Der Verein Kultur:Gut e.V. aus Spahnharrenstätte lädt für Samstag den 20 Juni ab 19 Uhr zum neunten „Sommer:Rock“ Open Air hinter dem Jugendheim (Hauptstr. 41) ein. [jdm]
Emsland
Uferklänge 2026 Haren – Umsonst und draußen
Nach der letzten Ausgabe im Jahr 2022 kehren die Uferklänge endlich zurück. Am 27.06. bringt der Verein Klangkultur Emsland e.V. wieder Musik ans Emsufer nach Haren. Ein großartiger Sommerabend mit besonderer Atmosphäre und hochkarätiger Musik wartet auf euch.
Den Auftakt machen Elephant. Die vier aus Rotterdam bringen sonnendurchfluteten Sound ans Wasser. Irgendwo zwischen Leichtigkeit, Melancholie und ganz viel Gefühl fürs Detail. Mal sanft und verträumt, mal voller Energie. Genau die richtige Mischung für einen Sommerabend am Emsufer. Lehnt euch zurück und lasst euch treiben!
Zwischen euphorischer Melancholie und tanzbarem Indie Pop erzählen die Songs von Waltzburg von Freundschaft, Liebe und all den kleinen und großen Momenten dazwischen.
Zwischen treibendem Alternative-Rock und intensivem Post-Punk erschafft Agatha is Dead! einen Sound, der hypnotisch, roh und emotional zugleich ist.
Mit High Hi ist das Line-up der Uferklänge 2026 komplett. Das Antwerpener Trio liefert einen Sound, der direkt nach vorne geht und trotzdem hängen bleibt. Zwischen Energie, Spannung und eingängigen Hooks entsteht genau die Mischung, die live richtig zündet. [jdm]
RWE lässt ökologische Kartierung für den Standort Dörpen durchführen
Das Energieversorgungsunternehmen RWE prüft zurzeit deutschlandweit verschiedene Standorte, die möglicherweise geeignet sind, um Anlagen für die Versorgungssicherheit und zur Stabilisierung der Stromnetze zu errichten. Auch am Standort Dörpen führt RWE Sondierungsgespräche mit verschiedenen regionalen Stakeholdern zur Optionsprüfung für eine Peaker-Anlage. Dabei handelt es sich um ein Spitzenlastkraftwerk mit sehr flexiblen Anlagen aus individuell steuerbaren Gasmotoren.
Die Planungen sind noch in einem sehr frühen Stadium, da bisher noch kein regulatorischer Rahmen für diese Anlagen vorliegt, der auch die Wirtschaftlichkeit derartiger Projekte sicherstellt. Entsprechend sind weder Standort- noch Investitionsentscheidungen oder Technologieentscheidungen getroffen worden.
Zur Standortprüfung gehört auch eine frühzeitige ökologische Kartierung relevanter Flächen, teilt RWE auf Anfrage mit. Hierfür hat das Unternehmen ein Umweltbüro beauftragt. Die Kartierungen finden 2026 im Zeitraum Januar bis Oktober statt. Gegenstand der Kartierungen sind Gastvögel, Brutvögel, Fledermäuse, Amphibien, Reptilien, Hirschkäfer, Biotoptypen und Pflanzenarten der Roten Liste.
Spaziergänger könnten sich über einfache dunkele Dachplatten am Wegesrand wundern, die mit dem Namen und der Telefonnummer des Umweltbüros versehen sind. Hierbei handelt es sich um sogenannte Schlangenbretter, unter denen Reptilien Schutz suchen und bei Kontrollen erfasst werden können. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Verkehrsüberwachung
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 15.06.2026: Lindloh
Dienstag, 16.06.2026: Dohren
Mittwoch, 17.06.2026: Brual
Donnerstag, 18.06.2026: Lingen
Freitag, 19.06.2026: Stavern
Samstag, 20.06.2026: Wesuwe-Geest
Sonntag, 21.06.2026: Twist
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Sperrungen Schießgebiet
Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 15.06.2026 bis Freitag, den 19.06.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn (K168) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]
Waldbad Sögel: Offizielle Einweihung mit Festprogramm am 13. Juni 2026
Nach umfassender Sanierung öffnete Mitte Mai das Waldbad Sögel wieder seine Türen. Die gemeinde Sögel lädt alle Bürgerinnen und Bürger zur öffiziellen Einweihung am Samstag, den 13, Juni 2026, ins Waldbad ein - mit Rahmenprogramm, sportlichen Aktionen und anschließender Waldbadparty.
"Mit der Wiedereröffnung des Waldbads geben wir den Menschen in Sögel und der gesamten Region einen modernen, attraktiven und barriereärmeren Ort für Sport, Erholung und Begegnung zurück", sagen Bürgermeister Johannes Völker und Gemeindedirektor Frank Klaß.
Für die Bevölkerung werden um 13 Uhr die Türen des Waldbads geöffnet. Der Eintritt ist frei. Vom SV Sigiltra Sögel wird an diesem tag erstmals seit langer Zeit wieder ein Triathlon in Sögel durchgeführt. Der Startschuss zum Triathlon fällt um 14 Uhr im Waldbad, um 17 Uhr findet die Siegerehrung statt. Danach klingt der Tag bei einer Waldbadparty in den Abendstunden aus. Geplant sind zudem tagsüber Mitmach- und Vorführangebote wie Wasserball im Nichtschwimmerbecken, Entenangeln im Planschbecken sowie Schnuppertauchen im Schwimmbecken. Informationsstände des Förderkreises Waldbad Sögel e. V. , des Hümmlinger Tauchvereins und der Kreissportschule Emsland ergänzen das Programm.
Das Waldbad verfügt über drei Becken (Kleinkinder-, Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken). Im großzügigen Schwimmerbereich sind auch Wettkämpfe möglich. Zwei Sprungtürme (1 und 3 Meter) gehören ebenso zur Ausstattung wie das Edelstahlbecken. Der Nichtschwimmerbereich mit einer Wassertiefe von 80 Zentimetern bietet unter anderem Rutsche, Wasserwippe, Nackenduschen und eine Bodensprudelanlage. Direkt am Kleinkinderbecken ergänzt ein Spielplatz das Angebot.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Barrierefreiheit: Die Zugänge zu den beiden großen Becken wurden so gestaltet, dass Menschen mit handicap möglichst selbständig ins Wasser gelangen können. [Gemeinde Sögel]
75 Jahre Emslandplan – Imagefilm von 1952
In einem Aufsatz in dem von der Emsländischen Landschaft herausgegebenen Buch zu "75 Jahre Emslandplan" berichtet Philipp Scheid über die Entstehung eines Imagefilms mit dem Titel "Moordämmerung".
