Bei diesem Beitrag handelt es sich um Wahlwerbung in eigener Sache.
Jan Deters
Angesichts von nicht gekannten Angriffen auf unsere soziale Sicherheit, die als Renten-, Krankenversicherungs- oder allgemeine Sozialreformen verkauft werden, möchte ich dem Widerstand entgegen setzen, da, wo das Leben tatsächlich stattfindet: vor Ort. Ich habe mich deshalb entschlossen, im Wahlbereich 2, der die Samtgemeinde Dörpen, die Samtgemeinde Nordhümmling und die Gemeinde Rhede umfasst, auf der Liste der Linken für den Kreistag zu kandidieren.
Die Aufrüstung und das Anheizen des Krieges in der Ukraine sind nicht nur ein Talkshowthema. Sie sind eine reale Bedrohung. Wir erleben sie dadurch, dass das Geld fehlt für Schulen, für Straßen, für den Öffentlichen Nahverkehr, für eine ortsnahe Gesundheitsversorgung und kulturelle Angebote. Im schlimmsten Fall erleben wir die Aufrüstung dadurch, dass unsere Freunde und Kinder als Wehrpflichtige an ihrem Leben bedroht sind oder dass wir Ziele in einem heißen Krieg werden. Die Landkreise, das Gesundheitssystem und auch die Bildungseinrichtungen werden von den Kriegstreibern in ihre Kriegsvorbereitungen einbezogen. Dagegen müssen wir uns wehren.
Als gebürtiger Wippinger habe ich mich mit den Bürgern meines Heimatortes gegen die Zerstörung unserer Dörfer durch eine Atommüll-Wiederaufbereitungsanlage und ein Atommüllendlager gewehrt. Und wir hatten Erfolg. Auch als versucht wurde, die Klimakrise zu ignorieren und in Dörpen ein Kohlekraftwerk zu bauen, war ich mit vielen Aktiven dabei, diesen Irrweg zu verhindern.
Mit dem Dorf-Blog Hallo-Wippingen.de kommentiere ich seit 25 Jahren das Zeitgeschehen. Doch jetzt glaube ich, dass es nötig ist, aktiv den Sozialstaat und die kommunale Selbstverwaltung vor denen in Schutz zu nehmen, die im Verbund mit den Rüstungskonzernen unser aller Leben in ihren Dienst nehmen wollen.
Als gesetzlicher Betreuer habe ich täglich mit denjenigen zu tun, die wegen Behinderung und Erkrankung auf den besonderen Schutz der Gemeinschaft angewiesen sind. Das schärft den Blick dafür, was es bedeutet, wenn es keine bezahlbaren Wohnungen gibt, wenn Anträge nicht rechtzeitig bearbeitet werden, wenn keine Busse fahren, wenn es keine Arzttermine gibt. Der Landkreis kann hier Vieles erreichen, und das sollte auch im Interesse der Bürger ausgeschöpft werden.
Ich bitte Sie also um Ihre Stimme bei den Kreistagswahlen am 13. September. [jdmbzw. Jan Deters]
Das Wippinger Heimatmuseum lädt zum dritten Tag des alten Handwerks ein. Am 6. September von 13 bis 17 Uhr gibt es auf dem Heimathof wieder viele Angebote und Mitmachaktionen. Und Kaffee und Kuchen im Heimathaus dürfen natürlich auch nicht fehlen. [Christel Sievers]
Zum Gedenken und Mahnen findet zum Antikriegstag am Sonntag, den 06.09.2026, um 18.00 Uhr, an der Begräbnisstätte KZ Esterwegen(an der B 401) die Mahnveranstaltung und Kranzniederlegung des DGB statt. Nach einer Begrüßung durch den DGB-Kreisverbandsvorsitzenden, Andreas Kuper, gibt es eine von Rede Corinna Bittner, Leiterin Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager. Zur musikalischen Untermalung werden Dita&Patrick spielen." [PM DGB]
Im Rahmen seiner Tätigkeiten als Gewässerkundlicher Landesdienst Niedersachsens (GLD) betreibt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zahlreiche Grundwassermessstellen in ganz Niedersachsen, die je nach Fragestellung unterschiedlichen Messnetzen und Messprogrammen innerhalb des Gewässerüberwachungssystems Niedersachsen (GÜN) zugeordnet sind.
Eine Messstelle befindet sich im Ortskern von Neubörger in der Nähe der Mehrzweckhalle. Für diese Messstelle zeigt die im Internet einsehbare Tabelle der Messwerte aktuell (aber auch in den Tagen zuvor) die Klassifikation „sehr niedrig“, konkret 2,57 m unter Geländeoberkante (GOK). Damit liegt der Grundwasserstand aktuell 10 cm niedriger als vor einem Jahr, als der niedrigste Wert Anfang September 2,47 m betrug.
Die Einstufung „sehr niedrig“ gilt zurzeit für 100 von 161 Messstellen in Niedersachsen. Konkret bedeutet dies, dass der aktueller Tageswert 15 % niedriger liegt als der Mittelwert des jeweiligen Monats im Referenzzeitraum, also im Zeitraum 1991-2020.
Wir haben beim NLWKN nachgefragt, warum die Messstelle „Wippingen“ nicht in den veröffentlichten Daten erscheint. Diese wurde im Jahr 2018 erbaut und ist seitdem im Landeseigentum, wird uns dazu mitgeteilt. Der Filter befindet sich 7,89 – 9,89 m unter der Geländeoberkante. Sie ist als Landesmessstelle in den Programmen „Grundwassergüte“ und „Grundwasserstand“ geführt. Im Rahmen der Messstellenauswahl zum landesweiten Messprogramm „Klima-Grundwasserstand“ wurde auch diese Messstelle hinsichtlich ihrer Aufnahme in das Messprogramm „Klima-Grundwasserstand“ überprüft und bewertet. Aufgrund der dargestellten hohen fachlichen Anforderungen wurde die Messstelle „Wippingen“ nicht in das landesweite Messprogramm „Klima-Grundwasserstand“ integriert. Diese Messstelle verfügt nicht über einen entsprechend langen und zusammenhängenden Beobachtungszeitraum (Datenreihe), der nach bundesweiten Vorgaben in der Regel 30 Jahre und mehr für das genannte Messprogramm betragen soll. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Gemeinderat Wippingen am 02.09.2026: v.l. Martin Hempen, Jonas Schwering, Christian Koers, Johannes Kuper, Marie-Theres Riedel, Silvia Klaas, Hermann-Josef Pieper, es fehlt Marlies Berling
Der Wippinger Gemeinderat traf sich heute zu seiner letzten Sitzung dieser Wahlperiode, um letzte Angelegenheiten zu regeln. Deshalb erlaubten wir uns einmal, den Rat am Beratungstisch zu fotografieren. Marlies Berling konnte leider heute krankheitsbedingt nicht teilnehmen.
