Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 29.06.2026: Twist
Dienstag, 30.06.2026: Baccum
Mittwoch, 01.07.2026: Meppen
Donnerstag, 02.07.2026: Schöninghsdorf
Freitag, 03.07.2026: Lehrte
Samstag, 04.07.2026: ---
Sonntag, 05.07.2026: Werlte
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Betriebsrenten auf Basis des Sozialpartnermodells vollkommen unattraktiv
Die Betriebsrente hat für Arbeitnehmer Schwächen, die es vollkommen unverständlich machen, dass der DGB sich für eine verpflichtende flächendeckende Einführung stark macht. Als Motivation mag allein die Anbiederung an die Bundesregierung gelten. Denn deren Rentenkommission fährt auch voll darauf ab.
Die IG Metall hat Betriebsrenten auf Basis des so genannten "Sozialpartnermodells" abgelehnt. Hauptgrund ist, dass dieses Modell die Rentenleistungen nicht garantiert. Verluste bei der Anlage der gesammelten Einzahlungen gehen zu Lasten der Arbeitnehmer. Die Gewerkschaft fordert, dass die Arbeitgeber für die Rentenzusagen haften müssen. Denn die Beiträge werden zwar aus der Bruttorente des Arbeitnehmers abgezweigt, aber der Arbeitgeber entscheidet allein, wo das Geld angelegt wird. Anlagen auf Risikomärkten sind seit 2017 auch erlaubt.
Die Einnahmen aus Betriebsrenten müssen voll versteuert werden. Renten aus der Gesetzlichen Rente haben dagegen einen prozentual unterschiedlichen Steuerfreibetrag. Also wird die Betriebsrente durch Steuern und Krankenkassenbeiträge noch einmal gemindert. Und - anders als bei der Gesetzlichen Rente - gibt es keinen dynamischen Ausgleich der Inflation.
In Schweden, das von der Rentenkommission als Vorbild genommen wird und wo die Betriebsrenten einen erheblichen Anteil am Renteneinkommen ausmachen, zahlen die Arbeitgeber allein die 4,5 % des Einkommens ein und die Betriebsrente ist für 90% der Beschäftigten über Tarifverträge obligatorisch. Die deutsche Betriebrente ist ein Rentenminderungsprogramm. Aber auch sie ist- wie die Aktienrente - ein gutes Geschäft für Blackrock und die anderen Finanzkonzerne. [jdm]
Fachleute kritisieren Verschärfung von Gesetzen zu psychisch Kranken in mehreren Bundesländern
Die in mehreren Bundesländern erfolgende Verschärfung von Gesetzen, die psychisch kranke Menschen betreffen, stößt auf Kritik. Fachleuten zufolge seien weder Datenschutz noch die ärztliche Schweigepflicht gewährleistet. Bemängelt wird außerdem, dass Listen angelegt und medizinische Daten in falsche Hände geraten könnten. Die Befürchtungen gehen bis dahin, dass Menschen mit unliebsamen Ansichten als psychisch krank abgestempelt, als Sicherheitsrisiko eingestuft und dadurch überwacht werden könnten.
So sieht ein neues Gesetz in Niedersachsen vor, dass seelisch Kranke, bei denen eine „Dauergefahr“ prognostiziert wird, stärker überwacht werden sollen. Zwecks Gefahrenabwehr soll der Datenaustausch zwischen psychiatrischen Einrichtungen, sozialpsychiatrischen Diensten, Polizei und anderen Sicherheitsbehörden massiv ausgeweitet werden. Das Gesetz soll ab Juli gelten. In Nordrhein-Westfalen ist ein ähnliches Gesetz geplant. Hessen novellierte sein Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz bereits Ende 2025.
Der Hamburger Senat hatte im Juni 2023 ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, um Personen „mit hohem Risikopotential für fremdaggressive Handlungen frühzeitig zu erkennen und schwere Gewalttaten zu verhindern.“ Es sieht umfangreiche Datenverarbeitungen vor. Neben Personenstands-, Kommunikations- und Gesundheitsdaten werden politische Meinungen sowie religiöse und weltanschauliche Überzeugungen registriert.
Mehr als 20 Organisationen protestierten im April gegen die Novellierung des niedersächsischen Gesetzes. Die Vernetzung von Erkenntnissen zwischen Sicherheits-, Gesundheits-, Waffen- und anderen Behörden geschehe vor dem Hintergrund einer möglichen behördlichen Nutzung automatisierter Datenanalysen wie Palantir, heißt es in dem Protestschreiben, das von Psychiatrie-Betroffenen erstunterzeichnet wurde. Es wird auf die Konsequenzen verwiesen, die gesammelte Patientenakten von Menschen in psychiatrischen Einrichtungen während des Nationalsozialismus hatten. Dies sei „als ernste Warnung“ zu verstehen.
Der klinische Psychologe Harald Walach erklärt auf Anfrage von Multipolar, bei schwer gestörten, gewalttätigen psychisch Kranken handele es sich um „eine sehr kleine Gruppe“. Diese sei mit den bereits bestehenden Gesetzen in den Griff zu bekommen. Dass dies oft nicht geschieht, liege an „Gefälligkeitsgutachten“, die gefährliche Gewalttäter wieder auf freien Fuß setzten. Nicht ausgeschlossen ist für Walach, dass Menschen mit abweichenden politischen Meinungen auf Basis der neuen Gesetze als psychisch krank deklariert, als gefährlich eingestuft und dadurch überwacht werden könnten. Eine Verschärfung der Gesetze könnte seiner Ansicht nach ein Hebel sein, um in Zukunft Abweichler aller Art zu maßregeln.
Walach erinnert an die Juristin Beate Bahner, die Corona-Maßnahmen kritisierte und im April 2020 kurzzeitig in die Psychiatrie eingeliefert wurde. Außerdem verweist er auf das politische Psychiatriesystem der Sowjetunion, das laut der Leipziger Psychiaterin Sonja Süß auf Bürger abzielte, die sich oppositionell betätigten.
In der Forschung werden wiederholt Zusammenhänge zwischen „Verschwörungstheorien“ und psychischen Krankheiten hergestellt. So erklärte der Psychiater Henning Saß im Februar 2025 in der „Apotheken Umschau“, zwischen Menschen mit Wahnvorstellungen und Verschwörungstheoretikern gebe es „weitreichende Übereinstimmungen vor allem in der Erlebnisstruktur und im Wahrheitsanspruch“. Der Heidelberger Psychiater Thomas Fuchs schrieb im Mai 2022, Verschwörungstheorien zeigten „eine deutliche Parallelität zur Struktur von paranoidem Bedeutungserleben und Wahn“. Dazu gehöre die Annahme, „Drahtzieher“ hätten geheime Motive oder mächtige Gruppen steuerten Geschehnisse. Die Forschung zu Verschwörungstheorien wird einer Analyse zufolge bis heute entscheidend vom US-Historiker Richard Hofstadter geprägt. Der habe Verschwörungstheorien und Paranoia verknüpft und damit den Weg für eine Pathologisierung herrschaftskritischer Spekulationen geebnet.
