Ausstellung am Emslandmuseum Schloss Clemenswerth zeigt Winterbräuche im Emsland – Heimatverein Wippingen beteiligt

Screenshot Ausstellung Winterbräuche Clemenswerth 02-2026

Der Winter ist die vierte Jahreszeit. Er rundet das Jahr ab, lässt es zur Ruhe kommen, verleiht der Natur einen anderen Klang und ein neues Gesicht. Unter der Decke aus weißem Schnee und eisigem Frost kann sie sich erholen, Kraft sammeln und Anlauf nehmen für einen oder viele Neuanfänge. Und heute wie früher sind die Tage kurz und die Sonne steht tief, so dass die Stimmung zwischen Gemütlichkeit und Winterblues hin und her schwankt.

Das Emslandmuseum Schloss Clemenswerth nutzt die Zeit, um mit Besuchern über die unterschiedlichen Bräuche und Geschichten ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung wird zu einem Erzählcafé, in dem geklönt und geschnackt wird.

Die Ausstellung zeigt Fotografien von Lambert Brand und Georg Schröer. Lambert Brand aus Werpeloh ist Wippingern möglicherweise namentlich bekannt, weil viele Berichte über Wippingen im EL-Kurier und NOZ von ihm stammen. Beteiligt sind zudem die Heimatvereine Sögel, Berßen und Wippingen. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 1. Februar, um 12 Uhr zu den Tönen der Winterhörner vom Heimatverein Sögel. Dazu gibt es Tee und Neujahrskuchen. Mehr dazu auf Clemenswerth.de. [jdm]

Arbeitslosigkeit im Emsland gestiegen

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhorn (Emsland, Grafschaft Bentheim) im Januar 2026 jahreszeitlich üblich gegenüber dem Vormonat gestiegen und betrug 3,7 Prozent; im Januar 2025 waren es 3,8 Prozent.
„Im Berichtsmonat Januar fällt auch der Jahreswechsel noch in den Betrachtungszeitraum. Einige befristete Arbeitsverträge endeten mit dem 31. Dezember, so dass wir gerade zu diesem Zeitpunkt üblicherweise spürbar mehr Arbeitslose registrieren. Das ist auch diesmal nicht anders gewesen“, erläutert René Duvinage, Chef der Agentur für Arbeit Nordhorn, die aktuelle Entwicklung am Arbeitsmarkt. „Da die Arbeitsmarktlage angesichts der allseits bekannten Rahmenbedingungen weiterhin angespannt ist, sollten wir in den kommenden Monaten auch leider keine deutliche Trendwende erwarten. Ein deutliches Indiz dafür ist die im Augenblick vergleichsweise mäßig hohe Nachfrage der Betriebe nach neuen Arbeitskräften. Demzufolge ist eher damit zu rechnen, dass die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen könnte.(…).“

Im Emsland waren 7.495 Menschen arbeitslos gemeldet, 481 Personen mehr (7 Prozent) als im Dezember und 74 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,7 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 3,7 Prozent.

Die Spanne der Quoten in den Geschäftsstellenbezirken reichten im Januar 2026 von 3,4 % in Lingen bis 4,6 % in Papenburg. In der Geschäftsstelle Sögel lag die Arbeitslosigkeit im Januar 2026 bei 3,5 %. (Quelle: Agentur für Arbeit Nordhorn, Pressemitteilung, Arbeitsmarktreport Januar 2026)

Deutschlandweit stieg die Zahl der Arbeitslosen über drei Millionen. Verglichen mit Dezember stieg ihre Zahl um 177.000 auf 3,085 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Es ist die höchste Januar-Zahl seit 2014. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,4 Punkte auf 6,6 Prozent, berichtet die Tagesschau. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Kinderkirche und Familiengottesdienst im Praxischeck – mit neuem Schwung und guten Ideen Kirche sein

KEB-Flyer Kurs Kinderkirche 02/2026

Bewährte Freiwillige und auch engagierte Einsteiger:innen im Bereich von Kinderkirche und Familiengottesdiensten sind oft auf der Suche nach neuen inhaltlichen Ideen und Umsetzungsformen. Dabei lohnt es sich auch einmal darauf zu schauen wie wir bei der Planung vorgehen, wen und was wir bewusst berücksichtigen wollen und worauf es sich lohnt zu achten, damit unser Einsatz uns und anderen Freude machen kann.

Die Fortbildung für Kinderkirche-Leitende und Familiengottesdienst-Leitende schaut auf dem Hintergrund der Erfahrungen auf die Organisationsabläufe und Einbettung der Kinderkirch- und Familiengottesdienstaktivitäten, gibt Tipps und neue Ideen für eine gute Praxis.
- das kleine Einmaleins und die Top 10 von Kinderkirche und Familiengottesdienst im Praxischeck
- Zielgruppengenauigkeit und methodische Ansätze
- Formen für Kinderkirche und Familiengottesdienste im Austausch
- praktische Hilfen und Ideenquellen

Der Kurs der KEB findet am Mi. 25.02.2026 um 19:30 Uhr Pfarrer-Schniers-Haus, Schulstraße 5, 26892 Wippingen, Raum 1, statt. Kursgebühr 10 €. Anmeldung bei Anita Gerdes, Tel. 990055. [Anita Gerdes]

Am Dörpener Spieksee entsteht eine Flachwasserzone

Am südöstlichen Ende des Spieksees östlich des Wehrarms des Dortmund-Ems-Kanals (nicht verwechseln mit dem See in Rhede) wird zurzeit eine Flachwasserzone angelegt. Den Antrag auf Erteilung einer Plangenehmigung nach dem Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) zur Neuanlage eines Kleingewässers hat der Angelsportverein Dörpen e.V. gestellt. Antragsverfasser ist der Angelfischerverband im Landesfischereiverband Weser-Ems e.V.

Auf dessen Homepage findet man weitere Erläuterungen zur Baumaßnahme:
In dem Bodenabbaugewässer fallen die Ufer größtenteils sehr steil ab und es fehlen wichtige Flachwasserbereiche, in denen sich Makrophyten ansiedeln können und für Laich- und Aufwuchsgebiete für Fische und Amphibien sorgen können. Durch diese Funktionen sind Flachwasserbereiche so wichtig für die aquatische Artenvielfalt.

