Weihnachten und Auswanderer

Youtube-Video mit Chris Rea, Driving Home for Christmas

Jetzt sind sie unterwegs, die erwachsenen Kinder, um nach Hause zu fahren, um mit den Eltern und Geschwistern Weihnachten zu feiern. Und wenn nicht Corona-Zeit wäre, würde die Zeit auch genutzt werden, um die Tanzschuppen, Diskotheken, Jugendtreffs oder Clubs zu besuchen, um die Freunde, Kumpel und Schulkameraden mal wieder zu sehen.

Musikalisches Denkmal für diesen Heimattourismus ist Chris Reas „Driving Home For Christmas“ von 1986. Da heißt es „Es wird einige Zeit dauern - Aber ich werde es schaffen - Von oben bis unten im Stau - Oh, ich habe rote Ampeln auf der Fahrt - Aber bald wird es eine Autobahn geben, ja - ich stehe mit meinen Füßen auf heiligem Boden “.

Dem heiligen Boden (holy ground) stehen in dem Song, wie in der Wirklichkeit, nur der lange Weg, Staus und (früher) eventuell Schnee und Eis entgegen.

Für die über 50 Wippinger, die im 19. Jahrhundert nach Amerika auswanderten, sah die Sache anders aus. Mit dem Entschluss, auszuwandern und den Fuß auf ein Auswandererschiff in Bremerhaven zu setzen, war verbunden, dass man seine Eltern, Geschwister und Freunde nie wiedersehen wird. An eine Rückkehr nach Deutschland war schon aus finanziellen Gründen nicht zu denken. Viele waren illegal ohne die preußisch-staatliche Genehmigung ausgereist, um sich dem Militärdienst zu entziehen. Hier kam eine Rückkehr allein deshalb schon nicht in Frage.

Heutige Auswanderer, egal ob aus Syrien, Afrika, Russland oder Kasachstan, die in Deutschland leben oder Deutsche, die in Australien, USA, Südamerika oder Südafrika leben, halten den Kontakt zu den Angehörigen oft nicht weniger intensiv, als ob sie nur 300 Km entfernt leben würden. Mit WhatsApp, Skype und Co. können Familienkonferenzen abgehalten werden, kann man sich gegenseitig seine Wohnung und das Umfeld zeigen und sich vor allem in die Augen sehen. Das sind alles fantastische Kontaktmöglichkeiten, auch wenn uns wegen Corona diese Art der Kommunikation etwas verleidet wurde.

Die Auswanderer des 19. Jahrhunderts konnten den Kontakt nur durch Briefe aufrecht erhalten, die erst nach wochenlangem Weg über den Ozean den Adressaten erreichten. Dieser Briefverkehr (ja man kann Papier auch mit privaten Texten beschriften – es gibt nicht nur Geschäftsbriefe) wurde auch rege ausgeübt.

Aber das Heimweh, bzw. die Sehnsucht nach den Angehörigen in der Ferne, konnten diese Briefe nicht unbedingt stillen. Für die Daheimgebliebenen waren die Briefe und später Fotos dennoch tröstlich, weil es den Auswanderern in Amerika wirtschaftlich meist deutlich besser erging, als im zurückgebliebenen Wippingen. Hier herrschte teilweise bittere Not, besonders in der Zeit nach dem ersten Auftreten der Krautfäule bei Kartoffeln ab 1845. Die Hollandgängerei (Saisonarbeit zur Ernte in den Niederlanden) oder die Herstellung von Leinen und Wollstoffen waren durch das Aufkommen von Baumwollstoffen weniger ertragreich geworden.

Die Lösung für die Wirtschaftsmisere der Zurückgebliebenen und die Sehnsüchte der Ausgewanderten war oft die Auswanderung weiterer Familienmitglieder. Die Briefe aus Amerika lösten eine Kettenwanderung aus, wie sie Helmut Lensing und Bernd Robben in ihrem Buch „Wenn der Bauer pfeift, dann müssen die Heuerleute kommen“ (S. 116), beschreiben. So führte 1849 die Auswanderung von Gerhard Terhorst von der Strootburg dazu, dass Gerhards jüngster Bruder Lucas Terhorst, der den elterlichen Kleinsthof übernommen hatte, ihm 1887 im Alter von 49 Jahren zusammen mit seiner 50jährigen Frau Margaretha, geb. Schröer und den beiden Kindern Anna Margaretha (15) und Johann (12) nach Amerika folgte. Es war gar nicht selten, dass Menschen um die 50 noch ein neues Leben in Amerika wagten.

Genießen Sie also Weihnachten und freuen Sie sich über die Nähe Ihrer Liebsten – auch wenn es manchmal etwas anstrengend sein kann. Frohe Weihnachten! [jdm]

Großer Esch oder Stratener Esch

Wenn man von Kluse kommend den Heyenhorst (K113) Richtung Neubörger befährt, ist linkerhand deutlich zu sehen, dass die Äcker etwa 1 Meter höher als das Straßenniveau sind. Es handelt sich hier um den „Großen Esch“ oder auch „Stratener Esch“.