Es handelt sich um einen 14:38 Minuten langen Bericht über die Emslanderschließung (auf Filmportal.de aufrufbar). Der Film wurde damals vom Bundesministerium für den Marshallplan in Auftrag gegeben. Als "Bericht" würde man diesen Film heute nicht mehr bezeichnen wollen. In Stil und Text erinnert die „Moordämmerung“ an Wochenschauen mit der pathetischen Sprache und der Musik im Stile Wagners.
Die erste Hälfte des Films stellt die Armut und schwere Arbeit in den emsländischen Moorgebieten dar, wobei gleichzeitig eine Idylle beschworen wird. Im zweiten Teil des Films werden die Maschinen - Trecker, Greifbagger, Walzen für den Straßenbau und der Ottomeyerpflug - gezeigt, wie sie die Landschaft umwälzen und den Menschen Arbeit und "unser tägliches Brot " geben. Natürlich gibt es im Film keine Hinweise drauf, dass noch 7 Jahre zuvor Zwangsarbeiter bei der Moorerschließung unter todbringenden Bedingungen im Moor arbeiten mussten.
Der Film ist in Ton und Text schwer erträglich. Aber er ist wegen seiner Bilder von dokumentarischem Interesse. Philipp Scheid schreibt: "Paradoxerweise ist uns der Zustand dieser alten Welt am Vorabend des Emslandplans nur noch in jenen fotografischen und filmischen Zeugnissen gegenwärtig, die diesen Wandel einst befördern sollten." [jdm]
Eichenprozessionsspinner nun wieder deutlich zu erkennen
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) sind inzwischen so groß, dass sie leicht an Eichenbäumen zu finden sind. Insbesondere bei kleineren, jungen Eichen findet man sie an den unteren Astgabeln in einer Höhe von wenigen Metern. Gern werden die Nester unterhalb des vom Hauptstamm abgehenden Astes angelegt. Zurzeit findet man auch mehrere Nester nah beieinander, wie auf unserem Bild aus der Dörpener Füchtelmörte zu sehen ist.
Andererseits findet man aber auch Nester des Eichenprozessionsspinners am Stamm nahe am Boden, insbesondere wenn die Sonnenstrahlen nicht durch Schatten von belaubten Zweigen, Büschen oder hohen Gräsern abgehalten werden und so die Oberfläche des Baumes erwärmen.
Bei dem Schädling handelt es sich um eine heimische Art, die sich in den vergangenen Jahren aus südlicheren Regionen nach Norddeutschland ausgebreitet hat. Und der Klimawandel wird wohl bewirken, dass sich die wärmeliebenden Tiere bei uns weiterhin wohlfühlen und ausbreiten.
Das Umweltbundesamt bietet übrigens eine Übersetzung eines niederländischen Leitfadens zur Eindämmung des Eichenprozessionsspinners auf seiner Homepage an. Unsere Beobachtungen werden darin bestätigt und ergänzt:
„Der Eichenprozessionsspinner bevorzugt junge und halb ausgewachsene Eichen entlang von Straßen in einer offenen Landschaft mit wenig Unterwuchs anderer Pflanzenarten. Solitäre Eichen können auch von Eichenprozessionsspinnern kolonisiert werden. Besonders Plätze an Straßen, Mauern, Straßenpflaster, Rasen und Sandböden sind bei sonnigem Wetter im Frühling wegen der Wärmeabstrahlung des Untergrundes attraktiv.“
Wer sich also solchen Bäumen nähert, sollte zunächst den Blick in den unteren Kronenbereich der Bäume richten und die Äste „abscannen“, um unangenehme Überraschungen unter dem schattenspendenden Baum zu vermeiden.
Die Gemeinde Dörpen lässt übrigens auch in diesem Jahr eine Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an publikumsintensiven Bereichen wie Schulen oder Kindergärten durchführen. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Dörpen: Beginn der Kirchenrenovierung St. Vitus
Nachdem die Bauausführungsgenehmigung des Bistums Osnabrück vorliegt, kann die Kirchenrenovierung St. Vitus beginnen. Dazu werden am 13. Juni die Bänke aus dem hinteren Bereich der Kirche schon entfernt und eingelagert.
Die Orgel wird aus Staubschutzgründen eingehaust und wird voraussichtlich Ostern 2027 wieder erklingen, nachdem sie dann selber überholt wurde. Die Figuren u.a. werden ebenso abgesichert.
Noch im Juni wird ein erstes Gerüst aufgebaut, damit mit der Restaurierung der Holzdecke der Kirche begonnen werden kann. Von Juni bis August wird der vordere Teil der Kirche noch als Gottesdienstraum nutzbar sein. Es werden dann einige Holzbänke zusätzlich aufgestellt, so dass in gutem Umfang Sitzplätze zur Verfügung stehen.
Voraussichtlich werden die Sonntagsgottesdienste ab Ende August im großen Saal des Christophorushauses gefeiert, ebenso die Werktagsmessen im Meditationsraum. Der Wiedereinzug in die Kirche ist für Weihnachten 2026 geplant. (Quelle: Pfarreiengemeinschaft Maria Magdalena, Pfarrnachrichten Nr. 10/2026) [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Neun Stauanlagen stärken Wasserrückhalt
Den regionalen Wasserhaushalt stärken und dabei den Klimawandel berücksichtigen – das ist der Hintergrund des Projekts „Nachhaltiges Wassermengenmanagement im Einzugsgebiet der Lotter Beeke“. Im Zuge des Projekts sind weitere konkrete Maßnahmen für ein nachhaltiges Wassermengenmanagement erfolgreich umgesetzt worden. Im Bereich der Gemeinde Handrup (Samtgemeinde Lengerich) wurden insgesamt neun steuerbare Stauanlagen sowie zwei Steinschwellen in Gewässern errichtet.

„Die zahlreichen Hitzesommer verbunden mit verringertem Niederschlag und extremer Trockenheit sind alarmierend – insbesondere für das wasserverwöhnte Emsland. Es findet bei uns im Emsland daher seit geraumer Zeit ein Umdenken statt: Von der einstigen Ableitung des wertvollen Guts Wasser zum stärkeren Halten des Wassers in der Fläche, um so den Landschaftswasserhaushalt nachhaltig zu stabilisieren“, nennt Landrat Marc-André Burgdorf das Ziel des Projekts.