Am Spieksee mit wenig Flachwasserbereichen bietet sich die Möglichkeit zur Herstellung einer ausgedehnten Flachwasserzone am südöstlich gelegenen Ufer zur Förderung von Flora und Fauna. Im Fokus stehen dabei vor allem Aspekte des Fischarten- sowie Amphibienschutzes. Aufgrund der geringen Trübung des Gewässers wird die Förderung von Wasserpflanzen angestrebt. Durch die geringe Tiefe erwärmt sich die Flachwasserzone bereits im Frühjahr deutlich schneller als tiefere Bereiche des Sees und bietet wertvolle Laich- und Aufwuchshabitate mit gutem Nahrungsangebot für verschiedene Fischarten. Dem vor Ort ausgehängten Plan ist zu entnehmen, dass die Flachwasserzone maximal etwa 50 m lang und 30 m breit sein wird.

Weitere Informationen zum Kleingewässerprojekt des Angelfischerverbands und seiner Mitgliedsvereine findet man auf der Homepage des Verbandes. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 26.01.2026: Lorup
Dienstag, 27.01.2026: Neumehringen
Mittwoch, 28.01.2026: Meppen
Donnerstag, 29.01.2026: Emmeln
Freitag, 30.01.2026: Geeste
Samstag, 31.01.2026: Felsen
Sonntag, 01.02.2026: Borsum
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben.

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 26.01.2026 bis Freitag 30.01.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53), Renkenberge – Wahn (K168) und Wippingen – Werpeloh (K114) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Saatgans vom Seitenkanal nicht an Vogelgrippe erkrankt

Die am südlichen Ende des Seitenkanalabschnitts südlich der Neudörpener Straße im Gebiet der Gemeinde Dörpen vorgefundene Gans war nicht an der Vogelgrippe erkrankt. Das hat die vom Landkreis Emsland veranlasste Untersuchung ergeben. Weitere Untersuchungen wurden an dem Tier nicht vorgenommen, so dass keine Ursache für die Schwäche und den Tod angegeben werden kann.

In unserem Beitrag vom 19. Januar 2026 haben wir schon auf mögliche Verwechslungen zwischen Waldsaatgänsen und Tundrasaatgänsen hingewiesen. Bis vor einigen Jahren wurden diese Gänse zusammen als Saatgänse geführt. Nach den uns vorliegenden Bestimmungsregeln und nach Rücksprache mit einemExperten haben wir die Gans den Waldsaatgänsen zugeordnet.

Die Tundrasaatgans (Anser serrirostris) ist im Vergleich zur Waldsaatgans (Anser fabalis) kleiner und gedrungener. Der Hals ist kurz und hellbraun, bei der Waldsaatgans ist er dagegen etwas länger und schlanker. Auch diese Merkmale sprachen vor Ort für eine Waldsaatgans.

Der Fundort im nördlichen Emsland würde zwar für eine Tundrasaatgans sprechen, da Waldsaatgänse in Niedersachsen recht selten sind. Tundrasaatgänse sind dagegen in den Landkreisen Cloppenburg und Emsland weit verbreitete Wintergäste, die tagsüber auf Stoppeläckern nach Nahrung suchen und sich nachts zumeist in den wiedervernässten Mooren der Region aufhalten. Hierauf weist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hin.

Dies schließt aber die Anwesenheit von Waldsaatgänsen im Emsland nicht aus, wie die Veröffentlichung „Seltene Vogelarten in Niedersachsen und Bremen 2018–2022 – 6. Bericht der Avifaunistischen Kommission Niedersachsen und Bremen (AKNB)“ zeigt. Hier wird eine ganze Reihe von Waldgansnachweisen für Niedersachsen aufgelistet, z. B. auch in Rhauderfehn. Der NABU bietet „Steckbriefe“ für beide Saatgansarten an: Waldsaatgans und Tundrasaatgans. [HM/gruenealternative.de/forum-d]

Gemeindezentrum Neudörpen: Darum wird Erweiterung des vorhandenen Gebäudes nicht für sinnvoll gehalten

Im Artikel auf der Dörpen-App über das neue Gemeindezentrum in Neudörpen war über das jetzige Gemeindezentrum zu lesen, das "Gebäude ... ist inzwischen abgängig und muss deshalb abgerissen werden".

Wir haben bei der Gemeinde nachgefragt, wie sich die Abgängigkeit denn darstelle, ob der Baukörper untersucht wurde und welche baulichen Probleme festgestellt wurden. Bei der Fuchshofschule in Schorndorf mit ihren fünf Variel-Pavillons wurden diese vor der Sanierung, bzw. dem Umbau untersucht und es konnte keine Beeinträchtigung der Festigkeit festgestellt werden.

Wie uns Pressesprecher Daniel Mäß von der Samtgemeinde Dörpen jetzt mitteilte, habe der Architekt eingeschätzt, dass das Bestandsgebäude seinerzeit aus einer Stahlkonstruktion in Modulbauweise errichtet, mehrfach umgenutzt, teilweise um- und angebaut und saniert wurde. Dazu wurden bereits Stützen entfernt und mittels Stahlträger überspannt. Eine erneute Erweiterung würde das Tragwerk weiterhin strapazieren und die Sinnhaftigkeit infrage stellen.

Ebenfalls entspreche die Gebäudehülle nicht den heutigen energetischen Anforderungen. Es sei zu erwarten, dass auch die Leitungsführung der Haustechnik unterhalb des Gebäudes abgängig sei. [jdm].

Am 20. Januar bestreikt ver.di bundesweit Straßen

Zum bundesweiten Branchenstreiktag Straße sind am 20. Januar die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH des Bundes sowie die etlichen Tausend Beschäftigten der Landesstraßenbauverwaltungen zu Streiks, Protestaktionen und Kundgebungen aufgerufen. Die Warnstreiks finden an insgesamt 18 Standorten bundesweit statt.

Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle sagte: „Straßen sind der Verkehrsträger Nummer 1 in Deutschland – jeden Tag kümmern sich Abertausende Beschäftigte um einen möglichst reibungslosen Verkehr auf Autobahnen, auf Bundes- und Landesstraßen, auf Brücken und in Tunneln. Und sie wollen mit diesem gemeinsamen Streiktag zeigen, dass ihre Arbeit besser bezahlt gehört.“

it den gemeinsamen Streiks will ver.di Bewegung in die Tarifauseinandersetzungen für die Beschäftigten der Länder und der Autbahn GmbH bringen. ver.di fordert in beiden Tarifrunden sieben Prozent mehr Gehalt pro Monat, mindestens aber 300 Euro, um die unteren Lohngruppen zu stützen. Auch die Nachwuchskräfte sollen deutlich besser entlohnt werden, hinzu kommen branchenspezifische Forderungen. Die Autobahn GmbH des Bundes legte bisher überhaupt kein Angebot zum Entgelt vor, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) präsentierte in der zweiten Verhandlungsrunde nur einen „Lösungskorridor“, der aus ver.di-Sicht unzureichend ist.

Neben Aktionen und Arbeitsniederlegungen in Niederlassungen und Außenstellen der Autobahn GmbH sind auch Arbeitskampfmaßnahmen in den Landesstraßenbauverwaltungen geplant, darunter in Straßenmeistereien sowie in Verkehrs- und Tunnelleitzentralen. Zu den Streikstandorten gehört auch Leer (Jan-Berghaus-Brücke). [PM Verdi]

Torfabbau in Esterweger Dose: Land verklagt Unternehmen

Das Land Niedersachsen hat gegen das Unternehmen Klasmann-Deilmann aus Geeste wegen möglicherweise unrechtmäßig abgebauter Torfmengen in der Esterweger Dose eine Schadensersatzklage eingereicht. Das berichtete die Ems-Vechte-Welle mit Bezug auf die Neue Osnabrücker Zeitung.

2020 habe der Landkreis Emsland festgestellt, dass Torf fehle und daraufhin den Abbau im betroffenen Gebiet gestoppt. 19.800 Kubikmeter Torf könnten demnach fehlen. Der NDR erklärt die Hintergründe in Norddeutschland kompakt. Danach hat das Unternehmen bis Anfang Februar Zeit für eine Stellungnahme. Das Land fordert lt. NDR Schadenersatz in Höhe von 4,5 Millionen Euro.

Beim Landkreis Emsland als Genehmigungsbehörde läuft „ein sogenanntes hoheitliches straf- und ordnungsrechtliches Verfahren gegen das Unternehmen Klasmann-Deilmann wegen eines möglichen Umwelt-Verstoßes gegen die Genehmigung und das Naturschutzgesetz“, hat die Nordwest-Zeitung aus Oldenburg vom Umweltministerium in Hannover erfahren. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 19.01.2026: Freren
Dienstag, 20.01.2026: Twist
Mittwoch, 21.01.2026: Hilkenbrook
Donnerstag, 22.01.2026: Lingen
Freitag, 23.01.2026: Haselünne
Samstag, 24.01.2026: Twist
Sonntag, 25.01.2026: Emsbüren
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben.

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 19.01.2026 bis Freitag 23.01.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53), Renkenberge – Wahn (K168) und Wippingen – Werpeloh (K114) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Nutrias haben Kälte offenbar überstanden

Nutria auf Eis, Seitenkanal Dörpen, 11.Januar 2026
Nutria auf Eis, Seitenkanal Dörpen, 11.Januar 2026

Nutrias lebten ursprünglich in den gemäßigten Klimazonen Südamerikas. Kalte Winter und ein geringes Nahrungsangebot führen immer wieder zum Rückgang von Populationen. Wie sich ein kalter Winter auf den Zustand der Nutriapopulation auswirkt, kann man mit einem Abgleich von Jagdstrecke und Temperaturen nachvollziehen. Allerdings muss dabei bedacht werden, dass das Jagdjahr den Zeitraum vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres umfasst.

So wurde im Landesjagdbericht 2023/2024 für den festgestellte Rückgang der Jagdstrecke die starke Frostperiode im Februar/März 2021als Ursache diskutiert. Im März 2021 wurde an der Wetterstation Dörpen aber „nur“ minus 6,1 °C am Boden gemessen. Im Januar 2021 waren es am Boden minus 8,3 °C (-6,2 °C in Höhe 8 Meter). Im Januar 2024 lagen die Temperatur am Boden an mehreren Tagen bei minus 10 °C, am 18. Januar bei minus 12,3 °C. Der Landesjagdbericht 2023/2024 verzeichnet für das Emsland aber eine hohe Nutriastrecke von 6919, und im Bericht 2024-2025 waren es 7.835 Tiere.

Nutrias an der Wippinger Dever

Ob sich die vergangenen Frosttage negativ auf die Nutriapopulation auswirkt, bleibt also abzuwarten. Interessant erscheint uns dabei, wie sich die Unterschiede zwischen der Temperatur in 8 Meter Höhe und der Temperatur am Boden entwickelten. An den ersten Januartagen lag die Tagestiefsttemperatur am Boden unter der Temperatur in 8 Meter Höhe. Vom 9. bis zum 12. Januar war es in 8 Meter Höhe allerdings kälter als am Boden. Extrem war der Unterschied am 11. Januar, denn hier betrug die Niedrigsttemperatur in der Höhe 8 Meter minus 12,6 °C, am Boden aber „nur“ minus 5,7 °C. Hinzu kommt noch die isolierende Wirkung einer Schneedecke, wie sie am Ufer der Wippinger Dever vorhanden war. Damit dürfte die Temperatur in den Nutriahöhlen trotz Lufttemperaturen unter minus 10 °C kaum unter 0 °C gefallen sein.

Allerdings finden Nutrias im gefrorenen Boden nur erschwert Nahrung. Neben der Kälte kann sich also auch der Futtermangel auf die Population auswirken. Und bei der Futtersuche sind die Tiere den niedrigen Temperaturen mit kalten Winden direkt ausgesetzt. Zudem sind Wurzeln im Boden gefroren und von den Tieren kaum auszugraben, also brauchen sie mehr Zeit zur Futtersuche. Dabei schützt das Fell den größten Teil des Körper gut gegen die Kälte, aber die empfindlichen Schwimmhäute zwischen den Zehen, der ungeschützte, nackte Schwanz und die Ohren können gefrieren und damit dauerhafte Schäden zur Folge haben.