Vor 14.000 Jahren nach der letzten Eiszeit waren dort Sanddünen aufgeweht worden, so dass hier eine hochgelegene trockene steinfreie Fläche entstand. Als vor etwa 1000 Jahren die beiden Höfe Hayen (heute Abeln) und Robben (heute Gerdes und Schmitz) entstanden, legten sie ihre ersten Äcker auf der trockenen Hochfläche an. Die Äcker wurden mit Plaggen, die in der Mark gestochen wurden, und mit Mist gedüngt. Angebaut wurde (Winter-)Roggen, der auch auf leichten oder sandigen Standorten vergleichsweise gute Erträge brachte. Die langen Halme sorgten für gute Stroherträge. Durch die Ausbringung der Plaggen erhöhte sich im Laufe der Zeit der Acker. Den Bodentyp "Plaggeneschboden" gibt es nur in Norddeutschland. Er wurde 2013 zum "Boden des Jahres" in Deutschland, der Schweiz ud Österreich ausgerufen. Damit sollte die Schutzwürdigkeit und -bedürftigkeit der Bodenform vermittelt werden. In der Tat ist diese Bodenform durch die sich ausbreitenden Wohngebiete stark gefährdet, zumal sich die Eschs meist unmittelbar an die alte Kernbebauung der Orte anschließen.

Bernhard Loxen beschreibt den Boden des Großen Eschs in seinem Werk über den Heyenhorst so: „Bis zu 60 cm Tiefe ist er tiefschwarz, durchwurzelt, nicht ausgewachsen. Es folgen 30 cm graubrauner Boden mit leichtem Humusanteil. Er bildet die frühe Zone der Bearbeitung. Bei 90 cm beginnt der gelbe Sand, auf dem vor einem Jahrtausend der Acker aufgelegt wurde.“

Die beiden genannten Höfe Hayen und Robben sind auch die beiden ersten Höfe, die sich in  Steinbilder Wippingen (West-Wippingen) ansiedelten. Der Hof Nicker (heute Gerdes /Kossen) auf dem Schoolbrink entstand etwas später. Dass sie vor etwa 1000 Jahren entstanden sind, folgert Loxen aus der Höhe des Eschbodens. Urkundlich erwähnt werden die Höfe erstmals 1545, also vor 476 Jahren.

Kopfsteinpflaster der Kluser Straße

Der Weg zwischen Hackmann und Kaiser wurde Ende des 19. Jahrhunderts ausgebaut und war damit die einzige mit Kopfsteinpflaster ausgebaute Straße in Wippingen. Dieser Besonderheit hat der Ortsteil seinen Namen „Stroate“ bzw. „Straße“ zu verdanken. Was uns heute als ein etwas einfallsloser Name erscheint, war damals eine Hervorhebung des Fortschritts auf diesen 800 Metern. Erst seit 1938/39 wurde auch vom Heyenhorst gesprochen. [jdm/Quelle Bernhard Loxen, Heyenhorst]

Pfarrgartenfrauen

Der EL-Kurier brachte heute auch den Bericht über das Jubiläum der Pfarrgartenfrauen. [EL-Kurier vom 19.12.2021]

Dezember-Ausgabe der Emsland-Statistik beschäftigt sich mit Wohnraumversorgung

Baulandpreise und -verbrauch im Emsland

Die Dezember-Ausgabe der Emsland-Statistik beschäftigt sich nicht von ungefähr mit dem Wohnungsbau im Emsland. Denn Anfang Dezember 2021 hatte der Landkreis ein in seinem Auftrag erstelltes Wohnraumversorgungskonzept für die Städte, Einheits- und Samtgemeinden des Emslandes veröffentlicht.

Die in der Emsland-Statistik veröffentlichten Zahlen zeigen im Wesentlichen, dass der Wohnungsbestand im Emsland stetig gestiegen ist, dass die Zahl der erstellten Wohnungen starken Schwankungen unterliegt, dass das Emsland bei der Zahl der fertig gestellten Wohnungen 2020 im Weser-Ems-Gebiet in absoluten Zahlen eine Spitzenplatz einnimmt und dass baureifes Land im Emsland im Vergleich mit dem Weser-Ems-Gebiet und Niedersachsen deutlich günstiger zu haben ist und der Landverbrauch für Bauland deutlich gestiegen ist.

Um diese Zahlen wirklich interpretieren zu können und einordnen zu können, empfiehlt es sich, einmal in das Wohnraumversorgungskonzept für die Städte, Einheits- und Samtgemeinden des Emslandes hinein zu schauen. [Landkreis Emsland/jdm]

Pfarrer Heinrich Schniers wurde vor 80 Jahren verhaftet

Mitteilung der Gestapo an das Bischöfliche Generalvikariat über die Verhaftung von Heinrich Schniers

Vor genau 80 Jahren am 17.12.1941 wurde der aus Wippingen stammende Pastor Heinrich Schniers von der NS-Justiz verhaftet. Er wurde zunächst nach Wilhelmshaven gebracht und dann in das Gerichtsgefängnis Nordenham überstellt. Als Haftgrund wurden "defätistische Äußerungen" angegeben.

Heinrich Schniers, 1907 zum Priester geweiht, hatte 12 Jahre von 1921 bis 1933 als Kaplan in Lingen gearbeitet und war am 1. Mai 1933 Pfarrer an St. Michael in Leer geworden. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs geriet Heinrich Schniers rasch in einen offenen Konflikt mit dem herrschenden NS-Regime. Ende 1939 erging ein Strafbefehl an ihn wegen angeblicher falscher Beflaggung nach dem Sieg über Polen. Es kam im Februar 1940 zu einem Freispruch, aber seitdem stand er unter Beobachtung der Gestapo bis es zu der erneuten Verhaftung kam.