Thomas Repp, Vorstand des Vereins „Justiz-Opfer” sagte auf Anfrage von Multipolar: „Auch friedlichen Kritikern wird oft ein psychiatrischer Stempel aufgezwungen.“ Er verweist auf Gustl Mollath, der im Jahr 2006 in die Psychiatrie eingewiesen worden war. Seine frühere Ehefrau, eine Vermögensberaterin der „HypoVereinsbank“, hatte ihn wegen Körperverletzung angezeigt – 16 Monate nach der vermeintlichen Tat. Mollath saß mehr als sieben Jahren in geschlossenen Abteilungen des Bezirkskrankenhauses Bayreuth. Erst Jahre später wurde bekannt, dass Mollath tatsächliche Schwarzgeldgeschäfte seiner Ex-Frau und ihrer Kollegen gegenüber der Bank zur Sprache gebracht hatte und auffliegen lassen wollte. Gutachter und Justiz hatten seine Erzählungen über illegale Geldgeschäfte der Bank und seiner Ex-Frau als „Hirngespinste“ und „paranoid“ abgetan. [Dieser Artikel wurde von dem von von Paul Schreyer und Stefan Korinth herausgegebenen deutschen Online-Magazin Multipolar übernommen]
Zum Thema auf Hallo-Wippingen siehe auch:
Gesundheitsminister Philippi macht aus dem Psychisch Kranken Gesetz ein Polizeigesetz vom 21.03.2026
Neues Polizeigesetz: Auf dem Weg in den autoritären Staat! vom 19. Mai 2019
Sperrungen Schießgebiet
Die WTD 91 meldet für den 29.06.2026 bis 03.07.2026 außer auf dem Schlagbrückener Weg keine Sperrungen. [jdm]
Schwedische Prämienrente ein schlechtes Vorbild
In einem Artikel der heutigen Ems-Zeitung beschreibt Sören Becker gut recherchiert, wie das so genannte schwedische Rentenmodell mit der "Prämienrente" funktioniert. Er vergleicht das Modell mit den deutschen aktuellen Zuständen.
Er kommt zu dem Ergebnis: "In der Praxis ist der Effekt auf die Höhe der Rente allerdings überschaubar. Nur vier Prozent der Rente in Schweden stammen aus dem Prämiensystem. Bei einer durchschnittlichen schwedischen Rente von 1850 Euro im Monat ergibt sich ein Unterschied von 70 Euro. Für diese vier Prozent zahlen die Schweden aber 13 Prozent ihrer Beiträge. Die Umlagekomponente sorgt also für mehr Rente pro Beitragseuro."
Das ist ein klarer Befund: Für die Aktienrente muss man mehr Beiträge zahlen, bekommt aber weniger Rente zurück, als bei der Gesetzlichen Umlagerente. Da muss man sich doch fragen, was die gut bezahlten "Experten" der Rentenkommission geritten hat, ein solches Modell vorzuschlagen. Das Modell ist nicht im Interesse der arbeitenden Beitragszahler, aber sehr im Interesse der Finanzkonzerne, wie z. B. Blackrock, dem ehemaligen Arbeitgeber des Millionärs und Bundeskanzlers Friedrich Merz.
Was die NOZ-Online-Redaktion dazu brachte, den Artikel mit der Überschrift "Rettung der Rente? Bald auch in Deutschland? Warum schwedische Rentner so reich sind" zu versehen, kann auch nur vermutet werden. Entweder die Online-Redaktion hat den eigenen Artikel nicht gelesen oder sie verfolgt eine eigene, an die "Rentenexperten" angelehnte, Agenda. [jdm]
Bundestagsausschuss weist Petition zu Magnetschwebebahn-Verbindung europäischer Hauptstädte ab – Rückbau der Versuchsstrecke weiterhin unklar
Der Petitionsausschuss steht der Idee, eine Verbindung der europäischen Hauptstädte über Magnetschienenbahnen zu schaffen, ablehnend gegenüber. In der Sitzung am Mittwoch verabschiedete der Ausschuss einstimmig die Beschlussempfehlung an den Bundestag, das Petitionsverfahren zu einer dahingehenden Eingabe abzuschließen, „weil dem Anliegen nicht entsprochen werden konnte“.

Mit der öffentlichen Petition wird ein Projekt zur Verbindung der europäischen Hauptstädte über Magnetschienenbahnen gefordert, „wobei eine erste Versuchsstrecke zwischen München und Berlin und eine zweite zwischen Berlin und Brüssel ins Auge gefasst werden soll“. Die Technologie sei eine Zukunftstechnologie, schreibt der Petent. Reisegeschwindigkeiten von über 400 Kilometer pro Stunde könnten Inlandsflüge überflüssig machen. Bei der Entwicklung dieser Technologie könnte aus seiner Sicht die Deutsche Bahn federführend sein.
Die einzige in Deutschland entwickelte Magnetschwebebahn, die Geschwindigkeiten jenseits der 400 km/h erreichen kann, sei der Transrapid, schreibt der Petitionsausschuss in der Begründung zu seiner Beschlussempfehlung. Dieser sei seit den 1970er Jahren in Deutschland bis zur Einsatzreife entwickelt worden und habe bis heute keine kommerzielle Anwendung in Deutschland gefunden. „In der Vergangenheit gab es verschiedene Projekte, die den Bau einer Transrapidstrecke in Deutschland vorsahen und deren zugehörige Planungen recht weit fortgeschritten waren“, heißt es weiter. Letztlich seien alle Projekte an der Wirtschaftlichkeit gescheitert, „die relativ zum System Schiene unvorteilhaft war“.
Grundsätzlich könne der für Betriebsgeschwindigkeiten von bis zu 500 km/h entwickelte Transrapid als Alternative zu Inlandsflügen oder innereuropäischen Flügen dienen, räumen die Abgeordneten ein. Der Transrapid besitze jedoch den Nachteil, „dass er nicht mit vorhandener Infrastruktur kompatibel ist“. Die gesamte Infrastruktur müsste neu errichtet werden, weshalb eine Nutzung vorhandener Strecken wie bei der Eisenbahn nicht möglich sei. Wenn Transrapidlinien ähnlich wie Eisenbahnlinien an innerstädtischen Bahnhöfen enden sollen, müssten zudem entsprechende Trassen durch dicht bebaute Gebiete geführt werden, wofür unter Umständen vorhandene Bebauung abgerissen oder verlegt werden müsse.
