„Mieten im Emsland explodieren“ – Die Linke wirft CDU und SPD Versagen in der Wohnungspolitik vor

Die Angebotsmieten im Emsland sind zwischen 2020 und 2025 um 43,5 Prozent gestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen der Bundesregierung hervor, die auf eine Kleine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Jorrit Bosch zurückgehen. Damit gehört das Emsland zu den Regionen mit den stärksten Mietsteigerungen in ganz Niedersachsen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte eine Anfrage der Linken einen überdurchschnittlichen Mietanstieg im Emsland aufgezeigt. Damals waren die Erst- und Wiedervermietungsmieten innerhalb von drei Jahren um 19,1 Prozent gestiegen. Passiert ist seitdem wenig. Statt wirksamer Maßnahmen gegen steigende Wohnkosten hat sich die Situation weiter verschärft, erklärt Die Linke – Kreisverband Emsland hierzu in einer Stellungnahme, die man auf der Homepage der Partei findet.

Besonders alarmierend sei, dass die Mietsteigerungen im Emsland deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt von 24,7 Prozent liegen. Gleichzeitig sinkt landesweit seit Jahren der Bestand an Sozialwohnungen: Seit 2015 ist der Bestand an Sozialwohnungen um fast 40.000 geschrumpft.

Erläuterung zur Berechnung:
Grundlage der Rechnung ist eine 60 m²-Wohnung: Die durchschnittliche Angebotsmiete stieg rechnerisch von etwa 6,82 €/m² (2020) auf 9,79 €/m² (2025). Das entspricht rund 178 € mehr Kaltmiete pro Monat bzw. über 2.000 € im Jahr. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Schritte, die tragen – Gemeinsam unterwegs in Zeiten der Trauer

Flyer Wanderung für Trauernde

Manchmal tut es gut, nicht allein zu sein.

Das Dekanat Emsland-Nord lädt herzlich zu "Schritte, die tragen" - einem gemeinsamen Weg für Menschen in Zeiten der Trauer und des Abschieds - ein.

Gemeinsam gehen wir ein Stück des Weges - schweigend oder im Gespräch, aufmerksam für die Natur und für das, was gerade Raum braucht. Schritt für Schritt entsteht Raum für Erinnerungen, für Begegnungen und für das, was gerade da ist.

Samstag, 29. August 2026, 9:30 Uhr bis ca. 12:00 Uhr. Treffpunkt: St. Franziskus-Kirche, Werpeloh. Strecke: Werpeloh – Sögel (ca. 6,2 km). Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung: https://eveeno.com/190114224

Bei evtl. Rückfragen gerne melden beim Team Trauerbesuche, Karin Kuper, 04966 918032,
oder dem Dekanat Emsland-Nord, Sabine Hunfeld-Jansen, 0160 3287319, s.hunfeld-jansen@bistum-os.de. [Karin Kuper]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 27.07.2026: Papenburg
Dienstag, 28.07.2026: Neumehringen
Mittwoch, 29.07.2026: Börger
Donnerstag, 30.07.2026: Helte
Freitag, 31.07.2026: Lehrte
Samstag, 01.08.2026: Herbrum
Sonntag, 02.08.2026: Lathen
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 27.07.2026 bis Freitag, den 31.07.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Dörpen: Wahlausschuss lässt Wahlvorschläge zu

Gestern hat der Wahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung im Sitzungssaal des Rathauses der Samtgemeinde Dörpen über die Zulassung der Wahlvorschläge zur Kommunalwahl am 13.09.2026 entschieden. Die Verwaltung hatte zuvor alle eingegangenen Wahlvorschläge für den Gemeinderat Dörpen geprüft. Der Ausschuss stimmte den Wahlvorschlägen einstimmig zu.

Damit treten für die CDU 14 Kandidatinnen und Kandidaten zur Gemeinderatswahl an. (Da die CDU ihre Wahlvorschläge bereits mit einer Wahlwerbung im Ort bekannt gegeben hat, verzichten wir hier auf die Nennung der Namen.)

Für die SPD stellen sich die bisherigen Ratsmitglieder Doris Schröder und Alexandra Pötker zur Wahl. Die UWG tritt mit Matthias Witte und dem neuen Kandidaten Marco Leerkes an.

Als Einzelwahlvorschlag wird Dr. Johann (Hans) Müller (Redaktion Gruenealternative.de/Forum-D) auf dem Wahlzettel erscheinen. Er wurde vor fünf Jahren als Parteiloser auf der Liste der Grünen in den Rat gewählt.

Doris Schröder, Alexandra Pötker, Matthias Witte, Marco Leerkes und Hans Müller treten auch zur Samtgemeinderatswahl an. [{HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Feuersturm verwüstet Hamburg im Juli 1943 und Dörpen im April 1945

Grau ist nicht gleich grau – Farbton des Marinetankers in Papenburger Hafen offenbar nicht kriegstüchtig.
Grau ist nicht gleich grau – Farbton des Marinetankers in Papenburger Hafen offenbar nicht kriegstüchtig.