Mit Unterstützung von Bischof Berning, der St. Michaelsgemeinde und auch der Stadt Leer wurde er zu Weihnachten 1941 kurz freigelassen, aber am 27. Dezember erneut inhaftiert. Am 19. März 1942 wurde der Geistliche in Sträflingskleidung durch die Straßen Leers geführt. Nach dieser öffentlichen Demütigung verschwand Schniers auf Befehl des Reichssicherheitshauptamtes im April 1942 im Konzentrationslager Dachau bei München, wo der 62jährige schon am 30. August 1942 an Hunger und Erschöpfung starb. Auf der Sterbeurkunde stand "Darmkatarrh". Eine ordentliche Gerichtsverhandlung fand nie statt.

In einem Info-Flyer informiert die Kirchengemeinde St. Michael Leer über die Lebensstationen von Pfarrer Schniers und dem in Leer geborenen Kaplan Hermann Lange, der ebenfalls von dem NS-Regime ermordet wurde. Darin heißt es:

Mitteilung der Gestapo an das Bischöfliche Generalvikariat über den Tod von Heinrich Schniers
Flyer der Kirchengemeinde St. Michael Leer

'Heinrich Schniers Körper war von Hunger, Misshandlungen und körperlicher Anstrengung gezeichnet. Ein Mitbruder berichtet: „So wurden Pastor Schniers die anstrengende Arbeit in der Heilkräuterplantage und das Leben im Block zu einer steten Qual, da er, dessen Sehkraft stark beeinträchtigt war, ständig zerbrochene Augengläser tragen musste, die nicht zu ersetzen waren. Eines Tages war es auch mit seiner Lebenskraft vorbei. Ich sehe ihn noch, wie man ihn auf einen Ackerkarren am Ende eines 1200-Mann-starken Arbeitskommandos niedersetzte: Zusammengeknickt der Leib wie auf einem Ecce-homo-Bild.“ ... In der Chronik der Kirchengemeinde heißt es (über das Seelenamt im September 1942): „Anwesend waren u. a. 80 kath. Geistliche der Diözese, Superintendent Oberdieck und Pastor Knoche aus der luth. Gemeinde Leer, Pastor Hamer aus der ref. Gemeinde Leer und eine recht beträchtliche Anzahl von Gläubigen aus Lingen, wo der Verstorbene 12 Jahre als Kaplan tätig war. In Leer war Pastor Schniers allseitig hochgeschätzt, wie dies auch besonders aus einem Beileidsschreiben von evangelischer Seite hervorgeht, in dem es heißt: Auch wir verlieren in ihm einen tapferen und klugen Mitkämpfer für die gemeinsamen geistlichen Interessen unserer Zeit und sind durch seinen tragischen Lebensausgang tief erschüttert."

Die Sterbeurkunde und ein beschönigender Aktenvermerk über den Tod von Heinrich Schniers finden sich in den Arolsen Archives. [jdm]

KEB in Wippingen

Ab dem 04.01.2022 finden jeweils von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr im Gemeindezentrum Zum Turm 3, 26892 Wippingen, unter dem Titel "Gemeinsame Lebensschritte für Eltern und Kinder" Gruppentreffen für Kleinstkinder mit ihren Eltern statt.

Den Schwerpunkt bildet das erste soziales Lernen, die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und der gegenseitige Austausch und Hilfe in Bildungsträgerschaft und Begleitung der KEB. Referentin ist Anna Koers. Die Anmeldung ist auf der KEB-Homepage möglich. [jdm]

Schöne Wörter aus dem Hümmlinger Wörterbuch. Heute: Ortsbestimmungen, Wor is wat?

Hümmlinger Wörterbuch auf der Grundlage der Loruper Mundart von Heinrich Book und Hans Taubken, Verlag des Emsländischen Heimatbundes, Titelseite
Ameisenhaufen, Speifensender, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

Wenn ick middenmang den Miechhaemmekesbult stoah, feul ick mi nich bobenup.

Straßenschild in Emden
Straßenschild in Emden

Hei ist achterut goan, weil hei achterüm goan wull. Dei annern bünt al lang noa buten goahn un unnerwegens. Nu mutt hei achteran lopen.

Buten ist dat kold, binnen was dat warm.

Frautenbult (Maulwurfshaufen)
Frauten up den Wüppünger Heimathoff

De Frauten groawt sück unnendör van Bult tau Bult.

[jdm/ Hümmlinger Wörterbuch auf der Grundlage der Loruper Mundart von Heinrich Book und Hans Taubken, Verlag des Emsländischen Heimatbundes]

Heimatkalender: Preisträger 2021 – Neue Ausgabe 2022

v. l.: Gretel Frericks, Michael Robin mit Finn und Jannik, Josef Kimmann, Marlies Berling

Bevor der Heimatkalender mit dem neuen Preisrätsel unter das Volk gebracht wird, hat der Heimatverein noch die Preise an die Gewinner des letzten letzten Preisrätsels übergeben. Auf dem Foto nimmt Gretel Frericks stellvertretend für ihre Großmutter, sowie Michael Robin mit seinen Kindern Finn und Jannik den Preis von den KalendermacherInnen Josef Kimmann und Marlies Berling entgegen.

v. l.: Klaus Abeln, Josef Kimmann, Jana Frericks, Marlies Berling, Heike Meyer, Martin Hempen

Bei einem Fototermin für die Presse präsentierte der Heimatverein seinen diesjährigen Kalender dem neuen Bürgermeister Martin Hempen. [Heinz Schulte/jdm]

Stern am Mühlenflügel seit vierzig Jahren

Leuchtstern an der Mühle
Leuchtstern an der Mühle

Jetzt leuchtet der Stern an der Mühle wieder. Heinz Schulte hat heute den Leuchtstern angebracht, wie er dies schon seit 1994 mit verschiedenen Helfern jedes Jahr macht.