Die nun realisierten Maßnahmen markieren den Übergang von der Planung in die praktische Umsetzung. Die eingebauten Stauanlagen ermöglichen es, die Wasserstände – angepasst an Jahreszeit, Witterung und landwirtschaftliche Anforderungen – flexibel zu regulieren. „So kann der Wasserspiegel in den Gräben gezielt angehoben werden. Gerade in trockenen Phasen kann dies dem Austrocknen kleiner Gewässer entgegenwirken und Versickerung sowie die Grundwasserneubildung fördern“, erläutert Michael Reiners, Abteilungsleiter Allgemeine Wasserwirtschaft beim Landkreis Emsland. [Landkreis Emsland]
Die Standorte der Anlagen wurden im Rahmen des Projekts gemeinsam mit den beteiligten Akteuren vom Wasser- und Bodenverband Lotter Beeke sowie einem Fachbüro erarbeitet. Die bauliche Umsetzung erfolgte durch den Wasser- und Bodenverband Lotter Beeke als Unterhaltungspflichtigen und Staurechtsinhaber.
Der Landkreis Emsland hat die aktuelle Maßnahme finanziert und unterstützt den Prozess gezielt durch entsprechende Förderprogramme. Gemeinsam mit den Wasser- und Bodenverbänden sowie den Flächeneigentümern sollen damit weitere Projekte in der Fläche umgesetzt und so die Anpassung an die Folgen des Klimawandels aktiv vorangebracht werden. Auch in weiteren Projektgebieten im Landkreis – unter anderem im Bereich der Wasser- und Bodenverbände Ems-West und Süd-Nord-Kanal sowie Ahlder und Engdener Bach – werden derzeit Maßnahmen vorbereitet, um den Wasserrückhalt zu stärken. [Landkreis Emsland]
Verkehrsüberwachung
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 08.06.2026: Freren
Dienstag, 09.06.2026: Papenburg
Mittwoch, 10.06.2026: Meppen
Donnerstag, 11.06.2026: Geeste
Freitag, 12.06.2026: Haren
Samstag, 13.06.2026: Papenburg
Sonntag, 14.06.2026: Werlte
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Sperrungen Schießgebiet
Die WTD 91 meldet für den 08.06.2026 bis 14.06.2026 außer auf dem Schlagbrückener Weg keine Sperrungen. [jdm]
Frühe Konzentrationslager im „Dritten Reich“ – Neuer Sammelband bündelt die aktuelle Forschung
Die frühen Konzentrationslager waren das zentrale Terrorinstrument bei der Durchsetzung und Machtsicherung der NS-Herrschaft. Über 100 von ihnen entstanden ab 1933 im Deutschen Reich. Nun ist dazu der neue Sammelband „Durchsetzung der Diktatur. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ erschienen, der auf Initiative der Gedenkstätte Esterwegen entstanden ist.
Das NS-Regime erprobte in den frühen Konzentrationslagern massenhafte Inhaftierungen und Anwendungen von Gewalt. Manche Lager wurden nach wenigen Wochen wieder aufgelöst, andere bestanden über Jahre und bildeten die Basis für das spätere KZ-System der SS. Nicht wenige SS-Männer begannen ihren Dienst in den frühen Konzentrationslagern und setzten ihn später in den Stamm- und Außenlagerkomplexen sowie den Vernichtungslagern des Zweiten Weltkriegs fort. Für viele Häftlinge war die Haft in den frühen Lagern der Beginn jahrelanger Verfolgung. „Die Geschichte dieser frühen Lager veranschaulicht, wie sich die Zerstörung der Demokratie und die Etablierung der nationalsozialistischen Diktatur schrittweise vollzogen. Es waren Labore der Gewalt“, so Mitherausgeber Sebastian Weitkamp.
Zu den frühen Konzentrationslagern gehörten auch die Lager Esterwegen, Börgermoor und Neusustrum im Emsland. Es waren die ersten am Reißbrett geplanten KZ in Barackenbauweise im Deutschen Reich. Etwa 4.000 Menschen waren hier inhaftiert und wurden zur Zwangsarbeit im Moor eingesetzt. Ihre Geschichte wird ebenfalls in dem Band erzählt.

Die AG „Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte dieser Lager sichtbarer zu machen. In ihr arbeiten aktuell 19 Gedenkeinrichtungen aus zwölf Bundesländern zusammen. Im Auftrag der AG haben Sebastian Weitkamp (Gedenkstätte Esterwegen), Christoph Thonfeld (Gedenkstätte Dachau), Agnes Ohm (Gedenkstätte Sachsenhausen) und Nicola Wenge (Gedenkstätte Oberer Kuhberg Ulm) den nun vorliegenden Sammelband herausgegeben, in dem die Autorinnen und Autoren die Geschichten von 19 frühen Lagern darstellen und neue Forschungserkenntnisse zusammenfassen. Ergänzt wird der Band durch einen Beitrag von Jens-Christian Wagner sowie zwei Rahmenbeiträge über die Rolle der frühen Lager im Nationalsozialismus (Frédéric Bonnesoeur) und deren spätere Erinnerungsgeschichte in Ost- und Westdeutschland (Thomas Lutz).
Der Sammelband ist ab sofort in der Gedenkstätte Esterwegen und im Buchhandel für 28 € erhältlich : „Durchsetzung der Diktatur. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“, herausgegeben von Sebastian Weitkamp, Christoph Thonfeld, Agnes Ohm und Nicola Wenge, Wallstein Verlag Göttingen 2026, Schriftenreihe der Gedenkstätte Esterwegen Band 6, 512 Seiten, ca. 30 Abb., ISBN 978-3-8353-6055-6. [PM / Foto 2026, Gedenkstätte Esterwegen, Anne Vähning]
„Woher nimmt er bloß die Kraft?“ Vielleicht aus dem Supergehalt?
In dem Interview in der heutigen NOZ durfte Albert Stegemann (CDU-MdB Mittelems) breit erklären, warum und wie er Pflegebedürftige zukünftig allein im Regen stehen lassen will. Was bei einem Konservativen nie fehlen darf, ist das wortreiche Beschwören von der Familienverantwortung und der Subsidiarität. Damit ist nichts anderes gemeint, als dass die Gesellschaft für Notlagen ihrer Mitglieder keine Verantwortung übernimmt und Bedürftige kaltschnäuzig abweist.