Vor dem Hintergrund der aufgezeigten Nachteile für den Transrapid vermag der Petitionsausschuss die Forderung der Petition nicht zu unterstützen, heißt es in der Vorlage. Die Empfehlung an den Bundestag laute daher, das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden konnte. (Quelle: Deutscher Bundestag/Parlamentsnachrichten hib 513/2026)
Mit der Entscheidung des Petitionsausschusses zeigt sich wieder einmal, dass auch eine Mehrheit in der Politik nicht an eine Zukunft der Magnetbahntechnik glaubt. Somit wäre es an der Zeit, die Versuchsstrecke im Emsland zurückzubauen. Denn nach dem „Gesetz über den Bau und den Betrieb von Versuchsanlagen zur Erprobung von Techniken für den spurgeführten Verkehr“ wäre der Betreiber hierzu verpflichtet, wenn kein Forschungsbedarf mehr besteht.
Doch darüber entscheidet offenbar nicht die Politik, sondern der Betreiber. Laut § 13 (Beseitigung der Versuchsanlage) ist er zum Rückbau verpflichtet, wenn er feststellt, dass der Erprobungszweck der Anlage entfallen ist oder die Anlage nicht anderweitig für öffentliche Zwecke benutzt wird. Erst dann hätte der Betreiber die Versuchsanlage auf seine Kosten zu beseitigen und den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.
Und dem scheint sich die Bundesregierung zu fügen, kann man aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Filiz Polat schließen:
„Die zum Rückbau der Anlage verpflichtete Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH ging gemäß ihrem Rahmenterminplan von einer Gesamtdauer von rund 23 Jahren aus. Im Übrigen liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.“ (Deutscher Bundestag – Plenarprotokoll 21/76 vom 6. Mai 2026)
Die Landwirte, durch deren Flächen die Versuchsstrecke der Transrapid führt, werden also noch weiterhin die Nachteile bei der Feldbearbeitung hinnehmen müssen. Hierfür werden sie zwar entschädigt, doch bei den sehr hohen Pachtpreisen in der Region (bis 1.500 Euro/ha) erscheint vielen Landwirten dieser finanzielle Ausgleich nicht mehr interessant. Sie würden lieber die durch die Teststrecke versperrten Flächen bewirtschaften, statt den Flächenverlust durch weitere Pachtflächen auszugleichen. Dabei wirkt sich besonders eine bogenförmige Flächenquerung durch die Versuchsanlage negativ aus. Während bei einem Streckenverlauf parallel zu den Ackerrändern die Flächen geteilt werden können, muss bei einem kurvenförmigen Verlauf die Bewirtschaftung dem Streckenverlauf bei jedem Bearbeitungsschritt aufwendig angepasst werden. Dies ist insbesondere in der Nordschleife der Versuchsstrecke um den Ort Neudörpen der Fall, wie man bei Google Earth nachvollziehen kann. Je nach Vergrößerung der Betrachtung sind einzelne Flächenanschnitte durch die Strecke oder deren Gesamtverlauf in der Nordschleife zu erkennen. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Rat denkt über Mehrgenerationenspielplatz nach
Im öffentlichen Teil der heutigen Gemeinderatssitzung wurden nur drei Punkte verhandelt. Die einstimmige Verabschiedung des Haushaltsplans der Kindertagesstätte war nur eine Formsache; der Rat hatte früher bereits darüber beraten.
Der Vorschlag von Jonas Schwering für einen Mehrgenerationenspielplatzes an den Tennisplätzen in der Ge-
meinde Wippingen war noch etwas unbestimmt. Schwering begründete seinen Vorschlag damit, das angrenzende Wohngebiet angesichts der älter werdenden Bewohnerschaft für jüngere Bewohner durch eine solche Einrichtung attraktiver zu machen. Ein Vorbild war für ihn der Spielplatz in Renkenberge hinter dem Dorfladen.
Den Ratsmitgliedern war nicht wirklich klar, was einen Mehrgenerationenspielplatz von einem Kinderspielplatz unterscheidet. Dennoch waren alle dem Vorschlag wohl gesonnen. Ähnliche Spielplätze in anderen Dörfern haben zum Teil 250.000 € gekostet. Der Rat entschied sich, als Obergrenze 120.000 € festzulegen. Die Ratsmitglieder Marie-Theres Riedel, Silvia Klaas, Jonas Schwering und Martin Hempen sollen sich zusammen mit einem Planer Gedanken machen, wie ein solcher Spielplatz gestaltet werden könnte und ihr Ergebnis dann dem Rat zur Entscheidung vorlegen. Dass eventuell ein Termin für die Beantragung eines Zuschusses versäumt werde, sollte den Rat nicht in Zugzwang bringen, meinte Ratsherr Hermann-Josef Pieper. Es gebe danach auch wieder neue Termine für eine Beantragung von Zuschüssen.
Im letzten Punkt entschied der Rat auf Antrag der Jagdgenossenschaft ihr einen Zuschuss in Höhe von 400 € für eine Nutriafalle zu gewähren. Eine solche Falle kostet 700 €, wird vom Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft verwaltet und durch einen Jäger eingesetzt. Johannes Kuper schlug vor, eine ganze Falle zu bezahlen und die Jagdgenossenschaft aufzufordern, eine zweite Falle zu besorgen. Dann wolle er unter den Wippinger Jägern für eine dritte Falle sammeln. Dem wollten die anderen Ratsmitglieder nicht folgen. Die Nutriajagd sei keine Aufgabe der Gemeinde. Dennoch wolle man dies durch einen Zuschuss unterstützen. Es schade bestimmt nicht, die Jagdgenossenschaft zu bitten, über die Anschaffung einer zweiten Falle nachzudenken. Kuper kündigte an, trotzdem bei seinen Jagdkollegen nachzufragen. [jdm]
Hinweise der Leitstelle Ems Vechte zu Waldbrandgefahr und Hitze
Auf der Wippingen-App weist die Freiwillige Feuerwehr Ahlen auf die erhöhte Waldbrandgefahr hin.
Der Landkreis Emsland hat eine Themenseite rund um "Hitze und Gesundheit - Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen bei Hitze!" erstellt. [Andre Demmelhuber/jdm]
Helden
Wenn wir wollen, dass junge Menschen nicht mehr in den Fleischwolf eines Krieges geschickt werden, sollten wir alles tun, damit das nicht mehr notwendig ist.
