In einer Pressemitteilung äußerte sich der Landkreis Emsland positiv über den kreisweiten Warntag am 12. März. Der Landkreis führte nach 2025 schon zum zweiten Mal abseits des bundesweiten Warntags einen landkreisweiten Warntag durch, bei dem alle lokalen Sirenen- und Warnsysteme einem Test unterzogen worden waren. Die Auslösung der 302 Sirenen erfolgte zentral durch die Leitstelle Ems-Vechte. Damit zeigt sich der Landkreis Emsland als besonders eifrig bei der Vorbereitung auf einen Krieg.
Der Landkreis baut sein Netz an elektronischen Hochleistungssirenen seit 2022/2023 mit finanzieller Unterstützung von Bund, Land Niedersachsen sowie Eigenmitteln des Landkreises Emsland und der emsländischen Kommunen aus. Nach Abschluss des Ausbaus werden im Kreisgebiet insgesamt 319 Hochleistungssirenen installiert sein. Diese können verschiedene Warntöne aussenden und zusätzlich vorgefertigte Warntexte abspielen.
Seit der Zeitenwende-Rede am 27. Februar 2022 von Olaf Scholz und der anschließenden Forderung des Kriegsministers Boris Pistorius, Deutschland müsse kriegstüchtig werden, werden die staatlichen Gelder nicht nur in die Rüstung gesteckt, sondern auch in eine Vorbereitung ziviler Strukturen für die Kriegsunterstützung. Der Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU) führt die zentralen militärischen Anteile der Landes- und Bündnisverteidigung in Deutschland mit den dafür erforderlichen zivilen Unterstützungsleistungen in einem operativ ausführbaren Plan zusammen. In diesem geheimen Plan ist festgelegt, welche Betriebe was an das Militär liefern können müssen, welche Krankenhäuser für verwundete Soldaten reserviert werden und welche Kranken zu Gunsten von verwundeten Soldaten nicht im Krankenhaus aufgenommen werden (Triage).
Das Territoriale Führungskommando der Bundeswehr (TerrFüKdoBw) st seit seiner Aufstellung im September 2022 für die operative Führung der Territorialen Verteidigung und des Katastrophenschutzes in Deutschland zuständig. In diesem Zusammenhang wurde auch die Sireneninfrastruktur aufgebaut, wobei offiziell immer der Zivilschutz vorgeschoben wird.
Der Landkreis Emsland investierte etwa 3 Mio. € in diese Kriegsvorbereitung. Hinzu kommen die Summen der Samtgemeinden, Einheitsgemeinden und Städte. Die Samtgemeinde Dörpen zahlte 219.000 € für die Sirenen; eine Stadt wie Haren gab etwa 300.000 € dafür aus. [jdm]
Am Freitag, 13. März 2026, gegen 04:40 Uhr, kam es auf dem Westparkplatz des Bahnhofs Dörpen an der Neudörpener Straße zu mehreren Pkw-Aufbrüchen. Laut einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Emsland begaben sich wohl mindestens zwei, vermutlich drei bislang unbekannte Täter zu den dort abgestellten Fahrzeugen. Mit einem bislang unbekannten Gegenstand beschädigten sie die Scheiben von drei Pkw, um anschließend die Fahrzeuginnenräume nach Wertgegenständen zu durchsuchen.
Betroffen waren ein Opel Adam, ein Mitsubishi Space Star sowie ein Chevrolet Spark. Zudem versuchten die Täter, aus dem Chevrolet Kraftstoff zu entwenden, indem sie den Tankdeckel sowie den Tankeinfüllstutzen öffneten und den Kraftstoff vermutlich in mitgeführte Behältnisse abfüllten.
Während der Tat wurde die Gruppe offenbar durch einen herannahenden Pkw gestört. Die Täter brachen den Diebstahl ab und flüchteten über den Bahnsteig in unterschiedliche Richtungen. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von etwa 3.000 Euro.
Ein männlicher Täter sei etwa 170 bis 180 cm groß, schlank, bekleidet mit schwarzer Daunenjacke, schwarzer Hose, schwarzen Turnschuhen und schwarzem Cappy. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Papenburg unter der Telefonnummer 04961/9260 zu melden. [jdm]
An den Eichen entlang der Versener Straße wurden einige der insgesamt 335 Nistkästen angebracht. (Foto Landkreis Emsland)
Die Kreisstraßenmeisterei will in diesem Jahr 335 Nistkästen entlang von Kreisstraßen und dortigen Fuß- und Radwegen aufhängen, um gegen den Eichenprozessionsspinner (EPS) vorzugehen. Meisen sind wichtige natürliche Fressfeinde des EPS und sollen bei dessen Bekämpfung mit eigens angefertigten Brutkästen unterstützt werden. "Die Brutästen sollen dafür sorgen, dass sich Meisen zahlreich ansiedeln, um den Baumschädling biologisch zu bekämpfen. Das ist umweltgerecht und nachhaltig", wird Landrat Marc-André Burgdorf in einer Pressemitteilung des Landkreises zitiert. Hergestellt werden die Kästen in Kooperation mit der St. Lukas Qualifizierung und der Arbeit Caritas GmbH.
Eichenprozessionsspinner am Eichenstamm
Der EPS gehört zur Leibspeise unterschiedlicher Vogelarten, allen voran Meisen, die insbesondere die Raupen im frühen Larvenstadium an ihre Jungtiere verfüttern. Bereits seit 2020 installiert der Landkreis Emsland daher an seinen Kreisstraßen Nistkästen für Meisen. Von der Kreisstraßenmeisterei Bawinkel, die für das südliche und mittlere Emsland zuständig ist, waren bislang 235 Nistkästen angebracht worden, von der Kreisstraßenmeisterei Dörpen mit Wirkungsbereich im nördlichen Emsland weitere 100 Kästen.
Das Vorkommen der Raupe ist durch das Fortschreiten der Klimaerwärmung mittlerweile gleichmäßig auf das gesamte Kreisgebiet verteilt. Kontakte mit den Brennhaaren der Raupe können zu Hautrötungen verbunden mit starkem Juckreiz führen. Darüber hinaus kann es zu Reizungen der Atemwege und der Augen kommen.
Spezialfirma bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an der Neudörpener Straße am 19.06.2020
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, 16.03.2026: Lingen Dienstag, 17.03.2026: Esterwegen Mittwoch, 18.03.2026: Freren Donnerstag, 19.03.2026: Schwefingen Freitag, 20.03.2026: Eisten Samstag, 21.03.2026: - Sonntag, 22.03.2026: Baccum Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 16.03.2026 bis Freitag 20.03.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53), Renkenberge – Wahn (K168) und Wippingen – Werpeloh (K114) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]
In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Natur beim Landkreis Emsland am 9. März war ein Tagesordnungspunkt mit „Vorstellung des PFAS-Katasters (PFAS= Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen)“ beschrieben. Die öffentlich einsehbare Sitzungsvorlage erläutert die Ausgangssituation im Landkreis: In den letzten Jahren ist die von organischen Fluorverbindungen (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen – PFAS) ausgehende Gefährdung zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Diese organischen Fluorverbindungen, die aufgrund ihrer Langlebigkeit (Persistenz) auch als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet werden, kamen seit 1960/1970 in den verschiedensten Bereichen zur Anwendung. Dabei ist insbesondere die Nutzung als Schaumlöschmittel bei den Feuerwehren, aber auch die Verwendung in der Produktion von Verpackungen, Antihaftbeschichtungen oder Kosmetika zu nennen.