Bürgermeister Martin Hempen dankte Marie-Theres Riedel für ihre Arbeit im Rat. Riedel kandidiert nicht erneut und wird somit sicher nicht im neuen Rat, der am 13. September gewählt wird, vertreten sein.
Inhaltlich ging es im öffentlichen Teil der Sitzung nur um den Vorschlag eines Mehrgenerationenspielplatzes. Dazu wurde von einer Planerin ein Konzept vorgelegt. Jonas Schwering, von dem der Vorschlag für den Spielplatz stammte, zeigte sich enttäuscht von dem Vorschlag. Wenn man so viel Geld, wie in den Raum gestellt worden war, in die Hand nehme, müsse schon mehr drin sein, als diese wenigen Spielgeräte. Hempen berichtete, dass die Planerin den vorgesehenen Platz als ausgezeichnet geeignet beschrieben habe. Christian Koers plädierte, wie alle anderen, dafür, sich mehr Zeit für die Planung zu lassen. Johannes Kuper sagte, man solle den Beschluss über eine solche Ausgabe dem neugewählten Rat überlassen.
In der Bürgerfragestunde beschwerte sich Martin Düthmann über den Hundekot, der in der Siedlung immer mehr überhand nehme. Hempen verwies darauf, dass es sich um eine Ordnungswidrigkeit handele. Den Hundekot müssten Halter mit den Kottüten entsorgen. Gott sei Dank habe die teure Unsitte, die Kotbeutel in Gullys zu entsorgen, keine weitere Schule gemacht.
Hempen kündigte an, dass mehrere Vereine sich derzeit um die Finanzierung von Defibrillatoren bemühten, die in den Gewerbegebieten, an der Mehrzweckhalle und am Schützenhaus stationiert werden sollten. Auf die Gemeinde kämen damit wohl Wartungskosten zu, denn eine regelmäßige Wartung sei hierbei unabdingbar. [jdm]
Auf der Wippinger Dever (Bäke) südlich von Neudörpen ist zurzeit eine Nutriafamilie mit mehreren Jungtieren unterschiedlicher Farbvarianten zu sehen. Bereits im Jahr 2018 haben wir dort sehr helle Tiere beobachtet und fotografiert. Nun sind hier neben Tieren mit einem hellen, fast weißem Fell auch besonders dunkle Jungtiere zu sehen. Dies zeigt, dass der Genpool der Tiere an der Bäke noch immer ein breites Spektrum umfasst. Auf unserem Foto sind ein sehr helles und ein dunkles Exemplar zu sehen.
Nutrias wurden bis in die 1990er Jahre in verschiedenen Zuchtformen in Farmen gehalten, um damit Felle für Pelze zu gewinnen. Als die Nachfrage nach Pelzen nachließ, wurden die Farmen aufgegeben oder vernachlässigt, dabei – so wird berichtet – entkamen viele Tiere und siedelten sich erfolgreich an nahen Gewässern an. Aber auch zuvor entkamen Nutrias aus Pelzfarmen, wie in der BfN-Schrift „Naturschutzfachliche Invasivitätsbewertungen für in Deutschland wild lebende gebietsfremde Wirbeltiere zu lesen ist. Als frühe Quelle wird angegeben: Studnitz, G. von (1935): Sumpfbiber in freier schleswig-holsteinischer Wildbahn. Schr. Naturw. Ver. Schl.-Holst. 21:287-290.
Mittlerweile sind Nutrias bundesweit verbreitet. Mit ihren Höhlensystemen, die vom Ufer weit unter angrenzende Flächen gegraben werden, richten sie große Schäden an Ufern, Deichen und landwirtschaftlichen Flächen an. Lange kalte Winter können sich negativ auf eine Nutriapopulation auswirken, denn die Tiere finden im gefrorenen Boden nur schwer Nahrung. Mehr hierzu findet man in unseren Berichten vom 17.01.2026 und vom 29.01.2026. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Unser Pfarrgarten soll in der Adventszeit wieder zu einem magischen Ort für das ganze Gemeinde werden – und dafür brauchen wir eure Kreativität! Ob als Familie, Verein, Nachbarschaft, Clique oder allein: Werdet Teil dieses Gemeinschaftsprojekts und verschönert Wippingen in der Weihnachtszeit.
Wichtige Eckdaten:
Vorbereitung: Kurze Besprechung für alle Teilnehmenden am 07.11.2026 um 11:00 Uhr im Pfarrgarten.
Aufbau & Fertigstellung: Vom 23.11. bis 26.11.2026 im Pfarrgarten.
Eröffnung: Ab dem 27.11.2026 ist der Krippenweg für alle geöffnet.
Abbau: Nach Neujahr bis spätestens 15.01.2027.
So macht ihr mit.
Für weitere Informationen und Anmeldung meldet euch bei: Christel Sievers, Tel.: 015155593898. Wir freuen uns auf eine leuchtende Adventszeit und viele tolle Krippen! Euer Team vom Wippinger Heimatmuseum [Marlies Berling/Christel Sievers]
Der Umschlag im Hafen Dörpen soll mit Komponenten für Windparks erhöht werden
Ende Dezember 2025 wurden nördlich des Geländes der Dörpener Umschlaggesellschaft (DUK) östlich des Hafenbeckens Bäume entlang der Straße nach Dörpen-Haar (ehemalige B401) gefällt – Forum-D berichtete am 31.12.2025 darüber. Grund für die Baumfällung war nach den uns vorliegenden Informationen, dass die schmale Straße vom nördlichen Tor des DUK-Geländes bis zur breiteren, ehemaligen B401 für längere Fahrzeuge zu beengt war.
