Entwaldung und mangelnde Nachhaltigkeit der Weltbevölkerung: eine 10-prozentige Chance zu überleben

Bodenverbrauch durch Zersiedelung
Bodenverbrauch durch Zersiedelung

Eine Studie von Mauro Bologna vom Departamento de Ingeniería Eléctrica-Electrónica, Universidad de Tarapacá in Chile und Gerardo Aquino vom Alan Turing Institute in London, die jetzt auf Nature online veröffentlicht wurde, berechnet, dass es in 100 oder 200 Jahren keine Wälder mehr gebe, wenn die Menschheit mit der Entwaldung so weiter mache, wie bisher. In einer Modellrechnung setzen sie die technische Entwicklung der Menschheit in Verhältnis zum Ressoucenverbrauch und kommen zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit des Wachstums der technologischen Möglichkeiten so gering ist, dass die Menschheit eine Chance von 10% hat, um zu überleben, ohne einen katastrophalen Zusammenbruch zu erleben. Die Autoren berechnen, dass uns je nach Ausgangsdaten noch 22 bis 170 Jahre bleiben, bis wir an dem Wendepunkt (point of no return) stehen, wahrscheinlich blieben uns nur noch 20-40 Jahre. (mehr …)

Online-Veranstaltung zum Atommülllager: Wie jetzt in Wippingen reagieren?

Online-Veranstaltung zum Atommülllager-Suchverfahren
Online-Veranstaltung zum Atommülllager-Suchverfahren

„Ausgestrahlt“ ist in diesen Wochen auf Tour mit einer zum „Atomklo“ umgebauten Dixi-Toilette, um in potenziell betroffenen Regionen über die Standortsuche zu informieren und war am letzten Samstag in Lingen. Und auf einer Online-Veranstaltung mit Helge Bauer speziell für die Emsländer wurde am Mittwoch über das Standortsuchverfahren für ein sogenanntes Endlager informiert. Auch einige Wippinger waren online dabei und machen sich jetzt ihre Gedanken.

Noch befindet sich das Suchverfahren in Phase 1. Ein bedeutender Zwischenschritt findet am 28. September statt, wenn das Atommüll-Bundesamt Base eine Liste von möglichen Standorten benennt. Angeblich soll die Liste eine hohe 2-stellige Zahl von Standorten enthalten. (mehr …)

Telekom-Mobilfunkmast am Kapellenweg soll am 21.09.2020 den Betrieb aufnehmen

Die Telekom hat dem Ersten Samtgemeinderat Heinz-Hermann Lager auf seine Nachfrage mitgeteilt, dass der Mobilfunkmast am Kapellenweg, Kluse, (Brokamp) am 21.09.2020 in Betrieb gehen solle.

Allerdings sei die kleine Einschränkung „wenn alles klappt“ hinzugefügt worden. Bleibe zu hoffen, dass Wippingen dann am 22.09. 2020 eine Top-Netzabdeckung habe. [jdm]

Telekom wartet noch auf Techniklieferung für Wippinger Mobilfunkmast

Auf Anfrage teilte Erster Samtgemeinderat der Samtgemeinde Dörpen Heinz-Hermann Lager mit, dass er von der Telekom die Auskunft bekommen habe, dass der Mobilfunkmast bei Brokamp grundsätzlich fertiggestellt sei. Es gebe allerdings Lieferschwierigkeiten bei der aktiven Technik. Man rechne bald mit einer Lieferung und würde den Mast dann auch sofort in Betrieb nehmen. Der Mast, der bei der Telekom unter der Bezeichnung „Wippingen1“ geführt wird, stehe übrigens in der Gemarkung Steinbild am Kapellenweg und damit eigentlich nicht in Wippingen sondern in Kluse. Trotzdem werde dieser Mast die Mobilfunksituation in Wippingen sicherlich nachhaltig verbessern. [jdm]

Telefoniegeräte speziell für Schwerhörige sind nicht so teuer

Entspannt telefonieren, ohne bei jedem Satz nachfragen zu müssen – für Schwerhörige ist dies mit einem herkömmlichen Telefon oder Handy nicht möglich. Dabei gibt es auf dem Markt durchaus Festnetzgeräte und Mobiltelefone, die an die speziellen Bedürfnisse von Schwerhörigen angepasst sind. (mehr …)

Mini-Photovoltaik-Anlagen für jeden Haushalt möglich

Ergebnis einer Google-Suche nach Mini-Photovoltaikanlagen
Eine einfache Google-Suche nach Mini-Photovoltaik-Anlagen ergibt eine große Zahl von Anbietern

Der Deutschlandfunk berichtete, dass es mittlerweile als Bausatz oder komplett montierte Solar-Module gibt, die zwischen 200 und 500 Euro kosten. Mieter können die Solar-Module aus dem Fenster hängen oder an die Balkonbrüstung, Stecker in die Steckdose und der selbst produzierte Strom kann in das eigene Stromnetz eingespeist werden.