Die Pflegeversicherung entstand aus dem gegenteiligen Impuls heraus. Stegemann denunziert wie sein Millionärschef Merz solidarische Hilfe als Vollkaskosystem. Und er tut so, als ob es darum ginge, reichen Menschen zuzumuten, sich selbst um die Pflege zu kümmern. "Warum soll der normale Arbeiter, der am Monatsende ohnehin Probleme hat, mit dem Geld klarzukommen, mit seinen hohen Beiträgen das Vermögen sehr reicher Leute finanzieren?" Tatsächlich spricht er über Arbeiter, deren einziges nennenswertes Vermögen in ihrem Eigenheim besteht. Ein normaler Arbeiterhaushalt ist nicht in der Lage, die hohen Pflegekosten zu tragen. Das Sozialhilferecht sieht standardmäßig die Verarmung des Ehepartners vor.
Kürzungen bei der Pflegeversicherung wirken sich unmittelbar negativ auf die Lebenshaltung von Arbeiterfamilien aus. Stegemann versucht hier die Arbeiter in ihrer Funktion als Beitragszahler gegen Arbeiter in ihrer Funktion als Leistungsempfänger gegeneneinander auszuspielen. Um die von ihm postulierten "Vermögen sehr reicher Leute" geht es hier überhaupt nicht. Sehr reiche Leute - wozu zumindest von der Einkommensseite her auch der Bundestagsabgeordnete Stegemann gehört - haben das Problem der Finanzierung von Pflegeleistungen nicht. Alle Arbeiter sind im Pflegefall auf die Pflegeleistungen angewiesen.
In seiner Antwort zur vorletzten Frage lässt Stegemann auch durchblicken, dass er auch den Krankenhäusern, den Apotheken, den Krankenversicherten und den Rentnern den Boden unter Füßen wegziehen möchte. Und das, obwohl er weiß, dass die Wähler das nicht wollen ("die Reformen durchziehen und keine Angst vor Umfragen haben"). Er sagt aber nicht, wofür er diese ganzen Kürzungen veranstalten will: Um Deutschland kriegstüchtig zu machen und den Krieg in der Ukraine unendlich zu verlängern.
Um was für eine Qualitätszeitung es sich bei der NOZ handelt, lässt die letzte Frage der Interviewerin erahnen: "Woher nehmen Sie bei so viel Gegenwind die Motivation, jeden Tag aufzustehen und Ihren Job zu machen?" Vermutlich hängt jetzt ein Fanposter mit Autogramm im Schlafzimmer der Interviewerin. [jdm]
Baustil vom Haus Westhoff war damals top-modern
Ein Blog-Beitrag des Emsland-Museums Lingen beschäftigt sich mit dem Architekten Hans Lühn, der in den 1920/1930er Jahren viele Backsteinbauten im Emsland realisierte. Sein Stil (norddeutscher Backstein-Expressionismus) war damals das, was man unter einem modernen Backsteingebäude verstand.
Das Haus Westhoff wurde in Wippingen 1936 erbaut; Lühn ist 1932 verstorben. Der Architekt vom Haus Westhoff ist nicht bekannt, aber wenn man das Haus mit Lühns Mehrfamilienhäusern an der Schwedenschanze in Lingen vergleicht, fällt doch auf, wo sich der Architekt für das Haus In Wippingen seine Anregungen geholt hat. [jdm]
Wanderung Alte Dorfstelle Wahn: Von der Alten Dorfstelle Wahn nach Renkenberge
Am Samstag, 20. Juni 2026, geht es ab 12.30 Uhr von der Alten Dorfstelle Wahn aus auf eine etwa 10 km lange Natur- und Kulturwanderung nach Renkenberge. Unterwegs gibt es Spannendes zur Geschichte der alten Siedlungsstelle Wahn und die besondere Landschaft rundherum kennenzulernen. Dabei bleibt genug Zeit, die Natur zu genießen und mit anderen ins Gespräch zu kommen.
In Renkenberge wartet zum Abschluss Kaffee und Kuchen - der perfekte Ausklang nach der Tour. Für den Rückweg ist ein Transfer organisiert. Der Kostenbeitrag beträgt 10 € pro Person. Anmeldung bis zum 15. Juni 2026 über die Homepage: www.huemmlinger-pilgerweg.de oder bei https://on.campflow.de/huemmlinger-pilgerweg-ev/wanderung-alte-dorfstelle-wahn-2026. [jdm]
Verkehrsüberwachung
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 01.06.2026: Lathen
Dienstag, 02.06.2026: Sögel
Mittwoch, 03.06.2026: Rhede
Donnerstag, 04.06.2026: Meppen
Freitag, 05.06.2026: Haselünne
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben.[Landkreis Emsland]
Sperrungen Schießgebiet
Die WTD 91 meldet für den 01.06.2026 bis 05.06.2026 außer auf dem Schlagbrückener Weg keine Sperrungen. [jdm]
UPM und Sappi unterzeichnen verbindliche Vereinbarung über ein Joint-Venture
Die beiden Konzerne UPM und Sappi haben nun eine verbindliche Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures im Bereich grafischer Papiere unterzeichnet. Anfang Dezember 2025 war eine Meldung über eine unverbindliche Absichtserklärung zu dieser Transaktion veröffentlicht worden. Das geplante Joint Venture umfasst das gesamte Geschäft von UPM Communication Papers sowie das Grafikpapiergeschäft von Sappi in Europa. Es wird zu gleichen Teilen UPM und Sappi gehören, was angesichts der Bewertung der zukünftigen Partner überrascht: Das UPM-Communication-Papers-Geschäft wird mit 1,1 Mrd. Euro bewertet (Unternehmenswert), das Europageschäft von Sappi mit 320 Mio. Euro. Der Input von UPM ist damit weit höher als der von Sappi. Der kombinierte Unternehmenswert des Joint Ventures beträgt somit 1.420 Mio.
Bis zum Abschluss des geplanten Joint Ventures durch Erfüllung sämtlicher gesetzlicher und behördlicher Anforderungen werden die Unternehmen weiterhin unabhängig im Wettbewerb zueinander stehen, wird in einer Pressemitteilung erläutert. Die Transaktion erfordere neben der Erfüllung weiterer Bedingungen die Zustimmung der Aktionäre von Sappi Limited und unterliege der Prüfung durch die Europäische Kommission und der zuständigen Kartellbehörden sowie der Genehmigung durch die Behörden in anderen Ländern wie den USA und China. Es werde erwartet, dass der Vollzug bis Ende 2026 erfolgen könne. Das Joint Venture würde nach Vollzug in Betrieb genommen. Zurzeit befinde sich das Joint Venture in Phase II der EU Fusionskontrolle.