Am 20.02.2026 veröffentlichte die Emder Hafenförderungsgesellschaft e. V. eine Pressemitteilung zum Start des Hafendialogs Emden-Dörpen. Der Inhalt der Mitteilung wurde von der NOZ (Emszeitung) am 24.02.2026 weitgehend übernommen. Damit hatten die Initiatoren zumindest die Presse erreicht, was wohl auch ein Ziel des ganzen Dialogs war.
Nun ist ein halbes Jahr vergangen, und viel Bewegung konnten wir in dieser Zeit im Hafen Dörpen nicht beobachten. Deswegen haben wir bei der Emder Hafenförderungsgesellschaft zum aktuellen Stand der Kooperation zwischen den beiden Häfen nachgefragt. Folgende Auskunft haben wir erhalten:
Das Kabeltrommelprojekt mit Zwischenlagerung der aus dem Seehafen Emden kommenden Trommeln im Dörpener Hafen wird im Mai 2027 planmäßig anlaufen. Diese Trommeln kommen aus verschiedenen Werken über den Seehafen Emden und per Binnenschiff nach Dörpen, und von dort werden die Baustellenabschnitte per LKW beliefert.
Im laufenden Jahr konnte mit Projektladungen in offenen Containern begonnen werden, wird weiter mitgeteilt. Die Einheiten kamen per Zug und LKW, wurden in Dörpen gelagert und zum Montagetermin auf die Baustelle geliefert. An der Etablierung der Zwischenlagerung von Windkraftanlagen werde noch im Hintergrund gearbeitet, und bis zur Umsetzung werde es noch etwas dauern.
Der nächste „Hafendialog Emden-Dörpen“ werde Ende September im Seehafen Emden stattfinden. Bis dahin wird es wohl kaum neue Erfolgsmeldungen geben, denn auch die Windenergiebranche ist zurückhaltender bei Investitionsentscheidungen geworden, weil sinkende Vergütungssätze in den EEG-Ausschreibungen und steigende Kosten für Windkraftanlagen eine Umsetzung von Windparkprojekten an ihre wirtschaftlichen Grenzen bringen können. Wenn dann noch erhöhte Kosten für Netzanschlüsse, z. B. durch lange Strecken bis zum Einspeisepunkt entstehen, wie dies beim Windpark Neubörger der Fall sein könnte, dürfte die Gewinnerzielungsabsicht mit Fragezeichen versehen werden.
Zudem könnten Proteste in den an Windparks angrenzenden Gemeinden Verzögerungen verursachen, falls die Planungen überarbeitet werden müssten, um die Anwohner nicht zu sehr zu verprellen. Beispielsweise wurde der Protest gegen den Windpark im Eleonorenwald auf dem Hümmling erst nach Abschluss der Planungen deutlich stärker und löste öffentliche Proteste aus. Es bleibt also abzuwarten, ob der Hafen Dörpen ab 2027 einen Aufschwung durch den Umschlag von Komponenten für Windenergieanlagen verzeichnen kann. Nötig wäre es. [HM/gruenealternative.de/forum-d]
Das Wippinger Heimatmuseum lädt zum dritten Tag des alten Handwerks ein. Am 6. September von 13 bis 17 Uhr gibt es auf dem Heimathof wieder viele Angebote und Mitmachaktionen. Und Kaffee und Kuchen im Heimathaus dürfen natürlich auch nicht fehlen. [Christel Sievers]
Am Samstag ist es soweit! Wir feiern 20 Jahre Zeltlager Renkenberge-Wippingen und ihr seid alle herzlich eingeladen.
Egal, ob ihr früher selbst mitgefahren seid, aktuell dabei seid oder einfach mal vorbeischauen möchtet. Kommt vorbei, trefft alte und neue Gesichter und feiert mit uns dieses besondere Jubiläum. Ob tagsüber in Renkenberge oder ab 20 Uhr in der Mehrzweckhalle: Wir freuen uns auf einen unvergesslichen Tag mit euch! Euer Zeltlagerteam! [Marcel Ganseforth]
Der Heimatverein Wippingen öffnet am Tag des offenen Denkmals, dem 13. September 2026, die historische Mühle für Besucher. Zwischen 14 und 17 Uhr können Interessierte die Mühle besichtigen und an fachkundigen Führungen teilnehmen, die spannende Einblicke in die Geschichte und Funktionsweise des Denkmals geben. [Stefan Kellner]
Am 19. März 2026 wurde die Absicht eines Zusammenschlusses von UPM-Kymmene Corporation („UPM“) und Sappi Limited („Sappi“) bei der EU-Kommission zur Genehmigung angemeldet. Die Kommission hat am 28. April 2026 eine eingehende Prüfung eingeleitet. Die Kommission hat die Aufgabe, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten oder in einem wesentlichen Teil des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) im Vereinigten Königreich und in der Schweiz erheblich behindern würden.
Heute hat die Europäische Kommission UPM und Sappi von ihrer vorläufigen Auffassung in Kenntnis gesetzt, dass das geplante Gemeinschaftsunternehmen den Wettbewerb auf den Märkten für verschiedene Grafikpapiersorten, die für verschiedene Druckwerke wie Zeitschriften oder Bücher verwendet werden, beschränken könnte.
UPM und Sappi sind die beiden größten Hersteller von grafischem Papier im Europäischen Wirtschaftsraum („EWR“). Mit dem Gemeinschaftsunternehmen könnte ein EWR-Marktführer geschaffen werden, da die Grafikpapier-Sparte von UPM in Europa und den USA mit der Grafikpapier-Sparte von Sappi in Europa und einem Teil des Spezialpapiergeschäfts von Sappi sowie Nebentätigkeiten zusammengelegt würde.