Der NDR erinnert in seiner Rubrik Geschichte an die massiven Luftangriffe der Alliierten im Juli 1943 auf Hamburg. Sie begannen in der Nacht vom 24. auf den 25. Juli und erreichten ihren Höhepunkt in der Nacht zum 28. Juli, in der 30.000 Menschen starben.

Begünstigt durch wochenlange Hitze und Trockenheit taucht an dem Tag erstmals im Luftkrieg das Phänomen eines Feuersturms auf, schreibt der NDR. Zehntausende Brände vereinten sich zu riesigen Flächenbränden. In den schmalen Straßen wurde die Luft wie in einem Kamin angesogen. Die fünfstöckigen Wohnblocks und die Speicher entlang der Kanäle boten den Flammenwalzen mit bis zu 1.000 Grad ausreichend Brennmaterial.

Doch erinnern reicht nicht aus, wenn ein neuer Krieg herbeigeredet wird. Der NDR beteiligt sich wie viele anderen Medien daran, Krieg wieder als Option in Erwägung zu ziehen. Kriegstüchtigkeit soll so in den Köpfen erzeugt werden. Eine Suchabfrage mit dem Wort „kriegstüchtig“ auf der NDR-Homepage ergibt 172 Treffer (Abfrage am 24.07.2026).

Derweil schielen Lokalpolitiker auch im Emsland auf Investitionen aus dem Militär- und Rüstungssektor. Der schwächelnden Wirtschaft soll mit Produktionsstätten für Waffen oder Rüstungsaufträgen unter die Arme gegriffen werden, wie das Beispiel der Marinetanker in Papenburg zeigt. Die Werft tut sich noch schwer mit diesem Auftrag, war der NOZ vom 23.06.2026 zu entnehmen. Man hat sich offenbar im Farbton „vergriffen“ und das falsche Grau gewählt…

Nun soll der Tanker offenbar komplett neu lackiert werden, spekuliert die NOZ. Zudem könnten an Bord Materialien verbaut worden sein, die die Vorschriften hinsichtlich der Brand- und Materialvorschriften nicht erfüllen, will die Zeitung erfahren haben. Ganz so einfach ist das Geschäft mit der Rüstung also nicht, zeigt das Beispiel, aber beim nächsten Tanker wird man dann sicherlich den richtigen Farbton treffen.

So weit ist man in Dörpen noch nicht. Doch in der Bürgerfragestunde der Gemeinderatssitzung am 26.06.2026 wurde wieder das Gerücht über eine Ansiedlung des Rüstungskonzerns Rheinmetall in der Gemeinde „aufgewärmt“. Dieses Projekt wird wohl ein Gerücht bleiben. Dörpen bietet allerdings reichlich Flächen. Damit könnten weitere Überlegungen dieser Art angestellt werden, wenn sich keine friedlicheren Optionen bieten.

Es bleibt also zu hoffen, dass sich irgendwann Investoren aus dem Nicht-Rüstungssektor für Dörpen interessieren und die Ansiedlung von Rüstungsfirmen immer Gerüchte bleiben. Damit wäre die Gemeinde dann zumindest kein „heißes“ Ziel für mögliche Kriegsgegner, und den Dörpenern bliebe ein Feuersturm wie in Hamburg erspart.

Auch das Feuer im eigenen Ort kurz vor Kriegsende am 20. April 1945 sollte nicht vergessen werden. Damals wurde nahezu der gesamte Ort von polnischen Truppen niedergebrannt. Noch gibt es in Dörpen Zeitzeugen, die berichten können, was Krieg bedeutet. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Sperrholzsparte von UPM wird eigenständig und geht an die Börse

Der finnische UPM-Konzern, zu dem auch Nordland Papier in Dörpen gehört, will das Sperrholzgeschäft als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen aus dem Konzern ausgliedern . Am 31. Oktober soll die Ausgliederung abgeschlossen sein.

Nun ist man offenbar einen Schritt weiter, denn die finnische Finanzaufsichtsbehörde hat in der vergangenen Woche den Abspaltungs- und Börsenprospekt der Wisa Group plc, Helsinki, genehmigt. Damit sollen die Sperrholzwerke unter dem Namen „Wisa“ in eine eigenständige börsennotierte Gesellschaft überführt werden.

Die Abspaltung steht unter anderem noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die außerordentliche Hauptversammlung von UPM. Der Handel mit den Aktien von Wisa am regulierten Markt der Nasdaq Helsinki Ltd. wird voraussichtlich am 2. November oder so bald wie möglich danach aufgenommen, berichtete das Holz-Zentralblatt am vergangenen Freitag. Die Originalmeldung in englischer Sprache findet man auf der UPM-Homepage. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Vekehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 20.07.2026: Schapen
Dienstag, 21.07.2026: Sögel
Mittwoch, 22.07.2026: Aschendorf
Donnerstag, 23.07.2026: Baccum
Freitag, 24.07.2026: Schöninghsdorf
Samstag, 25.07.2026: Heede
Sonntag, 26.07.2026: Dohren
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Übergabe von mehr als 600 Dokumenten an Gedenkstätten

Entlassungsschein des KZ Esterwegen aus dem Jahr 1936, der nun in den Besitz der Gedenkstätte übergegangen ist.
Entlassungsschein des KZ Esterwegen aus dem Jahr 1936, der nun in den Besitz der Gedenkstätte übergegangen ist.