- Das Kriegshandwerk als Show-Erlebnis
Als Beobachter der US-amerikanischen Sportszene erleben wir bei der Eröffnungsfeier zu Spielen der Nationalen Football League (NFL) den Auftritt von Soldaten. Sie entfalten eine Spielfeld große US- Flagge. Ausgesuchte Veteranen vergangener Kriege werden persönlich geehrt. Kommentatoren ergehen sich in Lobhuldigungen ihrer „Helden“ vergangener Kriege und denjenigen junger amerikanischer Menschen, die weltweit amerikanischer Werte verteidigen. Beim Absingen der US-Nationalhymne durch einen prominenten Pop-Star überfliegen dann Kampfflugflugzeuge im Tiefflug das Stadion. Diese Rituale wurden bei uns einmal belächelt. So sind sie halt.
- Helden, Deutschland im neuen Wir-Gefühl
Inzwischen ist auch die militärische Heldenverehrung bei uns hoffähig geworden. So wurde 2025 ein Veteranentag eingeführt. Er soll die Soldaten ehren, die im Einsatz für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gedient hatten. Der Ukraine-Krieg hat zu einer Anti-Russland Haltung in Politik und Bevölkerung geführt, die Ängste vor einer militärischen Bedrohung geschürt hat. Damit war es ein Leichtes, die Bundeswehr zu einem Garanten unserer Sicherheit hochzuspielen. Deutsche Soldaten, denen man einstmals mit Misstrauen und Ablehnung gegenübertrat, avancieren jetzt durch Politik und Medien zu Helden. Die Rüstungsindustrie ist auf dieses Trittbrett aufgesprungen. Eurofighter und Leopardpanzer machen sie unbesiegbar. In diesem Geist bemüht man sich gerade, den jungen Menschen in unserem Land die Wehrpflicht wieder schmackhaft zu machen. Sie wird von WIR-beseelten Halbgebildeten feurig begrüßt. Die potenziell Betroffenen melden Protest an. Gottseidank. Was deren konkrete Gründe sind, sei dahingestellt. Sicher ist, dass sie nicht bereit sind, bei der militärischen Verteidigung ihres Landes ein Heldentum einzugehen, das ihr Streben nach glücklich sein verhindern, vielleicht zerstören könnte. Das Heldentum vergangener Generationen ist ihnen fremd. Die Geschichte kennt unzählige Beispiele.
- Helden im Sterben
In der Schlacht bei den Thermopylen (480 v.Chr) sollen 300 Spartaner unter ihrem König Leonidas mit einigen Hilfstruppen aus griechischen Städten ein übermächtiges Heer des persischen Königs Darius aufgehalten haben, um den griechischen Städten Zeit zur Herstellung von Verteidigungsbereitschaft zu verschaffen. Sie sind alle dabei umgekommen. Ein Gedenkstein erinnert an diese Schlacht. „Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.” – In diesem Geist wurden Soldaten bis in die Neuzeit motiviert, sich für die gemeinsame Sache zu opfern. Während des ersten Weltkriegs waren sich Generale auf allen Seiten über die verheerende Wirkung von Maschinengewehren und schnell und präzise feuernder Artillerie klar. Bei der Vorbereitung der Truppen auf den Grabenkrieg ging es nicht ums Überleben, sondern um die Bereitschaft zu sterben. Während der Schlacht von Gallipoli am 25. April 1915, in der ein kleines Kontigent Soldaten der türkischen Armee einen Großangriff von Briten und Franzosen auf ihre Hauptstadt verzögern sollten, rief ihr Kommandeur Mustafa Kemal (später als türkischer Nationlheld Atatürk bekannt) ihnen zu: „Ich befehle euch nicht den Angriff, ich befehle euch zu sterben“. – Mit einer solchen Motivation lassen sich verständlicher Weise Soldaten in demokratischen Armeen nur schwer motivieren. Ein Zitat des US-amerikanischen Generals Patton während des 2. Weltkriegs spricht da für sich. Es ist nicht das Ziel des Krieges für dein Land zu sterben, sondern den anderen Bastard für sein Vaterland sterben zu lassen. – Im Angesicht dieser Art von Heldentum des Soldatsein müsste eigentlich jede Verherrlichung, wie wir sie gerade bei uns erleben, sich selbst ad absurdum führen.
- Helden, Täter und Opfer
Alle Kriege, die heute geführt werden, sind Abnutzungskriege. Dabei ist neben Material der Mensch die entscheidende Ressource, die es abzunutzen gilt, entweder durch Verbluten oder psychische Erschöpfung. Durch überlegene Technik und Medienkontrolle hat der Westen ein Schlupfloch gefunden, Krieg wieder gesellschaftsfähig zu machen. Die Abschottung von den Schrecken des Krieges und die Schaffung von Kriegsgshelden in den eigenen Reihen ist ein probates Mittel dazu. Erschreckend ist, dass demokratische Gesellschaften dabei mitmachen. Man übersieht, dass schwache und unfähige Politiker in den eigenen Reihen Mitverursacher von Kriegen sind; Helden, Täter und Opfer des Krieges.
Der Vietnamkrieg hatte 58 000 amerikanischen Soldaten das Leben gekostet. Er wurde von den damals Verantwortlichen später als Fehler bezeichnet. Unzählige Veteranen haben danach an den gesundheitlichen, psychischen und sozialen Folgen gelitten. Sie heute als “Helden” darzustellen, ist … da fehlen einem die Worte. – Wenn Ihnen das zu weit weg ist, nehmen Sie den Afghanistankrieg, da waren wir mit Soldaten und Toten dabei. Er hatte 70 000 Zivilisten und 90 000 Kämpfern/Soldaten das Leben gekostet. Von 2001 bis 2021 hat er gedauert. Als die USA und NATO abgezogen, war keines der politischen Ziele erreicht worden (Erfolgreiche Terrorbekämpfung, Brechen der Talibanmacht, Demokratie in Afghanistan). Anstatt Krieg als politisches Mittel grundsätzlich zu hinterfragen, ergeht man sich bis heute in Heldenverehrung der eigenen Soldaten.
- Helden, ein politischer Hoax
Der Ukrainekrieg folgt wieder demselben Muster. Interessen getrieben und vom eigenen Gutsein überzeugt, soll eine ganze Gesellschaft beseelt werden, (wieder einmal) ihre Kinder in das Heldentum des Soldaten zu schicken. Dieses Mal ist der Gegner das “böse” Russland. Dabei ist der eigentliche Gegner wieder einmal eine Regierung, die ihre Unfähigkeit zum Frieden über “Kriegshelden” ihrer Jugend legitimieren will. - Nach einem Nazi-Zwischenfall an der Offiziersschule der Luftwaffe wurde für alle Verbände angeordnet, einen Dokumentarfilm anzuschauen, der die Befreiung der Konzentrationslager durch alliierte Truppen zeigte. Vielleicht sollte man eine ähnliche Veranstaltung anordnen, bei dem man den Besuch eines Soldatenfriedhofs in Flandern zur Pflicht macht. [Ulrich Scholz, erstveröffentlicht auf Ulrichs Newsletter]
Reform der Grundsicherung für Arbeitsuchende tritt am 1. Juli 2026 in Kraft
Am 1. Juli wird das Bürgergeld vom Grundsicherungsgeld bzw. der Grundsicherung für Arbeitsuchende abgelöst. Damit ist nichtnur ein neuer Name für die Leistung verbunden, sondern auch verschärfte Mitwirkungspflichten, deren Nichtbeachtung mit Sanktionen belegt werden kann.