Der Landkreis Emsland wurde durch das Umweltministerium des Landes Niedersachsen dazu aufgefordert, solche Flächen im Kreisgebiet zu erfassen, für die ein Verdacht für eine Verunreinigung des Untergrundes durch PFAS-haltige Substanzen besteht. Mit der Aufgabe wurde das Sachverständigenbüro Dr. Mark, Dr. Schewe & Partner GmbH (MSP) aus Bochum beauftragt. Während der Ausschusssitzung referierten Dr. Mark über die Ergebnisse seiner Recherchen.
Der Fokus der Untersuchung lag auf Flächen, auf denen eine Brandbekämpfung stattgefunden hat, aber auch auf ehemaligen sowie aktuellen Standorten der Feuerwehren im Emsland. Um den Umfang der PFAS-Belastung quantitativ und qualitativ beziffern zu können, wurden durch den Sachverständigen im Rahmen der Ersteinschätzung die Wahrscheinlichkeit eines Einsatzes PFAS-haltiger Schaumlöschmittel untersucht.
Insgesamt konnten im Emsland über hundert Flächen mit einer potentiellen PFAS-Belastung identifiziert werden, die in die Kategorien geringe, mittlere und hohe Altlastenrelevanz eingeteilt wurden. Der MSP-Untersuchung zufolge wurden bei vornehmlich in Lokalzeitungen durchgeführten Recherchen 106 Brände erfasst, beispielsweise der Großbrand bei der Firma Jansen-Tore im Jahr 1997. (Durch den Brand wurden ca. 10.000 m2 Produktionsfläche sowie 200 m2 Bürofläche vernichtet, ist auf der Firmenhomepage zur Historie des Unternehmens zu lesen.) Die Fälle wurde daraufhin betrachtet, ob bei den Löscharbeiten der Einsatz von PFAS-Löschschäumen in Frage kam. Von den erfassten Ereignissen wurden 44 Fälle als irrelevant oder nicht lokalisierbar eingestuft. In 62 Fällen gab es Anhaltspunkte für die Verwendung von PFAS-Schäumen, 22 davon stufe man als relevante Verdachtsfälle ein, sagte Dr. Mark. In weiteren Untersuchungen soll nun geklärt werden, ob, und ggf. wo Sanierungsbedarf besteht.
Die US-amerikanische Investigativ-Journalistin Mariah Blake beschreibt in ihrem gerade auf Deutsch erschienenen Buch „Die Vergiftung der Welt“ den globalen PFAS-Skandal und zeigt detailliert auf, wie Industrievertreter und Behörden versucht haben, ihn zu vertuschen. Das Buch ist zwar wie eine Kriminalgeschichte mit einigen persönlichen Schicksalen aufgebaut, liefert aber auch viele Fakten zum Einsatz von PFAS-Verbindungen und zum Verständnis des PFAS-Skandals.
In einem Vorwort zum Buch schreibt der deutsche Journalist Daniel Drepper, dass allein in Deutschland mehrere tausend Orte mit PFAS belastet sind. Derzeit werde in der EU erstmals eine weitreichende Beschränkung von PFAS verhandelt, doch Industrievertreter versuchten die zuständigen Politiker seit Jahren mit fragwürdigen Argumenten zu beeinflussen, um die Beschränkungen zu verhindern oder zu verwässern.
In den 1960er Jahren wurden hocheffektive Löschschäume entwickelt, die PFOA (Perfluoroctansäure) und PFOS (Perfluoroctansulfonsäure) enthielten. Dieser Schaum wurde weltweit zur Brandbekämpfung eingesetzt. Und diese Stoffe sind es, die jetzt den Landkreis Emsland beschäftigen. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Wissen Sie, wer einmal veranlasst hat, dass Juristen einen schwarzen Mantel zu tragen haben? – Der preußische Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I (ca. 1728). Der Vater Friedrichs des Großen wollte, dass man diese Spitzbuben und Wortverdreher schon von weitem erkennt. Über die Zeit haben es diese Spitzbuben weit gebracht. Als Vertreter der dritten Macht im demokratischen Staat sprechen sie heute im Namen des Volkes Recht. Sie können Bürger, wenn schuldig gesprochen, einsperren. In 27 Staaten der demokratischen USA dürfen Richter sogar mit dem Tod bestrafen. Je nach Staat werden Verurteilte per elektrischen Stuhl, Giftspritze oder Erschießen umgebracht. Gottseidank sind wir Europäer auf der Entwicklungsleiter der Humanität schon etwas höher geklettert. Im Verlauf des Einigungsprozesses Europas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde in der europäischen Menschenrechtskonvention das Recht auf Leben festgeschrieben. In Deutschland gilt es seit 1949 und ist ein sogenanntes ewiges Recht. Das heißt, es ist unumkehrbar. Bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts hatte man Ausnahmen zugelassen. In bestimmten Situationen durfte man in den Beitrittsländern die Todesstrafe verhängen und vollziehen. Mit dem Protokoll 13 wurden 2003 diese Ausnahmen abgeschafft. In Europa gilt für jeden Menschen bedingungslos das Recht auf Leben.
Die Basis allen Rechts - Christsein
Wenn man die Entwicklung liest, beschleicht einen das Gefühl, dass nicht von Humanität beseelte am Werke waren, sondern Juristen, denen es um Recht und Ordnung ging. Die rationale Auflistung der Gründe für und gegen die Todesstrafe in Kommentaren verrät sie. Eigentlich müsste doch unser Christsein ausreichen, um die Todesstrafe abzuschaffen. - Formsache, meinen Sie? – Zunächst ist Christsein überhaupt keine Formsache. Steht dahinter doch die Verinnerlichung dessen, was Jesus Christus gelebt und gepredigt hat. Die Schlüsselwerte sind Nächstenliebe, Gewaltlosigkeit, Vergebung, Feindesliebe und Vertrauen. Diese Werte wurden bei der Gründung der Bundesrepublik Deutschland von Juristen in ein Gesetzeswerk übertragen (Verfassung), das die Beziehungen in unserem Staatswesen zwischen Regierung und Regierten regeln sollte. Parallel zu den Funktionen in einem demokratischen Industriestaat wurde ein Netzwerk von Gerichten geschaffen, in denen Juristen als Richter und Anwälte über Konflikte ihres Sachgebietes streiten und Recht sprechen sollten. Die (Un-)Kultur, die daraus entstanden ist, rechtfertigt nachträglich die Anordnung des preußischen Soldatenkönigs. Sie hat nämlich dazu geführt, dass von Staatswegen immer noch Menschen bei der Verfolgung außenpolitischer Ziele getötet werden dürfen. Drei Ausprägungen dieser Kultur machen es möglich.