Als Gegenleistung für die in das geplante Joint Venture eingebrachten Vermögenswerte wird UPM Barmittel in Höhe von 475 Mio. Euro, sowie eine Forderung aus einem vorrangigen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 88 Mio. Euro, eine Forderung aus einem zusätzlichen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 10 Mio. Euro und 50 % Anteile am Joint Venture erhalten, die einem Buchwert von 167 Mio. Euro entsprechen.
Das Joint Venture muss dafür beim Abschluss der Transaktion Schulden zur Finanzierung der an UPM und Sappi zu zahlenden Barmittel aufnehmen. Um eine angemessene Eigenkapitalausstattung und Bilanz für das Joint Venture sicherzustellen, haben die Parteien vereinbart, dass ein Teil des Kaufpreises durch Gesellschafterdarlehen finanziert wird.
Und: Im Rahmen des zu übertragenden Geschäftsumfangs werden 411 Mio. Euro Netto-Pensionsverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten basierend auf der Jahresendbilanz 2025 in das Joint Venture transferiert.
Die Finanzakrobatik ist für Laien kaum nachzuvollziehen. Somit bleibt uns nur, die Auswirkungen des Geschäfts auf UPM Nordland Papier zu beobachten. Wer sich aber intensiver mit der Vereinbarung befassen möchte, findet dazu weitere Informationen in der ausführlichen Mitteilung von UPM. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Classic Brass Konzert in der St. Antonius Kirche Dersum am 13.06.2026
„Classic Brass“, ein renommiertes Blechbläserquintett unter der Leitung von Jürgen Gröblehner, präsentiert am Samstag, den 13.06.2026 um 19.30 Uhr in der St. Antonius Kirche in Dersum, Kirchstr. 4, sein neues Konzertprogramm „Klanggeschichten“.
Vom kunstvollen Glanz des Barock über die emotionale Tiefe der Romantik bis hin zu ausdrucksstarker Musik der Moderne entfalten die fünf Blechbläser ein farbenreiches Klangspektrum.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung des Kulturfördervereins der Samtgemeinde Dörpen beträgt 22 € (ermäßigt 12 €). Karten gibt es an vielen Vorverkaufsstellen in der Samtgemeinde (siehe Flyer) oder bei www.reservix.de. [jdm]
Am Sonntag Pop-Up-Café von Helping Hands
Helping-Hands öffnet am 31. Mai wieder die Türen auf dem Vereinsgelände an der Hermann-Kemper-Str. 4 in Lathen für ein Pop-Up-Café.
Zwischen März und Oktober 2026 soll damit an jeden letzten Sonntag im Monat Unterstützung für die Projekte eingeworben werden. [jdm]
Albert Stegemanns seltsame Wahrnehmung der Realität
Wieder mal ein Politiker, der mit Vorschlägen um die Ecke kommt und nicht weiß, worüber er spricht! Unionsfraktionsvize Albert Stegemann (50, CDU) und Bundestagsabgeordneter des Bundestagswahlkreises Mittelems (Meppen/Nordhorn) wird heute von der Bild-Zeitung zitiert, dass eigenes Vermögen bei der Pflege zuerst verwendet werden müsse, bevor die Allgemeinheit dafür aufkommen müsse. „Wer vorsorgt – mit privater Pflegezusatzversicherung, Aktiensparen oder Wohneigentum –, übernimmt Verantwortung für den Pflegefall. Ein Erbenschutzprogramm auf Kosten der Allgemeinheit kann es nicht geben: Wer Vermögen besitzt, muss zunächst eigenes Vermögen einsetzen, auch das Eigenheim, bevor die Gemeinschaft zahlt.“
Was glaubt der Mann, der hier extrem laut, selbstsicher oder meinungsstark auftritt, obwohl ihm anscheinend grundlegendes Wissen, Expertise oder Substanz zum Thema fehlt, eigentlich, wie die Pflegekosten bisher von Menschen, die nicht das Einkommen eines Bundestagsabgeordneten haben, bezahlt wurden?
Wenn Rente und Pflegegeld nicht ausreichen, muss bisher schon zunächst das eigene Vermögen (Ersparnisse, Immobilien) der pflegebedürftigen Person eingesetzt werden. Nur ein Schonvermögen von 10.000 Euro bleibt unangetastet. Reicht das Geld weiterhin nicht, springt das Sozialamt mit der sogenannten „Hilfe zur Pflege“ ein. Das eigene Haus bleibt bisher nur verschont, wenn es vom Pflegebedürftigen oder dem Ehepartner bewohnt wird. Sobald das nicht mehr der Fall ist, z. B. im Todesfall, hat das Sozialamt Zugriff auf dieses Vermögen. In vielen Landkreisen, so auch im Emsland, wird das Einkommen des Ehepartners bis auf den Sozialhilfesatz heran gezogen, obwohl Gerichte schon längst entschieden haben, dass auch hier die Pfändungsgrenzen der Düsseldorfer Tabelle gelten müssen.
Stegemann nutzt hier sinnfrei das Bild-Podium, um mal wieder, wie die ganze CDU, für die Produkte der Versicherungskonzerne Werbung und gegen Sozialleistungen im Allgemeinen Stimmung zu machen. [jdm]
Dörpen: 30-Grad-Marke erstmals seit 2018 im Mai überschritten
Gestern wurde an der DWD-Wetterstation in Dörpen erstmals in diesem Jahr mit 31,1 °C die 30-Grad-Marke überschritten. Es handelt sich dabei um den zweithöchsten Wert für den Monat Mai in Dörpen – zumindest seit 1959. So weit reichen die über das von Michael Theusner betriebene Wetterportal im Internet nachverfolgbaren Daten zurück.
Nur am 29. Mai 2018 lag die Maximaltemperatur in Dörpen mit 32,1 °C über dem Tageshöchstwert für Mai 2026. 30,6 °C wurden übrigens am 27. Mai 2017 in Dörpen erreicht, und am 28. Mai 2005 waren es 31,0 °C. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Gemeinderat Dörpen besucht Firma Schlömer im Gewerbegebiet an der B 70
Es läuft nicht gut bei der Ansiedlung von Gewerbe- und Industriebetrieben in Dörpen. Im vergangenen Jahr wurde in der Gemeinde viel über eine oder mehrere große Investitionen im Industriegebiet gesprochen und spekuliert, und die Leitung der Gemeinde fördert diese Spekulationen mit vagen Informationen auf Bürgerversammlungen. Konkrete Ansiedlungen von Firmen sind bis heute nicht bekannt, und die Gerüchte haben sich eher in eine fatalistische Kommentierung gewandelt. „Da kommt nichts“, hört man immer wieder von Bürgern, die für sich in Anspruch nehmen, die wirtschaftliche Lage in Dörpen und darüber hinaus beurteilen zu können.