Die Kommission hat insbesondere Bedenken, dass dies dazu führen würde, dass das Gemeinschaftsunternehmen Preise erhöhen könnte und Kunden eine geringere Auswahl hätten.
Der Wettbewerb könnte auf den Märkten insbesondere auf den Märkten für Zeitschriftenpapier und holzfreiem gestrichenen Papier verringert werden. Diese beiden Papiersorten werden für Zeitschriften, Bücher und Werbematerial verwendet.
Die Kommission hat angesichts der gewonnenen Erkenntnisse Bedenken, das Gemeinschaftsunternehmen von UPM und Sappi könnte so große Marktmacht erlangen, dass seine Abnehmer von gestrichenem holzhaltigen Papier (Zeitschriftenpapier) und gestrichenem holzfreiem Papier höhere Preise und geringere Qualität hinnehmen müssten. Sie ist derzeit nicht davon überzeugt, dass die Integration der betreffenden Geschäftstätigkeiten in das Gemeinschaftsunternehmen genügend Vorteile (durch Kosteneinsparungen, mehr Umweltschutz oder größere Widerstandsfähigkeit) böte, um den möglichen Schaden aufzuwiegen.
UPM und Sappi haben den Empfang der Mitteilung der Beschwerdepunkte der EU-Kommission bestätigt. Die Verabschiedung einer Mitteilung der Beschwerdepunkte (SO) sei ein üblicher Schritt im Rahmen einer eingehenden Fusionsprüfung durch die Europäische Kommission. In der Mitteilung der Beschwerdepunkte hat die Kommission weitere Einzelheiten zu ihren vorläufigen Bedenken dargelegt. Gemeinsam mit Sappi prüfe UPM die Mitteilung der Beschwerdepunkte sorgfältig und werde zu gegebener Zeit darauf antworten.
UPM sei zuversichtlich, dass es in der Lage sein werde, umfassend auf die vorläufigen Bedenken der Kommission einzugehen, und bleibe davon überzeugt, dass das geplante Joint Venture ein notwendiger Schritt sei, um eine zuverlässige Versorgungskontinuität für Grafikpapierkunden in Europa zu gewährleisten und die Widerstandsfähigkeit der gesamten europäischen Grafikpapierindustrie im Interesse der Kunden zu stärken.
UPM und Sappi können nun der Kommission eine Erwiderung auf diese Mitteilung senden, die Kommissionsakte einsehen und eine mündliche Anhörung beantragen.
UPM betreibt die Papierfabrik Nordland in Dörpen; Sappi ist ein weltweit tätiger südafrikanischer Hersteller von Materialien des täglichen Bedarfs aus erneuerbaren Ressourcen aus Holzfaser. Das Unternehmen liefert Rohstoffe wie Zellstoff und Biomaterialien sowie Endprodukte wie grafische Papiere sowie Spezial- und Verpackungspapiere.
UPM treibt parallel zur Abspaltung der Grafikpapiersparte die Abspaltung des Sperrholzgeschäfts in die eigenständige WISA Group Plc. voran. Die Aktienkurse von UPM und Sappi zeigten kaum Reaktionen auf diesen Brüsseler Beschluss.
Derweil zeigt sich, dass die Zellstoffindustrie weltweit unter Druck ist. Das holzverarbeitende US-Unternehmen Domtar Corporation aus Fort Mill in South Carolina kündigte am 20. August an, den Betrieb seiner Zellstofffabrik Howe Sound sowie der Holzhackschnitzelanlage Bayview Fibre in Port Mellon in British Columbia (Kanada) auf unbestimmte Zeit stillzulegen. Als Gründe nennt das Unternehmen laut Holzzentralblatt die gesunkene Nachfrage in Asien, die schwachen globalen Zellstoffpreise und die abnehmende Verfügbarkeit von erschwinglichen heimischen Holzfasern. [jdm]
Am 02. September 2026 findet um 19.30 Uhr im Heimathaus eine Sitzung des Gemeinderates Wippingen statt.
Bei dem einzigen Tagesordnungspunkt der öffentlichen Sitzung geht es um die Errichtung eines Mehrgenerationenspielplatzes, der schon Thema der letzten Gemeinderatssitzung war. Eine Beschlussvorlage wurde dazu bisher noch nicht im Rats- und Bürgerinformationssystem der Gemeinde veröffentlicht. [jdm]
Zur Fahrradtour zum Schloss Clemenswerth lädt der Heimatverein am Sonntag den 20.09.2026 ein.
Wir starten um 13:00 Uhr am Heimathaus und freuen uns um 14:00 Uhr in Werpeloh auf Kaffee und Kuchen. Um 15:00 Uhr geht es nach Clemenswerth, wo uns eine Führung erwartet.
Der Preis für Getränke und Kuchen beträgt 10 Euro. Kinder sind unsere Gäste. Alle die Lust haben teilzunehmen sind herzlich willkommen und sollten sich bis zum 15.09.26 anmelden. Tel.: 04966/ 277 oder 017696001129 [Stefan Kellner]
Am Samstag ist es soweit! Wir feiern 20 Jahre Zeltlager Renkenberge-Wippingen und ihr seid alle herzlich eingeladen.
Egal, ob ihr früher selbst mitgefahren seid, aktuell dabei seid oder einfach mal vorbeischauen möchtet. Kommt vorbei, trefft alte und neue Gesichter und feiert mit uns dieses besondere Jubiläum.
Ob tagsüber in Renkenberge oder ab 20 Uhr in der Mehrzweckhalle: Wir freuen uns auf einen unvergesslichen Tag mit euch! Euer Zeltlagerteam! [Marcel Ganseforth]
Die Wildkamera von Hermann Grote aus Wippingen hat am Morgen des 16. August 2026 eine Wildschweinrotte in seinem Wald fotografiert. Soweit erkennbar, handelt es sich um ein Muttertier (Bache) mit mehreren Überläufern – also Nachwuchs aus dem letzten Jahr – und Frischlingen. Deutlich sichtbar sind die Längsstreifen auf dem Fell der jungen Ferkel. Die genaue Anzahl der Tiere ist nicht festzustellen, da im dunkleren Bereich des Fotos noch helle Punkte zu sehen sind, bei denen es sich um Augen von Wildschweinen handeln könnte.
