Am Mittwoch, 19. August, startet das Emsland Archäologie Museum wieder mit der beliebten Workshop-Reihe „Mitmach-Mittwoch im Museum“. Ab 15 Uhr können Kinder zwischen 8 und 13 Jahren spielerisch in die Welt der Steinzeit eintauchen. Beim Basteln, Experimentieren und Ausprobieren erfahren die jungen Entdeckerinnen und Entdecker, wie Menschen in der Vorzeit lebten, jagten und ihre Umwelt nutzten. Dabei lernen sie typische Techniken und Materialien kennen und können selbst kreativ werden.
Die Workshop-Reihe findet mehrmals im Jahr statt und widmet sich jeweils wechselnden Themenschwerpunkten. Jede Einheit ist in sich abgeschlossen, sodass ein einzelner Besuch möglich ist und keine Vorkenntnisse oder vorherige Teilnahmen erforderlich sind. Weitere Termine: 21. Oktober und 16. Dezember. Teilnahme: 4 Euro. Anmeldung sowie weitere Infos zu dieser und anderen Veranstaltungen unter 05931 6605 oder info@archaeologie-emsland.de. [Landkreis Emsland]
Das Bundeskartellamt hat gegen sechs Unternehmen Geldbußen in Höhe von insgesamt rund 60,3 Mio. Euro wegen einer Kundenschutz- und Preisabsprache sowie Submissionsabsprachen im Bereich Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise („DSK“) verhängt. DSK ist eine Erhaltungsbauweise zur Sanierung von Straßen und anderen Asphaltflächen. An den Absprachen beteiligt war neben anderen Unternehmen – auch Liesen…alles für den Bau GmbH (Liesen), Lingen. Allerdings war Liesen später in das seit dem Jahr 2010 bestehende Kartell eingestiegen.
Die Unternehmen stimmten sich regelmäßig über Ausschreibungen öffentlicher und teilweise privater Auftraggeber ab. Im Vorfeld wurde geklärt, wer einen Auftrag bekommen soll und über welchem Mindestpreis die Schutzangebote liegen müssen. Dazu hielten sie regelmäßig Kontakt und trafen sich in der Saison – im Frühjahr und Sommer – ungefähr einmal im Monat. Die Absprachetreffen fanden meist an einem zentralen Ort in Deutschland statt, sehr häufig in Kassel. Bei Bedarf wurden Preisvorgaben zusätzlich z. B. telefonisch, per E-Mail oder mit Messenger (WhatsApp, Signal) mitgeteilt, meistens unter Verwendung einer Codesprache. Die Preise wurden verschlüsselt kommuniziert, z. B. als Meter-, Kilometerangabe, Wurst- oder Bierpreis, Sponsorenbetrag, Anzahl von Teilnehmern oder als Preis für ein Hotelzimmer oder für Events (Fußball, Karneval). Zum Teil wurden Preisvorgaben als Anfragen für Nachunternehmerleistungen, z. B. Rissesanierung oder Fräsen, getarnt.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Die führenden DSK-Anbieter in Deutschland haben sich über viele Jahre zahlreiche Aufträge der öffentlichen Hand gegenseitig zugespielt. Vereinbart war, dass grundsätzlich derjenige Anbieter alle künftigen DSK-Aufträge eines Kunden erhalten sollte, der diesen Kunden erstmalig für die Bauweise DSK gewonnen hatte. War ein beteiligtes Unternehmen nicht ausgelastet und benötigte zusätzliche Aufträge, wurde von dieser „Stammkunden“-Zuordnung in Einzelfällen abgewichen oder es wurde eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, um den Auftrag auf mehrere Anbieter aufzuteilen. Dadurch haben sich die Unternehmen den Markt aufgeteilt und dies durch Schutzangebote abgesichert. Das Kartell betraf einen wichtigen Bereich der öffentlichen Infrastruktur und damit letztlich Investitionen von Bund, Ländern und Gemeinden als Träger der Straßenbaulast.“ Auf der Homepage der Firma Liesen sieht man übrigens, dass das Betonwerk Liesen in Dörpen auch zum Unternehmen gehört.
Interessant ist auch der Unternehmenscodex der Firma „LIESEN…alles für den Bau GmbH“, den man ebenfalls auf der Homepage findet. Wir finden einige Auszüge daraus besonders aufschlussreich formuliert. (Abgerufen am 12.08.2026, 14:20 Uhr) Präambel: LIESEN folgt dem Grundverständnis des „ehrbaren Kaufmanns“ und bekennt sich zu seiner besonderen Verantwortung als Unternehmen. LIESEN handelt im Einklang mit allgemein anerkannten ethisch-moralischen Werten und Prinzipien, verhält sich rechtskonform und beachtet insbesondere die international und universal anerkannten Menschenrechte und Arbeitsstandards, wie sie im Folgenden festgehalten sind.