Wenn Sprache das Töten von Menschen zur Pflicht macht
Die erste ist eine neue Sprache, die Juristen entwickelt haben, um die Verletzung christlicher Werte zu verschleiern. Begriffe wie Selbstverteidigung, Humanitäre Intervention, die Verantwortung für den Schutz unterdrückter Völker und Regeln der Gewaltanwendung, um Kollateralschäden zu vermeiden, sollen Politikern und Bürgern den Krieg als gute Sache, ja sogar als notwendig, schmackhaft machen. Wie die Kriege auf dem Balkan, in Afghanistan, im Irak, in Libyen, in der Ukraine und jetzt in Westasien belegen, tun sie es, unbeirrt vom Scheitern und der Opfer, immer wieder. Beispiel: Während des Luftkrieges der NATO gegen Restjugoslawien (1999) wurde beim morgendlichen Presse-Briefing der NATO-Sprecher gefragt, was der Plan sei, wenn der Serbenführer Milošević nicht nachgibt. Die Antwort: Wir bomben weiter. Wären die Verantwortlichen Politiker vom Geist des Christseins beseelt gewesen, hätten sie gesagt: “wir verhandeln weiter”. Sie könnten auf diese Weise den Ukrainekrieg beenden und den Krieg in Westasien. Interessen getriebene Rechtspositionen verhindern es. Dieses gottlose Wechselspiel hat zu einer zweiten Ausprägung in unserer Rechtskultur geführt. Menschenfeindlichkeit und Dominanz von Rechtspositionen in der Politik.
Krieg – eine Sache der Political Correctness
Seit dem Kosovo-Luftkrieg der NATO (1999), an dem erstmalig auf Betreiben des grünen Außenministers Joschka Fischer auch deutsche Kampfflugzeuge teilnahmen, erleben wir ein Verkümmern von Friedenspolitik. Frauen, die immer in der ersten Reihe standen, wenn es gegen Krieg ging, sind heute vehemente Befürworter militärischen Eingreifens und Aufrüstung. Das menschliche Leiden von Krieg wird ausgeblendet. Schließlich geht es darum, für ein höheres Rechtsgut einzustehen, wenn es von außen bedroht wird (Souveränität, Selbstverteidigung, Demokratie usw). Diese Haltung, die seit Jahren vom Mainstream der Politik und den Medien tagtäglich unters Volk gebracht wird, ist inzwischen zu einem Diktat der Political Correctness geworden. Mein Selbstverständnis als Bürger in einer Demokratie mag das nicht hinnehmen, und ich widerspreche, was mir leichtfällt. Meine Gegenüber kommen an 35 Jahren Ausbildung und Erfahrung als Jet-Pilot, Luftkriegsplaner und Lehrer nicht vorbei. Dazu ein Erlebnis aus dem Jahr 2017.
Wenn Recht zum Dogma wird
In der Talkshow “Hart aber Fair” zum Thema Luftkrieg in Syrien erklärte ich dem Publikum, wie in einem Air Operation Center die Zieleauswahl vonstatten geht. Jedes Ziel, das bombardiert werden soll, wird von einem Kriegsvölkerrechtler (Legal Advisor=LEGAD) auf mögliche Kollateralschäden begutachtet. Dabei geht es nicht darum, sie auszuschließen, sondern darum, sie zu minimieren. Sind zivile Opfer zu erwarten, wird deren wahrscheinliche Anzahl in Bezug zur Wichtigkeit des Zieles gesetzt. Bei einem hohen General des Gegners, der getötet werden soll, wird man sicherlich auch eine höhere Anzahl von toten Zivilisten in Kauf nehmen. Jeder Bomberpilot, der einen solchen Angriff fliegt, ist juristisch gedeckt, solange er die vorgegebene maximale Anzahl der Kollateralschäden nicht überschreitet. Meine Feststellung, dass auch der Westen mit seinen Bomben Zivilisten umbringt und wir deswegen nicht moralischer sind als die anderen, wurde vom Publikum mit Beifall quittiert. Der ebenfalls anwesende Talkgast Julian Reichelt, damals Chefredakteur bei BILD, rastete aus und beleidigte mich. Er hatte für das Eingreifen der NATO in Syrien plädiert. Die Springer-Presse setzte am nächsten Tag die Verunglimpfungen fort. Es gab keinen Fact-check. Wir sind juristisch “die Guten”. Damit war das Recht auf Krieg moralisch gerechtfertigt. Hier wird die dritte Ausprägung einer Rechtskultur sichtbar, die nicht mehr auf ihrer christlichen Basis steht, sondern ANSTATT als Handlungsmaxime hat. Auf diese Weise wurde unser schönes Internationale Recht zum Dogma, das für andere Kulturen keinen Platz lässt. Die weitverbreitete Fremdenfeindlichkeit im Westen mit seiner unmenschlichen Abschiebepolitik und nicht zuletzt unsere Kriege sind Indiz dafür, dass wir irgendwann einmal Gott umgebracht haben, wie Nietzsche es nannte. Daran ist niemand schuld, schon gar nicht Juristen.
Veränderung, die nichts kostet
Sicher ist, dass Kulturveränderung von Nöten ist, wenn wir uns als Europäer aus dem menschenfressenden Krieg/Frieden/Krieg-Muster lösen wollen. Unsere geschichtlichen Erfahrungen geben einen solchen Musterbruch vor. Die große Veränderung wird es nicht geben. Die Lösung liegt eher in der Haltung des einzelnen. Anstatt zu sagen „Wir bomben weiter“ sollten wir sagen „Wir verhandeln weiter“. Wir werden überrascht sein, was sich alles verändern kann. [Ulrich Scholz/erstveröffentlicht auf Ulrichs Newsletter]
Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee (WSA) bereitet in Ahlen-Siedlung nördlich des breiten Abschnitts des Seitenkanals Gleesen-Papenburg eine Ausgleichsmaßnahme für Baumfällungen im Rahmen des „Dammnachsorgeprojekts am Küstenkanal in Dörpen“ vor; gemeint sein dürften die radikalen Fällungen großer Eichen entlang des Kanals.
Auf der Fläche in Ahlen-Siedlung soll eine Aufforstung mit heimischen Laubgehölzen erfolgen. Zusätzlich ist die Anlage von zwei bis drei kleineren Gewässern (Blänken) vorgesehen. Die Kompensationsmaßnahme wurde mit dem Landkreis Emsland abgestimmt. Die Aufforstungsarbeiten sind für den Herbst/Winter 2026/2027 geplant.
Der Weg südlich des Küstenkanals zwischen der Heeder Straße und der B 70 ist mittlerweile wieder für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Durch den Einsatz von schweren Maschinen sind hier allerdings Schlaglöcher entstanden, in denen sich nach Niederschlägen Pfützen bilden. Die Ausbesserung des Weges ist noch vorgesehen, teilt das WSA auf Nachfrage mit. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
14 zivilgesellschaftliche Organisationen mit gemeinsam über 20 Millionen Mitgliedern haben ein Bündnis für einen starken und zukunftssicheren Sozialstaat gegründet. Das Sozialstaatsbündnis kritisiert in einem gemeinsamen Papier die zunehmende Schieflage in der politischen Debatte, in der der Sozialstaat wiederholt als unfinanzierbar oder als reiner Kostenfaktor dargestellt wird.
In einem Interview in der NOZ am Freitag, den 13.03.2026 mit dem DGB-Vorstand Stefan Körzell vertritt auch er all diese Forderungen. Was auffällt ist, dass weder die Sozialverbände noch Körzell ein Wort darüber verlieren, dass der deutsche Staat derzeit horrende Summen in die Aufrüstung steckt und damit die Frage schon halb beantwortet ist, warum der deutsche Sozialstaat derzeit den Angriffen durch die Politiker der Regierung und die Arbeitgeberlobby ausgesetzt ist. Je stärker der Kriegsstaat, desto schwächer ist der Sozialstaat. Diese großartige und überfällige Initiative der Sozialverbände leidet darunter, dass von Anfang an mit angezogener Handbremse losgefahren wird. Entsprechend geringschätzig wurde das Bündnis von der deutschen Presse behandelt und kaum erwähnt.