Da Wildschweine in der Regel in der Zeit von März bis Mai geboren (geworfen) werden und ihr gestreiftes Fell nach drei bis vier Monaten durch einfarbig bräunliches Jugendfell ersetzt wird, scheint es sich um einen späten Wurf zu handeln. In der Regel sind Frischlinge eines Jahres Mitte August bereits größer und nicht mehr gestreift. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Der EL-Kurier berichtete heute über die Preisvergabe des Heimatvereins an die Gewinner des Kalenderrätsels. Diesmal ging es im Rätsel um die plattdeutsche Sprache.
Der Heimatverein lädt jedes Jahr alle Einsender mit der richtigen Lösung zu einer Kaffeetafel ein, auf der dann die Gewinner ausgelost werden. [jdm/EL-Kurier 16_08_2026]
Die CDU Wippingen lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich zum politischen Frühschoppen am Sonntag, 16. August 2026, um 11 Uhr, im Heimathaus Wippingen ein. Gastredner ist Landrat Marc-André Burgdorf.
Danach soll es eine Diskussion und einen Austausch zu aktuellen Themen aus Gemeinde, Samtgemeinde und Landkreis geben. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein bietet sich ausreichend Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen der Kandidaten. [Hermann Gerdes]
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat ihren Jahresbericht 2026 herausgegeben. Die BIZ ist die Zentralbank der Zentralbanken. Ihr gehören 63 Zentralbanken an und sie hat eine wichtige Funktion bei deren Kooperation miteinander und mit anderen Institutionen aus dem Finanzbereich.
In der Presseerklärung zum Jahresbericht stellt die Bank fest, dass die Nachhaltigkeit des KI-Booms, finanzielle Schwachstellen und angespannte öffentliche Finanzen neben dem Wiederanstieg der Inflation zu den Druckpunkten gehören, denen die Weltwirtschaft ausgesetzt ist.
Der Bericht analysiert vier Problembereiche, die dringende Aufmerksamkeit erfordern:
Die Inflation ist gestiegen. In einer Welt, in der negative Angebotsschocks immer häufiger auftreten, besteht ein wesentliches Risiko darin, dass sich eine höhere Inflation verfestigen könnte, sollten sich die Inflationserwartungen abkoppeln. Dies könnte den Inflationsdruck auch dann aufrechterhalten, wenn sich die Energieflüsse und Ölpreise nach der Öffnung der Straße von Hormus wieder normalisieren.
Der Optimismus rund um die KI dürfte trotz der Aussicht auf künftige Produktivitätssteigerungen möglicherweise nicht von Dauer sein. Der derzeitige Anstieg der Investitionsausgaben könnte sich als nicht nachhaltig erweisen, sollten Lieferengpässe die Produktion einschränken. Und der intensive Wettbewerb um die Marktführerschaft könnte zu Überinvestitionen führen, wie bereits bei früheren Innovationswellen zu beobachten war. Der Wirtschaftshistoriker und Professor an der Columbia Universität in New York, Adam Tooze kommentierte dies im Podcast „Menschen, Märkte, Emissionen“ so: In die Chip-Produktion werden derzeit unvorstellbar große Summen investiert. Gleichzeitig veraltet diese Technik extrem schnell. Er spricht davon, dass die Chipproduktion einem klassischen Schweinezyklus unterliegt. Es kann also leicht passieren, dass sich diese riesigen Investitionen nicht mehr rechnen und die Firmen pleite gehen und dadurch eine Finanzkrise auslösen.
Finanzielle Anfälligkeiten geben weiterhin Anlass zur Sorge. Die Liquidität an den Kernanleihemärkten könnte aufgrund überzogener Vermögensbewertungen und der Selbstzufriedenheit der Anleger anfälliger sein. Die Finanzierung der KI erfolgt zunehmend fremdfinanziert und ist durch komplexe Wechselwirkungen innerhalb der KI-Lieferkette gekennzeichnet.
Laut Tooze gibt es neben dem Szenarium einer Weltwirtschaftskrise durch den Zusammenbruch der Finanzierungsblase, eine weitere alternative Möglichkeit, die auch nicht angenehm ist. Wenn sich die Erwartungen in die KI realisieren, könnte es zu einer nicht gekannten Produktivitätssteigerung kommen, die menschliche Arbeit zunehmend entwertet. Der Anteil menschlicher Arbeit am Bruttoinlandsprodukt beträgt derzeit 60%. Die BIZ erwartet hier ein Sinken auf 20%. Das würde nicht unbedingt zu einer Massenverarmung führen, aber zu einer gigantischen Steigerung der Ungleichheit in der Gesellschaft, da die Zuwächse durch die Produktivität allein bei den Oligarchen landen werde.
Diese Produktivitätssteigerung werde allein in der Verantwortung privater Investoren belassen. Wie das KI-Werkzeug „Mythos“ von Anthropic zeige, könnten private Firmen praktisch sämtliche IT übernehmen und auch die Versuche, atomare Waffenarsenale zu hacken, würden real werden. Die Staaten schauten dem bisher einfach nur zu oder könnten erst im Nachhinein reagieren, wie es das US-Pentagon im Fall von Mythos getan hat.
Eine fast rekordhohe Staatsverschuldung und höhere Zinsen belasten nach Ansicht der BIZ die Haushaltslage in vielen Volkswirtschaften und lassen den Regierungen weniger Spielraum, um auf künftige Rezessionen oder Krisen zu reagieren.
Die riesigen KI-Investitionen in den USA sind auch getrieben von einem Konkurrenzkampf mit der KI-Entwicklung in China. Statt der beiden Horror-Visionen, wie sie Tooze und die BIZ erwarten, wäre ja auch eine an den Bedürfnissen der Menschen orientierte KI-Entwicklung denkbar.