Es bleibt also abzuwarten, wie die Nutrias die vergangenen Wintertage überstanden haben. Allerdings haben wir auch nach den Frosttagen Tiere auf der Wippinger Dever schwimmen sehen, wohl aber weniger, als in den Monaten zuvor. Sie sind also noch da – in welcher Anzahl, bleibt abzuwarten. Rückschlüsse kann man evtl. aus den Streckenzahlen des nächsten Landesjagdberichtes ziehen. [HM/gruenealternative.de/forum-d]

Als JüdInnen markiert und verfolgt – Jüdische Identitäten und NS-Tatorte in Sachsen-Anhalt

Einladung Jüdiscvhe Identitäten - Ausstellung Gedenkstätte Esterwegen

Zwölf unterschiedliche Persönlichkeiten, zwölf individuelle Perspektiven auf die eigene jüdische Identität, zwölf vom Nationalsozialismus gezeichnete Lebenswege, die mit sechs NS-Tatorten im heutigen Sachsen-Anhalt verbunden sind. Die Wanderausstellung der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt porträtiert Menschen, die – unabhängig ihrer eigenen Wahrnehmung – von den Nationalsozialist:innen als jüdisch markiert und als Konsequenz daraus gewaltsam aus der sogenannten Volksgemeinschaft ausgeschlossen wurden.

Finden Sie selbst heraus, wie vielfältig jüdisches Leben sein kann und lassen Sie uns gemeinsam vorgefasste Bilder, Vorurteile und Zuschreibungen kritisch hinterfragen. Die Ausstellung stellt zugleich die sechs Tatorte und heutigen Gedenkstätten Lichtenburg, Bernburg, Langenstein, Gardelegen, ROTER OCHSE Halle und Moritzplatz Magdeburg vor und macht damit deutlich, dass die nationalsozialistischen Verbrechen nicht nur fern im Osten stattfanden, sondern direkt vor der Haustür, in der eigenen Nachbarschaft.

Melanie Engler, die Leiterin der Gedenkstätte Lichtenburg, wird am Sonntag, 25. Januar 2026, um 15 Uhr mit einem Impulsvortrag die Sonderausstellung in der Gedenkstätte Esterwegen eröffnen. Die Veranstaltung findet statt zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. Der Eintritt ist frei. [PM Gedenkstätte]

Papiertonne wird in Wippingen nicht nachgeleert

Aufgrund der winterlichen Wetterverhältnisse mit Schnee und Eisglätte konnten in der vergangenen Woche einige Abfalltouren im Emsland nicht wie geplant durchgeführt werden. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Emsland (AWB) informiert auf seiner Internetseite über die betroffenen Gebiete sowie den vorgesehenen Nachholtermin am 17. Januar, der aber nur nicht geleerte Bioabfalltonnen betrifft.

Eine Nachleerung der Papiertonne sei in folgenden Gebieten leider nicht möglich: Lingen (Telgenkamp-Biene, Innenstadt), Herzlake (Teilgebiete Dohren, Bookhof, Felsen, Westrum) sowie Börger, Neubörger und Wippingen. [jdm]

Klimarisikoindex: Risiken steigen im Emsland überdurchschnittlich

Am 5. Januar 2026 veröffentlichte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) eine Klimarisikoanalyse und zeigte damit auf, welche Regionen in Deutschland besonders vom Klimawandel bedroht sind. Alle Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland wurden bewertet und in einer Karte mit entsprechenden farblichen Unterschieden dargestellt. Der Index reicht von 0 für geringes Risiko bis 10 für hohes Risiko. Es erfolgte damit eine Bewertung für den aktuellen Stand mit dem Gesamtindex now und eine Einschätzung für das Jahr 2050 (Gesamtindex 2050)

Das Ergebnis:
Die größten Klimarisiken für die städtische Infrastruktur bestehen in Wilhelmshaven. Das spiegelt sich im Index wider: Wilhelmshaven liegt aktuell bei 5,7 und steigt bis 2050 auf 5,9 – der höchste Wert aller untersuchten Regionen. Die weiteren stark gefährdeten Regionen liegen vornehmlich an der Küste und im Bereich von Flüssen.

Deutlich höhere Risiken in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim zu erwarten
Das IW stellt auf seiner Homepage auch die Rohdaten der Untersuchung zur Verfügung. Mit diesen Daten haben wir eine Excel-Schnellanalyse durchgeführt und festgestellt, dass die LandkreiseEmsland (Gesamtindex now: 3,18 – Gesamtindex 2050: 3,73) und Grafschaft Bentheim (Gesamtindex now: 3,06 – Gesamtindex 2050: 3,82) mit 0,55, bzw. 0,76 relativ hohe Anstiege aufweisen. Wie dieser Anstieg zu erklären ist, konnten wir allerdings nicht aus den Daten entnehmen. Wir haben deshalb beim IW-Ansprechpartner Johannes Ewald um diese Erklärung nachgefragt und vorweg eine Erläuterung zur Datenbasis erhalten. Für die Analyse wurden Daten des Risikomodells K.A.R.L. der Köln.Assekuranz, einer Tochter der ERGO Versicherung, genutzt.

Für uns hat das IW Rücksprache mit den Naturwissenschaftlern der Köln.Assekuranz gehalten. Folgende Antwort wurde uns von dort vom IW weitergeleitet:

Die vergleichsweise starken Anstiege des Gesamtindex zwischen der Gegenwart und 2050 in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim lassen sich gut und fachlich plausibel erklären. Beide Landkreise weisen aufgrund ihrer räumlichen Nähe und ähnlichen naturräumlichen Voraussetzungen bereits heute ein sehr ähnliches Risikoprofil auf, was sich auch in der Zukunftsbetrachtung fortsetzt. Die deutlichen Indexanstiege resultieren dabei nicht aus einer einzelnen Gefahr, sondern aus gleichzeitigen Zunahmen mehrerer Klimarisiken:

Den mit Abstand größten Beitrag zum Indexanstieg leisten die Überschwemmungsrisiken. Diese zeigen in beiden Kreisen deutliche Zuwächse und wirken sich besonders stark auf den Gesamtindex aus, da Überschwemmungen im Klimarisikoindex mit der höchsten Gewichtungsstufe (15 %) berücksichtigt werden (Hintergrund dieser Gewichtung ist das hohe Schadenpotenzial dieser Gefahr). Die Zunahme der Überschwemmungsrisiken ist vor allem auf die Lage der Kreise in größeren Flusssystemen zurückzuführen – im Emsland auf das Einzugsgebiet der Ems, in der Grafschaft Bentheim insbesondere auf die Vechte. In Kombination mit einer projizierten Zunahme intensiver Niederschlagsereignisse im nordwestdeutschen Raum und in den jeweiligen Einzugsgebieten steigt die Wahrscheinlichkeit hydrologischer Belastungen, was sich entsprechend in höheren Risikowerten niederschlägt.