Leuchtstern an der Mühle
Leuchtstern an der Mühle

Erstmals angebracht wurde der Stern 1981 vor genau 40 Jahren nach der ersten Renovierung der Mühle. Das war damals nicht nur ein schöner Anblick, sondern diente in den dunklen Nächten den Kneipengängern als Leitstern - hin und zurück - vor allem, wenn die Fahrradlampe mal wieder kaputt war oder das Sehvermögen durch die Einnahme von Getränken etwas eingeschränkt war.

Wenn die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet ist, kann man mit Erstaunen beobachten, wie stark die weitere Umgebung durch den Stern beleuchtet wird. [jdm]

Leuchtstern an der Mühle

Amberbaum statt Robinie

Amberbaum in der Schulstraße

Im Oktober hat der erste Herbststurm die Robinie in der Schulstraße so beschädigt, dass sie abgeholzt werden musste. Es gab kurz die Überlegung, ob man das wertvolle Holz der Robinie nicht verwerten könne, aber dann stellte sich heraus, dass der Baum im Inneren schon so morsch war, dass das Holz nicht mehr zu verwerten war.

Amberbaum in der Schulstraße

Der Gemeindearbeiter Helmut Schockmann setzte jetzt einen Ersatzbaum. Auch hier handelt es sich um einen nicht üblichen Baum: den amerikanischen Amberbaum. Der Amberbaum kommt in ganz Nord- und Mittelamerika vor. In Europa ist er als Park- und Straßenbaum geschätzt, weil er dem Klimawandel vielfach besser widersteht als einheimische Baumarten. Der Name "Amber" leitet sich von dem arabischen Wort für Bernstein ab. Amberbäume dienen vielerorts der Harzherstellung, z. B. für Räucherwerke oder - wie beim amerikanischen Amberbaum - für die Herstellung von Kaugummi.

Amberbaum in der Schulstraße

Die Blätter des Amberbaums lassen sich leicht mit Ahornblättern verwechseln. Der Baum beeindruckt durch seine orange bis rote Herbstfärbung. [jdm/Heinz Schulte]

Buchenhecke am Sportplatz gepflanzt

Neu gepflanzte Buchenhecke am Sportplatz an der Schützenstraße
Neu gepflanzte Buchenhecke am Sportplatz an der Schützenstraße

Die Buchenhecke am Zaun des Sportplatzes entlang der Schützenstraße wurde in einem Arbeitseinsatz gepflanzt. Der erneuerte Sportplatz wartet jetzt auf den Frühling und die neue Saison. [jdm]

Wolf ließ sich von Rufen nicht abschrecken

Eine Anwohnerin auf dem Harpel war heute gegen 16 Uhr auf dem Harpel mit ihren zwei Hunden auf einem Spaziergang nahe der Kreuzung zur Gutshofstraße Richtung Sandpoelgraben unterwegs, als ein Wolf quer über das süd-westlich liegende Feld mit großer Geschwindigkeit auf sie zulief. Der Wolf ließ sich nach Angaben der Anwohnerin durch laute Rufe nicht von seinem Kurs abbringen. Die Anwohnerin trat deshalb den Rückzug an und suchte Hilfe bzw. Einlass beim Nachbarn. Die Anwohnerin schätzt, dass der Wolf noch etwa 70 m entfernt war, als sie den Hauseingang erreicht hatte. Der Wolfsberater wurde informiert. [jdm]

Der neue Heimatkalender ist da

Auch in diesem Jahr hat am 1. Advent kein Weihnachtsmarkt stattgefunden, so dass Sie Ihren Heimatkalender 2022 in einem der üblichen Verkaufsstellen (Fernseh-Benten, Dorfladen Uhlen, Volksbank Emstal und Agravis Warengenossenschaft) für 7 € erwerben müssen.

Die zwölf Kalendariumsseiten enthalten alle heute schon bekannten Termine der Wippinger Vereine. Darin steckt eine Menge Arbeit, die die Vereinsvertreter und die Kalendermacher des Heimatvereins geleistet haben. Die Rückseiten und vier weitere Seiten erinnern in Wort und Bild an Wippinger Ereignisse und Entwicklungen. Marlies Berling zeichnete für die Grafik und das Layout verantwortlich und Josef Kimmann war verantwortlich für die Redaktion. Fotos aus seinem Fundus wurden ergänzt durch Fotos von Kordula Johanning, Heike Meyer und Jana Frericks.

Auch ein Preisrätsel, bei dem die Preisträger auf dem Mühlenfest ausgezeichnet werden, ist wieder Teil des Kalenders.

Hier einige Beispiel-Seiten. [jdm]

Besonderer Besuch in der Kita St. Bartholomäus Wippingen und Renkenberge

Nikolausbesuch in Kita

Nachdem der Nikolaus auch in diesem Jahr nicht zu den Kindern nach Hause kommen konnte, haben wir uns sehr darüber gefreut, dass er die Kinder in der Kita besucht hat. Für die Kinder war es eine große Überraschung, als plötzlich der Nikolaus mit seinem Knecht an ihren Gruppenfenstern vorbeiging und ihnen dann auch noch einen Sack mit Geschenken durch das Fenster überreichte.