Für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Kinder in Bedarfsgemeinschaften gibt es einige Schutzmechanismen um vor unverschuldeten Härten zu schützen.
Die Arbeitsagentur weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass die Bearbeitung von Anträgen in den Jobcentern ab Juli 2026 gemäß der neuen Rechtslage erfolgt. Menschen im Bürgergeldbezug müssen nicht selbst aktiv werden. Dies gilt auch dann, wenn auf neu versandten Schreiben noch der Begriff Bürgergeld genannt wird. Alle Antragsformulare, Bescheide und Schreiben werden sukzessive bis Ende des Jahres vollständig angepasst. Die bereits erlassenen Bürgergeld-Bescheide behalten auch nach dem 1. Juli 2026 weiterhin ihre Gültigkeit.
Die Geldleistungen werden ohne Unterbrechungen gezahlt, die Weiterführung von vereinbarten Maßnahmen und die nahtlose Betreuung der Kundinnen und Kunden sei sichergestellt. [jdm]
Zwei Bauarbeiter auf A31 tödlich verletzt
Gestern wurden bei einem schweren Unfall auf der A31 in Fahrtrichtung Süden bei Geeste zwei Bauarbeiter tödlich verletzt.
Nach Angaben der Polizei war auf der dortigen Fahrbahn eine Baustelle mit Absicherungsfahrzeug eingerichtet worden. Ein in Richtung Süden fahrender Lkw kollidierte aus bislang ungeklärter Ursache mit dem Absicherungsfahrzeug. Durch die Wucht des Aufpralls erfasste das Absicherungsfahrzeug die zwei Bauarbeiter im Alter von 34 und 60 Jahren. Beide erlitten dabei tödliche Verletzungen und verstarben noch an der Unfallstelle. Der 36 Jahre alte Fahrer des Lkw sowie der Fahrer des Absicherungsfahrzeugs wurden dabei leicht verletzt.
Neben mehreren Rettungswagen waren zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Die genauen Umstände des Unfallgeschehens sowie die Ursache der Kollision sind derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Fahrbahn in Richtung Süden war bis in den Abend gesperrt. [jdm]
Die Linke Emsland stellt Kandidierende für den Kreistag Emsland auf
Am 23. Mai hat Die Linke Emsland ihre Wahlversammlung für die Kreistagswahl 2026 durchgeführt. Dabei wurden Kandidierende in allen zehn Wahlbereichen des Landkreises Emsland aufgestellt. Der Partei gelingt dafür eine gute Mischung aus kommunalpolitisch-erfahrenen Mitgliedern und neuen sowie jungen Mitgliedern.
Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen Themen, die viele Menschen im Landkreis unmittelbar betreffen: bezahlbares Wohnen, medizinische Versorgung im ländlichen Raum, Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, Klimaschutz sowie soziale Teilhabe für alle.
Kreisvorsitzender Marcel Müller erklärt: „Die Linke wird im gesamten Emsland sichtbarer und stärker. Es ist das erste Mal, dass die Linke in allen Wahlbereichen für die Stadträte in Lingen, Meppen, Haren und Papenburg sowie für den Kreistag mit mindestens einer Person wählbar ist. Viele Menschen suchen nach einer glaubwürdigen sozialen Alternative. Wir haben in Niedersachsen seit letztem Jahr mit tausenden von Menschen an ihren Haustüren gesprochen. Aus den konkreten Problemen der Menschen heraus haben wir ein starkes Wahlprogramm entwickelt. Gleichzeitig wollen wir auch weiterhin mit den Menschen im Gespräch bleiben und unsere Haustürgespräche im Emsland regelmäßig fortsetzen, auch nach der Wahl.“
Marina Walker, Ergotherapeutin und Kandidatin im Wahlbereich Lingen 2, erklärt, was sie zur Kandidatur bewogen hat: „Durch meinen Beruf bin ich jeden Tag mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt. Ich erlebe die Sorgen von Familien, älteren Menschen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Menschen, die finanziell zunehmend unter Druck geraten. Gleichzeitig müssen wir uns stärker mit den Problemen beschäftigen, die die Menschen im Emsland jeden Tag betreffen: eine gute Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, bezahlbarer Wohnraum und eine bessere Mobilität. Niemand sollte vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden, weil die nächste Busverbindung nicht fährt.“
Thorsten Heymann, der im Wahlbereich 8 (Freren, Lengerich, Herzlake) antritt und bereits seit 2021 im Harener Stadtrat aktiv ist, setzt klare Schwerpunkte: „Der massive Ausbau des ÖPNV sollte eine sehr hohe Priorität haben. Noch wichtiger ist, dass er auch bezahlbar sein muss, damit die Bürgerinnen und Bürger auf das Auto verzichten können. Außerdem müssen Anreize geschaffen werden, damit Kommunen sozialen Wohnungsbau besser umsetzen können.“
Jan Deters, Kandidat im Wahlbereich 2 (Rhede, Dörpen, Nordhümmling), bringt langjährige Erfahrung aus Bürgerinitiativen mit – unter anderem aus dem Widerstand gegen ein Atommüllendlager in Wippingen und gegen den geplanten Bau eines Kohlekraftwerks in Dörpen. Er betont: „Als gesetzlicher Betreuer habe ich täglich mit denjenigen zu tun, die auf den besonderen Schutz der Gemeinschaft angewiesen sind. Das schärft den Blick dafür, was es bedeutet, wenn es keine bezahlbaren Wohnungen gibt, wenn keine Busse fahren oder wenn es keine Arzttermine gibt. Der Landkreis kann hier vieles erreichen. Das sollte auch im Interesse der Bürgerinnen und Bürger ausgeschöpft werden.“
Die Linke setzt im Wahlkampf konsequent auf Haustürgespräche: Mit tausenden persönlichen Begegnungen an den Türen der Menschen im Emsland hat die Partei die konkreten Sorgen, Wünsche und Probleme direkt aufgenommen: von steigenden Mieten über fehlenden ÖPNV bis zur medizinischen Versorgung. Diese Erfahrungen bilden die Grundlage für das Wahlprogramm von Die Linke. Gleichzeitig macht die Partei deutlich: Viele dieser Probleme haben auch ihre Ursache in einer verfehlten Bundespolitik. Kommunen werden finanziell ausgehöhlt, während die Bundesregierung Prioritäten setzt, die am Alltag der Menschen vorbeigehen. Die Linke fordert unter anderem eine Vermögenssteuer, um Kommunen wieder handlungsfähig zu machen. [PM Die Linke]
Aktienrente führt zu Beitragssteigerung
Ein Argument der Rentenkommission und der Bundesregierung für die Rentenreform ist immer, man wolle eine Steigerung der Beiträge verhindern. Dabei wird durch die Einführung der Aktienrente gerade der Beitrag gesteigert.