Darüber hinaus nehmen bis 2050 auch Hitzegefahren, Wasserknappheit und Dürrestress spürbar zu. Obwohl diese Risiken in der Gegenwart noch eine untergeordnete Rolle spielen, gewinnen sie im Zuge des Klimawandels folglich deutlich an Bedeutung.

In der Summe führt diese breite Zunahme mehrerer, unterschiedlich gewichteter Risiken dazu, dass Emsland und Grafschaft Bentheim im Zukunftsszenario einen vergleichsweise starken Anstieg des aggregierten Klimarisikos aufweisen, auch wenn sie nicht unmittelbar küstennah gelegen sind.

Der Klimarisikoindex ist als vergleichendes Instrument konzipiert, das die relative Verwundbarkeit der Infrastruktur deutscher Städte und Kreise gegenüber klimatischen Gefahren im innerdeutschen Vergleich abbildet. Ein hoher Indexwert bedeutet dabei nicht ein absolutes Katastrophenszenario oder eine konkrete Schadensprognose, sondern zeigt an, dass eine Stadt oder ein Kreis im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland stärker von klimatischen Gefahren betroffen sein kann. Die Indexwerte sind daher ausdrücklich nicht linear oder absolut zu interpretieren.Wichtig ist zudem, dass der Index ausschließlich die potenzielle Anfälligkeit der Infrastruktur gegenüber klimatischen Risiken berücksichtigt. Bereits bestehende oder geplante Anpassungs- und Schutzmaßnahmen (z. B. Küstenschutz, Hochwasserschutz, technische Vorsorge) fließen nicht in die Berechnung ein, da entsprechende Informationen häufig nicht flächendeckend und vergleichbar vorliegen.

Ergänzend zu der Betrachtung der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim erscheinen uns die Werte für unsere nördlichen Nachbarn interessant:
Landkreis Leer: Gesamtindex now: 4,23, Gesamtindex 2050: 4,84;
Landkreis Aurich: Gesamtindex now: 4,56, Gesamtindex 2050: 4,97
Stadt Emden: Gesamtindex now: 5,45, Gesamtindex 2050: 5,59
Der Klimarisikoindex liegt in den Gebieten also deutlich höher als im Emsland.  [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Nahverkehrsplan des Landkreises Emsland: Bürger können Vorschläge einbringen

Nauaufstellung des Nahverkehrsplans

Wir haben am 18.12.2025 über die Neuaufstellung des Nahverkehrsplans, der der Steuerung der ÖPNV-Entwicklung im Emsland sowie der Feststellung von Entwicklungen und Herausforderungen im öffentlichen Nahverkehr dient, berichtet. Im laufenden öffentlichen Beteiligungsverfahren sind alle BürgerInnen dazu aufgerufen, sich bis einschließlich Samstag, den 31. Januar 2026, mit eigenen Vorschlägen und Wünschen daran zu beteiligen.

Hans Müller aus Neudörpen hat den nachfolgenden Vorschlag eingereicht:

Schnellbusverbindung zwischen dem Bahnhof Dörpen und der Stadt Oldenburg
Begründung:
Bedingt durch die Umstiegszeiten im Bahnhof Leer dauert die Reise mit einem Regionalzug aus dem nördlichen Emsland nach Oldenburg relativ lang. Viele Einwohner des Emslandes entscheiden sich deshalb für die Fahrt mit einem PKW nach Oldenburg.
Durch eine direkte Schnellbusverbindung zwischen Dörpen und Oldenburg über die B401 könnte ein attraktives Angebot geschaffen werden. Begünstigt würde ein solches Angebot durch den Fahrplan der Regionalbahn R15, denn in beiden Richtungen halten die Züge jeweils etwa 30 Minuten nach einer vollen Stunde in Dörpen. Zugreisende aus beiden Richtungen mit dem Ziel Oldenburg (oder einem Ort entlang der B401) könnten also hier in einem wenige Minuten später abfahrenden Schnellbus umsteigen; die Fahrten in Gegenrichtung sollten so gelegt werden, dass Reisende in Dörpen wieder ohne längere Wartezeit in den Regionalzug umsteigen könnten.

Der Bus sollte die B401 nicht verlassen, damit die Fahrzeit nach Oldenburg so kurz wie möglich bleibt. An der B401 könnten jedoch Reisende an einigen Orten zusteigen, damit auch für die Orte ein weiteres Angebot in Richtung Oldenburg geschaffen wird.

Wer den Vorschlag unterstützen, bzw. ergänzen möchte, könnte dies in einer E-Mail an nvp@emsland.de zum Ausdruck bringen. [jdm]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 12.01.2026: Schöninghsdorf
Dienstag, 13.01.2026: Lengerich
Mittwoch, 14.01.2026: Lehrte
Donnerstag, 15.01.2026: Papenburg
Freitag, 16.01.2026: Meppen
Samstag, 17.01.2026: Haren
Sonntag, 18.01.2026: Haselünne
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 12.01.2026 bis Freitag 16.01.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53), Renkenberge – Wahn (K168) und Wippingen – Werpeloh (K114) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

DGB-Neujahrsempfang abgesagt

Aufgrund des Wetters hat der DGB den traditionellen Neujahrsempfang im Heimathaus Aschendorf am 11.01.2026 um 11 :00 Uhr abgesagt. [jdm].