Ethische-moralische Verpflichtungen und umfassende Integrität: LIESEN verfolgt ausschließlich legale Geschäftsziele und -praktiken. LIESEN unterhält nur Geschäftsbeziehungen zu seriösen Partnern. LIESEN verhält sich gegenüber Geschäftspartnern und Kunden fair und wertschätzend.
Und besonders aufschlussreich ist die abschließende Formulierung mit der Überschrift „Selbstverpflichtung der Geschäftsführung“: Die Geschäftsführung als solche sowie alle Geschäftsführer bestätigen, den Unternehmenscodex sorgfältig gelesen zu haben, diesen verinnerlicht zu haben und den Unternehmenscodex stets zu achten und zu wahren.
Wie die Firma Liesen… alles für den Bau GmbH, Lingen (Ems) strukturiert ist, findet man übrigens bei North Data. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Ende Juli wurden in Lehe Bundeswehrangehörige bei der Vermessung des Kirchturms angetroffen. Eine kurze Internetrecherche zeigt, dass Vermessungstrupps der Bundeswehr zuvor auch an anderen Orten in Deutschland unterwegs waren. Unsere Nachfrage bei der Bundeswehr wurde an das Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBw) weitergeleitet und nun von dort beantwortet.
Zunächst wird erläutert, dass die Vermessungskräfte des ZGeoBw im gesamten Bundesgebiet unterwegs sind, um für die Herstellung von militärischen Kartenwerken die notwendigen Koordinaten zu erfassen bzw. zu überprüfen. Hierzu seien in der Regel Vermessungstrupps, bestehend aus 2-3 Soldatinnen/Soldaten, mit ihren geländegängigen Fahrzeugen unterwegs. Mit ihren GNSS-Ausstattungen bzw. terrestrischen Vermessungsausstattungen messen die Soldatinnen/Soldaten Hochpunkte zur Orientierung im Raum und zur Positionsbestimmung. Zu diesen Hochpunkten zählen u.a. Kirchtürme, Schornsteine, Funkmasten oder andere weit sichtbare Objekte im Gelände.
Im Zeitraum vom 20.07.2026 bis 30.07.2026 war ein Vermessungstrupp des ZGeoBw im Raum EMSLAND unterwegs, um dort die Hochpunktinformationen zu erfassen. Hintergrund (laut Antwort des ZGeoBw): Der Geoinformationsdienst der Bundeswehr stellt die GeoInfo-Unterstützung für das gesamte Aufgabenspektrum der Bundeswehr sicher. Für alle Bedarfsträger wird dabei lage- und ebenengerecht der Raum mit seinen Geofaktoren erfasst, um sich darin exakt zu positionieren und zu navigieren. Das ZGeoBw ist die zentrale Facheinrichtung des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr. Für weitere Informationen wird ein Link angeboten. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, 10.08.2026: Herzlake Dienstag, 11.08.2026: Vrees Mittwoch, 12.08.2026: Lingen Donnerstag, 13.08.2026: Papenburg Freitag, 14.08.2026: Meppen Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Lieder aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus präsentiert Michael M. Lang, hauptberuflich Jurist in Köln, im Rahmen eines musikalisch untermalten Vortrages am Sonntag, 30. August 2026, um 15.00 Uhr, in der Gedenkstätte Esterwegen, Hinterm Busch 1. Es gibt seltene Originalaufnahmen zu hören. Diese machen deutlich, wie die Lieder des Widerstandes um die Welt gingen.
Durch die Emigration vieler Musikschaffender nach 1933 bildete sich eine große Szene von Kulturschaffenden, die eigene Lieder und Texte aus dem Widerstand im nationalsozialistischen Deutschland vertonten. Michael Lang sammelt seit Jahrzehnten diese historischen Tondokumente, äußerst seltene Schellackplatten wie auch Rundfunkaufnahmen aus der Zeit, die er vorstellen möchte.
Das Material reicht von den Moskauer Aufnahmen Ernst Buschs über die Songs der internationalen Brigaden in Spanien, die Kompositionen der Arbeiterbewegung in den USA bis hin zur Musik der Resistance in Frankreich. Zur Sammlung von Lang gehören auch Aufnahmen des Moorsoldatenliedes, das im Konzentrationslager Börgermoor am 27. August 1933 erstmals aufgeführt und wenige Tage später verboten wurde. [Gedenkstätte Esterwegen]
Am 28. Mai 2026 gab der finnische Konzern UPM bekannt, dass das Unternehmen mit dem Wettbewerber Sappi eine verbindliche Vereinbarung über das Joint Venture im Bereich grafischer Papiere unterzeichnet habe. Grundlagen der verbindlichen Vereinbarung seien, dass UPM und Sappi ihre jeweiligen Geschäftstätigkeiten und Anlagen mit einem kombinierten Unternehmenswert von 1.420 Mio. Euro in das Joint Venture einbringen werden, ohne Berücksichtigung des Werts der zu erwartenden Synergieeffekte. Das UPM Communication Papers Geschäft werde dabei mit 1.100 Mio. Euro bewertet (Unternehmenswert), das Europageschäft von Sappi mit 320 Mio. Euro (Unternehmenswert).