Mehr als 600 Dokumente aus der Zeit des Nationalsozialismus sind an Gedenkstätten, Erinnerungsorte und Archive übergeben worden. Der Generaldirektor der Stiftung Auschwitz-Birkenau, Wojciech Soczewica, hatte sie Anfang des Jahres aus einer abgesagten Auktion im nordrhein-westfälischen Neuss treuhänderisch übernommen. Vertreterinnen und Vertreter aus zehn bundesdeutschen Gedenkstätten und Erinnerungsorten, u. a. Bergen-Belsen, Buchenwald, Dachau, Sachsenhausen und Hadamar, kamen aus diesem Anlass in den Düsseldorfer Landtag. Zur feierlichen Veranstaltung war auch Dr. Sebastian Weitkamp, Co-Leiter der Gedenkstätte Esterwegen, in die NRW-Landeshauptstadt gereist, um die Dokumente der Inhaftierten aus den Emslandlagern entgegenzunehmen.

Die historischen Dokumente, darunter Lagerpostkarten, Täterbriefe und Lagergeld, stammen aus der abgesetzten Auktion „Das System des Terrors 1933-1945 Vol. II“, wo sie ursprünglich versteigert werden sollten. Dies hatte vor der Auktion zu Protesten geführt. Die papiernen Zeitzeugen werden nun in den jeweiligen Gedenkstätten archiviert und zum Zweck der Dokumentation und Forschung eingesetzt.

Unter den Papieren, die an die Gedenkstätte Esterwegen übergegangen sind, befindet sich u. a. der Entlassungsschein des Häftlings Otto Thätner aus dem KZ Esterwegen. Der 1899 geborene Schiffbauer und Lokführer war 1933 in Tilsit verhaftet worden und am 4. April 1934 in das KZ Esterwegen gekommen. Von hier wurde er am 20. Februar 1936 nach Hamburg entlassen.

Ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus u. a. Kirche, Politik, Unternehmer und Journalisten hatte sich dafür stark gemacht, dass die NS-Dokumente in die jeweiligen Archive der Gedenkstätten aufgenommen werden können. Landtagspräsident André Kuper, der zur Veranstaltung in die NRW-Landeshauptstadt geladen hatte, dankte den beteiligten Initiatoren und würdigte das ehrenamtliche und gesellschaftliche Engagement. Die vielen Spenderinnen und Spendern aus Nordrhein-Westfalen, hatten den Ankauf der Dokumente möglich gemacht. Auch die Gedenkstätte konnte die Aktion mit Spenden, die sie von Besucherinnen und Besuchern erhalten hat, unterstützen. [Landkreis Emsland/Foto: Gedenkstätte Esterwegen]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 20.07.2026 bis Freitag, den 24.07.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Digitaler Aushang für Baukommunikation am Bahnhof Dörpen

Infotafel Bahnhof Dörpen

Reisende und Besuchende am Bahnhof Dörpen können sich neuerdings mit einem digitalen Aushang über geplante Abweichungen der Züge direkt am Gleis informieren. Die neue Anzeige ähnelt einem Tablet und hat einige Bedienfunktionen, die über geplante Abfahrtzeiten der Züge und eventuelle Abweichungen vom Fahrplan – insbesondere durch Baustellen – informieren.

Mittels eines Ansagetasters besteht zudem die Möglichkeit, die aktuelle DSA+-Anzeige ( Dynamische Schriftanzeige) bei Bedarf ansagen/wiederholen zu lassen. Anders als die automatischen Ansagen ist diese Sprachausgabe nur im Nahbereich des Tasters hörbar.

Erläuterungen zum Informationsangebot und zur Bedienung findet man auf DB InfraGO. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative/forum-d]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 13.07.2026 bis Freitag, den 17.07.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53), Renkenberge – Wahn (K168) und Wippingen – Werpeloh (K114) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Open Air Konzert „Mühle im Wind“ am 25.07.2026

Plakat Mühle im Wind

Wenn sich die historische Mühle im Abendlicht dreht und die ersten Klänge über den Mühlenhof ziehen, beginnt ein ganz besonderer Sommerabend.

Am Samstag, den 25.07. ab 19:30 Uhr verwandelt sich der Mühlenhof wieder in die stimmungsvollste Konzertbühne des Emslands. Freut Euch auf einen unvergesslichen Sommerabend mit Live-Musik, kühlen Getränken und leckeren Snacks!

Den stimmungsvollen Start in den Abend übernimmt die Schützenkapelle Wippingen. Mit ihren mitreißenden Klängen sorgt sie pünktlich zum Sonnenuntergang für die perfekte Einstimmung.