MVZ Dörpen teilt mit: Vorübergehende Schließung wegen Umbauarbeiten

Das MVZ Dörpen bleibt in der Zeit vom 12.01.2026 bis 23.01.2026 wegen Umbaumaßnahmen geschlossen. Die Vertretung der Allgemeinmedizin übernehmen alle Hausärzte am Ort. Die Notfallvertretung der HNO-Praxis übernimmt Herr Tashkov im MVZ Papenburg.

Ab Montag, 26.01.2026 finden die Sprechstunden wieder wie gewohnt statt. Der Eingang der Praxis befindet sich dann für den Zeitraum der Baumaßnahme am hinteren Teil des Gebäudes." [www.doerpen.de]

DIZ: Lesungen am 20.01. und 19.03.2026

In knapp zwei Wochen, am 20. Januar um 19 Uhr, lädt das Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager (DIZ) ersten Veranstaltung im Jahr 2026 in das Arkadenhaus in Papenburg ein.  Nachdem für die Lesung von Susanne Siegert aus ihrem Buch "Gedenken neu denken" inzwischen 103 Eintrittskarten verkauft wurden, können nach einer Erhöhung des Platzkontingents durch das Arkadenhaus erfreulicherweise weitere Karten angeboten werden, die per Mail an mail@diz-emslandlager.de bestellt werden können.

Am 19. März lädt das DIZ aus Anlass des 90. Jahrestages der Erstveröffentlichung des Buches Die Moorsoldaten von Wolfgang Langhoff im Jahr 1935 zu einer Lesung der Journalistin und Autorin Esther Slevogt (Berlin) ein. Ihre Vorstellung der Biographie Langhoffs wird ergänzt durch die Lesung  eines Kapitels aus Die Moorsoldaten vom Schauspieler Thomas Lichtenstein (Oldenburg). Auch für diese Veranstaltung können Karten per Mail an mail@diz-emslandlager.de bestellt werden.

Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhorn zum Jahresende gestiegen

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhorn (Emsland, Grafschaft Bentheim) im Dezember 2025 gestiegen. 9.821 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 354 Personen mehr als im November und 120 Personen bzw. 1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug – wie im Dezember 2024 – 3,5 Prozent.

„Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Agenturbezirk Nordhorn ist zum Jahreswechsel für diese Jahreszeit nicht unüblich, zeigt aber, dass auch unser regionaler Arbeitsmarkt nicht mehr der “Selbstläufer“ der vergangenen Jahre ist“, erläutert René Duvinage, Chef der Agentur für Arbeit Nordhorn, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. „Die schwierige wirtschaftliche Lage hält weiterhin an und hinterlässt zunehmend Spuren am Arbeitsmarkt in den Landkreisen Grafschaft Bentheim und Emsland“, so Duvinage. „Die Situation am Arbeitsmarkt in unserer Region verschärft sich zunehmend, in der Folge wird die Arbeitslosigkeit aufgrund unserer Beobachtungen und Rückmeldungen von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern möglicherweise weiter steigen“, erläutert der Arbeitsmarktexperte abschließend.

Die Spanne der Quoten in den Geschäftsstellenbezirken reichten im Dezember 2025 von 3,1% in Lingen bis 4,4 % in Papenburg. Im Dezember 2024 betrug die Quote hier 4,1 %. Die Arbeitslosigkeit stieg damit im Bereich der Geschäftsstelle Papenburg um 6,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat. In der Geschäftsstelle Sögel lag die Arbeitslosigkeit im Dezember 2025 bei 3,2 % und reduzierte sich damit um 3,4 % gegenüber dem Dezember 2024. (Quelle: Agentur für Arbeit Nordhorn, Pressemitteilung, Arbeitsmarktreport Dezember 2025) [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

„Nacht der Ausbildung“ bei UPM in Dörpen am 6. Februar 2026

Die UPM-Betriebe in Dörpen laden am Freitag, den 6. Februar 2026 interessierte Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren und deren Eltern zur „Nacht der Ausbildung“ ein. Von 15.00 bis 21.00 Uhr können sich junge Leute bei einer Werksführung über die Ausbildungsberufe bei Nordland Papier GmbH, UPM Sales GmbH, nortrans Speditionsgesellschaft mbH und NorService GmbH informieren.

Aktuell wird in folgenden Berufen ausgebildet:
Industriemechaniker/-in
Industriekaufmann/-frau
Papiertechnologe/-technologin
Bachelor of Engineering – Fachrichtung Papiertechnik
Fachkraft für Lagerlogistik
Maschinen- und Anlagenführer/-in
Elektroniker/-in für Betriebstechnik
Zudem werden Plätze für FOS-Praktikanten/innen im technischen und kaufmännischen Bereich angeboten.

Während des zweieinhalbstündigen Rundgangs werden Auszubildende und Ausbilder vor Ort über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten informieren und gern auch Fragen beantworten. Um 18.30 Uhr findet die letzte Führung statt. Bitte achten Sie auf festes Schuhwerk.

Um die Organisation zu erleichtern, ist eine Anmeldung bis zum 02.02.2026 entweder per E-Mail an nachtderausbildung@upm.com, per Post an UPM Nordland Papier, Nacht der Ausbildung, Nordlandallee 1, 26892 Dörpen oder telefonisch unter 04963/401-1877 notwendig. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 05.01.2026 bis 09.01.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr wird die Straße Schlagbrückener Weg zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Theatergruppe Börger führt das Stück „Opa ward verköfft“ auf

Für Freunde des plattdeutschen Theaters öffnet sich in Börger in der aktuellen Theatersaison ab morgen der Vorhang. Der Klassiker ""Opa ward verköfft" entstammt der Feder von Franz Streicher und ist im Karl Mahnke Theaterverlag erschienen. Übersetzt ins Niederdeutsche wurde der Schwank von Dieter Jorschik.