Uns hat interessiert, ob auch das Gaskraftwerk am Standort UPM Nordland Papier in Dörpen in das Joint Venture transferiert werden soll. Dies erschien uns wichtig, weil die eigene Energieerzeugung mit dem Gaskraftwerk von UPM in Dörpen bisher als wirtschaftlicher Vorteil gegenüber Wettbewerbern dargestellt wurde.
Unsere Nachfrage an die Konzernzentrale in Helsinki wurde nicht beantwortet, weswegen wir bei UPM Nordland Papier in Dörpen ebenfalls nachgefragt haben. Nach acht Wochen und einer Erinnerungsmail haben wir am 6. August die Antwort erhalten, dass man die Frage nicht beantworten werde.
So ist es halt mit großen Konzernen. Sie verfügen in der Regel über große Presseabteilungen – hier UPM, Media Relations – die genau abgegrenzte Informationen an die Öffentlichkeit geben. Damit sollen Aktionäre positiv gestimmt werden, Nachfragen aus der breiten Öffentlichkeit sind aber nicht erwünscht. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Manche nennen sie Schiffsbohrwürmer. Dass passt dem Holzfachwirt Dr. Johann Müller aus Neudörpen aber gar nicht, weil es sich um Muscheln handelt. Richtiger ist der Name Schiffsbohrmuschel oder Pfahlmuschel. Müller erforscht dieses Tier oder besser, wie man Holzbauten vor diesem Tier schützen kann, schon seit fast 20 Jahren.
Holzbohrmuschel (Foto Public Domain United States Geological Survey, Wikipedia)
In letzter Zeit geriet die Holzbohrmuschel in die Schlagzeilen, weil sie 2022 in Bremerhaven für das Absacken des Moleturms auf der Nordmole im Hafen verantwortlich war. Und die Weserfähre zwischen Bremerhaven nach Blexen kann ihren Anleger in Bremerhaven bis auf Weiteres nicht nutzen, wofür auch die Bohrmuschel verantwortlich gemacht wird. Radio Bremen stellt sechs Opfer der Muschel in Bremerhaven vor.
Die Schiffsbohrmuschel wird bis zu 45 cm lang und hat einen Durchmesser von etwa 1,5 cm. Das sieht nach Wurm aus, aber sie hat auch Muschelschalen an ihrem Vorderende, die allerdings stark verkleinert sind und zu Bohrwerkzeugen umgebildet sind. Circa 1000 Zähnchen, die in mehreren Reihen angeordnet sind, raspeln Gänge in die im Wasser stehenden Holzbauten. Die Tiere ernähren sich von dem Holz und von aus dem Wasser filtriertem Plankton. Das Holz wird dadurch morsch und verliert seine Tragfähigkeit.
Von der Holzbohrmuschel befallener Holzstamm
Die Muscheln leben im Salzwasser und waren immer schon ein Problem für die (Holz)-Schifffahrt und Wasserschutzbauten, wie Holzdämmen. Für Fundamente für Molen, Anleger und Brücken wurden und werden Holzpfähle in den vom Wasser überschwemmten Boden gerammt. Darauf können dann Bauten erstellt werden. Dass an der Weser und der Ems mehr Bauten als früher vom Bohrmuschelbefall betroffen sind, führt Müller auf die Vertiefung der Flüsse zurück. Dadurch steigt der Salzgehalt der Flüsse und das ist für die Tiere lebenswichtig. „Ein weiterer Aspekt ist der Klimawandel. Die Temperatur der Nordsee steigt und da fühlt sich die Holzbohrmuschel wohl“, nennt Müller einen weiteren Aspekt.
Links unbefallener Stamm, der mit Geotextilien geschützt war. Bei den dunklen Flecken handelt es sich um Korrosion von Metallschrauben oder Nägeln
Zurzeit untersucht Müller gerade die Verbreitung der Holzbohrmuschel in Norddeich. In den Inselhäfen Wangerooge, Spiekeroog und Langeoog, sowie in Cuxhaven konnten schon Schäden beobachtet werden.