Im Anschluss übernimmt die Band Sonic & Smoke die Bühne. Mit einer packenden Live-Performance, energiegeladenen Rock- und Pop-Klassikern sowie aktuellen Hits reißen sie das Publikum garantiert mit und sorgen für beste Stimmung.

Kommt vorbei, bringt Eure Freunde mit und genießt mit uns einen lauen Sommerabend voller Musik und guter Laune! Tickets bekommt ihr online unter doerpen-kultur.de oder vor Ort unter anderem im Dorfladen Uhlen. Wir freuen uns auf Euch. [Marlies Berling]

„Castor“ steht jetzt in Sögel als Mahnmal

"Castorbehälter" in Sögel 06/2026

Auch wenn die Problematik nicht Tagesthema ist, schwelt doch die Suche nach einem Endlager für Atommüll weiter im Hintergrund. In Wippingen hatte die Interessengemeinschaft Kein Atommüllendlager im Emsland e.V. im Anschluss an eine Kundgebung 2022 ein als Castor-Behälter dekoriertes Güllefass bei der Mehrzweckhalle stationiert. Seitdem erinnert das Fass an die ungelöste Atommüllfrage - oder auch nicht mehr, weil sich das Auge so daran gewöhnt hat, dass das Fass gar nicht mehr wahr genommen wurde.

Andreas Perkmeyer aus Sögel und Michael Horstmann aus Werpeloh stationierten den Castorbehälter jetzt zusammen mit Hermann-Josef Pieper in Sögel in der Wahner Straße. Dort wird er am kommenden Wochenende zunächst den Schützenfestbesuchern ins Auge fallen und danach weiterhin alle daran erinnern, dass die Salzstöcke im nördlichen Emsland Standorte für den strahlenden Müll werden könnten. [jdm/Fotos: Hermann-Josef Pieper]

DIZ Emslandlager wird als Niedersächsischer Kulturort präsentiert

Im April 2026 wurde das DIZ Emslandlager in Papenburg im Rahmen des Förderprogramms SWITCH der Stiftung Niedersachsen mit einer von drei Förderungen ausgezeichnet. Auf dieser Grundlage entwickelt das DIZ derzeit ein interaktives, digitales Lernformat, das historische Orte nationalsozialistischer Verfolgung in Papenburg auf neue Weise erfahrbar macht. Ziel ist es insbesondere, junge Menschen über digitale und ortsbezogene Zugänge für die Geschichte der Emslandlager zu sensibilisieren und zur aktiven Auseinandersetzung anzuregen.

Die Stiftung Niedersachsen stellt das DIZ im Rahmen ihrer Reihe „Niedersächsische Kulturorte“ als Beispiel für innovative Erinnerungs- und Vermittlungsarbeit vor und hat hierzu auch ein Interview mit Historikerin und wissenschaftlichen Mitarbeiterin des DIZ, Tessa Hesener, geführt. Hesener ist auch für das SWITCH-Projekt verantwortlich. [jdm]

Neues Frauenhaus in Meppen eröffnet am 1. August 2026

In Meppen entsteht wieder ein Frauenhaus: Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Ems-Vechte e.V. eröffnet zum 1. August 2026 eine neue Einrichtung mit acht Schutzplätzen für Frauen und ihre Kinder. Damit stehen nach der Schließung des früheren Frauenhauses in diesem Mai infolge der Insolvenz des damaligen Trägers SkF Meppen erneut Schutz- und Unterstützungsangebote vor Ort zur Verfügung. Das Land Niedersachsen unterstützt den Aufbau der neuen Einrichtung.

Der SkF Ems-Vechte e.V. übernimmt die Trägerschaft des Frauenhauses. Als anerkannter Wohlfahrtsverband verfügt der Verein über langjährige Erfahrung in der Beratung und Unterstützung von Frauen, Kindern und Familien. Mit seinen vielfältigen sozialen Angeboten ist der Verband in der Region fest verankert und bringt umfassende Expertise im Bereich des Gewaltschutzes mit.

Das neue Frauenhaus bietet acht Schutzplätze sowie eine umfassende sozialpädagogische Begleitung. Neben der sicheren Unterbringung erhalten die Bewohnerinnen Unterstützung bei rechtlichen, finanziellen und persönlichen Fragestellungen sowie bei der Entwicklung neuer Lebensperspektiven.

Die Neugründung erfolgt vor dem Hintergrund eines weiterhin hohen Bedarfs an Schutz- und Unterstützungsangeboten für von Gewalt betroffene Frauen. Häusliche Gewalt zählt nach wie vor zu den größten sozialen Herausforderungen in Deutschland. Auch die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim verzeichnet steigende Fallzahlen in der Region. Laut Kriminalstatistik stieg die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 10,9 Prozent. [Landkreis Emsland]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 06.07.2026: Lingen
Dienstag, 07.07.2026: Schöninghsdorf
Mittwoch, 08.07.2026: Dörpen
Donnerstag, 09.07.2026: Klein Berßen
Freitag, 10.07.2026: Meppen
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Die WTD 91 meldet für den 06.07.2026 bis 10.07.2026 außer auf dem Schlagbrückener Weg keine Sperrungen. [jdm]

Blutspendetermin in Renkenberge

Logo SV Renkenberge

Der nächste Blutspendetermin des SV Renkenberge ist am Montag, den 20. Juli 2026 ab 16:30 Uhr im Gemeindehaus Renkenberge.  