In dem Stück geht es um den Bauern Kulenkamp, der den Opa loswerden will. Die Spieltermine im Gemeinde- und Kulturzentrum Börger sind: Sa., 03.01./So., 04.01.2026 - 15:00 Uhr: Seniorenaufführungen, Fr., 09.01.2026: 1. Aufführung, Sa.,17.01.2026: 2. Aufführung, Sa.,31.01.2026: 3. Aufführung. Mehr Infos ... [jdm]

Wasserabfluss im Seitenkanal zurzeit gesichert – Situation an der Wippinger Dever muss genau beobachtet werden

Inseln im Seitenkanal nördlich der Zuleitung der Wippinger Dever
Inseln im Seitenkanal nördlich der Zuleitung der Wippinger Dever

Über die im Seitenkanal Gleesen-Papenburg am Zufluss der Wippinger Dever entstandenen Inseln haben wir wiederholt berichtet. Dabei stand für uns die Frage im Mittelpunkt, ob der Kanalabschnitt zwischen der Neudörpener Straße und dem Mittelweg das aus Entwässerungsgräben in den Kanal eingeleitete Wasser auch zukünftig noch sicher ableiten kann. Dabei wären nach unserer Einschätzung nicht nur übliche Niederschlagsmengen in Betracht zu ziehen, sondern auch die Folgen möglicher Starkregenereignisse zu berücksichtigen.

Auf dieses Thema wird in den Medien und auch in Veröffentlichungen der Landesregierung hingewiesen. So greift das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz die Gefahren durch Starkregen in der neuen Studie „Klimarisikoanalyse für Niedersachsen 2025“ auf. Im Abschnitt 4.3.2 wird erläutert, dass Starkregen überall in Niedersachsen auftreten kann. Dabei können kleinere Fließgewässer schnell anschwellen, sich in reißende Ströme verwandeln und großräumig über die Ufer treten. Durch geringe Fließgeschwindigkeiten und/oder fehlender Entwässerungs- oder Abflussmöglichkeit im Flachland kann das Wasser z. B. auf landwirtschaftlichen Flächen lange stehen und durch Staunässe Schäden an den Pflanzen verursachen. Darüber hinaus können Starkregenereignisse indirekt auch zu erhöhten Stoffeinträgen ins Grundwasser führen. Bedingt durch den Klimawandel wird davon ausgegangen, dass zukünftig mit einer Zunahme von Wetterextremen zu rechnen ist.

Hochwasser an der Wippinger Dever im Jahr 1998
Hochwasser an der Wippinger Dever im Jahr 1998

Diese Erkenntnisse waren für uns vor einigen Wochen Anlass, beim Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände um eine Bewertung der aktuellen Situation im Seitenkanal am Zufluss der Wippinger Dever nachzufragen, da hier der Wasserabfluss offensichtlich durch die entstandene Insellandschaft eingeschränkt ist.
Der Kreisverband hat uns nun mitgeteilt, dass man „im Moment keine Gefährdung für den Wasserabfluss“ sehe, und auch die letzte Gewässerschau habe nichts anderes ergeben. Dennoch sei es richtig, dass die Wippinger Dever in diesem Bereich weiter genau beobachtet werden müsse.
Auf unsere konkrete Frage, ob der Wasserabfluss der Wippinger Dever über den Seitenkanal auch bei einem Starkregenereignis gesichert sei, geht der Kreisverband in seinem Antwortschreiben allerdings nicht ein.

Zur Erinnerung: In einer Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Gemeinde Dörpen aus dem Jahr 1967 ist festgelegt, dass die Gemeinde Dörpen für die Folgen der Einleitung der Wippinger Dever in den Seitenkanal verantwortlich ist. Und es wird wohl kaum zu bestreiten sein, dass die Inselbildung im Kanal eine Folge der Einleitung des Entwässerungsgrabens ist, denn dieser führt reichlich Sediment und Treibgut mit sich, das sich dann im Seitenkanal ablagert. Als Beispiele seien hier Ausspülungen von Bisam- und Nutriahöhlen oder ins Wasser geratenes Mähgut von den Grabenseitenflächen genannt.

Treibgut verfängt sich an Ästen, die von den Inseln ins Wasser ragen.
Treibgut verfängt sich an Ästen, die von den Inseln ins Wasser ragen.

Die Folgen dieser Fracht aus der Wippinger Dever ist eine bereits jetzt ca. 150 Meter lange Insellandschaft und eine über zwei Meter hohe Schlammschicht im weiteren Verlauf des Kanals bis zum Mittelweg. Inseln und Schlamm müssten zumindest teilweise entfernt werden, wenn kein ausreichender Wasserabfluss in Fließrichtung des Seitenkanals mehr möglich ist. Doch aufgrund eines vor Jahrzehnten festgestellten Munitionsverdachtes für den Kanalabschnitt dürften Baggerarbeiten wohl kaum ohne eine vorherige Klärung der Ablagerung von Munition im Gewässer vorgenommen werden. Schon diese Munitionssondierung und eine evtl. erforderliche Bergung dürften Kosten verursachen, die die stark verschuldete Gemeinde kaum tragen könnte.

Es ist also an der Zeit, das Problem der Inselbildung im Seitenkanal verbunden mit der Klärung der Gefahren durch Weltkriegsmunition im Seitenkanal anzugehen und Lösungen für die Wasserableitung der Wippinger Dever zu suchen. Ansonsten könnten ein Starkregenereignis oder ein nächstes Hochwasser die Gemeinde unvorbereitet treffen und zumindest für das Umfeld des Seitenkanals östlich von Dörpen schlimmere Folgen nach sich ziehen als das Winterhochwasser 2023/2024. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Wetter 2025: Ein Sonnenjahr mit ungewöhnlicher Wärme und deutlichem Niederschlagsdefizit

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat bereits einen Tag vor Jahresende eine Einordnung des Wetters im Jahr 2025 vorgenommen – es war sehr warm, sonnenreich und niederschlagsarm. Dies gilt so auch für Niedersachsen und auch für Dörpen. Die Jahresmitteltemperatur erreichte hier 10,4 °C und lag damit 1,8 Grad über dem Referenzwert 8,6 °C der Referenzperiode 1961-1990.

Die Jahresniederschlagsmenge betrug nur 600 l/m² und blieb rund ein Fünftel unter dem Mittel (746 l/m²). In Dörpen lag die Summe der Niederschläge an der DWD-Wetterstation bei etwa 670 l/m².

Die kältestete Phase etablierte sich Mitte Februar: Mit -15,2 °C meldete Bad Harzburg am 17.02. das Minimum für Niedersachsen. Zum Vergleich: In Dörpen wurden am 17.02. Minus 5,2 °C und am 18.02. Minus 7 °C gemessen, am Boden waren es Minus 10,5 °C. 