Müller führte seine Untersuchungen zusammen mit Wissenschaftlern aus Dänemark, Italien, Großbritannien, Slowenien und der Türkei durch. In Venedig wurden Geotextilien getestet. Geotextilien werden bereits im Straßenbau und im Küstenschutz eingesetzt. Die Versuchshölzer wurden mit diesen Stoffen aus verschiedenen Materialien umwickelt und dann in den Wasseruntergrund eingebracht. Dabei ging es nicht nur darum, die Wirksamkeit und Haltbarkeit der Materialien zu testen, sondern auch darum, die Technik für die Ummantelung zu entwickeln. Ein Ergebnis war, dass es mit diesen langlebigen Stoffen möglich ist, die Hölzer zu schützen. Ein weiteres Ergebnis ist, dass bei bereits verbauten Hölzern die Anbringung der Textilien eher schwierig wird.
Auszug aus dem Programm der Konferenz in China
Die Forschung der Wissenschaftlergruppe zu den Holzbohrmuscheln wurde gerade im Mai in Beijing präsentiert. Mit der Anwendung dieser Forschungsergebnisse wird es möglich, Holzbauten zum Teil nachträglich zu schützen und vor allem, das Baumaterial Holz nicht gänzlich durch Stahl zu ersetzen. [jdm]
Update vom 08.08.2026:
Heute morgen gab es ein Interview mit Dr. Müller im Deutschlandfunk Kultur.
In den vergangenen Wochen wurde in Dörpen viel darüber spekuliert, ob die AfD eigene Kandidaten für die Gemeinde- und Samtgemeinderatswahl aufstellen würde. Auch in der Verwaltung in Dörpen häuften sich zum Ende der Einreichungsfrist am 20.07.2026 entsprechende Anfragen, berichtete Wahlleiter Heinz-Hermann Lager einleitend am 22.07.2026 bei der öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses zur Zulassung von Wahlvorschlägen für die Kommunalwahl am 13.09.2026. Die Alternative für Deutschland (AfD) werde aber bei der Kommunalwahl in der Gemeinde und der Samtgemeinde Dörpen nicht antreten, war seinen Worten zu entnehmen.
Doch was sind die Gründe dafür, dass die Partei keine Kandidaten für die Kommunalwahl in der Samtgemeinde aufstellen konnte? Namen kursierten in der Gemeinde, aber der Schritt in die Öffentlichkeit mit einer eigenen Kandidatur schien für die möglichen Kandidaten zu groß. Diese Annahme wurde am vergangenen Freitag am AfD-Wahlstand auf dem Papenburger Wochenmarkt bestätigt: „Die wollen ihr Gesicht nicht zeigen“, lautete die Erklärung.
Den konservativen Parteien – allen voran der CDU – dürfte die Zurückhaltung der AfD-Anhänger in Dörpen gefallen, denn sie hätten wohl reichlich Stimmen an die Rechtsaußen-Konkurrenz verloren. In welchem Umfang die verhinderte Abwanderung der Wähler nach rechts hätte ausfallen können, lassen die Ergebnisse der AfD in der Samtgemeinde Dörpen bei den letzten Wahlen erahnen: Bei der Wahl zum Europaparlament im Juni 2024 erreichte die AfD hier etwa 14 %, bei der Bundestagswahl im Februar 2025 waren es sogar 19 %. Bei der Kommunalwahl ist allerdings die persönliche Bekanntheit von Kandidaten bei den Wählern mitentscheidend – es müssten bekannte Gesichter sein. Ob die AfD in der Samtgemeinde Dörpen Kandidaten mit einem ähnlich hohen Bekanntheitsgrad wie die nun zur Wahl antretenden Kandidaten anderer Parteien oder Einzelbewerber hätte finden können, ist zu bezweifeln. Und ob die Personen zu den Gesichtern dann wirklich bei der Wahl „gezogen“ hätten, scheint ebenfalls fraglich.
Rückschlüsse wird man am 13.09.2026 abends mit den Ergebnissen der AfD-Kandidaten für den Kreistag ziehen können. Ob die AfD mit den verhinderten Kandidaten in Dörpen den gleichen Stimmenanteil bei der Gemeinde- bzw. Samtgemeinderatswahl erzielt hätte, bleibt dann aber immer noch Spekulation. Ebenso ist es müßig, darüber zu spekulieren, ob die wieder zu erwartende CDU-Mehrheit auf Gemeinde und Samtgemeindeebene durch die AfD gefährdet worden wäre. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Daher steht das Thema Geschwindigkeit in der Woche vom 03. bis 09. August 2026 erneut im Mittelpunkt. Auch die Polizeidirektion Osnabrück beteiligt sich an der sogenannten „Speedweek“ und führt im gesamten Zuständigkeitsbereich, vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln (also auch im Emsland) verstärkte Kontrollen durch.
„Besonders die Geschwindigkeitsverstöße haben wir in dieser Woche im Blick, da die Schwere der Verletzungen bei Verkehrsunfällen unmittelbar mit der gefahrenen Geschwindigkeit zusammenhängt. Wir dulden keine Raser und Drängler, denn das ist nicht nur rücksichtslos, sondern auch sehr gefährlich für alle Beteiligten“, sagt Laura-Christin Brinkmann, Sprecherin der Polizeidirektion Osnabrück.