Newsletter der chinesischen Botschaft
Unter dem Motto „Intelligente Partner gestalten gemeinsam die Zukunft“ fand vom 17. bis 20. Juli 2026 in Shanghai die Weltkonferenz für Künstliche Intelligenz (WAIC) 2026 sowie das Hochrangige Treffen zur globalen KI-Governance statt. Auf dieser Konferenz waren die Länder des politischen Westens eher nicht vertreten. Staatspräsident Xi Jinping nahm an der Eröffnungszeremonie teil und hielt eine Grundsatzrede. Mit Blick auf zentrale Herausforderungen wie das Zusammenleben von Mensch und Maschine, die Sicherheit von Algorithmen, KI-Ethik und den gleichberechtigten Zugang zu intelligenten Technologien formulierte er vier Leitprinzipien: Offenheit und Win-win-Kooperation, Sicherheit und Risikobewusstsein, gegenseitiges Lernen zwischen den Kulturen sowie eine stärkere internationale Zusammenarbeit bei der globalen KI-Governance. Damit gab Xi der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz eine klare Richtung – menschenzentriert und zum Wohle aller.
Zu den wichtigsten Ergebnissen der Konferenz zählt die Gründung der Weltorganisation für Zusammenarbeit bei Künstlicher Intelligenz (WAICO) mit Sitz in Shanghai. Insgesamt 29 Staaten traten der Organisation als Gründungsmitglieder bei. Ziel ist es, die internationale Zusammenarbeit beim Thema KI zu vertiefen, die Vorteile der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und eine verantwortungsvolle Entwicklung zu fördern.
Während der WAIC präsentierten mehr als 1.100 Unternehmen ihre Innovationen. Über 300 Produkte feierten Weltpremiere, und es wurden Verträge mit einem erwarteten Volumen von rund drei Milliarden USDollar geschlossen. Neue chinesische OpenSource-Modelle wie Kimi K3 sorgten international für Aufmerksamkeit. Kimi K3 kostet rund 60 Prozent dessen, was vergleichbar starke westliche Modelle aufrufen. Im Unterschied zu Claude oder ChatGPT hat die Entwicklerfirma Moonshot die Modellgewichte (weights) Ende Juli öffentlich zum Download gestellt. Damit lässt sich Kimi K3 auf europäischer Infrastruktur betreiben, ohne dass ein einziger Prompt nach China geht. Firmen, die dieses Produkt nutzen, müssen ihre Daten also nicht in China oder den USA auslagern und dort verarbeiten lassen, sondern können alles auf eigenen Servern betreiben.
Auf der Schanghaier Konferenz wurden mehrere Dokumente zur globalen KI-Zusammenarbeit und KI-Ethik veröffentlicht. Darüber hinaus kündigte China 5.000 internationale Fortbildungsplätze im Bereich Künstliche Intelligenz sowie den Aufbau von sechs regionalen Zentren für internationale KI-Zusammenarbeit an. Damit unterstrich China seinen Anspruch, Offenheit, Inklusivität und den gemeinsamen Nutzen der Künstlichen Intelligenz weltweit zu fördern. Mehr zur Weltkonferenz im Newsletter der chinesischen Botschaft. [jdm]
Stau auf dem Dortmund-Ems-Kanal vor der Schleuse Herbrum
Die lange Trockenheit und das dadurch anhaltende Niedrigwasser sorgen für Probleme bei der Binnenschifffahrt. Beispielsweise weichen wegen des Niedrigwassers auf dem Rhein viele Schiffe auf den Dortmund-Ems-Kanal aus. Die Folge sind Ansammlungen von vielen Schiffen vor der Schleuse Herbrum, die geschleust werden müssen.
Niedersachsen hat nun wie weitere westliche Bundesländer das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für bestimmte Lkw aufgehoben. Nach Ansicht des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) können zusätzliche Lkw-Fahrten nur einzelne Schiffstransporte ersetzen, bei Schüttgütern aber wenig Ersatz leisten, denn ein Binnenschiff könne 2.500 Tonnen Kohle transportieren, wofür man etwa 100 Lkw bräuchte, erfährt man beim NDR. Hinzu komme der Fahrermangel. Nach Angaben des Verbands fehlen bundesweit rund 140.000 Lkw-Fahrer. Die Folge dürfte sein, dass die Fahrer nun auch noch am Wochenende fahren müssen.
„Der Vorstoß geht zu Lasten der Beschäftigten im Transport- und Logistikgewerbe und stellt die gesetzlich geschützten Sonn- und Feiertage als Tage der Ruhe und Erholung in Frage“, sagte Uwe Köpke, Bereichsleiter im ver.di-Bundesfachbereich Postdienste, Speditionen und Logistik. „Wer das Sonn- und Feiertagsfahrverbot aus reinen wirtschaftlichen Erwägungen teilweise abschaffen will, greift direkt in die Arbeits- und Lebensbedingungen von hunderttausenden Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrern ein. Gerade in einer Branche, die seit Jahren unter Fachkräftemangel, hohem Zeitdruck und belastenden Arbeitsbedingungen leidet, sind gemeinsame Ruhezeiten der Beschäftigten mit Familie und Freunden unverzichtbar.“
Aus Sicht von ver.di würde die Aufhebung des Fahrverbots den wirtschaftlichen Druck auf Unternehmen und Beschäftigte weiter erhöhen. Auch wenn Arbeitszeiten und damit die Lenk- und Ruhezeiten gesetzlichen Regelungen unterliegen, wächst die Erwartung, Transportkapazitäten an sieben Tagen in der Woche bereitzustellen. Dies erschwert die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und sozialem Leben erheblich.