Das hält die politische Spitze der Gemeinde jedoch nicht davon ab, für sehr hohe Kosten weitere Grundstücke anzukaufen, um damit zusammenhängende Flächen von hundert Hektar und mehr anbieten zu können. Dabei ist die Verschuldung in Dörpen mittlerweile so hoch, dass nicht allen Ratsmitgliedern noch wohl ist bei der finanziellen Entwicklung der Gemeinde; laut Haushaltsplan wird die Gemeinde Ende 2026 fast 12 Millionen Euro an Schulden haben, womit sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2.107 Euro ergeben würde.
Nun gab es jedoch einen anscheinend, bzw. scheinbar positiven Termin für den Gemeinderat. Das in Lehe ansässige Autohaus Schlömer hatte zu einem Besuch ihrer Ansiedlung im Gewerbegebiet östlich der B 70 in Dörpen eingeladen und gut die Hälfte des Rates der Gemeinde samt Verwaltungsleitung war der Einladung gefolgt.
Seit einem Jahr ist die Gewerbehalle und der große angrenzende Abstellplatz für weit über hundert Fahrzeugen nun – zumindest von außen betrachtet – fertiggestellt und das Gelände füllte sich nach und nach mit Fahrzeugen. Die Aktivitäten im Bereich der Halle hielten sich aber nach Wahrnehmung vieler Dörpener Bürger in Grenzen, zumindest im Vergleich zu Autowerkstätten vergleichbarer Größe. Auch wurden offene Hallentore nur selten wahrgenommen, so dass man sich im Ort fragte, was der eigentliche Plan für die Nebenstelle des Autohauses war.
Nun beim Besuch des Gemeinderats waren allerdings offene Hallentore und starker Betrieb in der Hallensegmenten zu sehen. Bereitwillig erläuterte der Firmenchef den Gästen die Arbeiten. Auftraggeber seien drei größere Firmen aus Papenburg, die nicht öffentlich genannt werden sollen. Auf der Abstellfläche waren allerdings vornehmlich neue Fahrzeuge mit der Firmenaufschrift „Johann Bunte” zu sehen.
„Neubau einer Halle für die Aufbereitung, Reinigung, Aufrüstung und Lagerung von Fahrzeugen und zur Herstellung von 16 Einstellplätzen“, war als Vorhaben in der Baugenehmigung vom Landkreis Emsland im Februar 2025 in dem vor Ort ausgehängten „Bauschild“ zu lesen. Und damit verbinden zumindest Laien handwerkliche Arbeiten an wechselnden Fahrzeugen bei gelegentlich geöffneten Hallentoren.
Im März 2025 überraschte dann ein Vermietungsangebot im Internet: 600 m² wurden in einer Halle an der B70 in Dörpen zum Quadratmeterpreis von 6 Euro angeboten, Teilflächen ab 100 m² als Sektion mit eigenem Rolltor, verfügbar ab Mai 2025. Dazu wurde optional eine Sanitäranlage, WLAN/WIFI und eine Infrarotheizung angeboten. „Nutzen Sie diese einmalige Chance und sichern Sie sich Ihren Platz in dieser hervorragend angebundenen Immobilie…“, pries man die Flächen an.
Leser der Anzeige machten dann eine einfache Rechnung auf: 600 m² x 6 Euro x 12 Monate ergeben 43.200 Euro im Jahr. Damit wären die Kosten des Grundstücks und der Halle wohl in wenigen Jahren über die Mieteinnahmen wieder erwirtschaftet worden – ein gutes Geschäft also…. Nachfragen aus dem Rat an die Verwaltung ergaben dann allerdings, dass eine Vermietung beim Kauf des Gewerbegrundstücks nicht vorgesehen war. Die Anzeige war dann auch bald nicht mehr im Internet zu finden. Und weiterhin schienen gewerbliche Aktivitäten, die der Anlage angemessen wären, in der Folgezeit nicht auf dem Gelände stattzufinden.
Nun beim Besuch des Rates waren in einigen Bereichen der Halle kaum Fahrzeugspuren am Boden erkennbar. Ob diese Feststellung Zweifel daran zulässt, dass nicht an allen Arbeitstagen ähnlich starke Aktivitäten in der Halle stattfinden wie am Tag des Besuchs, wäre Spekulation. Vielleicht hat sich ja auch gezeigt, dass viele der abgestellten Fahrzeuge nicht großartig aufbereitet, gereinigt oder aufgerüstet werden müssen und die Arbeiten an den Fahrzeugen folglich nicht so umfangreich sind, wie ursprünglich angenommen wurden. Dass die Sanitärräume bisher noch ohne Türen sind, führte der Inhaber auf die hohe Auslastung von Montagebetrieben zurück. Es seien eben keine Handwerker für diese abschließenden Arbeiten zu bekommen. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Verkehrsüberwachung
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Dienstag, 26.05.2026: Twist
Mittwoch, 27.05.2026: Lingen
Donnerstag, 28.05.2026: Papenburg
Freitag, 29.05.2026: Emmeln
Samstag, 30.05.2026: -
Sonntag, 31.05.2026: Dohren
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben.[Landkreis Emsland]
Sperrungen Schießgebiet
Die WTD 91 meldet für den 26.05.2026 bis 29.05.2026 außer auf dem Schlagbrückener Weg keine Sperrungen. [jdm]
Emsländische Krankenhäuser: Das GKV-Stabilierungsgesetz muss geändert werden!
Die Kliniken des Emslandes bitten auf ihren Homepages um Unterstützung für ihr Anliegen: Das GKV-Stabilisierungsgesetz muss geändert werden. Es geht um die Versorgung vor Ort (Lingen, Meppen, Sögel, Papenburg).
Die Bundesregierung plant massive Kürzungen bei den Krankenhäusern. Was als Beitrag zur Stabilisierung des Gesundheitssystems dargestellt werde, bedeute in der Realität: weniger finanzielle Mittel für die Krankenhausversorgung und damit weniger Leistungen und Sicherheit für Patientinnen und Patienten.