Zunächst sollen 0,5 Prozent des Bruttolohns in einen Staatsfonds fließen, der das Geld am Kapitalmarkt anlegt. Und diese Beitragszahlungen sollen schrittweise auf bis zu 2 Prozent erhöht werden. Bei dieser Form der Rentenfinanzierung muss zunächst ein riesiger Kapitalstock angesammelt werden, bevor daraus überhaupt Zahlungen erfolgen können. Während bei der gesetzlichen Rente die Rentenzahlungen mit dem Geld der Einzahler erfolgen, kann bei einer Aktienrente die Rentenzahlung nur aus den Renditen des angesammelten Kapitals gezahlt werden.
Solche Systeme sind sehr anfällig gegen Verwerfungen am Aktienmarkt, zumal wenn durch die verpflichtende Aktienrente massenhaft Aktien gekauft werden müssen. Auch die berufsständischen Rentenversicherungen für die freien Berufe, wie z. B. Zahnärzte oder Rechtsanwälte, nutzen für die Auszahlungen eine Mischfinanzierung aus Renditen und Umlagezahlungen.
Das immer wieder angeführte Beispiel der schwedischen Prämienrente ist keineswegs ein Erfolgsmodell. Insgesamt sind die schwedischen Rentenleistungen mit denen in Deutschland vergleichbar, allerdings hat die Prämienrente schon 2010, 2011 und 2014 zu Rentenkürzungen geführt. Die Zahlungen für die schwedische umlagefinanzierte Rentenversicherung kommen neben dem Lohn aus weiteren rentenfähigen Einkommen zum Beispiel aus Einkünften aus gewerblicher oder freiberuflicher Tätigkeit (Selbstständige), Elterngeld, Arbeitslosengeld, Krankengeld oder einem Erwerbsminderungsausgleich. Außerdem decken staatliche Zuschüsse versicherungsfremde Ausgaben. [jdm]
Solidarität mit Kuba
Am 28. Juni findet in Berlin eine zentrale Kundgebung gegen die totale US-Blockade Kubas und zur Solidarität mit Kuba statt.
Die Trump-Administration hat mit ihrer im Dezember 2025 veröffentlichten Nationalen Sicherheitsstrategie eine grundlegende Neuausrichtung der US-Politik gegenüber Lateinamerika vollzogen. Darin wird die „westliche Hemisphäre“ erneut zur exklusiven US-Einflusssphäre erklärt. Seit der Entführung des Präsidenten der Bolivarischen Republik Venezuela, Nicolás Maduro, und seiner Frau Cilia Flores, Anfang des Jahres verschärft die US-Administration die Aggressionspolitik gegen Kuba massiv.
Mit einer De-Facto-Ölblockade will die US-Regierung den Kollaps der kubanischen Ökonomie herbeiführen. Seit mehreren Wochen steht nun auch eine US-amerikanische Militärintervention gegen Kuba im Raum. Ziel ist das Ende des Sozialismus als Voraussetzung der Wiederherstellung kapitalistischer Verhältnisse auf Kuba. Trump droht ganz offen damit Kuba zu übernehmen und betrachtet Kuba bereits als 51. Bundesstaat.
Mit dieser Energieblockade verursachen die USA bewusst eine humanitäre Krise, die sich auf alle Lebensbereiche der Kubaner:innen auswirkt - auf die Strom- und Wasserversorgung, die Ernährung, den Transport und den öffentlichen Verkehr. Betriebe, Schulen und Universitäten können nur sehr eingeschränkt ihre Aufgaben erfüllen. In den Krankenhäusern warten Hunderttausende auf eine notwendige Operation. Mit dieser Politik der USA wird bewusst in Kauf genommen, dass Menschen leiden, dass ihr Leben bedroht ist.
Trotz aller Angriffe und Schwierigkeiten leistet Kuba seit über 60 Jahren Widerstand und verteidigt bis heute die Errungenschaften der Revolution: ein kostenloses Gesundheits- und Bildungssystem, internationale Solidarität und das Recht auf eine souveräne Entwicklung. [PM/jdm]
Bahnhof Dörpen: Abholerfahrzeuge blockieren Bushaltestelle
Auch am Bahnhof Dörpen halten Familienangehörige gern direkt vor dem Zugang zum Gleis an der Bushaltestelle. Kommt dann ein Bus und möchte an die Haltestelle fahren, ist die Verärgerung bei der Busfahrerin oder dem Busfahrer in der Regel groß, und zwar auch, wenn hinter dem wartenden PKW noch scheinbar Platz genug für den Bus ist.
Die durch sogenannte Elterntaxis verursachten Verkehrsprobleme in der Nähe von Schulen werden oftmals in den Medien beschrieben. Als Gegenmaßnahmen wurden beispielsweise absolute Halteverbotszonen oder Sonderparkplätze zum Ein- und Aussteigen der Kinder eingerichtet.
Was die haltenden PKW-Fahrer vielleicht nicht wissen: Genau an der Bushaltestelle wurde ein sogenannter Busbord als Pflasterung installiert, dessen Höhe der Einstiegshöhe der dort haltenden Niederflurbusse entspricht. So können Kinderwagen oder Rollatoren einfach in den Bus geschoben werden. Weiter entfernt von der Bushaltestelle ist dies dagegen nicht möglich. Für das Ein- und Austeigen von Bahnreisenden aus Personenfahrzeugen ist dagegen die Kurzhaltezone „Kiss and Ride“, kurz K+R, gedacht. Hier können Bahnreisende in Ruhe vor der Abreise aus dem PKW aussteigen oder bei Ankunft in Dörpen in Straßenfahrzeuge einsteigen, egal, ob mit oder ohne Küsschen.