Die Zahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Osnabrück ist mit 31.146 Fällen im letzten Jahr etwa auf dem Vorjahresniveau geblieben. Deutlich rückläufig war hingegen die Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang: Diese sank auf 65 Fälle mit insgesamt 70 Todesopfern. Die „Speedweek“ findet im Rahmen des Roadpol-Verbundes statt. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss europäischer Verkehrspolizeien, die mit gemeinsamen Schwerpunktaktionen auf die häufigsten Ursachen schwerer Verkehrsunfälle aufmerksam machen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr zu stärken und damit die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen. [PM Polizeidirektion OS]
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, ß3.08.2026: Twist Dienstag, 04.08.2026: Wesuwermoor Mittwoch, 05.08.2026: Haselünne Donnerstag, 06.08.2026: Hilkenbrook Freitag, 07.08.2026: Lingen Samstag, 08.08.2026: --- Sonntag, 09.08.2026: Varenrode Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Die Angebotsmieten im Emsland sind zwischen 2020 und 2025 um 43,5 Prozent gestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen der Bundesregierung hervor, die auf eine Kleine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Jorrit Bosch zurückgehen. Damit gehört das Emsland zu den Regionen mit den stärksten Mietsteigerungen in ganz Niedersachsen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte eine Anfrage der Linken einen überdurchschnittlichen Mietanstieg im Emsland aufgezeigt. Damals waren die Erst- und Wiedervermietungsmieten innerhalb von drei Jahren um 19,1 Prozent gestiegen. Passiert ist seitdem wenig. Statt wirksamer Maßnahmen gegen steigende Wohnkosten hat sich die Situation weiter verschärft, erklärt Die Linke – Kreisverband Emsland hierzu in einer Stellungnahme, die man auf der Homepage der Partei findet.
Besonders alarmierend sei, dass die Mietsteigerungen im Emsland deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt von 24,7 Prozent liegen. Gleichzeitig sinkt landesweit seit Jahren der Bestand an Sozialwohnungen: Seit 2015 ist der Bestand an Sozialwohnungen um fast 40.000 geschrumpft.
Erläuterung zur Berechnung: Grundlage der Rechnung ist eine 60 m²-Wohnung: Die durchschnittliche Angebotsmiete stieg rechnerisch von etwa 6,82 €/m² (2020) auf 9,79 €/m² (2025). Das entspricht rund 178 € mehr Kaltmiete pro Monat bzw. über 2.000 € im Jahr. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Das Dekanat Emsland-Nord lädt herzlich zu "Schritte, die tragen" - einem gemeinsamen Weg für Menschen in Zeiten der Trauer und des Abschieds - ein.
Gemeinsam gehen wir ein Stück des Weges - schweigend oder im Gespräch, aufmerksam für die Natur und für das, was gerade Raum braucht. Schritt für Schritt entsteht Raum für Erinnerungen, für Begegnungen und für das, was gerade da ist.
Samstag, 29. August 2026, 9:30 Uhr bis ca. 12:00 Uhr. Treffpunkt: St. Franziskus-Kirche, Werpeloh. Strecke: Werpeloh – Sögel (ca. 6,2 km). Die Teilnahme ist kostenlos.
Bei evtl. Rückfragen gerne melden beim Team Trauerbesuche, Karin Kuper, 04966 918032, oder dem Dekanat Emsland-Nord, Sabine Hunfeld-Jansen, 0160 3287319, s.hunfeld-jansen@bistum-os.de. [Karin Kuper]
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, 27.07.2026: Papenburg Dienstag, 28.07.2026: Neumehringen Mittwoch, 29.07.2026: Börger Donnerstag, 30.07.2026: Helte Freitag, 31.07.2026: Lehrte Samstag, 01.08.2026: Herbrum Sonntag, 02.08.2026: Lathen Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 27.07.2026 bis Freitag, den 31.07.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]
Gestern hat der Wahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung im Sitzungssaal des Rathauses der Samtgemeinde Dörpen über die Zulassung der Wahlvorschläge zur Kommunalwahl am 13.09.2026 entschieden. Die Verwaltung hatte zuvor alle eingegangenen Wahlvorschläge für den Gemeinderat Dörpen geprüft. Der Ausschuss stimmte den Wahlvorschlägen einstimmig zu.
Damit treten für die CDU 14 Kandidatinnen und Kandidaten zur Gemeinderatswahl an. (Da die CDU ihre Wahlvorschläge bereits mit einer Wahlwerbung im Ort bekannt gegeben hat, verzichten wir hier auf die Nennung der Namen.)