Da die Versorgungslage mit Blutpräparaten immer noch sehr angespannt ist, werden immer noch dringend Blutkonserven benötigt. Jeden Tag werden in Deutschland etwa 15.000 Blutspenden benötigt. Wir bitten daher um zahlreiche Teilnahme.

Ab dem 18. Lebensjahr darf jeder Blut spenden. Bitte bringen Sie einen gültigen Personalausweis mit.   Da ein dringender Bedarf an Erstspendern besteht, würden wir uns freuen, wenn wir viele Spender und Erstspender begrüßen können!  Im Jahr 2026 ist noch ein weiterer Spendetermine vorgesehen: Mi. 28. Oktober 2026 ab 16:30 Uhr im Gemeindehaus. [Alwin Illenseer]

Windpark im Eleonorenwald: NABU verzichtet auf Widersprüche

Im Februar 2026 hatten sich die Marka Taler GmbH & Co KG und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) im Hinblick auf die Errichtung des Windparks im Eleonorenwald zwischen Rastorf und Vrees auf eine einvernehmliche Lösung geeinigt. Nachdem Marka Taler sich bereit erklärt hat, zusätzlich zu den in den Planungsunterlagen und in der Genehmigung bereits vorgesehenen Maßnahmen noch weitere mit dem NABU abgestimmte Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen für die Natur durchzuführen, verzichtete dieser auf weitere rechtliche Schritte gegen die erteilte Genehmigung. Statt der ursprünglich geplanten 36 Windenergieanlagen wurde vereinbart lediglich 28 Anlagen errichten.

„Es freut uns, dass es im Rahmen intensiver Verhandlungen gelungen ist, eine Einigung mit dem NABU zu erzielen“, erklärte Detlef Niedenhof, Geschäftsführer von Marka Taler, in einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem NABU. „Denn durch die Errichtung des Windparks mit 28 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 196 Megawatt können wir einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende, zum Klimaschutz und letztlich auch zur Sicherheit Deutschlands durch wenig Abhängigkeit von Energieimporten leisten.“

Auch der NABU war mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden. „Den Standort der Anlagen im Eleonorenwald und nahe beim FFH-Gebiet „Langelt“ halten wir zwar nach wie vor für sehr unglücklich,“ erklärt Katja Hübner vom NABU-Regionalverband Emsland/Grafschaft Bentheim. „Aber es werden nun noch zahlreiche weitere Vermeidungsmaßnahmen zum Schutz der Tierwelt ergriffen. Fällarbeiten im Wald werden nur außerhalb der Vogelbrutzeit durchgeführt und Höhlenbäume werden vorher auf Fledermausbesatz kontrolliert. Für jeden Höhlenbaum werden Vogelnist- und Fledermauskästen angebracht. Amphibien- und Reptilienschutzzäune werden aufgestellt, damit die Tiere nicht versehentlich getötet werden. Außerdem wird es noch weitere Ausgleichsflächen und -maßnahmen für Greifvögel, sonstige waldbewohnende Vögel, Fledermäuse und Amphibien geben.  Deshalb halten wir das Vorhaben nun für vertretbar“. Aktuelle Behauptungen in den sozialen Medien, der NABU habe sich „kaufen“ lassen, weist Hübner dagegen vehement zurück. „Der NABU selbst hat gar nichts von der Vereinbarung. Die Vorteile aus der Vereinbarung erstrecken sich ausschließlich auf die Umsetzung von weiteren Naturschutzmaßnahmen durch den Vorhabenträger.“ [jdm]

Landtagspetition zur Überprüfung der Genehmigung des Windparks im Eleonorenwald läuft noch eine Woche

Gegen den genehmigten Windpark im Eleonorenwald ist eine Petition an den Niedersächsischen Landtag gerichtet worden. Dieser soll die Genehmigung des Landkreises Emsland überprüfen.

Eingereicht wurde die Petition von Petra Flüteotte-Kirchner aus Rastdorf. Nach ihrer Meinung umfasst das Vorhaben großflächige Eingriffe in bestehende Waldflächen, einschließlich einer genehmigten Waldumwandlung.
Die Petition kritisiert insbesondere, dass keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt wurde. Laut Genehmigungsbescheid werde dies damit begründet, dass gemäß § 6 Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) von den Vorschriften des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung sowie von artenschutzrechtlichen Prüfungen abgewichen werden könne. Diese Ausnahme diene der Beschleunigung des Ausbaus der Windenergie.
Vor dem Hintergrund der Größe des Vorhabens sowie der erheblichen Eingriffe in Waldflächen bestehen nach dem Wortlaut der Petition jedoch Zweifel, ob diese Ausnahme im konkreten Fall rechtmäßig und sachgerecht angewendet wurde.