Es wird dann weniger Strom über den Zähler vom Stromanbieter genommen und dementsprechend wird weniger Strom verbraucht. Der DLF bezeichnete es allerdings als umstritten, ob erstens diese Anlagen angemeldet werden müssen und zweitens, ob der Zähler getauscht werden muss.

Wir haben deshalb bei unserem örtlichen Netzbetreiber EWE nachgefragt. Für Dietmar Bücker von der EWE Konzernkommunikation ist hier nichts umstritten, sondern die EWE hat ganz klare Anforderungen: „Die Anmeldung von PV-Anlagen (egal welcher Größe) im Marktstammdatenregister ist eine Vorgabe des Gesetzgebers. Das Register wird von der BNetzA geführt.“

Außerdem seien alle Erzeugungsanlagen beim örtlichen Netzbetreiber anzumelden. Dies sei gesetzlich geregelt und von der VDE-Anwendungsregel 4105 vorgeschrieben. Für den Netzbetreiber sei dies im Sinne einer sicheren Netzführung unabdingbar, weil dieser wissen müsse, wo Erzeugungsanlagen im Netz angeschlossen sind. Auch eine Vielzahl von Kleinstanlagen in der Summe seien netzrelevant. „Bei EWE NETZ kann jede PV-Anlage in wenigen Minuten einfach online angemeldet werden unter www.ewe-netz.de,“ so Bücker.

Der vom Netzbetreiber bezogene Strom wird anders vergütet, als der selbst erzeugte Strom, der unter Umständen ins öffentliche Netz eingespeist wird. Für die EWE ist deshalb klar, dass der Zähler getauscht werden muss, wenn kein Zweirichtungszähler vorhanden ist, der Bezug und Einspeisung registrieren kann Dies sei bei rund 90 Prozent der Kunden der Fall. [HM/jdm]

Kartoffelernte per Hand

Herstellen und Verwenden von Kartoffelstempeln
Herstellen und Verwenden von Kartoffelstempeln
Kartoffelernte mit dem Kartoffelroder
Kartoffelernte mit dem Kartoffelroder

Am 3. Oktober hatten der Oldtimer Club, das Blühende Wunder und der Kindergarten zu einer Kartoffelernte auf dem Acker gegenüber von der Volksbank eingeladen. Das Besondere: Es wurde mit alter Technik das geerntet, was im Frühjahr eigenhändig gepflanzt worden war. Heiner Voskuhl, Steffen Brokamp und Andreas Klaas bedienten das Gespann aus Trecker und Kartoffelroder, das die Kartoffeln aus der Erde warf. Diese wurden dann begeistert von den Kindern in Plastikeimern eingesammelt (die Kartoffeldrahtkörbe mit dem Holzgriff gibt es anscheinend nicht mehr als Massengut). (mehr …)

Amazons Alexa hört ab – und Innenminister wollen mithören

Schnauze Alexa, von Johannes Bröckers, Westend-Verlag

„Schnauze Alexa – Ich kaufe nicht bei Amazon“ heißt das kleine Büchlein von Johannes Bröckers, in dem er polemisch und kenntnisreich Argumente liefert, wie Amazon unser aller Leben schlechter macht, auch wenn wir das nicht direkt wahrnehmen.

Schon heute ist es so, dass Amazon als Allesverkäufer die Abhängigkeit der Firmen von Amazon als Verkaufsplattform ausnutzt, deren Geschäftsgeheimnisse ausspioniert, um dann bei lohnenden Märkten deren Geschäfte selbst zu übernehmen. Bis dahin bezahlen die Anbieter Amazon eine Steuer in Form von Gebühren. Amazon lebt von der Ausbeutung der Arbeiter, denen gewerkschaftliche Betätigung und Betriebsräte verweigert werden, denen nur Mindestlöhne und keine Tariflöhne gezahlt werden. Und natürlich lebt Amazon von der Ausbeutung der Paketboten, wie ja mittlerweile allgemein bekannt ist. Wer das Buch gerade nicht zur Hand hat, kann hier ein kurzes Interview mit Bröckers zum Thema beim gemeinsamen Hörfunkprogramm COSMO des WDR, Radio Bremens, sowie des Rundfunks Berlin-Brandenburg anhören.

Und Amazon hat die "Alexa" im Angebot. Johannes Bröckers warnt davor, dass sich mit der Alexa jeder praktisch ein Abhörgerät in seine Wohnung stellt. Das war seine Warnung, als er im letzten Jahr das Buch schrieb. Und schon wird die Warnung von der Wirklichkeit eingeholt: (mehr …)