Für die SPD stellen sich die bisherigen Ratsmitglieder Doris Schröder und Alexandra Pötker zur Wahl. Die UWG tritt mit Matthias Witte und dem neuen Kandidaten Marco Leerkes an.
Als Einzelwahlvorschlag wird Dr. Johann (Hans) Müller (Redaktion Gruenealternative.de/Forum-D) auf dem Wahlzettel erscheinen. Er wurde vor fünf Jahren als Parteiloser auf der Liste der Grünen in den Rat gewählt.
Doris Schröder, Alexandra Pötker, Matthias Witte, Marco Leerkes und Hans Müller treten auch zur Samtgemeinderatswahl an. [{HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Grau ist nicht gleich grau – Farbton des Marinetankers in Papenburger Hafen offenbar nicht kriegstüchtig.
Der NDR erinnert in seiner Rubrik Geschichtean die massiven Luftangriffe der Alliierten im Juli 1943 auf Hamburg. Sie begannen in der Nacht vom 24. auf den 25. Juli und erreichten ihren Höhepunkt in der Nacht zum 28. Juli, in der 30.000 Menschen starben.
Begünstigt durch wochenlange Hitze und Trockenheit taucht an dem Tag erstmals im Luftkrieg das Phänomen eines Feuersturms auf, schreibt der NDR. Zehntausende Brände vereinten sich zu riesigen Flächenbränden. In den schmalen Straßen wurde die Luft wie in einem Kamin angesogen. Die fünfstöckigen Wohnblocks und die Speicher entlang der Kanäle boten den Flammenwalzen mit bis zu 1.000 Grad ausreichend Brennmaterial.
Doch erinnern reicht nicht aus, wenn ein neuer Krieg herbeigeredet wird. Der NDR beteiligt sich wie viele anderen Medien daran, Krieg wieder als Option in Erwägung zu ziehen. Kriegstüchtigkeit soll so in den Köpfen erzeugt werden. Eine Suchabfrage mit dem Wort „kriegstüchtig“ auf der NDR-Homepage ergibt 172 Treffer (Abfrage am 24.07.2026).
Derweil schielen Lokalpolitiker auch im Emsland auf Investitionen aus dem Militär- und Rüstungssektor. Der schwächelnden Wirtschaft soll mit Produktionsstätten für Waffen oder Rüstungsaufträgen unter die Arme gegriffen werden, wie das Beispiel der Marinetanker in Papenburg zeigt. Die Werft tut sich noch schwer mit diesem Auftrag, war der NOZ vom 23.06.2026 zu entnehmen. Man hat sich offenbar im Farbton „vergriffen“ und das falsche Grau gewählt…
Nun soll der Tanker offenbar komplett neu lackiert werden, spekuliert die NOZ. Zudem könnten an Bord Materialien verbaut worden sein, die die Vorschriften hinsichtlich der Brand- und Materialvorschriften nicht erfüllen, will die Zeitung erfahren haben. Ganz so einfach ist das Geschäft mit der Rüstung also nicht, zeigt das Beispiel, aber beim nächsten Tanker wird man dann sicherlich den richtigen Farbton treffen.
So weit ist man in Dörpen noch nicht. Doch in der Bürgerfragestunde der Gemeinderatssitzung am 26.06.2026 wurde wieder das Gerücht über eine Ansiedlung des Rüstungskonzerns Rheinmetall in der Gemeinde „aufgewärmt“. Dieses Projekt wird wohl ein Gerücht bleiben. Dörpen bietet allerdings reichlich Flächen. Damit könnten weitere Überlegungen dieser Art angestellt werden, wenn sich keine friedlicheren Optionen bieten.
Es bleibt also zu hoffen, dass sich irgendwann Investoren aus dem Nicht-Rüstungssektor für Dörpen interessieren und die Ansiedlung von Rüstungsfirmen immer Gerüchte bleiben. Damit wäre die Gemeinde dann zumindest kein „heißes“ Ziel für mögliche Kriegsgegner, und den Dörpenern bliebe ein Feuersturm wie in Hamburg erspart.
Auch das Feuer im eigenen Ort kurz vor Kriegsende am 20. April 1945 sollte nicht vergessen werden. Damals wurde nahezu der gesamte Ort von polnischen Truppen niedergebrannt. Noch gibt es in Dörpen Zeitzeugen, die berichten können, was Krieg bedeutet. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Der finnische UPM-Konzern, zu dem auch Nordland Papier in Dörpen gehört, will das Sperrholzgeschäft als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen aus dem Konzern ausgliedern . Am 31. Oktober soll die Ausgliederung abgeschlossen sein.
Nun ist man offenbar einen Schritt weiter, denn die finnische Finanzaufsichtsbehörde hat in der vergangenen Woche den Abspaltungs- und Börsenprospekt der Wisa Group plc, Helsinki, genehmigt. Damit sollen die Sperrholzwerke unter dem Namen „Wisa“ in eine eigenständige börsennotierte Gesellschaft überführt werden.