Die Kritik des Umweltverbandes BUND fällt dagegen grundsätzlicher aus. Die niedrigen Flusspegel seien kein kurzfristiges Wetterphänomen, sondern Symptom der Klimakrise. Deutschland handele beim Schutz seines Wassers viel zu zögerlich und spät. Dabei gebe die Nationale Wasserstrategie konkrete Vorgaben. Intakte Flusslandschaften seien natürliche Wasserspeicher, die ökologisch gestärkt werden müssten. Die Binnenschifffahrt müsse an die Flüsse angepasst werden und nicht umgekehrt. Niedrige Pegel könnten nicht einfach weggebaggert werden. Mehr liest man hierzu beim BUND. [HM/jdm/Foto Hans Müller]
Manche nennen sie Schiffsbohrwürmer. Dass passt dem Holzfachwirt Dr. Johann Müller aus Neudörpen aber gar nicht, weil es sich um Muscheln handelt. Richtiger ist der Name Schiffsbohrmuschel oder Pfahlmuschel. Müller erforscht dieses Tier oder besser, wie man Holzbauten vor diesem Tier schützen kann, schon seit fast 20 Jahren.
Holzbohrmuschel (Foto Public Domain United States Geological Survey, Wikipedia)
In letzter Zeit geriet die Holzbohrmuschel in die Schlagzeilen, weil sie 2022 in Bremerhaven für das Absacken des Moleturms auf der Nordmole im Hafen verantwortlich war. Und die Weserfähre zwischen Bremerhaven nach Blexen kann ihren Anleger in Bremerhaven bis auf Weiteres nicht nutzen, wofür auch die Bohrmuschel verantwortlich gemacht wird. Radio Bremen stellt sechs Opfer der Muschel in Bremerhaven vor.
Die Schiffsbohrmuschel wird bis zu 45 cm lang und hat einen Durchmesser von etwa 1,5 cm. Das sieht nach Wurm aus, aber sie hat auch Muschelschalen an ihrem Vorderende, die allerdings stark verkleinert sind und zu Bohrwerkzeugen umgebildet sind. Circa 1000 Zähnchen, die in mehreren Reihen angeordnet sind, raspeln Gänge in die im Wasser stehenden Holzbauten. Die Tiere ernähren sich von dem Holz und von aus dem Wasser filtriertem Plankton. Das Holz wird dadurch morsch und verliert seine Tragfähigkeit.
Von der Holzbohrmuschel befallener Holzstamm
Die Muscheln leben im Salzwasser und waren immer schon ein Problem für die (Holz)-Schifffahrt und Wasserschutzbauten, wie Holzdämmen. Für Fundamente für Molen, Anleger und Brücken wurden und werden Holzpfähle in den vom Wasser überschwemmten Boden gerammt. Darauf können dann Bauten erstellt werden. Dass an der Weser und der Ems mehr Bauten als früher vom Bohrmuschelbefall betroffen sind, führt Müller auf die Vertiefung der Flüsse zurück. Dadurch steigt der Salzgehalt der Flüsse und das ist für die Tiere lebenswichtig. „Ein weiterer Aspekt ist der Klimawandel. Die Temperatur der Nordsee steigt und da fühlt sich die Holzbohrmuschel wohl“, nennt Müller einen weiteren Aspekt.
Links unbefallener Stamm, der mit Geotextilien geschützt war. Bei den dunklen Flecken handelt es sich um Korrosion von Metallschrauben oder Nägeln
Zurzeit untersucht Müller gerade die Verbreitung der Holzbohrmuschel in Norddeich. In den Inselhäfen Wangerooge, Spiekeroog und Langeoog, sowie in Cuxhaven konnten schon Schäden beobachtet werden.
Müller führte seine Untersuchungen zusammen mit Wissenschaftlern aus Dänemark, Italien, Großbritannien, Slowenien und der Türkei durch. In Venedig wurden Geotextilien getestet. Geotextilien werden bereits im Straßenbau und im Küstenschutz eingesetzt. Die Versuchshölzer wurden mit diesen Stoffen aus verschiedenen Materialien umwickelt und dann in den Wasseruntergrund eingebracht. Dabei ging es nicht nur darum, die Wirksamkeit und Haltbarkeit der Materialien zu testen, sondern auch darum, die Technik für die Ummantelung zu entwickeln. Ein Ergebnis war, dass es mit diesen langlebigen Stoffen möglich ist, die Hölzer zu schützen. Ein weiteres Ergebnis ist, dass bei bereits verbauten Hölzern die Anbringung der Textilien eher schwierig wird.
Auszug aus dem Programm der Konferenz in China
Die Forschung der Wissenschaftlergruppe zu den Holzbohrmuscheln wurde gerade im Mai in Beijing präsentiert. Mit der Anwendung dieser Forschungsergebnisse wird es möglich, Holzbauten zum Teil nachträglich zu schützen und vor allem, das Baumaterial Holz nicht gänzlich durch Stahl zu ersetzen. [jdm]
Update vom 08.08.2026:
Heute morgen gab es ein Interview mit Dr. Müller im Deutschlandfunk Kultur.
V.l.: Heiko Behrens, Maria Rammert, Katrin Telenga
Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres nach den Sommerferien dürfen sich die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Renkenberge/Wippingen am Standort Wippingen über neue Tornetze auf dem Schulhof freuen.
Die alten Netze waren bereits seit längerer Zeit stark beschädigt und ausgefranst. Dem Förderverein war dies schon länger ein Anliegen. Daher wurde auf der vergangenen Vorstandssitzung einstimmig beschlossen, neue Tornetze anzuschaffen.
Bei sommerlichen Temperaturen machten sich einige Vorstandsmitglieder nun an die Arbeit und brachten die neuen Netze rechtzeitig vor dem Schulbeginn an. So steht spannenden Fußballspielen in den Pausen und auf dem Schulhof nichts mehr im Wege.
Der Förderverein wünscht allen Kindern viel Freude beim Tore schießen und hofft, dass die neuen Netze lange erhalten bleiben. Mit einem Augenzwinkern gibt es noch einen kleinen Hinweis: Bitte nicht in die Tornetze hängen – dafür eignet sich die große Kletterspinne auf dem Schulhof schließlich deutlich besser. [Birgit Kuper-Gerdes]
Das beliebte Open-Air-Konzert „Mühle im Wind“ erwies sich erneut als voller Erfolg. Vor der historischen Kulisse des Mühlenhofs und Pfarrgartens feierten die Besucherinnen und Besucher ein rundum gelungenes Sommerfest bei bester Live-Musik und kühlen Getränken.