Bericht übber Nikolausbesuch in Kita

Die Kinder bedankten sich beim Nikolaus mit einem Lied und winkten ihm zu. Vielen Dank an den Nikolausverein Wippingen (besonders bei Frau und Herrn Kuper), dass ihr uns vom Team und unseren Kindern in der Kita diese Freude bereitet habt. [Sylvia Wilkens]

Generalversammlung des Fördervereins der Grundschule Renkenberge-Wippingen und Kita St. Bartholomäus Wippingen e.V.

Am 30. November 2021 wurde Hermann Josef-Pieper auf der Generalversammlung als 1. Vorsitzender und Gründungsmitglied nach 23 Jahren außerordentlich erfolgreicher Arbeit verabschiedet. Im Namen der gesamten Schulgemeinschaft der GS Renkenberge-Wippingen sagen wir Herrn Hermann-Josef Pieper Danke für seinen bedingungslosen Einsatz für unsere Schulgemeinschaft.

Mit Herz und Hand hat er unzählige Stunden in die Organisation und Umsetzung von Projekten und Veranstaltungen investiert und uns bei all unseren Vorhaben jederzeit tatkräftig unterstützt. Dies ist alles andere als selbstverständlich und wir alle wissen: Die beste pädagogische Idee hat keinen Wert, wenn ihre Umsetzung mangels der Bereitstellung von Mitteln scheitert.

Außerdem verabschiedet aus dem Vorstand wurden Stefanie Hackmann und Thomas Stein. Vielen Dank für Ihren Einsatz und Ihr Engagement.

Gleichzeitig bedanken wir uns bei den neuen Vorstandsmitgliedern für die Übernahme ihres neuen Amtes. Wir wünschen uns allen eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wir gratulieren Juliane Kleinekathöfer ganz herzlich zur Wahl der neuen Vereinsvorsitzenden, Birgit Kuper-Gerdes zur Wahl der Kassenwartin, Claudia Brüggemann, Lena Jansen, Torsten Connemann, Katrin Telenga, Heiko Behrens und Matthias Kleine-Bohnhorst zur Wahl als BeisitzerIn. [Ellen Wilkens]

Der Nikolaus war doch da

Was für eine Überraschung: Am Montagvormittag erwartete unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch unsere Lehrerinnen eine riesige Überraschung: Der Nikolaus war da. Was für eine Freude.

Und dann hatte er auch noch eine süße Kleinigkeit für jeden von uns mitgebracht. Vielen Dank an den Nikolausverein, besonders an Frau und Herrn Kuper, die unseren Kindern mit ihrem Besuch ein Leuchten in die Augen zauberten.

Eine weitere Überraschung hielt unser Förderverein bereit: Für jeden gab es einen leckeren Stutenkerl, den sich alle haben schmecken lassen. Auch dafür sagen wir alle herzlich „Danke“. [Ellen Wilkens]

Lichterfahrt, statt Nikolausbesuch

Der Oldtimerclub und der Landwirtschaftliche Ortsverein sind seit 17 Uhr unterwegs, um am Vorabend zum Nikolaustag die Abwesenheit des Nikolaus' zu kompensieren und den Kindern (und sich?) eine Freude zu machen. Die mit bunten Lichtern geschmückten Trecker in der Kolonne wirkten tatsächlich ein wenig wie Spielzeugtrecker, egal ob es sich um die Oldtimertrecker oder um die größen Brüder, die heutzutage die Arbeit verrichten, handelte. Die vielen Lichter in Bewegung brachten die Fotografen und das Equipement allerdings an die Grenzen. [jdm/Matthias Schulte]

Kirche: Zutritt nur mit FFP 2 Maske

Nur noch mit FFP 2 Maske Zutritt zu Gottesdiensten

Aufgrund  der Corona Situation haben die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände der Pfarreiengemeinschaft  am Freitagabend beschlossen, dass ab diesem Wochenende (2. Advent) nur noch mit FFP 2 Maske der Zutritt zu Gottesdiensten in unserer Gemeinde erlaubt ist. Wir danken für das Verständnis. [Maria Schröer]

Lichterfahrt Wippingen am 05.12.2021

Flyer zur Lichterfahrt am 5.12.2021

Um den Kindern in dieser Zeit ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, planen Landwirte zusammen mit dem Oldtimerclub eine Lichterfahrt durch Wippingen.

Diese beginnt am 05.12.2021 um 17 Uhr. Den Streckenverlauf entnehmen Sie bitte dem Flyer. [Karsten Hempen]

Fünf Testzentren in der Samtgemeinde

Die Samtgemeinde Dörpen hat auf ihrer Homepage eine Übersicht der Corona Testzentren in der Samtgemeinde Dörpen einschl. Öffungszeiten und Kontaktdaten veröffentlicht. Die Liste enthält derzeit fünf Testzentren:

Info zum Testzentrum Neubörger

- Physiopraxis Schoe, Nordeschstr. 16, 26892 Dörpen, Öffnungszeiten: Mo - Fr 17.00-19.00 Uhr, Sa & So 9.30 - 12.00 Uhr.
- Jokers Heede, Gewerbegebiet Nord 14, 26892 Heede
- Zahnarztpraxis Hong, Hauptstraße 3, 26892 Dörpen
- Physiotherapie Remmert, Zur Bahn 14, 26892 Lehe
- Kultur- und Heimathaus, Hermann-Zurlage-Str. 49, 26909 Neubörger, (nur Mo, Mi, Fr, Sa mit Terminvereinbarung).