Ganz glücklich ist die aus den USA übernommene Bezeichnung allerdings nicht gewählt, denn – so war vor Ort zu hören – nicht jeder Autofahrer versteht den Sinn des Hinweisschildes. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Rentenkommission macht sich über Armut lustig und macht lustig Kürzungsvorschläge
Die Liste der 33 Empfehlungen der Rentenkommission beginnt mit so viel Kreide im Mund, dass man die Absicht sofort sieht: "Die Kommission empfiehlt, als politische Zielgröße einer lebensstandardsichernden Altersversorgung eine
Nettoersatzquote von mindestens 70 Prozent nach Steuern anzusetzen." Da streiten sich die CDU und die SPD über die Haltelinie von 48 Prozent des allgemeinen Durchschnittslohns. Und die Rentenkommission erkennt endlich an, dass das viel zu wenig ist und empfiehlt 70 % für alle? Kaum zu glauben!? Ist es auch nicht. Ist nur ein Täuschungsmanöver. In den weiteren Vorschlägen ist nichts enthalten, was diese "politische Zielgröße" erreichen hilft. Im Gegenteil: der Nachhaltigkeitsfaktor der aktuellen Rentenanpassungsformel (§ 68 Abs. 5 SGB VI) soll beibehalten werden. Dieser kommt derzeit noch bis 2031 nicht zur Anwendung, weil es sonst zu einer drastischen Senkung der Rente gekommen wäre, was die SPD ja als große Errungenschaft gefeiert hatte.
Stattdessen empfiehlt sie eine Automatik einzuführen, die zu einem höheren Renteneintrittsalter führt: "Die Regelaltersgrenze für den Renteneintritt soll so an die Lebenserwartung gekoppelt werden, dass sich die Änderungen der Lebenserwartung im Verhältnis 2:1 auf die Erwerbs- und die Rentenphase aufteilen. (Das) ... würde ... bedeuten, dass die Regelaltersgrenze im Zeitraum zwischen 2031 und 2041 schrittweise um etwa sechs Monate von 67 auf 67,5 Jahre angehoben würde."
Der abschlagsfreie Renteneintritt für besonders langjährig Versicherte soll abgeschafft werden und die Altersgrenze für die Rente für langjährig Versicherte von 63 auf 64 Jahre erhöht werden.
Die Hinterbliebenenversorgung soll an die geänderten gesellschaftlichen Normen und Rahmenbedingungen angepasst werden - das heißt, die Witwenrenten sollen gekürzt werden. Altersteilzeit soll erst ab 58 Jahren möglich werden.
Wer viel verdient soll weiterhin nichts in die Rente einzahlen. Deshalb empfiehlt die Kommission, das nur auf Löhne und Gehälter Beiträge gezahlt werden, nicht auf andere Einkunftsarten. Auch die bisherige Berechnung der Beitragsbemessungsgrenze soll bleiben, sprich: Hohe Einkommen zahlen nur begrenzte Beiträge.
In der Empfehlung Nr. 18, die eigentlich überhaupt keine Empfehlung ist, sondern ein Glaubensbekenntnis, machen sich die Autoren noch über die Menschen lustig. Da heißt es "Die Kommission empfiehlt, dass Bund, Länder und Kommunen verdeckte Armut bekämpfen. Ziel muss sein, allen bedürftigen Bürgerinnen und Bürgern den faktischen Zugang zum verfassungsrechtlich garantierten Existenzminimum zu sichern. Die Kommission unterstützt die Vorschläge der Kommission zur Sozialstaatsreform, das Sozialleistungsrecht einfacher und übersichtlicher zu gestalten und die persönliche Beratung vor Ort und über digitale Zugangswege auszubauen." Wie allgemein bekannt ist, ist die so genannte Sozialstaatsreform, die da so begrüßt wird, ein riesengroßer Kahlschlag bei allen Sozialleistungen und ein Armutsprogramm für alle kranken, behinderten, alleinerziehenden, arbeitslosen oder minderjährigen Menschen.
Damit das Programm nicht zu einseitig nach Rentenkürzungsprogramm aussieht, wird vorgeschlagen, weniger Staatsangestellte zu verbeamten, Abgeordnete des Deutschen Bundestages und der Landesparlamente und sogar Vorstände von Aktiengesellschaften in den Kreis der Pflichtversicherten einzubeziehen - aber das können die dann auch verkraften, denn, siehe oben, die Beitragsbemessungsgrenze soll ja bleiben.
Und zum Schluss macht sich die Rentenkommission noch um die Renditen der Finanzkonzerne verdient, indem sie die Aktienrente und die betriebliche Altersversorgung gefördert sehen möchte - sogar die Schnapsidee der Frühstart-Rente wird von ihr ernst genommen.
Ver.di und die Sozialverbände haben schon gegen die Empfehlungen protestiert und bezeichnen es als Rentenkürzungsprogramm. Und damit bringen sie es auf den Punkt. [jdm]
Verkehrsüberwachung
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 22.06.2026: Lengerich
Dienstag, 23.06.2026: Wesuwermoor
Mittwoch, 24.06.2026: Flechum
Donnerstag, 25.06.2026: Neubörger
Freitag, 26.06.2026: Börger
Samstag, 27.06.2026: Herbrum
Sonntag, 28.06.2026: Meppen
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Aula in Sögel wieder offen
Konzerte, Lesungen und Aufführungen – für diese und weitere Veranstaltungen steht die neu sanierte Aula des Hümmling-Gymnasiums in Sögel ab sofort wieder offen. Die Erneuerung der Akustikdecke im Zuschauersaal der Aula, die nach einer routinemäßigen Überprüfung durch einen Sachverständigen im September 2025 gesperrt werden musste, konnte jetzt abgeschlossen werden.
Die neue Decke ist eine Gipskartondecke (OVA-Akustikdecke), die in enger fachlicher Abstimmung mit einem Akustikbüro aus Oldenburg erstellt wurde. So konnte sichergestellt werden, dass die ursprüngliche gute Beschallung und Akustik in der Aula bestehen blieb. Die vorhandene LED-Beleuchtung ist auf den neusten energetischen Stand gebracht worden. Sie wurde zusätzlich mit einer so genannten digitalen DALI-Lichtsteuerung ausgestattet, die einen gezielten Einsatz von Licht für unterschiedliche Bedarfe ermöglicht. So können verschiedene Lichtstimmungen, Beleuchtungsstärken, Szenen und Zonen fest eingestellt und entsprechend abgerufen werden. [Landkreis Emsland]
Sperrungen Schießgebiet
Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 22.06.2026 bis Freitag, den 26.06.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn (K168) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]
Wippingen hat einen neuen Schützenkönig
Wippingen hat einen neuen Schützenkönig: Andreas Klaas. Er setzte sich im Stechen gegen seinen Bruder Stefan durch. Die Königin ist seine Ehefrau Tanja Klaas. Zum Throngefolge gehören: Elke und Hermann Westhoff, Andrea und Rudi Poker, Marita und Hubert Rosen, Jana und Jonas Schwering, Hedwig und Jürgen Hempen, Jossy und Dieter Hempen, Irmgard und Manfred Westendorf, Lisa Landmann und Eike Hempen, Miriam und Stefan Klaas. [jdm]
Bilder von Schützenfestsamstag
Hier bieten wir eine Galerie vom Antreten am Schützenfestsamstag.