Der Niedersächsische Landtag solle prüfen, ob das Genehmigungsverfahren ordnungsgemäß durchgeführt wurde und die zuständigen Behörden zur erneuten Überprüfung anhalten. Insbesondere sollte geprüft werden, ob die Ausnahme von Umweltprüfungen nach § 6 WindBG rechtmäßig angewandt wurde, ob die Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit gewahrt wurden und ob naturschutzrechtliche Belange ausreichend berücksichtigt wurden.

Mit dem folgenden Link kommt man zur Petition:
https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/portal/nipetition/0/publicviewpetition?id=199
Wer mitunterzeichnen möchte (rechts oben in der Darstellung), muss seine Daten in ein Formular eingeben und weiterleiten. Danach erhält man eine E-Mail mit der Aufforderung, die Unterzeichnung zu bestätigen. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Rekordhitze für den Monat Juni an der Wetterstation Dörpen gemessen

Wetterstation
Die Erfassung der Lufttemperatur in 2 m Höhe erfolgt mit dem Temperaturfühler PT 100 (Luft)

Der Deutsche Wetterdienst erfasst mit einer Wetterstation seit dem 27. Februar 1959 Wetterdaten in Dörpen. Im Internet können die Daten über das von Michael Theusner betriebene Wetterportal eingesehen werden.

Am vergangenen Freitag wurden in Dörpen maximal 36,7 °C gemessen, womit der vorherige Höchstwert für den Monat Juni von 35,1 °C aus dem Jahr 2021 um 1,6 °C überschritten wurde. Davor lag der Tageshöchstwert in Dörpen laut DWD-Wetterstation für den Monat Juni im Jahr 2002 bei 34,5 °C, gemessen am 17.06.2002.

Eine Recherche zur Wetterstation Dörpen offenbart allerdings, dass es im Jahr 2008 einen Standortwechsel gab. Bis Oktober 2008 befand sich die Wetterstation an der Küstenkanalschleuse nordöstlich des Ortes und hatte die Bezeichnung Dörpen (Schleuse). Danach, also ab dem 1. November 2008, wurden die Wetterdaten im Ortsteil Müll südwestlich des Ortes erfasst. Zwischen den beiden Standorten beträgt die Entfernung gut vier Kilometer. Der Deutsche Wetterdienst führt die neue Station unter der Bezeichnung Dörpen. Die Stations-ID6159 hat sich allerdings nicht geändert.

Für den Standort Dörpen (Schleuse) wird die Zusatzinformation „direkt am Küstenkanal“ und eine Höhe von 6 m über NN angegeben, für den neuen Standort Dörpen beträgt die Höhe 8 m über NN, und zum Standort wird ergänzt „auf freiem Feld“. Die Temperatur wird zwei Meter über dem Boden gemessen, und zwar mit einem Temperaturfühler PT 100 (Luft) am neuen Standort. Am Küstenkanal wurden die Temperaturen konventionell mit einem Maximumthermometer erfasst. Diese und weitere Details zu den beiden Standorten in Dörpen findet man auf der DWD-Homepage.

Aus den Informationen ergibt sich die Frage, ob die vor- und nach dem Wechsel des Standortes erfassten Daten vergleichbar sind. Konkret wäre von Interesse, ob mit der neuen Messtechnik im Juni 2002 am neuen Standort höhere Temperaturen gemessen worden wären als am Küstenkanal.

Auch wenn von keinen größeren Abweichungen auszugehen ist, wäre für statistische Auswertungen eventuelle Differenzen interessant, damit keine falschen Rückschlüsse gezogen werden. Dass Messungen fehlerhaft sein können, zeigt das Beispiel der Wetterstation Lingen. Dort musste ein am 25. Juli 2019 gemessener Wert von 42,6 °C korrigiert werden, nachdem er bereits als neuer deutscher Temperaturrekord über die Medien verbreitet worden war; Auswertungen von Parallelmessungen an der Wetterstation hatten ergeben, dass in einem sehr kleinen Bereich des Messfeldes bei bestimmten Wetterlagen auffällig erhöhte Temperaturen registriert wurden. Allerdings traten seit 2017 am Messfeld der Station immer wieder Temperaturen auf, die für die Region nicht repräsentativ waren – der DWD hätte also früher Konsequenzen ziehen können. Neue Rekordhalter waren dann nach der Korrektur gemeinsam die DWD-Wetterstationen Duisburg-Baerl und Tönisvorst (beide NRW) mit am 25. Juli 2019 gemessenen 41,2 °C. So war es einer Pressemitteilung des DWD vom 17. Dezember 2020 zu entnehmen.