Auf der Webseite des Landkreis Emsland finden Sie die Kontaktdaten weiterer Corona Testzentren:
https://www.emsland.de/buerger-behoerde/aktuell/coronavirus/buergertestung.html.

Ergänzende Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite das Landes Niedersachsen:
https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/Testung/covid-19-testung-antworten-auf-haufig-gestellte-fragen-198180.html. [Martin Hempen]

K113: Bauarbeiten verzögern sich

Die Firma Mainka gab heute in einem Flyer an die Anlieger bekannt, dass sich die Tiefbauarbeiten wegen der Wetterverhältnisse verzögern. Insbesondere die Bitumenemulsion könne jetzt nicht aufgetragen werden, so dass sich alles weitere verschiebe. Sobald es möglich sei, würden die Bauarbeiten auch sehr kurzfristig wieder aufgenommen. Es wird noch einmal darauf hingewiesen, dass die Fahrbahn nicht befahren werden darf, sobald die Emulsion aufgetragen wurde. Bis dahin können Anlieger die Straße nutzen. [jdm/Flyer Firma Mainka]

Grüne in Dörpen nennen Themen für ihre Ratsarbeit

Mit Kurt Münk im Samtgemeinderat und Johann Müller im Rat der Gemeinde Dörpen sind die Grünen erstmals in der Politik in Dörpen vertreten. Nach den konstituierenden Sitzungen haben sie nun ihre politische Arbeit offiziell aufgenommen. Kurt Münk bildet im Rat der Samtgemeinde eine Gruppe mit den Vertretern der SPD und der FDP - Johann Müller wird zunächst als Einzelmitglied des Gemeinderates in Dörpen arbeiten. In einer Presseerklärung umreißen sie ihre Vorstellungen von der zukünftigen Ratsarbeit.

Der Blick der Politik in Dörpen sei vornehmlich nach Norden, insbesondere auf Papenburg ausgerichtet. Sie wollen hier für eine Ergänzung sorgen und auch den Blick nach Süden richten und sich zunächst verstärkt mit den Kolleg*innen in Lathen „verlinken“ und gemeinsam Themen bearbeiten, die beide Samtgemeinden betreffen. Hierbei stehe ein mögliches Atomendlager ebenso auf der Tagesordnung, wie auch der Rückbau oder die weitere Nutzung der Transrapid-Teststrecke und Naturschutzfragen an Ems und Emsseitenkanal oder an anderen Orten, die angrenzende Mitgliedgemeinden betreffen.

Noch seien die Grünen nur in einer Mitgliedsgemeinde vertreten. Umso wichtiger sei also die Arbeit im Samtgemeinderat. Hier fehlten den Grünen jedoch Detailinformationen aus weiteren Mitgliedgemeinden. Um interessierte Menschen in ihre kommunalpolitische Arbeit einzubeziehen, bieten sie allen interessierten Bürger*innen der Samtgemeinde eine Zusammenarbeit an. Dabei sei eine Mitgliedschaft bei den Grünen keineswegs erforderlich. [PM Grüne/jdm]

Baustelle K113: Am Dienstag wird es klebrig

Flyer der Firma Mainka zum Ausbau der K113

Am morgigen Dienstag wird ab ca. 15 Uhr über die gesamte Strecke der Baustelle der K113 von Kluse bis zur Kreuzung mit der K114 beim km 3,4 eine Bitumenemulsion auf die Fahrbahn aufgetragen. Diese angespritzte Fahrbahn darf nicht betreten oder befahren werden. Nicht nur der Fahrbahn würde dies schaden, auch die Fahrzeuge können verschmutzt werden.

Am Mittwoch wird dann die Asphaltdeckschicht aufgetragen. Auf dem Flyer der bauausführenden Firma Mainka für die Anlieger sind die Wochentagsangaben etwas durcheinander geraten, aber sicher scheint zu sein, dass am Freitag, den 10.12.2021 die Vollsperrung wieder aufgehoben werden soll. [jdm/Flyer Fa. Mainka]

Pfarrgartenfrauen seit 10 Jahren ehrenamtlich tätig

Festtafel im neuen Heimathaus wartet auf die Jubilarinnen

Am 16.11.2021 feierten die Pfarrgartenfrauen ihr 10-jähriges Jubiläum. Sie waren die Ersten, die für ihre Veranstaltung das umgebaute Heimathaus nutzen konnten.

Das passt natürlich auch gut, weil der Pfarrgarten zum Ensemble des Heimathofes gehört und weil viele Besucher des Heimathauses - sei es zum Kaffeetrinken oder als auswärtige Besuchergruppe, die sich durch die Mühle führen lässt – den gepflegten Pfarrgarten lobend erwähnen. Denn für unsere kleine Gemeinde ist es nicht selbstverständlich, ein solches Kleinod im Ortszentrum erhalten zu können. Dies ist nur durch das ehrenamtliche Engagement der Gartengruppe möglich geworden.

Das zeigte sich auch wieder in den letzten Wochen, als der Pfarrgarten winterfest gemacht wurde und mit Hilfe von Alex Ganseforth neue Bäume und Büsche angepflanzt wurden. Die geschädigte Buchsbaumhecke wurde zum Teil neu angepflanzt.