Inhaltlich setzt die Initiative den Angriffen auf den Sozialstaat eine positive, faktenbasierte Perspektive entgegen: Der Sozialstaat ist nicht nur finanzierbar, sondern essentiell für sozialen Frieden, wirtschaftliche Teilhabe und demokratische Stabilität.
Folgende Organisationen gehören dem Bündnis an: · Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland · Arbeiterwohlfahrt · Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland · Deutscher Caritasverband · Deutscher Gewerkschaftsbund · Deutscher Mieterbund · Der Paritätische Gesamtverband · Diakonie Deutschland · IG Metall · Sozialverband Deutschland SoVD · Sozialverband VdK Deutschland · Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) · Volkssolidarität · Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland.
Das Bündnis benennt zusammengefasst folgende Ziele:
1. Wir wollen starke, verlässliche und solidarisch finanzierte soziale Sicherungssysteme und eine gerechte und auskömmliche Finanzierung des Gemeinwesens. Nicht nur die Sozialversicherungen, sondern das gesamte Gemeinwesen muss auskömmlich finanziert werden. Hierzu müssen sehr hohe Einkommen, Erbschaften und Vermögen stärker und gerechter besteuert werden.
2. Wir wollen einen handlungsfähigen und bürgernahen Sozialstaat in Bund, Land und Kommunen. Um dies wieder zu stärken, braucht es eine leistungsfähige und nachhaltig finanzierte soziale Infrastruktur und öffentliche Daseinsvorsorge: Die Spannbreite reicht von der Verkehrsinfrastruktur, über das Bildungs- und Gesundheitswesen, dem Klima- und Umweltschutz, der Energie- und Wasserversorgung, dem Katastrophenschutz, dem sozialen Wohnungsbau, sozialen Einrichtungen und Diensten, der Kultur bis hin zu Sporteinrichtungen. Kommunen und soziale Einrichtungen mit ihren Trägern spielen dabei eine herausragende Rolle. Der Wohnungsbau muss endlich sozialer ausgerichtet werden – Mieten und Wohnen muss wieder bezahlbar werden.
3. Wir wollen einen Sozialstaat, der Gute Arbeit sichert, Übergänge auf dem Arbeitsmarkt in Krisenzeiten ermöglicht und Arbeitslosigkeit vorbeugt. Es braucht es eine hohe Tarifbindung, gute Mindestlöhne, einen sicheren Kündigungsschutz und hohe Arbeitsschutzstandards anstatt Verschlechterungen bei bestehenden Arbeitszeitregelungen wie dem 8 Stundentag. Eine starke Arbeitslosenversicherung und eine solidarische Grundsicherung müssen sicherstellen, dass Menschen im Falle von Arbeitslosigkeit gut abgesichert werden.
4. Wir wollen einen Sozialstaat der Armut verhindert, soziale Ungleichheit verringert, Inklusion fördert und soziale und wirtschaftliche Teilhabe für alle ermöglicht.
5. Wir wollen einen Sozialstaat, der das Klima schützt und den ökologischen Umbau mit sozialer Sicherheit verbindet. Die öffentliche Hand muss u.a. in den Ausbau von ÖPNV, Bahn- und Stromnetzen, ökologischer Gebäudesanierung, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur und neue Schlüsseltechnologien investieren. Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit müssen dabei unbedingt zusammengedacht werden. [jdm]
Die KLJB Wippingen lädt auch 2026 wieder herzlich zum traditionellen Osterfeuer ein. Dieses findet am 05. April ab 19:00 Uhr auf dem Feld bei Haskamp (neben der Mühle) statt. Gemeinsam möchten wir einen schönen Abend am Feuer verbringen und freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher.
Für das Osterfeuer werden wieder Sträucher gesammelt, die vorab abgegeben werden können. Die Sträucherabgabe findet am Samstag, den 28.03.2026, sowie am Samstag, den 04.04.2026, jeweils von 10:00 bis 12:00 Uhr statt. Bitte beachtet, dass ausschließlich Sträucher angenommen werden. [Gretel Frericks]
Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat schon 2007 als niedersächsische Gesundheitsministerin das Landeskrankenhaus Osnabrück zu billig verkauft, hat als EU-Kommissionspräsidentin milliardenschwere Verträge über Impfstoffe maßgeblich über private SMS und Anrufe mit Pfizer-Chef Albert Bourla ausgehandelt und versucht, dies zu vertuschen, vergab als deutsche Verteidigungsministerin Aufträge an externe Berater (z. B. McKinsey) in Millionenhöhe unter Umgehung von Vergaberegeln und löschte Daten vom Diensthandy um Beweise zu vernichten und sie mischte sich in Wahlen in mehreren EU-Ländern ein und finanzierte Kampagnen von NGOs um missliebige Regierungen zu stürzen.
Diese Frau ist somit in keiner Weise vertrauenswürdig. Jetzt fordert sie ausgerechnet zum 15. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima eine Rückkehr zur Atomenergie. Es geht angeblich um eine klimafreundliche und kostengünstige Energie.
Dass Atomenergie nicht kostengünstig ist, wurde durch die Praxis bisher schon bewiesen. Derzeit wird auf Staatskosten eine Möglichkeit gesucht, den bisher schon produzierten Atommüll zu entsorgen. Die Idee von den SMR (small modular reactors) genannten Mini-Atomkraftwerken wird diese Problematik unendlich verlängern. Diese „kleinen“ Atomkraftwerke produzieren eher noch mehr Müll, als die großen. Die Vorstellung, dass kleine Kraftwerke von einem Fließband laufen, ist vollkommen absurd. Es handelt sich – wie bei den großen – um Milliardengräber, die wirtschaftlich nur zu betreiben wären, wenn der Staat alle Kosten rundum übernimmt. Die aktuellen Atomkraftprojekte in Großbritannien und Frankreich verschlingen schon Unsummen an öffentlichen Geldern.
Und auch die Klimafreundlichkeit funktioniert vor allem, wenn alle vor- und nachgelagerten Bereiche ausgeklammert werden. Was ganz sicher funktioniert ist, dass die Energiekonzerne weiterhin die Energieproduktion monopolisieren können und die Konsumenten nach Belieben ausquetschen können. Und das ist, was eine Frau von der Leyen allein interessiert (siehe ihre Sündenliste oben). [jdm]
ARTE-Dokumentation "Disunited Nations - Die UNO und der Nahe Osten" über Gaza und die Arbeit von Francesca Albanese
Der französische Außenminister forderte, die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen über die Situation in den besetzten palästinensischen Gebieten, Francesca Albanese müsse zurücktreten und nannte als Begründung Äußerungen, die sie gar nicht getätigt hatte. Auch der deutsche Außenminister sprang auf diesen Zug auf. Keiner informierte sich über den tatsächlichen Sachverhalt.
Francesca Albanese wurde auch bei ihren öffentlichen Auftritten in Deutschland von staatlichen Stellen und Universitäten behindert. Die USA verhängten Sanktionen gegen Albanese, die immerhin offiziell im Auftrag der UNO tätig ist. Und warum? Weil sie das Vorgehen Israels in Gaza als Völkermord bezeichnete. Sie dokumentierte schon vor dem Krieg gegen Gaza die systematische Einschränkung des Selbstbestimmungsrechts des palästinensischen Volkes, die willkürliche und systematische Freiheitsberaubung sowie die strukturellen Auswirkungen der Besatzung auf Kinder.
