Laut einer Pressemitteilung des Landkreises Emsland kamen in Lingen Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zusammen, um den aktuellen Stand der Entwicklungen für die industrielle Nutzung von „grünem“ Wasserstoff (H2) vorzustellen. Die beteiligten Unternehmen starten mit vier Projekten in der „H2-Region Emsland“ und nehmen am Ideenwettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums „Reallabore der Energiewende“ teil“. Die TU Clausthal begleitet den Prozess wissenschaftlich. (mehr …)
Energie
AKW Emsland: Niedersächsiche Atomaufsicht macht Kotau vor RWE
Umweltminister Lies (SPD) hat Mittwoch den Reaktor trotz gefährlicher Spannungsrisskorrosion in den Dampferzeugern wieder ans Netz gelassen. Jochen Stay von der Organisation "ausgestrahlt" kritisierte, dass 10.000 Rohre sind noch immer ungeprüft seien. Dies widerspreche den Empfehlungen der Reaktorsicherheitskommission. Kraftwerksleiter Wolfgang Kahlert verwies laut Ems-Zeitung von heute dagegen auf stichprobenartige Prüfungen.
In einer Presseerklärung äußerte sich Stay enttäuscht: „Die Atomaufsicht in Niedersachsen hat ihren Namen nicht mehr verdient. (mehr …)
Aktion am AKW Lingen: Ein Riss kommt selten allein!
Im letzten Jahr erst beunruhigte der Fund von Rissen in Dampferzeugerheizrohren im AKW Neckarwestheim die dortige Region. Nun wurden sie auch am baugleichen AKW Emsland festgestellt.
Es handelt sich hierbei um eine Wanddickenschwächung, die innen in bisher zwei Heizrohren auftrat. Eine exemplarische Prüfung von einzelnen Rohren offenbarte jetzt, dass sie stellenweise nur noch die Hälfte ihrer eigentlichen Stärke aufweisen (weniger als 0,6 Millimeter).
Spannungsrisskorrosion – und um diese geht es hier – bedeutet, dass jederzeit neue Risse entstehen oder vorhandene unvorhersehbar und schnell weiterreißen können. Ein Leck oder gar Abriss eines dieser Rohre wäre ein komplizierter Störfall, Radioaktivität würde austreten. Im schlimmsten Fall könnte der ganze Reaktor unkontrollierbar werden.
Die Atomaufsicht darf einen solchen Reaktor nicht wieder ans Netz lassen, solange nicht alle Rohre der Dampferzeuger überprüft wurden und die Ursache für das Auftreten der Korrosion geklärt ist! Hierzu hat .ausgestrahlt bereits eine Pressemitteilung veröffentlicht. Doch schon nächsten Donnerstag soll das AKW wieder hochgefahren werden.
Zusammen mit der Lingener Bürgerinitiative AgiEL organisiert .ausgestrahlt eine Protest-Aktion und fordert: „Ein Riss kommt selten allein… Alle Rohre jetzt prüfen!“
WANN: am Mittwoch, 26. Juni, 17.00 Uhr
WO: vor dem Werkstor des AKW Emsland, Am Hilgenberg, Lingen [ausgestrahlt]
Meldepflichtige Ereignisse während laufender Revision im Atomkraftwerk Emsland
Während der laufenden Revision hat die Betreiberin des Atomkraftwerks Emsland, RWE, das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz fristgerecht über drei Ereignisse gemäß Atomrechtlicher Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) informiert.
Im Zuge der Revisionsarbeiten wurden an einer Schweißnaht im Nebenkühlwassersystem Wanddickenschwächungen festgestellt, der betroffene Flansch wurde ausgetauscht. Die Verfügbarkeit des Systems, welches vierfach vorhanden ist und der Kühlung von Kraftwerkskomponenten dient, war nicht beeinträchtigt.
Im zweiten Fall wurde im Rahmen von zerstörungsfreien Prüfungen festgestellt, dass an einem von vier Dampferzeugern zwei Heizrohre lokal Wanddickenschwächungen aufwiesen. Die beiden betroffenen Heizrohre wurden vorsorglich verschlossen.
Im dritten Fall wurde bei der im Inspektionsprogramm festgelegten Überprüfung von Kernbauteilen an einem Brennelement eine defekte Niederhaltefeder festgestellt. Das betroffene Brennelement ist nicht mehr für den Wiedereinsatz vorgesehen. (mehr …)
Atomkraftwerk Emsland: Verlängerung der Revision – Betreiber prüft selbst – Auch beim Schwelbrand im Atommüllager Konrad
Das Niedersächsische Umweltministerium hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass die für die Revision geplanten Instandhaltungsarbeiten und wiederkehrenden Prüfungen wie geplant fortgeführt werden. Das Umweltministerium als atomrechtliche Aufsichtsbehörde begleite die Durchführung aller sicherheitstechnisch relevanten Revisionsarbeiten mit den hinzugezogenen Sachverständigen.
"Die erforderliche Zustimmung zum Wiederanfahren der Anlage wird erst nach Abschluss der Arbeiten am Generator erteilt, wenn seitens der Betreiberin bestätigt werden kann, dass alle sicherheitstechnisch erforderlichen Revisionsarbeiten ordnungsgemäß abgeschlossen wurden."
Bleibt die Frage, ob dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz die "Selbstbestätigung" der Betreiberin ausreicht, oder ob die zur Durchführung der sicherheitstechnisch relevanten Revisionsarbeiten hinzugezogenen Sachverständigen auch diesen Punkt prüfen, bevor eine Zustimmung zum Wiederanfahren der Anlage erteilt wird. (mehr …)
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