Plan des Pfarrgartens 2002
Ausbau Pfarrgarten 04/2003

Über die Pflege, die der Pfarrgarten erfordert, wurde schon auf der Gemeindeversammlung am 22.05.2002 diskutiert, als die Planung für die Gestaltung des Areals rund um das Pfarrer-Schniers-Haus vorgestellt wurde. Die Pflegekosten des Parks seien nur durch Mitarbeit aus der Gemeinde begrenzbar. Hermann Haasken erläuterte, dass der Kirchenvorstand sich vorstelle, dass einzelne Gruppen einzelne Beete des Pfarrgartens in Pflege nähmen. Gedacht sei an Firmgruppen, die Schule, Frauengruppen und alle anderen Interessierten. Natürlich käme die Ernte (des Obstes) diesen Helfern zu Gute. Auch im Infobrief an die Gemeinde vom 10.07.2002 hieß es: „Das Bewirtschaftungskonzept für den Bauerngarten (im ehemaligen Pfarrgarten) sieht vor, die Nutzung komplett in die Hände von Privatpersonen zu geben. Interessierte Gruppen und Einzelpersonen sind hiermit herzlich eingeladen, sich die Planungen einmal näher erläutern zu lassen, um dann zu entscheiden. ob sie sich engagieren wollen.“

Walnussbaum wird am 23.04.2003 im Pfarrgarten gepflanzt
Blick von oben auf den Pfarrgarten 2003
Blick von oben auf den Pfarrgarten 2003

Die Suche nach diesen Privatpersonen und Gruppen verlief dann doch zäh. Zwar pflanzten am 23.04.2003 zur Amtseinführung von Pastor Bolmer die Wippinger Vereine (Heimatverein, Sportverein, Schützenverein, Schießverein) einen Walnussbaum, den sie ihm geschenkt hatten. Bei der Übergabe hatte man ganz schlau dem Pastor auch gleich einen Standortvorschlag gemacht. Mit diesem Walnussbaum knüpfte man daran an, dass an der Südseite des Pfarrhauses lange Zeit ein Walnussbaum seine Früchte auf den Weg zur Mühle abwarf.

Schulgarten 2003
Schulgarten 2003

Danach aber kümmerte sich die Grundschule zumindest um zwei Beete im Garten und legte einen Schulgarten an. Im Herbst 2003 konnten die Kinder ihre Kartoffeln, Bohnen und Sonnenblumenkerne ernten. Nachdem es 2007 Probleme mit Vandalismus gab und auch in der Schule die Schwerpunkte geändert wurden, gab es niemanden, außer den Gemeindearbeitern, der sich um den Pfarrgarten kümmerte.

Erster Arbeitseinsatz der Pfarrgartenfrauen Juli 2011
Erster Arbeitseinsatz der Pfarrgartenfrauen Juli 2011

Am 20. Juli 2011 trafen sich schließlich einige Wippingerinnen, um eine Arbeitsgruppe zur Pflege des Pfarrgartens ins Leben zu rufen. Erklärtes Ziel der Gruppe war, den Pfarrgarten zu einer Visitenkarte der Gemeinde werden zu lassen. Leni Johanning, Margret Kimmann, Anni Schmitz, Josefine Düttmann, Claudia Timmer, Johanna Gerdes und etwas später Sabine Sabelhaus nahmen den Garten unter ihre Fittiche. Am 30. Juli trafen sie sich zu ihrem ersten Arbeitseinsatz.

Pflanzaktion 09/2011

Im September 2011 hatte die Gruppe einen Pflanzplan aufgestellt und Pflanzen gekauft. Um diese große  Pflanzaktion bewältigen zu können, ließen sie sich ausnahmsweise von den Heimatfreunden, einer Gruppe von Senioren, die sich im übrigen Gemeindegebiet ehrenamtlich nützlich machen, helfen.

Blick von oben auf Pastors Garten 1996
Blick von oben auf Pastors Garten 1996
Blick von oben auf das Pastorat 1996
Blick von oben auf das alte Pastorat 1996

Der Pfarrgarten heißt übrigens jetzt so, aber früher war er Pastors Garten. Das Gelände gehörte zum alten 1876 erbauten Pastorat. Pastors Garten wurde schon immer durch eine Buchenhecke von der Straße abgegrenzt. Nach dem Abbruch des Pastorats und dem Neubau des Pfarrer-Schniers-Hauses im November 2001 wurde von der Kirchengemeinde etwas Acker östlich des Geländes zugekauft, um den Park mit den Obstbäumen anlegen zu können. [jdm/Fotos: jdm/Heinz Schulte/Josef Kimmann/Heinz Kossen]

Sportplatz fast fertig

Sportplatz Wippingen, Schützenstraße 11/2021

Fast fertig ist der neue Sportplatz an der Schützenstraße. Zu sehen ist allerdings nicht viel: ein ebener Rasenplatz, ein neuer Zaun zur Straße hin. Die alte Baum- und Buschreihe war ja schon zu Beginn der Erneuerung entfernt worden.

Sportplatz Wippingen, Schützenstraße 11/2021

Die raffinierte Bewässerungstechnik, die eingebaut wurde, ist nicht zu sehen. An den langen Seiten des Platzes sind drei, an den kurzen Seiten des Platzes zwei Bewässerungsstellen verbaut. In der Mitte des Platzes gibt es drei weitere Stellen. Im Sommer kann die Bewässerungsanlage so programmiert werden, dass an diesen Stellen die Wassersprüher (vorzugsweise in der Nacht) durch eine Automatik herausgefahren werden und den Platz beregnen. Auch der Platz an der Waldstraße wurde mit dieser Technik versehen. Gespeist wird die Anlage durch Grundwasserbrunnen.