Ihr wurde fälschlich vorgeworfen, sie habe das Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 gegen israelische Bürger gerechtfertigt. Albanese hat sich dafür eingesetzt, den Kontext nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Gräueltaten der Hamas als antisemitisch motiviert zu beschreiben, sei gefährlich, weil sie die strukturellen Ursachen der Gewalt verschleierten und zu falschen Schlüssen führten. Die Berichte von Albanese wurden unter den Titeln "Anatomie eines Völkermords", "Wirtschaft eines Völkermords" und "Koloniale Auslöschung durch Völkermord" veröffentlicht. Darin kritisierte sie die Waffenlieferungen der USA und Deutschlands, sowie die wirtschaftlichen Strukturen, die den Völkermord ermöglichen und profitabel machen.
Die Forderungen von CDU, SPD und den Grünen nach einer Altersbeschränkung bei der Nutzung von sozialen Medien ist kein Beitrag zum Kinder- und Jugendschutz, sondern das vollständige Ende von Privatheit im Internet für alle. Erst wenn die Nutzer per digitaler Identität ihr Alter nachweisen, können sie alle Funktionen freischalten. Das bedeutet, dass alle Nutzer ihr Alter überprüfen lassen müssen, um auf Social Media-Plattformen z. B. mitdiskutieren zu können.
Die CDU fordert eine verbindliche Altersverifikation für soziale Medien, um ein vorgeschlagenes Nutzungsverbot für Kinder unter 14 Jahren durchzusetzen. Sie will effektive, datenschutzkonforme Systeme. Die Plattformbetreiber sollen verpflichtende, technisch belastbare Altersverifizierungssysteme einsetzen.
Ähnliches fordert die SPD-Bundestagsfraktion. Anbieter stünden in der Pflicht, Jugendlichen unter 14 Jahren den Zugang technisch wirksam zu unterbinden.
Theoretisch ist es denkbar, dass es eine vom Staat angebotene sichere App gibt, die Plattformen mitteilt „Nutzer ist über/unter 16 Jahren“. Praktisch gibt es das nicht. Eine EUDI-Wallet (European Digital Identity Wallet) ist als staatlich geprüfte Smartphone-App geplant, die als digitale Brieftasche für Ausweise, Führerscheine, Zeugnisse und weitere Dokumente dienen soll. Aber die gibt es nicht und es ist noch nicht klar, ob diese eine Altersverifikation enthalten wird.
Wer schon mal eine Identitätsverifikation für die Neuanmeldung einer SIM-Karte oder für den Plattform-Zugang bei der Arbeitsagentur mitgemacht hat, weiß, dass bei diesem Vorgang der Personalausweis und die Person am Handy mit einem Video-Selfie verglichen werden und die Software feststellen soll, ob es sich um die ausgewiesene Person handelt. Dabei werden alle persönlichen Daten gespeichert, es werden Fotos der Person und sogar Körper-Bewegungsmuster gespeichert. Fachleute gehen davon aus, dass bei einer Altersverifikation bis zu 300 verschiedene Daten der Person erfasst werden. Diese Daten werden dabei auch mit staatlichen Datenbanken abgeglichen.
Die Forderung von CDU und SPD, dass die Plattformen die technischen Voraussetzungen schaffen müssen, bedeutet zudem, dass sie nicht auf eine staatlich zur Verfügung gestellte App setzen, sondern die Plattformen selbst die Datensammelei organisieren sollen.
Wer mit Hilfe einer Altersverifikation Kinder und Jugendliche ausschließen will, muss beim Zugang zu den sozialen Medien alle Nutzer überprüfen. Das bedeutet, nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern ausnahmslos jeder muss sich am Eingang ausweisen und die Unmenge an Daten liefern. Eine Anonymität existiert dann überhaupt nicht mehr. Erst nach Angabe aller dieser Daten durch diese geschilderte Prozedur, kann man den Artikel lesen, der einen interessiert, seine Meinung äußern oder das Produkt anschauen, das man sehen möchte.
Die großen Plattformen wie Facebook, Amazon, Instagram, TikTok, usw. haben nichts gegen eine Altersverifikation einzuwenden. Denn ihnen werden dabei alle diese Daten frei Haus geliefert. Und mit einer simplen Verknüpfung der Daten, wie sie die neuen Polizeisoftwares, die sich die deutschen Bundesländer von dem Palantir-Konzern des rechtsradikalen US-Milliardärs Peter Thiel angeschafft haben, gibt es keinen Bereich mehr, den man als privat bezeichnen kann. [jdm]
Von einer soliden Kasse, dessen viele Einzelposten von einem regen Vereinsjahr für die 299 Vereinsmitglieder zeugten, konnte Kassenwart Hermann Lammers auf der Generalversammlung des Wippinger Schützenvereins berichten.
v. l.: Markus Püsken, Frank Kohne, Bernd Schwering, Antonius Peters
So ist es kein Wunder, dass die Wiederwahl des Vorsitzenden Markus Püsken einstimmig erfolgte. Als Wahlleiter führte der Ehrenvorsitzende Josef Speller gewohnt schnell durch die weiteren Wahlen. Antonius Richert wurde wiedergewählt. Frank Kohne dagegen erklärte, er wolle nach 25 Jahren im Vereinsvorstand seinen Posten aufgeben. Kohne wurde mit einem Präsentkorb aus der Hand des Vorsitzenden und dem Beifall der Versammlung für seine ehrenamtliche Tätigkeit verabschiedet. Seine Nachfolge im Vorstand tritt Christian Schwering an.
Bei den Ehrenämtern wurden Hansi Düthmann, Frank Düttmann und Wilfried Schmunkamp in ihren Ämtern bestätigt. Bernd Schwering nahm nach 35 Jahren seinen Abschied aus dem Amt als Adjutant. Diese Aufgabe, die beim und nach dem Königschießen die wichtigsten Momente hat, wird in Zukunft Andreas Schwering übernehmen. Bernd Schwering erhielt ebenfalls Applaus und einen Geschenkkorb für seine bisherige Arbeit.
In der Aussprache berichtete Lammers, dass im Schützenhaus demnächst ein solider Wickeltisch installiert werde, der von Elektro-Hackmann (Markus Hackmann) gesponsert wurde.
Kontrovers wurde diskutiert, wie die Preise für den Auto-Scooter gesenkt werden können. 3,50 € für eine Einzelfahrt seien einfach zu viel. Es wurde angeregt, mit den Schaustellern über andere Finanzierungsmodelle nachzudenken. Es sei dem Schausteller ja eigentlich egal, wie viel Kinder mit dem Scooter führen, es müsse am Ende nur die Kasse stimmen. Es gebe Vereine, die den Scooter oder das Karussell samt Personal mieteten und den Kindern dann mehr oder weniger freie Fahrt biete.
Dem wurde von Seiten des Vorstands entgegen gehalten, dass er kaum Chancen für solche Abkommen sieht. Außerdem gebe es ja für die Kinder der Mitglieder 5 Freikarten. Das wurde von den Befürwortern einer Preissenkung durchaus anerkannt, aber damit seien die Kinder der Gäste ausgeschlossen und insgesamt bleibe es schade, dass der Scooter lieber leer fahre, als Kindern zu einem niedrigeren Preis mehr Fahrten zu ermöglichen.
Der Vorstand versprach, sich diesem Thema noch einmal näher zu widmen.