An der Station Saarbrücken-Burbach wurden am Samstag, den 27. Juni 2026 ein Wert von 41,4°C gemessen. Dieser Rekord hielt aber nur einen Tag, denn am Sonntag meldete eine Wetterstation in Coschen (Brandenburg) 41,7 °C. Derartige Temperaturrekorde erreichen eine große mediale Beachtung und sollten deshalb zuverlässig sein, damit keine fehlerhaften Daten verbreitet werden. Wir haben deshalb beim DWD um eine Beurteilung des Standortwechsels in Dörpen in Hinblick auf Validität der Daten nachgefragt. Die Beantwortung könne einige Zeit in Anspruch nehmen, wurde uns als Zwischeninformation mitgeteilt. Nach Eingang einer ausführlicheren Antwort des Wetterdienstes werden wir darüber berichten. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 29.06.2026: Twist
Dienstag, 30.06.2026: Baccum
Mittwoch, 01.07.2026: Meppen
Donnerstag, 02.07.2026: Schöninghsdorf
Freitag, 03.07.2026: Lehrte
Samstag, 04.07.2026: ---
Sonntag, 05.07.2026: Werlte
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Die WTD 91 meldet für den 29.06.2026 bis 03.07.2026 außer auf dem Schlagbrückener Weg keine Sperrungen. [jdm]

Zwei Bauarbeiter auf A31 tödlich verletzt

Gestern wurden bei einem schweren Unfall auf der A31 in Fahrtrichtung Süden bei Geeste zwei Bauarbeiter tödlich verletzt.

Nach Angaben der Polizei war auf der dortigen Fahrbahn eine Baustelle mit Absicherungsfahrzeug eingerichtet worden. Ein in Richtung Süden fahrender Lkw kollidierte aus bislang ungeklärter Ursache mit dem Absicherungsfahrzeug. Durch die Wucht des Aufpralls erfasste das Absicherungsfahrzeug die zwei Bauarbeiter im Alter von 34 und 60 Jahren. Beide erlitten dabei tödliche Verletzungen und verstarben noch an der Unfallstelle. Der 36 Jahre alte Fahrer des Lkw sowie der Fahrer des Absicherungsfahrzeugs wurden dabei leicht verletzt.

Neben mehreren Rettungswagen waren zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Die genauen Umstände des Unfallgeschehens sowie die Ursache der Kollision sind derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Fahrbahn in Richtung Süden war bis in den Abend gesperrt. [jdm]

Die Linke Emsland stellt Kandidierende für den Kreistag Emsland auf

Kandidaten der Linken im Emsland zur Kreistagswahl 2026
Kandidaten der Linken im Emsland zur Kreistagswahl 2026

Am 23. Mai hat Die Linke Emsland ihre Wahlversammlung für die Kreistagswahl 2026 durchgeführt. Dabei wurden Kandidierende in allen zehn Wahlbereichen des Landkreises Emsland aufgestellt. Der Partei gelingt dafür eine gute Mischung aus kommunalpolitisch-erfahrenen Mitgliedern und neuen sowie jungen Mitgliedern.

Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen Themen, die viele Menschen im Landkreis unmittelbar betreffen: bezahlbares Wohnen, medizinische Versorgung im ländlichen Raum, Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, Klimaschutz sowie soziale Teilhabe für alle.

Kreisvorsitzender Marcel Müller erklärt: „Die Linke wird im gesamten Emsland sichtbarer und stärker. Es ist das erste Mal, dass die Linke in allen Wahlbereichen für die Stadträte in Lingen, Meppen, Haren und Papenburg sowie für den Kreistag mit mindestens einer Person wählbar ist. Viele Menschen suchen nach einer glaubwürdigen sozialen Alternative. Wir haben in Niedersachsen seit letztem Jahr mit tausenden von Menschen an ihren Haustüren gesprochen. Aus den konkreten Problemen der Menschen heraus haben wir ein starkes Wahlprogramm entwickelt. Gleichzeitig wollen wir auch weiterhin mit den Menschen im Gespräch bleiben und unsere Haustürgespräche im Emsland regelmäßig fortsetzen, auch nach der Wahl.“

Marina Walker, Ergotherapeutin und Kandidatin im Wahlbereich Lingen 2, erklärt, was sie zur Kandidatur bewogen hat: „Durch meinen Beruf bin ich jeden Tag mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt. Ich erlebe die Sorgen von Familien, älteren Menschen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Menschen, die finanziell zunehmend unter Druck geraten. Gleichzeitig müssen wir uns stärker mit den Problemen beschäftigen, die die Menschen im Emsland jeden Tag betreffen: eine gute Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, bezahlbarer Wohnraum und eine bessere Mobilität. Niemand sollte vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden, weil die nächste Busverbindung nicht fährt.“

Thorsten Heymann, der im Wahlbereich 8 (Freren, Lengerich, Herzlake) antritt und bereits seit 2021 im Harener Stadtrat aktiv ist, setzt klare Schwerpunkte: „Der massive Ausbau des ÖPNV sollte eine sehr hohe Priorität haben. Noch wichtiger ist, dass er auch bezahlbar sein muss, damit die Bürgerinnen und Bürger auf das Auto verzichten können. Außerdem müssen Anreize geschaffen werden, damit Kommunen sozialen Wohnungsbau besser umsetzen können.“

