Heinz-Hermann Lager, Finanzchef der Samtgemeinde Dörpen, begann seine Präsentation des Gemeindehaushaltsplans auf der Ratssitzung am Mittwoch mit einer Rückschau auf das Jahr 2025. Im Jahresergebnis habe man einen Überschuss von 40.444 € erwirtschaftet, was nicht viel sei, aber man habe keine Darlehensaufnahme nötig gehabt. Am 31.12.2025 hatte die Gemeinde 844,639 € Schulden, aber auf der anderen Seite auch über 1 Mio. € liquide Mittel, so dass man theoretisch die Schulden bar bezahlen könnte.
320.995 € wurden in einen Kommunalfonds eingezahlt. Diesen hatten die Gemeinden der Samtgemeinde seit 2021 genutzt, um Negativzinsen auf zu hohe Kontostände zu vermeiden. Leider habe dieser Fonds zunächst Verluste eingefahren, sich aber wieder erholt, so dass jetzt ein minimaler gewinn zu verzeichnen sei. Die Samtgemeinde habe deshalb beschlossen, diesen Fonds wieder zu kündigen. Die liquiden Mittel werden somit wieder vollständig auf Bankkonten gehalten.
Bei den Einnahmen wurden 489.958 € Gewerbesteuern verzeichnet, das waren 70.642 € weniger als man geplant hatte. Das wird sich auch 2026 fortsetzen, wo nur noch mit 398.200 € Gewerbesteuern gerechnet wird. Die Gewerbesteuern sind wegen der damit zusammenhängenden Umlagen für den Gemeindehaushalt nicht so bedeutend, wie die Einkommensteuern.
Das Investitionsvolumen in 2026 beträgt 1.215.600 € (Vorjahr 1.263.600 €). 910.000 € sind für den Ankauf von Wohnbau-, Gewerbe- und Ausgleichsflächen geplant. 90.000 € gehen in den 2. Bauabschnitt für die Erneuerung des Radwegs Harpel. 35.000 € gehen in die Sanierung deiner Brücke auf der Sonderburg. Die Brücke hat als Besonderheit, dass sie auch Wasserleitungen von Nordlandpapier überbrückt, woraus die relativ hohen Kosten für die kleine Brücke resultieren. Für eine PV-Anlage auf dem Schützenhaus sind 21.000 € eingeplant.
Bei den laufenden Ausgaben finden sich 47.700 € für die Straßenunterhaltung und 79.200 für die Unterhaltung der öffentlichen Gebäude. Mit 179.900 bildet der Zuschuss für den Kindergarten wieder den größten Posten, der durch die erhöhten Kosten für den Kindergartenverbund gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 23.500 € gestiegen ist.
Die Personalaufwendungen sind mit 65.600 € weiter moderat. Hier flocht Bürgermeister Martin Hempen ein Dankschön an die ehrenamtlichen Helfer in Wippingen ein, ohne die es erheblich höhere Personalaufwendungen geben würde.
Das Fazit von Heinz-Hermann Lager lautete: Die steuerliche Situation in Wippingen ist schlechter geworden, aber dennoch steht die Gemeinde finanziell solide da, zumal ein großer Teil der Ausgaben in den Ankauf von Grundstücken fließe.
Auf Nachfrage von Hermann-Josef Pieper erläuterte Hempen, dass er angesichts des abzusehenden Rückgangs der Gewerbesteuer einige Straßenunterhaltungsmaßnahmen zurück gehalten habe. Aber jetzt nach Abschluss des Vertrages mit der Firma Smals könne man diese Maßnahmen beruhigt angehen. Pieper stellte einen großen Bedarf in diesem Bereich fest. Christian Koers hoffte in seiner Wortmeldung, dass es sich bei dem Gewerbesteuerrückgang nur um eine momentane Schwäche handele. Jonas Schwering betonte, dass es ihm wichtig sei, dass die Unterhaltung der Gebäude in ausreichendem Maße stattfinde. Der Haushalt wurde einstimmig vom Rat beschlossen. [jdm]

















