An der Vereinsmeisterschaft nahmen 44 Schützen teil, die durchschnittlich 239 Ringe schossen. Oberst Antonius Peters zeichnete die jeweils drei Besten der Altersklassen mit den Plaketten aus. [jdm]
Am Samstag, den 21. März 2026, treffen sich die Teilnehmer am traditionellen Anpilgern auf dem Hümmlinger Pilgerweg um 9:30 Uhr bei der Kirche St. Johannes Spahnharrenstätte.
Von hier aus geht es 13 km bis nach Werlte, wo die Pilger ein Imbiss erwartet. Für den Rückweg gibt es einen Bustransfer zurück nach Spahnharrenstätte. Der Kostenbeitrag beträgt 18 € pro Person für Imbiss und Bus (Kinder frei). Anmeldungen werden bis zum 16. März entgegegn genommen bei: https://on.campflow.de/huemmlinger-pilgerweg-ev/anpilgern-2026 [jdm]
Am 18. März 2026 findet in der Zeit von 18:30 Uhr bis 21:00 Uhr die nächste digitale öffentliche Sitzung des Planungsteam Forum Endlagersuche (PFE) statt. Schwerpunktthema der Sitzung ist: "Auf dem Weg zum Endlagerstandort mit der bestmöglichen Sicherheit – Erkundungsmethoden im Fokus."
Im ersten Teil der Sitzung wird Lukas Pollok von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nach einer Einführung durch Dr. Elisa Akansu (PFE) verschiedene Erkundungsmethoden sowie deren Stärken und Grenzen vorstellen.
Im zweiten Teil wird anknüpfend an die Diskussion auf dem 4. Forum Endlagersuche im November 2025 und der öffentlichen Sitzung des PFE vom 25.02.2026 noch einmal die Frage der Notwendigkeit von Erkundungsbergwerken im Standortauswahlverfahren diskutiert. Dazu werden, nach einem Input von Andreas Fox (PFE), verschiedene Perspektiven auf das Thema u.a. durch Wolfgang Ehmke (Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e. V.) betrachtet.
Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht nötig. Sie finden die Einwahldaten sowie die Agenda zum Termin ab Mittwoch, den 18.03.2026 hier. Der digitale Sitzungsraum wird bereits um 18:20 Uhr geöffnet. Bis 18:30 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer kurzen Einführung in das Standortauswahlverfahren und die Arbeit des Planungsteam Forum Endlagersuche teilzunehmen. Um 18:30 Uhr beginnt die reguläre Sitzung. [PM Base]
Den ganzen Tag von 9 bis 18 Uhr harrten Anna Sievers und Noah Peters heute in der Mehrzweckhalle aus, um die Teilnehmer des Fastenmarsches 2026 zu empfangen und ihnen den Stationsstempel in das Fastenmarschheft zu drücken.
Büffet in Wippingen
Am Ende des Tages konnten sie auf einen erfolgreichen Tag zurückblicken. 118 Starterhefte hat die Wippinger Landjugend ausgegeben. So viel Hefte hatte die KLJB gar nicht bestellt und behalf sich damit, selbst weitere Starterhefte auszudrucken.
Büffet in Wippingen
Kuchenbüffet St. Marien
551 Besucher machten in Wippingen Station und genossen das reichhaltige Büffet, das die Wippinger Fastenmarsch-Station schon seit Jahren auszeichnet.
Aber auch die anderen Stationen ließen sich nicht lumpen. In Neudörpen gab es neben dem obligatorischen Kaffee, Tee und Kaltgetränk auch verschiedene kleine Leckereien und frische Grillwurst. Gegrillte Würstchen, Bockwurst und Salate waren auch bei anderen im Angebot. Bei der Station St. Marien in Papenburg gab es ein besonders reichhaltiges Kuchenbuffet.
Station Neudörpen
Börgermoor
Wegen des wunderbaren Radelwetters musste sich niemand an den Stationen aufwärmen, sondern konnte einfach das Essen und die Begegnungen mit anderen Fahrern genießen.
Wer wollte, konnte gleich bei der Rückkehr zur Heimatstation die erradelte oder geschätzte Spendensumme abgeben, wovon einige Erwachsene Gebrauch machten. Alle anderen, die die Spenden noch bei den Sponsoren einsammeln müssen, werden gebeten, diese Spenden am Sonntag, den 15.03.2026 von 16 bis 18 Uhr oder am Mittwoch, dem 18.03.2026 von 19 bis 20 Uhr im Treff abzugeben. [jdm]
Angesichts der Unterstützung von US-Völkerrechtsbrüchen und US-Kriegen aller Art durch die Bundesregierung und die sie tragenden Parteien CDU/CSU, SPD und darüber hinaus von Grünen und AFD ist es langsam nötig, alle Verbrechen der Nato-Armeen einzeln und laufend zu dokumentieren. Die Unterstützung für den völkerrechtswidrigen Krieg der USA gegen Vietnam ließ im Westen auch nach, nachdem immer mehr Verbrechen der USA bekannt wurden (Massaker von My Lai (1968), Einsatz von Agent Orange und Napalm, Folter und Misshandlung von Gefangenen, "Tiger Force"-Gräueltaten, "Free-Fire Zones", in denen alles Lebendige als feindlich betrachtet und ohne Vorwarnung beschossen wurde, usw.).
87 Tote durch Beschuss eines unbewaffneten Schiffes bei Sri Lanka
Am 4. März hat ein Unterseeboot der US-Marine die iranische Fregatte IRIS Dena vor der Küste Sri Lankas torpediert und versenkt. Am gleichen Tag zeigte US-Kriegsminister Pete Hegseth auf einer Pressekonferenz ein Video des Angriffs.
Das Schiff war zu diesem Zeitpunkt unbewaffnet oder nur leicht bewaffnet, da es an der Internationalen Flottenparade teilnahm, an der auch die Vereinigten Staaten teilnahmen. Am 16. Februar 2026 fuhr das Schiff nach Indien, um an der Internationalen Flottenparade 2026 und der multinationalen Marineübung Milan in Visakhapatnam teilzunehmen. Vor der Übung unternahmen die Besatzungsmitglieder auch eine kulturelle Reise durch Indien, besuchten das Taj Mahal und Kailashgiri und nahmen an einer Parade in der Stadt teil. Das Schiff war somit unbewaffnet, befand sich in internationalen Gewässern und hatte mit den Kriegshandlungen in Westasien nichts zu tun.
Das Schiff sank innerhalb von 2-3 Minuten nach dem Angriff. Die srilankische Marine barg 87 Leichen iranischer Seeleute.
198 Tote durch Beschuss einer Mädchenschule
Am ersten Tag des völkerrechtswidrigen Angriffs der USA auf den Iran wurde von den US-Raketen auch eine Mädchenschule beschossen. Es starben 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen und vier Elternteile. [jdm]
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, 09.03.2026: Andrup Dienstag, 10.03.2026: Meppen Mittwoch, 11.03.2026: Wesuwermoor Donnerstag, 12.03.2026: Lengerich Freitag, 13.03.2026: Lehrte Samstag, 14.03.026: Herbrum Sonntag, 15.03.2026: Vrees Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 09.03.2026 bis Freitag 13.03.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53), Renkenberge – Wahn (K168) und Wippingen – Werpeloh (K114) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gab es eine Wahlbeteiligung von 69,5 %.Somit hat sich etwa 1/3 der Wahlberechtigten nicht an der Wahl beteiligt.