Den schwungvollen Auftakt übernahm die Schützenkapelle Wippingen, bevor die Live-Band Sonic & Smoke das Areal vollends in eine mitreißende Konzertarena verwandelte. Bis tief in die Nacht herrschte auf dem Mühlenhof eine großartige, ausgelassene Atmosphäre.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Beteiligten: Ein besonderer Dank gilt den Musikerinnen und Musikern für die mitreißenden Auftritte. Ein ebenso großes Dankeschön geht an das fantastische Publikum, das mit seiner hervorragenden Laune diesen Abend erst zu etwas ganz Besonderem gemacht hat. Alle Beteiligten freuen sich schon jetzt auf das nächste Mal! [Stefan Kellner]
Der Samtgemeindeanzeiger berichtete über einen Besuch von Gitta Connemann bei Hackmann Straßenbau. Hermann-Josef Pieper bemängelte in einem Schreiben an den Verantwortlichen für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bei der Samtgemeindeverwaltung, Daniel Mäß, dass in dem Bericht der Anschein erweckt werde, der Gemeinderat wäre eingeladen worden. Dem sei nicht so; es handelte sich um eine CDU-Veranstaltung.
Der Samtgemeindeanzeiger ist ein Informationsblatt, das von der Samtgemeinde Dörpen herausgegeben und allen Bürgerinnen und Bürgern postalisch zugestellt wird. [jdm]
Das Dekanat Emsland-Nord lädt herzlich zu "Schritte, die tragen" - einem gemeinsamen Weg für Menschen in Zeiten der Trauer und des Abschieds - ein.
Gemeinsam gehen wir ein Stück des Weges - schweigend oder im Gespräch, aufmerksam für die Natur und für das, was gerade Raum braucht. Schritt für Schritt entsteht Raum für Erinnerungen, für Begegnungen und für das, was gerade da ist.
Samstag, 29. August 2026, 9:30 Uhr bis ca. 12:00 Uhr. Treffpunkt: St. Franziskus-Kirche, Werpeloh. Strecke: Werpeloh – Sögel (ca. 6,2 km). Die Teilnahme ist kostenlos.
Bei evtl. Rückfragen gerne melden beim Team Trauerbesuche, Karin Kuper, 04966 918032, oder dem Dekanat Emsland-Nord, Sabine Hunfeld-Jansen, 0160 3287319, s.hunfeld-jansen@bistum-os.de. [Karin Kuper]
Am Samstag, den 25.07. ab 19:30 Uhr verwandelt sich der Mühlenhof wieder in die stimmungsvollste Konzertbühne des Emslands. Freut Euch auf einen unvergesslichen Sommerabend mit Live-Musik, kühlen Getränken und leckeren Snacks!
Den stimmungsvollen Start in den Abend übernimmt die Schützenkapelle Wippingen. Mit ihren mitreißenden Klängen sorgt sie pünktlich zum Sonnenuntergang für die perfekte Einstimmung.
Im Anschluss übernimmt die Band Sonic & Smoke die Bühne. Mit einer packenden Live-Performance, energiegeladenen Rock- und Pop-Klassikern sowie aktuellen Hits reißen sie das Publikum garantiert mit und sorgen für beste Stimmung. [Marlies Berling]
Auf der Versammlung zur Wahl der Bewerber für den Gemeinderat Wippingen wurde zunächst die Reihenfolge der Liste festgelegt. Einstimmig wurde der Vorschlag, jüngste Kandidaten zuerst und älteste zuletzt, angenommen. Nach Eröffnung der Vorschlagsliste stellten sich fünf Personen zur Wahl: 1. Lena Rosen, 2. Silvia Klaas, 3. Heiko Behrens, 4. Martin Düttmann, 5. Hermann-Josef Pieper. In geheimer Wahl wurde der Vorschlag einstimmig angenommen.
Silvia Klaas
Als zweiten Punkt wurde für den Samtgemeinderat die Vorschlagsliste eröffnet. Zur Wahl stellten sich 1. Hermann-Josef Pieper und 2. Martin Düttmann. Auch hier wurde in geheimer Wahl abgestimmt und die Vorschläge wurden einstimmig angenommen.
Heiko Behrens
Auf die Frage, ob die Wippinger Liste auch Kandidaten für den Kreistag aufstellt, erklärte Hermann-Josef Pieper, dass die WL dafür zu klein sei. Auf Samtgemeindeebene wurde die „Wählergruppe Emsland Nord“ gegründet. Hier kandidieren: 1.Hanna Thomann, Bürgermeisterin aus Neulehe, 2. Hermann Langen stellvertretender Bürgermeister aus Neubörger, 3. Simon Suits aus Heede und 4. Hermann-Josef Pieper für den Kreistag.
Martin Düttmann
Danach wurden noch aktuelle Themen für Wippingen erörtert. Dabei wurde die Situation der Gemeindestraßen und der Brücken als großes Thema der nächsten Jahre diskutiert. Weiter ging es um die Notwendigkeit neuer Bauplätze für die Dorfentwicklung als sehr wichtigen Punkt.
Hermann-Josef Pieper
Außerdem wurden noch die Fahrrad- und Fußwege im Herzog und Winkelkamp angesprochen, hier wurde die Beeinträchtigung der Sichtdreiecke durch hohe Hecken bei der Einmündung auf die Straße als problematisch eingeschätzt. [Hermann-Josef Pieper]
Seit einigen Tagen ist der Telekom-Mobilfunk in Wippingen stark eingeschränkt. Teilweise ist das Netz so schlecht, dass man nicht einmal mehr telefonieren kann. Die Telekom hat auf Nachfrage mitgeteilt, dass aktuell Analyse- und Entstörungsarbeiten an einem ortsnahen Funkmast stattfinden. Die Arbeiten werden voraussichtlich noch bis zum 22. Juli andauern. [Matthias Sievers]