Das Frühjahr 2025 setzte als Sonnigstes neue Maßstäbe, und war in Niedersachsen zugleich außergewöhnlich trocken.

Der Sommer brachte am 02.07. mit subtropischen 38,7 °C in Barsinghausen-Hohenbostel (20 km westlich von Hannover) den Höhepunkt der warmen Jahreszeit. In Dörpen waren es an dem Tag 33,6 °C, und am 13.08. waren es mit 33,9 °C sogar noch etwas mehr.

In der insgesamt sehr positiven Sonnenscheinbilanz für Niedersachsen mit 1860 Stunden (Referenzwert 1456 Stunden), einem Plus von rund 28 Prozent, fielen lediglich Juli und Oktober aus dem Rahmen und wiesen als Monate eine negative Abweichung auf. In Dörpen wurden etwa 1800 Sonnenstunden erfasst. (Quelle und weitere Details: Pressemitteilung DWD, Werte für Dörpen wurden der Michael Theusners Wetter- und Klimaseite entnommen: mtwetter.de) [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.e/forum-d]

Burgdorf-Interview: E 233 und Sirenen, aber keine Geburtsstation in Sögel und keine Wohnungsbaugesellschaft

„Die Politik auf Bundesebene muss sich endlich durchringen zu großen Reformen, die es braucht, die aber auch wehtun werden.“ Mit diesem Nonsense-Satz endet die erste Antwort in dem Interview der Ems-Zeitung mit Landrat Marc-André Burgdorf. Dieser Satz heißt nichts und kann auch alles bedeuten. Etwas Kritik darf sein, aber mit dem „auch wehtun werden“ wird Einverständnis mit dem von der Bundesregierung betriebenen Sozialabbau signalisiert.

Dann ärgert sich Burgdorf darüber, dass die E 233 noch immer nicht gebaut worden ist, weil Planung, Genehmigung und Bauausführung in Deutschland lange brauchen. Vielleicht liegt es ja gar nicht daran, sondern daran, dass diese Straße die 1,2 Mrd. €, die sie mindestens kosten wird, einfach nicht wert ist. Und daran, dass die Gegner des Vorhabens, wie der Nabu einfach ein paar gute Argumente haben und das Ganze auch umweltfreundlicher und billiger zu haben wäre.

Das Krankenhaussterben hält Burgdorf offensichtlich für einen schicksalhaften Vorgang. Hier ist nicht zu kritisieren, dass der Landkreis die Zusammenschlüsse der Krankenhäuser auf Landkreisebene unterstützt hat. Aber mit der Schließung der Geburtsstation in Sögel hat Burgdorf sich offensichtlich abgefunden und gibt als Beruhigungspille aus, dass dies nicht den Anfang vom Ende des Hümmling-Hospitals bedeuten müsse. Was man aber vom Landrat und der Kreispolitik erwarten könnte, ist der Widerstand gegen die Krankenhauspläne der Bundes- und Landesregierung. Stattdessen werden die Parteipolitiker der CDU und SPD, die das Krankenhaussterben offensiv betreiben, von der hiesigen Politik hofiert.

Dass Klimaereignisse wie Hochwasser, Moorbrände oder Stromausfälle entsprechende Katastrophenschutzpläne brauchen, wird niemand bestreiten. Aber Burgdorf fordert im Zusammenhang mit seinem Lob des Ausbaus der Sireneninfrastruktur durch den Landkreis, die Bevölkerung müsse resilienter werden. Er selbst outet sich als Prepper, der Vorräte für den Kriegsfall angelegt hat.

Nun könnte man das als einen gewissen Fatalismus durchgehen lassen, wenn Burgdorf in der nächsten Antwort nicht die Hoffnung auf die Ansiedelung von Rüstungsindustrie äußern würde. Eine Geburtsstation kann es nicht mehr in Sögel geben, aber Produktionsstätten für Mordwerkzeug werden als erstrebenswerte Zukunftsvision angeboten. Logisch, dass bei solchen Zukunftsaussichten auch jeder Vorräte bunkern sollte. Das klingt nicht einfach nach Vorsorge. In der Friedensbewegung wird die Werbung für den sogenannten Zivilschutz für einen Teil der Kriegspropaganda gehalten.

Witzig wird es, wenn Burgdorf die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft durch den Landkreis Emsland mit der Begründung ablehnt, es brauche individuelle Lösungen vor Ort. Burgdorf tut hier so, als sei er Chef eines großen Landes, in dem die Regierung nicht weiß, was in den entlegenen Regionen so vor sich geht. Er ist aber Landrat eines Landkreises mit 335.000 Einwohnern. Da sollte der Landrat noch wissen, was so vorgeht, zumal die vom Landkreis Emsland in Auftrag gegebene Aktualisierung des Wohnraumversorgungskonzeptes genau benennt, wo welche Wohnungen fehlen. Man stelle sich vor, der Oberbürgermeister von Köln würde öffentlich sagen, er könne zur Wohnraumversorgung in Köln-Deutz leider nichts sagen.

Er verweist in seiner Antwort ausschließlich auf die Ausweisung von neuem Bauland, für die in der Tat die Gemeinden zuständig sind. Das Wohnraumversorgungskonzept schlägt aber ausdrücklich den Bau von bezahlbaren Mietwohnungen durch die Öffentliche Hand vor. Das hatte auch die SoVD-Kreisvorsitzende Kötter gefordert. Eine Wohnungsbaugesellschaft auf Kreisebene könne gerade den finanzschwächeren Gemeinden helfen. Die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft würde dem Landkreis deutlich einfacher von der Hand gehen, als einer finanzschwachen Kommune. Eine kreisweite Wohnungsbaugesellschaft könnte zudem Rationalisierungseffekte beim Bau von Mietshäusern besser ausnutzen.

Burgdorf fällt stattdessen ein, Senioren sollten ihre Wohnungen aufgeben und an junge Familien vermieten. Dafür brauche es „aber alternativen Wohnraum für die ältere Generation“ fällt ihm dazu ein. Da hat er mal recht. [jdm]