In einem Arbeitseinsatz der Sportvereinsaktiven am nächsten Wochenende soll noch entlang des Zauns an der Schützenstraße eine Buchenhecke gepflanzt werden. [jdm]

Kindergarten Wippingen sucht MitarbeiterIn

Stellenanzeige des Kindergartens Wippingen 11/2021

Die Kath. Kirchengemeinde St. Bartholomäus Wippingen sucht für ihre Kindertagesstätte zum 1. Januar 2022 eine Erzieherin/einen Erzieher (m/w/d) für eine Krippengruppe.

Der Beschäftigungsumfang beträgt max. 38,5 Std./Woche. Eine anteilige Stellenbesetzung ist möglich. Die Anforderungen und Chancen entnehmen Sie bitte der Stellenanzeige.

Für die Beantwortung weiterer Fragen steht Ihnen Frau Sylvia Wilkens in der Kindertagesstätte St. Bartholomäus, Tel. 04966-313 zur Verfügung. Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 10.12.2021 an: Kath. Kirchengemeinde St. Bartholomäus, Pfarrbeauftragter Christian Griep-Raming, Kirchstr. 10, 49762 Lathen, Eine Zusendung per Email ist auch möglich an:
christian.griep-raming@bistum-osnabrueck.de [Christian Griep-Raming]

Anmerkungen zum Koalitionsvertrag

Bei der Sozialpolitik soll laut Koalitionsvertrag der Mindestlohn auf 12 € erhöht werden, eine Kindergrundsicherung eingeführt werden und die Hausärztebudgetierung soll abgeschafft werden. Ende der positiven Nachrichten.

Die Wohnungsnot soll wie gehabt durch Subventionierung von Wohnungsbaugesellschaften bekämpft werden. Ob die geplante „neue Wohnungsgemeinnützigkeit“ tatsächlich den seit 40 Jahren abgeschafften gemeinnützigen Wohnungsbau fördern wird, oder nur ein neues Subventionierungs-Modell für die Finanzhaie von Deutsche Wohnen, Vonovia und Co. bedeutet, bleibt abzuwarten.

Bei der Bahn findet die zuvor diskutierte Zerschlagung des Konzerns nicht statt. Die Infrastruktur soll gemeinwohlorientiert sein. Aber beim Bahnbetrieb liegt der Schwerpunkt auf der Gewinnorientierung. Was soll das? Sollen die profitorientierten Bahnunternehmen von einer gemeinwohlorientierten Schienengesellschaft günstige Bedingungen bekommen, wovon die Bahnbenutzer nichts haben? Nur wenn die gesamte Bahn dem Gemeinwohl verpflichtet ist und demokratisch und transparent gesteuert wird, wird im Sinne des Klimaschutzes und einer Mobilität für alle Menschen ein Schuh draus.

Im Verkehrsbereich wird zwar der Vorrang der Schiene vor der Straße beschworen, aber praktisch erfährt das Auto weiter die besondere Betreuung durch die Regierung, sogar in der Strom fressenden Variante des Autonomen Fahrens. Klimapolitik wird also fast ausschließlich in Form der Erzeugung von Strom durch Erneuerbare Energiearten betrieben.

Friedenspolitik betreibt die neue Regierung nicht. Außen- und Europapolitik ist vor allem Rüstungspolitik. So wie die erste SPD-Grünen-Regierung von 1998 bis 2005 Deutschland zum ersten Mal nach dem 2. Weltkrieg wieder in den Krieg führte, so plant die jetzige Regierung ein Verbrechen ersten Ranges. Der automatisierte Drohnenkrieg soll möglich gemacht werden. Zwar wird noch von der „Berücksichtigung von ethischen und sicherheitspolitischen Aspekten“ gelabert. Die Grünen haben damit dem Humanismus endgültig abgeschworen und die Diskussion innerhalb der SPD in der letzten Legislaturperiode über die Ablehnung der Bewaffnung der Heron TP-Drohne erweist sich als reine Schau-Diskussion.

Statt dem Atomwaffenverbotsvertrag zuzustimmen, wird festgestellt: „Wir werden zu Beginn der 20. Legislaturperiode ein Nachfolgesystem für das Kampfflugzeug Tornado beschaffen. Den Beschaffungs- und Zertifizierungsprozess mit Blick auf die nukleare Teilhabe Deutschlands werden wir sachlich und gewissenhaft begleiten.“ Es wird also ein den USA genehmes Kampfflugzeug beschafft, damit Deutschland Zugriff (Teilhabe) auf die hier stationierten US-Atomwaffen bekommt.

„Die NATO-Fähigkeitsziele wollen wir in enger Abstimmung mit unseren Partnern erfüllen und entsprechend investieren.“ Das bedeutet, dass der Militärhaushalt auf 61,5 Mrd. Euro im Jahr 2025 steigen könnte.

Da es sich um Absichtserklärungen handelt, wird sich schon bei der Benennung der Person des Verteidigungsministers durch die SPD zeigen, in welche Richtung das Militär marschieren wird: in Richtung weiterer Aufrüstung und Krieg oder doch noch in Richtung Besinnung und Friedenspolitik.

Dass der Rüstungsexport mal wieder reguliert bzw. gesenkt werden soll, gehört schon zum Standard von Koalitionsverträgen, ohne dass dies jemals positive Folgen gehabt hätte. Auch hier war die letzte SPD-Grünen-Regierung eher ein Negativ-Beispiel. [jdm]