Ausnahmesweise zitieren wir hier mal aus der Rede des Königs. Marc, der seine Rede mit Grußworten auf Niederländisch begann, war dennoch der Meinung, dass mehr Integration als durch das Ausüben des Amtes als Schützenkönig nicht denkbar sei. Hinter jedem erfolgreichen Mann stehe eine überraschte Frau; seine Frau habe sich angesichts seiner bis dahin gezeigten Schießkünste jedenfalls nicht ausmalen können, dass er Schützenkönig werde. [jdm]
Einladung zur öffentlichen Ratssitzung am Donnerstag, 25.06. 19:30 Uhr im Gemeindezentrum
Am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, findet um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum Wippingen, 26892 Wippingen, eine öffentliche Sitzung des Rates der Gemeinde Wippingen statt.
Auf der Tagesordnung stehen der Haushaltsplan 2026 der Kindertagesstätte St. Bartholomäus Wippingen und die Errichtung eines Mehrgenerationenspielplatzes an den Tennisplätzen in der Gemeinde Wippingen. [jdm]
Dörpen: Dünenbad geschlossen
Das Dünenbad in Dörpen bleibt aufgrund eines technischen Defekts bis einschließlich Sonntag, den 28.06.2026, geschlossen. [jdm]
Einladung zur Generalversammlung der Jagdgenossenschaft
Die Jagdgenossenschaft Wippingen lädt alle Eigentümer von jagdbaren Grundstücken am Dienstag, den 07.07.2026 um 20.00 Uhr, zur ordentlichen Generalversammlung recht herzlich ein. Die Versammlung findet im Heimathaus statt.
Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte:
- Eröffnung; Begrüßung und Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung zu dieser Versammlung.
- Verlesen der Niederschrift vom 16.07.2025
- Kassenbericht
- Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes
- Verwendung des Jagdgeldes
- Wahl des Vorstandes
- Wahl der Kassenprüfer
- Fragen, Wünsche ,Anregungen
Im Anschluss der Generalversammlung gibt uns Josef Buitmann von der Tierrettung Emsland e.V spannende Einblicke in die Arbeit des Vereins.
Anschließend laden wir zum Grillen ein. Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen. [Wilhelm Borchers]
Feldbegehung der Wippinger Landwirte – Mit dem Drahtesel durch die Moore
Ende Mai veranstaltete der landwirtschaftliche Ortsverein Wippingen zusammen mit der Raiffeisen Ems-Vechte eine Feldbegehung in Form einer Fahrradtour. Auf der Route rund um Wippingen wurden verschiedene Anbauflächen wie zum Beispiel Mais mit 50cm Reihenabstand, Zuckerrüben, Getreide, Erbsen und Raps besichtigt.
Die Fachreferenten Stefan Kremer (Raiffeisen Ems-Vechte) und Jan Hegemann (Ackerbauring) begleiteten die Tour und gaben wertvolle Hinweise und Empfehlungen zu Anbauverfahren, Pflanzenschutz und Düngung. Es wurde über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Landwirtschaft diskutiert.
Zum Abschluss der Veranstaltung trafen sich die 32 Teilnehmer in der Raiffeisen-Geschäftsstelle in Wippingen. Dort wartete bereits der Grillmeister mit seinen Köstlichkeiten. Bei leckerem Essen, kalten Getränken und netten Gesprächen klang der Abend gemütlich aus. [Christian Koers]
Kriegstüchtig? Nein, kriegsgeil!
Ein Wippinger, der 1981 als Wehrpflichtiger im Offizierkasino auf dem Luftwaffenstützpunkt Wittmund Dienst tat, berichtete mir damals, wie verrückt die Piloten nach der Verhängung des Kriegsrechts in Polen darauf warteten, dass sie jetzt endlich im Osten zuschlagen könnten. Die Piloten fieberten im Casino mit ihren Gesängen direkt ihrem ersten Kriegseinsatz entgegen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie das zu Ende gehen könnte.
Generalleutnant Holger Neumann, der Chef der Luftwaffe, drohte vorgestern Russland in einem Interview mit der britischen Zeitung The Telegraph mit vernichtenden Schlägen, falls es einen NATO‑Verbündeten angreift. Deutschland sei bereit, „heute Nacht“ gegen Russland „zu kämpfen“ und werde „jeden Zentimeter“ des NATO-Gebiets verteidigen.
Es gebe in der NATO „keine unterschiedlichen Sicherheitszonen“, was bedeute, dass ein Angriff auf Estland dieselbe Reaktion rechtfertige wie ein Luftangriff auf London. Die Kola-Halbinsel im Nordwesten Russlands, Kaliningrad und das Schwarze Meer würden den Zorn der NATO zu spüren bekommen, wenn sie sich verteidigen müsse.
Der Ukraine-Krieg ist entstanden, weil die Nato durch die Aufrüstung der Ukraine und ihre Einbeziehung in die militärischen Strukturen der Nato Russland direkt auf die Pelle gerückt ist und Russlands Atomschutzschirm gefährdete. Ein solches Vorrücken wäre nur vergleichbar gewesen mit der Stationierung russischer Waffen auf Kuba, in Mexiko oder Kanada. So etwas hätten die USA und die Nato nie tatenlos zugelassen.
Der Ukrainekrieg ist erklärtermaßen eine Reaktion auf das Vorrücken der Nato. Damit ist auch der Pfad für Friedensverhandlungen zur Beendigung des Ukrainekriegs leicht erkennbar. Neumann halluziniert dagegen einfach eine Bedrohung durch Russland, um die Aufrüstung Deutschlands, die mittelfristig den halben Staatshaushalt auffrisst, zu rechtfertigen. Und die Sprache mit den martialischen Drohungen lässt erkennen, dass der Mann - wie seine Kollegen 1981 - darauf brennt, endlich losschlagen zu können. [jdm]
Schnuppertag am 27.06.2026 – Komm vorbei * probier dich aus * finde dein Instrument!
Die Schützenkapelle lädt am Samstag, 27.06. 11:00 – 13:00 Uhr zum Schnuppertag ins Gemeindezentrum Wippingen ein. Finde (d)ein Instrument.
- Welches Instrument möchte ich lernen?
- Ist das schwer?
- Kann ich das tragen?
- Bekomme ich da überhaupt nen Ton raus?
Komm vorbei * probier dich aus * finde dein Instrument!
Musik macht Freu(n)de [Marlies Berling]
Sommer-Rock – 9. Spahnharrenstätter Open Air
Der Verein Kultur:Gut e.V. aus Spahnharrenstätte lädt für Samstag den 20 Juni ab 19 Uhr zum neunten „Sommer:Rock“ Open Air hinter dem Jugendheim (Hauptstr. 41) ein. [jdm]
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