Die Abspaltung steht unter anderem noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die außerordentliche Hauptversammlung von UPM. Der Handel mit den Aktien von Wisa am regulierten Markt der Nasdaq Helsinki Ltd. wird voraussichtlich am 2. November oder so bald wie möglich danach aufgenommen, berichtete das Holz-Zentralblatt am vergangenen Freitag. Die Originalmeldung in englischer Sprache findet man auf der UPM-Homepage. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, 20.07.2026: Schapen Dienstag, 21.07.2026: Sögel Mittwoch, 22.07.2026: Aschendorf Donnerstag, 23.07.2026: Baccum Freitag, 24.07.2026: Schöninghsdorf Samstag, 25.07.2026: Heede Sonntag, 26.07.2026: Dohren Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Entlassungsschein des KZ Esterwegen aus dem Jahr 1936, der nun in den Besitz der Gedenkstätte übergegangen ist.
Mehr als 600 Dokumente aus der Zeit des Nationalsozialismus sind an Gedenkstätten, Erinnerungsorte und Archive übergeben worden. Der Generaldirektor der Stiftung Auschwitz-Birkenau, Wojciech Soczewica, hatte sie Anfang des Jahres aus einer abgesagten Auktion im nordrhein-westfälischen Neuss treuhänderisch übernommen. Vertreterinnen und Vertreter aus zehn bundesdeutschen Gedenkstätten und Erinnerungsorten, u. a. Bergen-Belsen, Buchenwald, Dachau, Sachsenhausen und Hadamar, kamen aus diesem Anlass in den Düsseldorfer Landtag. Zur feierlichen Veranstaltung war auch Dr. Sebastian Weitkamp, Co-Leiter der Gedenkstätte Esterwegen, in die NRW-Landeshauptstadt gereist, um die Dokumente der Inhaftierten aus den Emslandlagern entgegenzunehmen.
Die historischen Dokumente, darunter Lagerpostkarten, Täterbriefe und Lagergeld, stammen aus der abgesetzten Auktion „Das System des Terrors 1933-1945 Vol. II“, wo sie ursprünglich versteigert werden sollten. Dies hatte vor der Auktion zu Protesten geführt. Die papiernen Zeitzeugen werden nun in den jeweiligen Gedenkstätten archiviert und zum Zweck der Dokumentation und Forschung eingesetzt.
Unter den Papieren, die an die Gedenkstätte Esterwegen übergegangen sind, befindet sich u. a. der Entlassungsschein des Häftlings Otto Thätner aus dem KZ Esterwegen. Der 1899 geborene Schiffbauer und Lokführer war 1933 in Tilsit verhaftet worden und am 4. April 1934 in das KZ Esterwegen gekommen. Von hier wurde er am 20. Februar 1936 nach Hamburg entlassen.
Ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus u. a. Kirche, Politik, Unternehmer und Journalisten hatte sich dafür stark gemacht, dass die NS-Dokumente in die jeweiligen Archive der Gedenkstätten aufgenommen werden können. Landtagspräsident André Kuper, der zur Veranstaltung in die NRW-Landeshauptstadt geladen hatte, dankte den beteiligten Initiatoren und würdigte das ehrenamtliche und gesellschaftliche Engagement. Die vielen Spenderinnen und Spendern aus Nordrhein-Westfalen, hatten den Ankauf der Dokumente möglich gemacht. Auch die Gedenkstätte konnte die Aktion mit Spenden, die sie von Besucherinnen und Besuchern erhalten hat, unterstützen. [Landkreis Emsland/Foto: Gedenkstätte Esterwegen]
Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 20.07.2026 bis Freitag, den 24.07.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]
Reisende und Besuchende am Bahnhof Dörpen können sich neuerdings mit einem digitalen Aushang über geplante Abweichungen der Züge direkt am Gleis informieren. Die neue Anzeige ähnelt einem Tablet und hat einige Bedienfunktionen, die über geplante Abfahrtzeiten der Züge und eventuelle Abweichungen vom Fahrplan – insbesondere durch Baustellen – informieren.
Mittels eines Ansagetasters besteht zudem die Möglichkeit, die aktuelle DSA+-Anzeige ( Dynamische Schriftanzeige) bei Bedarf ansagen/wiederholen zu lassen. Anders als die automatischen Ansagen ist diese Sprachausgabe nur im Nahbereich des Tasters hörbar.
Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 13.07.2026 bis Freitag, den 17.07.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53), Renkenberge – Wahn (K168) und Wippingen – Werpeloh (K114) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]
Wenn sich die historische Mühle im Abendlicht dreht und die ersten Klänge über den Mühlenhof ziehen, beginnt ein ganz besonderer Sommerabend.