Jan Deters, Kandidat im Wahlbereich 2 (Rhede, Dörpen, Nordhümmling), bringt langjährige Erfahrung aus Bürgerinitiativen mit – unter anderem aus dem Widerstand gegen ein Atommüllendlager in Wippingen und gegen den geplanten Bau eines Kohlekraftwerks in Dörpen. Er betont: „Als gesetzlicher Betreuer habe ich täglich mit denjenigen zu tun, die auf den besonderen Schutz der Gemeinschaft angewiesen sind. Das schärft den Blick dafür, was es bedeutet, wenn es keine bezahlbaren Wohnungen gibt, wenn keine Busse fahren oder wenn es keine Arzttermine gibt. Der Landkreis kann hier vieles erreichen. Das sollte auch im Interesse der Bürgerinnen und Bürger ausgeschöpft werden.“

Die Linke setzt im Wahlkampf konsequent auf Haustürgespräche: Mit tausenden persönlichen Begegnungen an den Türen der Menschen im Emsland hat die Partei die konkreten Sorgen, Wünsche und Probleme direkt aufgenommen: von steigenden Mieten über fehlenden ÖPNV bis zur medizinischen Versorgung. Diese Erfahrungen bilden die Grundlage für das Wahlprogramm von Die Linke. Gleichzeitig macht die Partei deutlich: Viele dieser Probleme haben auch ihre Ursache in einer verfehlten Bundespolitik. Kommunen werden finanziell ausgehöhlt, während die Bundesregierung Prioritäten setzt, die am Alltag der Menschen vorbeigehen. Die Linke fordert unter anderem eine Vermögenssteuer, um Kommunen wieder handlungsfähig zu machen. [PM Die Linke]

Bahnhof Dörpen: Abholerfahrzeuge blockieren Bushaltestelle

Bahnhof Dörpen Elterntaxi

Auch am Bahnhof Dörpen halten Familienangehörige gern direkt vor dem Zugang zum Gleis an der Bushaltestelle. Kommt dann ein Bus und möchte an die Haltestelle fahren, ist die Verärgerung bei der Busfahrerin oder dem Busfahrer in der Regel groß, und zwar auch, wenn hinter dem wartenden PKW noch scheinbar Platz genug für den Bus ist.
Die durch sogenannte Elterntaxis verursachten Verkehrsprobleme in der Nähe von Schulen werden oftmals in den Medien beschrieben. Als Gegenmaßnahmen wurden beispielsweise absolute Halteverbotszonen oder Sonderparkplätze zum Ein- und Aussteigen der Kinder eingerichtet.

Bahnhof Dörpen

Was die haltenden PKW-Fahrer vielleicht nicht wissen: Genau an der Bushaltestelle wurde ein sogenannter Busbord als Pflasterung installiert, dessen Höhe der Einstiegshöhe der dort haltenden Niederflurbusse entspricht. So können Kinderwagen oder Rollatoren einfach in den Bus geschoben werden. Weiter entfernt von der Bushaltestelle ist dies dagegen nicht möglich. Für das Ein- und Austeigen von Bahnreisenden aus Personenfahrzeugen ist dagegen die Kurzhaltezone „Kiss and Ride“, kurz K+R, gedacht. Hier können Bahnreisende in Ruhe vor der Abreise aus dem PKW aussteigen oder bei Ankunft in Dörpen in Straßenfahrzeuge einsteigen, egal, ob mit oder ohne Küsschen.

Ganz glücklich ist die aus den USA übernommene Bezeichnung allerdings nicht gewählt, denn – so war vor Ort zu hören – nicht jeder Autofahrer versteht den Sinn des Hinweisschildes. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: 
Montag, 22.06.2026: Lengerich
Dienstag, 23.06.2026: Wesuwermoor
Mittwoch, 24.06.2026: Flechum
Donnerstag, 25.06.2026: Neubörger
Freitag, 26.06.2026: Börger
Samstag, 27.06.2026: Herbrum
Sonntag, 28.06.2026: Meppen
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Aula in Sögel wieder offen

Konzerte, Lesungen und Aufführungen – für diese und weitere Veranstaltungen steht die neu sanierte Aula des Hümmling-Gymnasiums in Sögel ab sofort wieder offen. Die Erneuerung der Akustikdecke im Zuschauersaal der Aula, die nach einer routinemäßigen Überprüfung durch einen Sachverständigen im September 2025 gesperrt werden musste, konnte jetzt abgeschlossen werden.

Die neue Decke ist eine Gipskartondecke (OVA-Akustikdecke), die in enger fachlicher Abstimmung mit einem Akustikbüro aus Oldenburg erstellt wurde. So konnte sichergestellt werden, dass die ursprüngliche gute Beschallung und Akustik in der Aula bestehen blieb. Die vorhandene LED-Beleuchtung ist auf den neusten energetischen Stand gebracht worden. Sie wurde zusätzlich mit einer so genannten digitalen DALI-Lichtsteuerung ausgestattet, die einen gezielten Einsatz von Licht für unterschiedliche Bedarfe ermöglicht. So können verschiedene Lichtstimmungen, Beleuchtungsstärken, Szenen und Zonen fest eingestellt und entsprechend abgerufen werden. [Landkreis Emsland]