Die Krankenhäuser in Niedersachsen stünden bereits jetzt unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Steigende Kosten, eine unzureichende Finanzierung und zunehmende Bürokratie brächten die Kliniken und ihre Beschäftigten an ihre Grenzen. Weitere finanzielle Kürzungen verschärften diese Situation und gefährdeten die Versorgung vor Ort.
Sie schließen sich damit einer Kampagne der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft e.V. an, die dafür die Kampagnen-Seite https://kuerzen-ende-aus.info geschaltet hat. Die Krankenhauser rufen dazu auf, der Gesundheitsministerin Warken und zuständigen Gesundheitspolitikern im Bund und aus Niedersachsen mit einer vorgefertigten E-Mail den Protest gegen die Reform mitzuteilen:
"Sehr geehrte Frau Ministerin Warken, die von Ihnen geplanten Kürzungen bereiten mir große Sorgen.Die Krankenhäuser in Niedersachsen sichern rund um die Uhr die Versorgung von Patientinnen und Patienten – auch in meiner Region.
Gleichzeitig stehen viele Kliniken und ihre Beschäftigten bereits heute unter massivem wirtschaftlichem und personellem Druck. Weitere Einschnitte verschärfen diese Situation und gefährden die medizinische Versorgung für mich und meine Angehörigen.
Es droht das endgültige Aus von Krankenhäusern und Versorgungsangeboten. Stoppen Sie die geplanten Einsparungen. Die Gesundheitsversorgung vor Ort darf nicht noch weiter geschwächt und das Personal nicht noch weiter belastet werden.
Kürzen. Ende. Aus. – Lassen Sie es nicht so weit kommen."
Die Krankenhäuser hoffen, sich so Aufmerksamkeit bei der Politik und dem Bundesministerium für Gesundheit zu verschaffen und zu bewirken, dass die geplanten massiven Budgetkürzungen durch den Gesetzgeber vielleicht noch angepasst werden.
Auch bei einer zweiten Kampagne sind die emsländischen Kliniken dabei. 52 freigemeinnützige Krankenhäuser in Niedersachsen melden ihren Unmut unter dem Titel " Faire Finanzierung für alle Kliniken in Niedersachsen" an, dass sie im Gegensatz zu den kommunalen Häusern keine Steuergelder zum Ausgleich ihrer Defizite aus den kommunalen Haushalten erhalten. Sie fordern, dass alle bedarfsnotwendigen Kliniken ausreichend finanziert werden und diese Ungleichbehandlung behoben wird. "Denn wir haben den gemeinsamen Auftrag: Menschen die bestmögliche Gesundheitsversorgung zukommen zu lassen!" Alle emsländischen Kliniken sind in kirchlicher Trägerschaft. Der Landkreis Emsland ist lediglich Mitgesellschafter des Hümmling Hospitals Sögel. [jdm]
Dörpen – E-Scooter-Fahrer bei Sturz auf Gleisbett schwer verletzt
Dienstagmorgen gegen 06:30 Uhr kam es am Bahnsteig in der Neudörpener Straße zu einem schweren Unfall, bei dem ein E-Scooter-Fahrer auf das Gleisbett stürzte.
Ein 39-jähriger Mann befuhr mit seinem E-Scooter die Rampe zum Bahnsteig 2 und beabsichtigte dort anzuhalten. Vermutlich aufgrund eines Defekts an den Bremsen fuhr er jedoch geradeaus über die Bahnsteigkante hinaus und stürzte mitsamt dem E-Scooter auf die Gleise. Glücklicherweise bemerkte der Mann den herannahenden Güterzug noch rechtzeitig und konnte sich in den Sicherheitsraum unterhalb der Bahnsteigkante rollen, bevor der Zug ihn erfasste. Der Lokführer erkannte die Person bereits aus einiger Entfernung auf den Gleisen und leitete umgehend eine Notfallbremsung ein. Dennoch kollidierte der Güterzug mit dem E-Scooter, der dadurch vollständig zerstört wurde.
Der 39-Jährige erlitt schwere Verletzungen infolge des Sturzes und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Vom Zug wurde der Mann nicht erfasst. Bis 07:45 Uhr war die Bahnstrecke gesperrt. [PM Polizei EL]
Heede: Kein Aussichtsturm in Sicht
Vor einem Jahr haben wir über angebliche Pläne der Gemeinde Heede zum Bau eines Aussichtsturms im Heeder/Neuheeder Moor berichtet. Hier hatte die Gemeinde Heede schon zuvor im Jahr 2000 auf einer Fläche der niedersächsischen Staatlichen Moorverwaltung mit deren Zustimmung einen Aussichtsturm aus Holz bauen lassen. Allerdings war beim Bau des Aussichtsturms der bauliche Holzschutz so sehr vernachlässigt worden, dass nach kurzer Zeit ein Pilzbefall auftrat und der Turm bereits im Jahr 2011 aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt werden musste.
Später wurden die Stützen des Turmes oberhalb der Anschlussanker zum Fundament abgesetzt und der Turm entsorgt. Das Fundament verblieb damals im Boden, wohl weil man sich den aufwendigen Rückbau ersparen wollte. Hierzu ein Auszug aus dem Protokoll über die gemeinsame Sitzung der CDU- und SPD-Fraktionen im Rat der Gemeinde am 12. November 2012 im „Haus des Bürgers“ in Heede: „Die Verwaltung wird beauftragt, eine möglichst kostengünstige Variante zu ermitteln und diese auch entsprechend umzusetzen.“
Nachdem die Staatliche Moorverwaltung die Gemeinde Heede Anfang 2025 aufgefordert hatte, die Betonplatte mit den Fundamenten zu entfernen, musste eine Lösung gefunden werden. Zunächst wollte man offenbar Zeit gewinnen und führte laufende Planungen für einen neuen Aussichtturm ins Feld. Im Haushaltsplan der Gemeinde Heede für das Jahr 2025 waren jedoch keine Mittel für einen Turmbau zu entdecken, was wohl deutlich machte, dass es die Gemeinde mit den Planungen nicht eilig hatte, s.a. unser Bericht vom 18.11.2025. Aber auch im Haushaltsplan für 2026 wurden keine Mittel für einen neuen Aussichtsturm aufgenommen, weshalb ein baldiger Neubau wohl nicht anzunehmen ist.