Am Samstag, den 25.07. ab 19:30 Uhr verwandelt sich der Mühlenhof wieder in die stimmungsvollste Konzertbühne des Emslands. Freut Euch auf einen unvergesslichen Sommerabend mit Live-Musik, kühlen Getränken und leckeren Snacks!
Den stimmungsvollen Start in den Abend übernimmt die Schützenkapelle Wippingen. Mit ihren mitreißenden Klängen sorgt sie pünktlich zum Sonnenuntergang für die perfekte Einstimmung.
Im Anschluss übernimmt die Band Sonic & Smoke die Bühne. Mit einer packenden Live-Performance, energiegeladenen Rock- und Pop-Klassikern sowie aktuellen Hits reißen sie das Publikum garantiert mit und sorgen für beste Stimmung.
Kommt vorbei, bringt Eure Freunde mit und genießt mit uns einen lauen Sommerabend voller Musik und guter Laune! Tickets bekommt ihr online unter doerpen-kultur.de oder vor Ort unter anderem im Dorfladen Uhlen. Wir freuen uns auf Euch. [Marlies Berling]
Auch wenn die Problematik nicht Tagesthema ist, schwelt doch die Suche nach einem Endlager für Atommüll weiter im Hintergrund. In Wippingen hatte die Interessengemeinschaft Kein Atommüllendlager im Emsland e.V. im Anschluss an eine Kundgebung 2022 ein als Castor-Behälter dekoriertes Güllefass bei der Mehrzweckhalle stationiert. Seitdem erinnert das Fass an die ungelöste Atommüllfrage - oder auch nicht mehr, weil sich das Auge so daran gewöhnt hat, dass das Fass gar nicht mehr wahr genommen wurde.
Andreas Perkmeyer aus Sögel und Michael Horstmann aus Werpeloh stationierten den Castorbehälter jetzt zusammen mit Hermann-Josef Pieper in Sögel in der Wahner Straße. Dort wird er am kommenden Wochenende zunächst den Schützenfestbesuchern ins Auge fallen und danach weiterhin alle daran erinnern, dass die Salzstöcke im nördlichen Emsland Standorte für den strahlenden Müll werden könnten. [jdm/Fotos: Hermann-Josef Pieper]
Im April 2026 wurde das DIZ Emslandlager in Papenburg im Rahmen des Förderprogramms SWITCH der Stiftung Niedersachsen mit einer von drei Förderungen ausgezeichnet. Auf dieser Grundlage entwickelt das DIZ derzeit ein interaktives, digitales Lernformat, das historische Orte nationalsozialistischer Verfolgung in Papenburg auf neue Weise erfahrbar macht. Ziel ist es insbesondere, junge Menschen über digitale und ortsbezogene Zugänge für die Geschichte der Emslandlager zu sensibilisieren und zur aktiven Auseinandersetzung anzuregen.
In Meppen entsteht wieder ein Frauenhaus: Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Ems-Vechte e.V. eröffnet zum 1. August 2026 eine neue Einrichtung mit acht Schutzplätzen für Frauen und ihre Kinder. Damit stehen nach der Schließung des früheren Frauenhauses in diesem Mai infolge der Insolvenz des damaligen Trägers SkF Meppen erneut Schutz- und Unterstützungsangebote vor Ort zur Verfügung. Das Land Niedersachsen unterstützt den Aufbau der neuen Einrichtung.
Der SkF Ems-Vechte e.V. übernimmt die Trägerschaft des Frauenhauses. Als anerkannter Wohlfahrtsverband verfügt der Verein über langjährige Erfahrung in der Beratung und Unterstützung von Frauen, Kindern und Familien. Mit seinen vielfältigen sozialen Angeboten ist der Verband in der Region fest verankert und bringt umfassende Expertise im Bereich des Gewaltschutzes mit.
Das neue Frauenhaus bietet acht Schutzplätze sowie eine umfassende sozialpädagogische Begleitung. Neben der sicheren Unterbringung erhalten die Bewohnerinnen Unterstützung bei rechtlichen, finanziellen und persönlichen Fragestellungen sowie bei der Entwicklung neuer Lebensperspektiven.
Die Neugründung erfolgt vor dem Hintergrund eines weiterhin hohen Bedarfs an Schutz- und Unterstützungsangeboten für von Gewalt betroffene Frauen. Häusliche Gewalt zählt nach wie vor zu den größten sozialen Herausforderungen in Deutschland. Auch die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim verzeichnet steigende Fallzahlen in der Region. Laut Kriminalstatistik stieg die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 10,9 Prozent. [Landkreis Emsland]
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, 06.07.2026: Lingen Dienstag, 07.07.2026: Schöninghsdorf Mittwoch, 08.07.2026: Dörpen Donnerstag, 09.07.2026: Klein Berßen Freitag, 10.07.2026: Meppen Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]