Jede sechste Stimme (14,7 Prozent der abgegebenen Stimmen) wird bei der Zusammensetzung des Parlaments nicht berücksichtigt, weil die Linke und die FDP mit jeweils 4,4 Prozent, sowie die anderen Parteien mit insgesamt 5,9 Prozent an der undemokratischen 5%-Hürde scheiterten.
Von den 158 Sitzen im Parlament werden 148 von den rechten Parteien (Grüne, CDU, AFD) besetzt. Eine echte Opposition ist nicht mehr vorhanden. 10 Sitze hält die "linke" SPD, die ihren Absturz durch ihre Mitverantwortung beim Sozialabbau und bei der Kriegspolitik mitverursacht hat. Die Aussagen der SPD-Vorsitzenden zum Wahlergebnis zeigen, dass sie immer noch nichts kapiert haben. Ihr schlechtes Abschneiden habe an der Polarisierung zwischen den beiden Spitzenkandidaten von Grünen und CDU gelegen. Na dann! [jdm]
Am 18. März 2026 findet um 19 Uhr im Heimathaus Wippingen (Zur Mühle 1) eine öffentliche Sitzung des Rates der Gemeinde Wippingen statt. Auf der Tagesordnung steht der Haushaltsplan für das Jahr 2026.
Was sich hinter den einzelnen Positionen im Haushaltplan verbirgt wird zum großen Teil erst verständlich, wenn diese in der Gemeinderatssitzung erläutert werden. Auffällig sind zumindest Ausgaben von 640.000 € für Grundstücksankäufe, 220.000 € für den Ankauf von Gewerbe- bzw. Industrieflächen und 50.000 € für Ersatz- und Ausgleichsflächen. Beim Verkauf von Wohnbauflächen werden Einnahmen von 30.400 € erwartet.
Für die Erneuerung der Warmwasser-Aufbereitung im Sporthaus und für den Breitbandausbau werden jeweils 15.000 € geplant. Für eine Radwegserneuerung sind 70.000 € und für eine Brückensanierung 30.000 € eingeplant.
Alle Haushalte der Samtgemeinde Dörpen, die für einen Glasfaseranschluss in Frage kommen, sind herzlich zu einer Informationsveranstaltung am 12. März um 19 Uhr in der Gaststätte Steffens in Neulehe eingeladen. Hier das ausführliche Einladungsschreiben mit allen relevanten Informationen.
Darüber hinaus sind in dieser Liste alle Haushalte aufgeführt, die einen Glasfaseranschluss erhalten können. In Wippingen sind es 46 Haushalte in folgenden Straßen: Bei den Tannen, Elsebrook, Fleerstraße, Heyenhorst, Kiefernweg, Neudörpener Straße, Nordmannsweg, Püngel, Schützenstraße, Strootburg, Zum Höpen, Zum Schoolbrink.
Die Beantragung eines Anschlusses ist auch weiterhin online bei der Telekom möglich. [jdm]
Willkommen in der chaotischsten Bibliothek des Landes! Hier treffen eine überkorrekte Leiterin, eine esoterische Yogafee, eine dauerkonspirative Verschwörungsfreundin, eine handysüchtige Azubine und ein überforderter Hausmeister aufeinander – und das täglich im Namen der Kultur. Als die Bürgermeisterin droht, wegen der schlechten Besucherzahlen die Bücherei zu schließen, soll ein neuer, hochintelligenter Leiter frischen Wind bringen. Doch statt Bildung zieht ein windiger Onkel ein, der lieber mit Bauplänen als mit Büchern hantiert – und heimlich einen Tunnel zur Sparkasse gräbt. Währenddessen versucht der echte Chef undercover als Praktikant, das Chaos zu bändigen.
Wie es weiter geht erfahren Sie, wenn die Theatergruppe Renkenberge die Komödie in 3 Akten von Thomas Haug im April Im Gemeindehaus in Renkenberge aufführt. Die drei Termine finden Sie im Flyer. [Annika Landskrone]
Am Donnerstag, 12.03.2026 findet der landkreisweite Warntag statt! Ziel ist es, die Warnsysteme zu testen.
Um 12:00 Uhr löst die Leitstelle des Landkreis Emsland eine Probewarnung aus. Die Warnung erfolgt als Warn-Mix über Sirenen, Warn-Apps, Rundfunkdurchsagen und Warnungen übers Internet. Der Signalton für Entwarnung wird um 12:30 Uhr ausgelöst.
Weitere Infos: Unter www.emsland.de/warnung gibt es alles Wichtige zur Warnung – inkl. GIS-Viewer, um herauszufinden, welche Sirene in eurer Nähe warnt. [Marlies Berling]
Kraniche auf einem abgeernteten Maisfeld in Neudörpen
Schon seit Anfang Februar sind Kraniche auf dem Weg in ihre Brutgebiete. Die meisten der rund 400.000 Kraniche, die von Südwesten kommen, ziehen über Deutschland hinweg in ihre Sommerquartiere nach Skandinavien und ins Baltikum, erfährt man auf der Nachrichtenseite des WDR.
Zurzeit machen einige Kranichfamilien offenbar einen Zwischenstopp im nördlichen Emsland.
Kraniche beim Start
So konnte man gestern drei Kleingruppen der Tiere auf den Äckern in der Nähe der Wippinger Dever südlich von Neudörpen sehen, bzw. zunächst ihre lauten Trompetengeräusche hören. Allerdings sind die durchziehenden Kraniche relativ scheu und starten bei Annäherung von Menschen. In der Nacht lagen die Temperaturen laut DWD-Wetterstation Dörpen wieder bei minus 1,5 °C. Kälte sei für Kraniche aber kein größeres Problem, erfährt man im WDR-Bericht weiter. Anders als eine geschlossene Schneedecke, weil sich die Vögel im Winter unter anderem von Mais- und Getreideresten ernähren, die dann schwerer zu finden seien. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Die slowenische Papierfabrik Vipap Videm Krško hat am 25. Februar einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Von der Insolvenz sind 160 Mitarbeiter betroffen. Die Zukunft des Unternehmens war seit Mitte Dezember ungewiss, als die Geschäftsführung aufgrund finanzieller Schwierigkeiten die Produktion einstellte. Die Papierfabrik in Krško wurde 1939 gegründet. Sie erzielte in 2024 einen Umsatz von 53,3 Mio. Euro, was einem Rückgang von 10,5% gegenüber 2023 entspricht. Der Nettoverlust erhöhte sich in diesem Zeitraum von 1,7 Mio. Euro auf 6,6 Mio. Euro. (Quelle: Holz-Zentralblatt)
Laut Wikipedia war Vipap Videm Krško der größte Papierproduzent in Slowenien und auch einer der größten Lieferanten von Zeitungs- und Zeitschriftenpapier in Mittel- und Südosteuropa. Jährlich wurden mehr als 200.000 Tonnen Papier produziert. (Zum Vergleich: UPM Nordland Papier produziert über 800.000 Tonnen pro Jahr.) Neben Zeitungspapier, Zeitschriftenpapier und Papier für Prospekte lag der Schwerpunkt des Unternehmens auch auf der Produktion von Verpackungspapieren. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Wie Informationen aus den Krankenhäusern zu entnehmen ist, haben die Ameos Kliniken Osnabrück einen seit 30 Jahren bestehenden Vertrag mit dem Vinzenz-Hospital Haselünne zum 1. April 2026 gekündigt. In dem Vertrag geht es darum, dass die Ameos Kliniken psychiatrische Patienten aus dem Emsland, die notfallmäßig in einer geschlossenen Abteilung behandelt werden müssen, aufnimmt, wenn die Kapazitäten des Vinzenz Hospitals erschöpft sind.