Eine Nachfrage bei der Staatlichen Moorverwaltung gibt nun weitere Auskunft: Ende des vergangenen Jahres wurde in einem Ortstermin von Vertretern der Gemeinde Heede/Samtgemeinde Dörpen erörtert, dass ein Turmneubau in Metallbauweise auf dem vorhandenen Fundament geplant sei und hierfür Fördermittel beantragt werden sollten. Ein baugleicher Aussichtsturm wäre vor einigen Jahren von einer anderen Gemeinde auf dort vorhandenem Fundament erfolgreich wiederaufgebaut worden. Hiermit dürfte der Turm in Lahre bei Haselünne gemeint sein, der einen nahezu baugleichen, ebenfalls frühzeitig von Pilzen befallenen Holzturm ersetzte. Angestrebt sei von der Gemeinde Heede mit den notwendigen Arbeiten im Jahr 2026 zu beginnen; dies sei jedoch von der Fördermittelzusage abhängig. Bzgl. der Zweckbindung bei Fördermitteln sei ein längerfristiger Gestattungsvertrag notwendig.
Derzeit liege der Entwurf eines neuen Gestattungsvertrages zur Abstimmung bei der Samtgemeinde Dörpen. Die Auseinandersetzung mit diesem Vertragsentwurf sei, so eine aktuell erfolgte Nachfrage bei der Samtgemeinde, „leider noch nicht abgeschlossen“, sollten jedoch in Kürze erfolgen. Mit Abschluss des neuen Vertrages würde der bislang bestehende Gestattungsvertrag enden.
Sowohl der bestehende, als auch der Entwurf des neuen Gestattungsvertrags enthalten Regelungen zur Erhaltung des ordnungsgemäßen Zustandes, zur Haftung, Verkehrssicherung und zum Rückbau, teilt die Moorverwaltung weiter mit. Der neue Gestattungsvertrag würde den Rückbau aller eingebrachten Anlagen regeln, falls bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mit den Arbeiten zum Ersatzneubau begonnen würden. Den „bestimmten Zeitpunkt“ teilte uns die Moorverwaltung allerdings nicht mit.
Für Anfang Juni sei eine Sitzung der betroffenen Räte anberaumt, um einen formellen Beschlusses zu fassen. Sobald dieser erfolgt sei, solle im Anschluss eine Ausschreibung und folglich mit den Bauarbeiten begonnen werden.
Zum Stahlturm in Lahre sei noch angemerkt, dass Besucher über Bewegungen des Turmes klagten. Auf der Aussichtsplattform waren diese so stark, dass sie Übelkeit bei nicht schwindelfreien Besuchern auslösten. Bei einer Überprüfung wurde allerdings festgestellt, dass die Schwingungen im Toleranzbereich lagen. Über ähnliche Schwingungen eines Aussichtsturms aus Stahl klagten auch Besucher eines neuen Turms in Liepgarten am Stettiner Haff; hierüber berichtete der NDR. Der Turm wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt, bis ein Gutachten die bestehenden Bedenken ausräumt. Falls nicht, müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden. Ein exakter Nachbau des Lahrer Turms dürfte damit wohl nicht in Frage kommen, auch wenn die Schwingungen an dem Turm noch als hinnehmbar beurteilt wurden. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Kommunen können bei der Erstellung von Starkregenvorsorgekonzepten vom Land gefördert werden
Angesichts des zunehmenden Risikos von Starkregenereignissen infolge der Klimakrise setzt Niedersachsen die Unterstützung der Kommunen bei der Starkregenvorsorge fort. Im Rahmen der Förderrichtlinie zur Starkregenvorsorge stellt das Land weitere 6 Millionen Euro bereit. Damit steigt die Gesamtfördersumme auf rund 11,3 Millionen Euro.
Bereits im ersten Antragsverfahren zeigte sich die hohe Nachfrage: Insgesamt 46 Anträge können gefördert werden. Die dafür vorgesehenen Mittel in Höhe von rund 5,2 Millionen Euro sind vollständig gebunden. Die entsprechenden Bewilligungsbescheide wurden im April 2026 erteilt.
Gefördert wird die Erstellung kommunaler Starkregenvorsorgekonzepte mit bis zu 80 Prozent, finanzschwache Kommunen können eine Förderung von bis zu 90 Prozent erhalten. Antragsberechtigt sind Kommunen, Wasser- und Bodenverbände sowie kommunale Zusammenschlüsse. Ziel der Förderung ist es, Städte und Gemeinden bei der Vorbereitung auf extreme Wetterereignisse zu unterstützen und Schäden durch Überflutungen zu reduzieren. Dazu gehören unter anderem Gefahrenanalysen, Risikoabschätzungen und die Entwicklung konkreter Maßnahmenpläne.
Durch die Aufstockung der Fördermittel wurde nun ein zweiter Antragsstichtag im Förderprogramm für den 26. Februar 2027 festgelegt. Das entsprechende Antragsportal bei der NBank ist durchgehend geöffnet. Die maximale Höhe der Förderung beträgt 150.000 Euro pro Antragsteller*in. Bei interkommunalen und körperschaftsübergreifenden Projekten erhöht sich die maximale Höhe der Förderung sogar auf 400.000 €.
Die Prüfung der Anträge erfolgt durch die NBank unter fachlicher Beteiligung des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).
Die Fördermodalitäten sind auf der Internetseite der NBank einsehbar: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/themen/energie/energiewendebericht/energiewendeberichte-119325.html
(Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, PI 038/2026) Die Starkregengefahr in der eigenen Region kann man über das Geoportal Deutschland einsehen. Hierzu zoomt man auf seine Gemeinde und wählt rechts im Bild die Kartenebene aus. So findet man in der Hinweiskarte Starkregengefahren die Simulationsergebnisse zu möglichen Starkregenszenarien. Die Daten enthalten jeweils die maximale Überflutungstiefe, die maximalen Fließgeschwindigkeiten sowie die Fließrichtung für ein außergewöhnliches Niederschlagsereignis (100-jährlich).
In Dörpen sieht man beispielsweise die mögliche Überflutung südwestlich der Heeder Straße im Umfeld der Josefstraße entlang des Küstenkanals bis zum Wendebecken und weiter südlich. Wer sich an das Hochwasser zum Jahreswechsel 2023/2024 erinnert, kann die damals überfluteten Flächen den in den Karten dargestellten Überflutungsgebieten zuordnen. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
- 1
- 2
- 3
- …
- 49
- Next Posts





















