am Mittwoch trafen sich die Mitglieder des Schul- und Kita-Fördervereins zu ihrer Generalversammlung im Renkenberger Hus. Im letzten Jahr wurde das Vereinsleben von der Zirkusveranstaltung dominiert. Das Thema spielte auch in diesem Rechenschaftsbericht von Schriftführer Josef Rammert eine Rolle. Denn der Verein hat schon jetzt den Zirkus der Familie Sperlich aus Groß Berßen für die Zirkuswoche vom 23.04.2029 bis 28.04.2029 verpflichtet.

Generalversammlung Förderverein Grundschule 03/2025
v.l. Torsten Konnemann, Markus Meyer, Barbara Kuper, Daniela Wecke, Matthias kl. Bornhorst, Ellen Wilkens, Hedwig Hempen, Sylvia Wilkens, Maria Rammert, Karina Düttmann, Birgit Kuper-Gerdes, Markus Püsken, Heiko Behrens, Hermann Lammers, Katrin Telenga, Josef Rammert, Antonius Peters, Martin Hempen, Mathias Niehoff, Alice Krieger, Patrick von Hebel

Um Geld für die Förderung von Grundschule und Kita einzuwerben, war der Verein bei den Weihnachtmärkten in Wippingen und Renkenberge mit Ständen vertreten. Geplant ist für dieses Jahr ein Flohmarkt am 28.09.2025 im Gemeindehaus Renkenberge.

Ausgegeben wurde das Geld für die Ferienpassaktion und für die finanzielle Unterstützung von Busfahrten der Kita. Sowohl Kita als auch die Grundschule konnten sich viele kleinere Wünsche für Spielmaterial und Sportgeräte im Wert von etwa 2000 € erfüllen. Die Kita erhielt fünf Tablets, die bei der Sprach- und Lernförderung eine Rolle spielen sollen.

Der Verein hat zurzeit 170 Mitglieder; davon haben nur 60 Mitglieder selbst Kinder in der Kita oder Grundschule. In Renkenberge und Wippingen geht das Interesse an den beiden Einrichtungen somit weit über die selbst Betroffenen hinaus. Die Grundschule hat derzeit 85 Schüler, die Kita betreut 64 Kinder und in der Kinderkrippe sind 25 Kinder. 108 der insgesamt 154 Kinder haben Eltern, die Mitglied im Förderverein sind.

Um Eltern für die Mitgliedschaft und Mitarbeit zu gewinnen, hat sich der Förderverein in der Schule in allen Klassen vorgestellt. Neue Kita-Kinder werden mit einer Willkommenstasche des Fördervereins beschenkt. Diese Tasche enthält Warnwesten, Reflektoren, Malstifte und einige andere Nettigkeiten.

Die Versammlung beschloss, der Schule eine neue Rutsche auf dem Schulhof in Wippingen zu spendieren, weil die alte Rutsche abgängig ist. Mit dem anwesenden Wippinger Bürgermeister Martin Hempen wurde darüber Einigung erzielt, dass die Wartung der Spielgeräte – auch wenn sie vom Förderverein gespendet wurden – durch die Gemeinde durchgeführt wird.

v. l. Hermann Lammers, Markus Püsken, Antonius Peters, Birgit Kuper-Gerdes

Unter der Leitung von Renkenberges neuer Bürgermeisterin Daniela Wecke wurden der 2. Vorsitzende Torsten Konnemann und Schriftführer Josef Rammert wiedergewählt. Auch die BeisitzerInnen Markus Meyer, Patrick von Hebel, Barbara Kuper, Sylvia Wilkens, sowie Hedwig Hempen machen im Vorstand weiter mit. Mathias Niehoff stellte sich nicht wieder zur Wahl. Er wurde von der Vorsitzenden Birgit Kuper-Gerdes mit einer von Markus Meyer aus Holz geschnitzten Eule aus dem Vorstand verabschiedet. Für ihn rückt Alice Krieger neu in den Vorstand ein.

Zum Schluss erhielt die Versammlung Besuch vom Vorsitzenden des Schützenvereins Wippingen, Markus Püsken, und von dessen Oberst Antonius Peters, sowie Schriftführer Hermann Lammers. Diese Abordnung brachte eine Spende von 250 €, die bei einer Aktion am dritten Schützenfesttag, dem so genannten Kölner-Verabschieden, eingenommen wurden. [jdm]