Vor 30 Jahren waren die Ameos-Kliniken noch das Niedersächsische Landeskrankenhaus (LKH) bis unter Ministerpräsident Christian Wulff die Privatisierung eingeleitet wurde und von Gesundheitsministerin Ursula von der Leyen vollendet wurde. Der Ameos-Konzern ging als Sieger eines Bieterverfahrens gegen das Bistum Osnabrück als Konkurrent hervor. Später rügte der Landesrechnungshof das Verfahren, da die Kliniken unter Wert abgegeben wurden.
Die Ameos Kliniken OS stehen unter zweifachem Druck. Da gibt es die Rendite-Erwartungen des Konzerns, die schon länger zu Personalabbau und Arbeitsverdichtung führen. Und da gibt es die Anforderungen aus dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) getauften Krankenhaus-Kahlschlagsprogramm. Der NDR berichtete im Oktober letzten Jahres, dass Pläne der Ameos Klinik vorsehen, mehrere Bereiche in Schwerpunktzentren zu bündeln. Aus Mitarbeiterkreisen habe es geheißen, dass zwei Stationen aufgrund von Personalmangel und neuer rechtlicher Vorgaben komplett geschlossen werden sollten. Bis zu 50 Betreuungsplätze könnten dadurch wegfallen. Ameos wies diese Vorwürfe zurück. Mit der Umstrukturierung wolle man einer neuen Richtlinie zur Personalausstattung zuvorkommen, die Anfang 2026 in Kraft trete.
Die Kündigung von Ameos gegenüber dem Vinzenz Hospital ist möglicherweise in diesem Zusammenhang zu sehen. Einige betreuungsintensive Bereiche werden dadurch verkleinert und die Rentabilität des Hauses gesteigert. Das entspricht der Profitlogik der so genannten Krankenhausreform, die Krankenhäuser in erster Linie unter dem Profitgesichtspunkt betrachtet. Dass mit diesem Schließungsprogramm vor allem die Notfallversorgung gefährdet wird, ist schon lange ein wichtiger Kritikpunkt derjenigen, die die Gemeinwohlorientierung der Krankenhauslandschaft fordern.
Mit einer Kündigung des Ameos Klinikums fallen im Emsland zwei Drittel der psychiatrischen Notfallplätze weg. Im vergangenen Jahr wurden fast 300 Notfälle in Osnabrück behandelt. Haselünne hatte nur Kapazitäten für knapp 200 Patienten.
Für das Emsland müsste das niedersächsische Gesundheitsministerium hier schnell eine Lösung finden, sollten die Informationen über die Kündigung sich bestätigen. Der SPD-Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi geriert sich gern als Macher. In seinem Vortrag in Sögel raunte er, er werde dafür sorgen, dass es bald einen Ersatz für die geschlossene Rheumatologie-Praxis in Lingen geben werde. Passiert ist dann nichts. Angesichts von 300 unversorgten psychiatrischen Notfällen im Jahr dürfte ihm die Passivität hier schwerer fallen, weil die Notfallpatienten und ihre Angehörigen auf keinen Fall in der Lage sind, privat und mit Mühe einen Ersatz zu organisieren.
Das Krankenhausschließungsprogramm der Bundesregierung und der Landesregierung wirkt somit auch im Emsland. Die Schließung der Geburtsstation in Sögel ist ebenso ein Ergebnis des Kahlschlagprogramms, das noch von der vorherigen Bundesregierung mit Gesundheitsminister Lauterbach bzw. dem letzten Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates beschlossen wurde.
Kleine Häuser ohne Spezialisierung sollen geschlossen oder in spezialisierte Einrichtungen (z.B. primärversorgende Zentren) umgewandelt werden. Um dies zu erreichen wurden die Leistungsgruppen als Instrument der finanziellen und strukturellen Steuerung eingeführt. Um bestimmte Leistungsgruppen anbieten zu dürfen, muss ein Krankenhaus Mindestvorgaben erfüllen: beim Personal, bei den Behandlungen und bei der technischen Ausstattung. Alle Krankenhäuser müssen sich jedes Jahr für die Leistungsgruppen bewerben.
Und somit stehen alle Abteilungen aller Krankenhäuser permanent unter dem Prüfungsdruck. Wer den aktuell formulierten Vorgaben nicht entspricht, wird aussortiert. Das was die Menschen vor Ort oder die Krankenhausträger wollen, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Und so wurde auch die Geburtshilfe Sögel einfach aussortiert. Als Trostpflaster gibt es Geld vom Krankenhaustransformationsfonds für die Umwandlung der Kapazitäten. Der Fonds soll den Wandel der Versorgungsstrukturen beschleunigen, wird aber absurderweise von den betroffenen Kliniken bzw. deren Trägern als Rettungsanker begriffen. Im Emsland arbeiten im Rahmen der Johannes Kliniken Emsland alle Kliniken (Lingen, Meppen, Papenburg, Sögel, Haselünne, plus Borromäus Hospital Leer) zusammen.
Das Krankenhaussterben im Emsland wird durch diese Zusammenarbeit verdeckt. Denn die Standorte bleiben bestehen (bis auf Thuine, das liquidiert wurde), aber alle verlieren Abteilungen. So findet auf Fachebene eine Zentralisierung statt, die nur deshalb nicht auffällt, weil sich nicht alle verbleibenden Stationen an einem zentralen Standort befinden. [jdm]
Bei seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz lobte Donald Trump Deutschland ausdrücklich dafür, dass die USA im Rahmen ihrer Militäroperation gegen den Iran Landerechte erhielten. Keine Bodentruppen, keine direkte Beteiligung – nur logistischer Komfort. Kurz gesagt: Deutschland wird zum reibungslosen Partner für einen Angriffskrieg.
Ganz anders Spaniens Haltung: Madrid verweigerte die Nutzung seiner Stützpunkte in Rota und Morón, worauf Trump massiv drohte, Handel einzustellen und die Stützpunkte notfalls eigenmächtig zu nutzen. Gleichzeitig kritisierte er Spaniens Verteidigungsausgaben und politische Führung.
Bemerkenswert bleibt Merz’ Verhalten. Während Trump einem EU-Partner offen drohte, verteidigte Merz Spanien nicht; im Gegenteil: er stützte die Forderung nach Einhaltung der NATO-Ausgaben, offenbar in der Hoffnung, Washington nicht zu verärgern. Erst außerhalb des Weißen Hauses erinnerte er an die europäischen Spielregeln: Spanien sei Mitglied der EU, Handelsfragen müssten gemeinsam verhandelt werden, Benachteiligungen einzelner Staaten seien unzulässig.
Diese Doppelstrategie wirft Fragen auf: Diplomatische Balance oder opportunistische Anpassung? Spanien jedenfalls zog Konsequenzen und kritisierte Merz öffentlich.
Die humanitären Folgen und das Leid der Menschen im Iran bleiben in der Debatte unsichtbar. Statt klarer Distanz zu einem Krieg, der zigtausende Leben bedroht, wiegt strategische Nähe zu Washington schwerer als europäische Solidarität oder politischer Anstand. [Joop Deters]