Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 26.10.2026: Schwefingen
Dienstag, 27.10.2026: Dörpen
Mittwoch, 28.10.2026: Wesuwermoor
Donnerstag, 29.10.2026: Twist
Freitag, 30.10.2026: Herzlake
Samstag, 31.10.2026: Hebelermeer
Sonntag, 01.11.2026: Hummeldorf
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Emsland
Sperrungen Schießgebiet
Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 26.10.2026 bis Freitag, den 30.10.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg und Wippingen – Werpeloh (K114) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]
Neudörpen: Abriss des Gemeindezentrums soll im November erfolgen
In Neudörpen soll ein neues Gemeindezentrum an der Stelle des bisherigen Gebäudes gebaut werden. Aus diesem Grunde muss das bestehende Gebäude zunächst rückgebaut werden. Die Ausschreibung ist hierfür bereits erfolgt und der Auftrag vergeben. Ab dem 9. November soll der Abriss erfolgen.
Auch die Rohbauarbeiten sind bereits vergeben, hat uns die Verwaltung weiter mitgeteilt. Die Ausschreibungen für die übrigen Gewerke sind in der Vorbereitung. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-de]
UPM nimmt Bioraffinerie in Leuna in Betrieb
Der finnische Forst-, Holz-, Zellstoff- und Papierkonzern UPM, zu dem Nordland Papier in Dörpen gehört, hat seine Bioraffinerie in Leuna (Sachsen-Anhalt) offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage sei auf eine Jahreskapazität von 220.000 t ausgelegt, teilte das Unternehmen mit. Die Gesamtinvestition beziffert UPM auf 1,37 Mrd. Euro.
Nach Unternehmensangaben sind die enzymatische Hydrolyse und die Herstellung ligninbasierter Spezialchemikalien inzwischen stabil angelaufen. Die Anlage verarbeitet Buchenholz aus Durchforstungen und Sägewerksreststoffe aus einem Umkreis von rund 200 km. Bei der enzymatischen Hydrolyse wird die Biomasse in Industriezucker und Lignin zerlegt. Diese dienen als Rohstoffe für die Chemieindustrie und können fossile Vorprodukte ersetzen.
Allerdings verlief in Leuna nicht alles wie geplant. Anlässlich eines Besuchs des Bundespräsidenten im Sommer 2021 auf der Baustelle in Leuna berichtete UPM am 23. Juni 2021, dass dort ab 2023 produziert werden solle, also verzögerte sich der Start der Produktion um drei Jahre. Auch die Kosten liefen aus dem Ruder: Statt der geplanten 550 Millionen Euro wurden es schließlich mehr als doppelt so viel. Auf der Homepage des MDR findet man hierzu einen Bericht. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
WhatsApp-fähige Handys gesucht

Wer hat noch ein funktionsfähiges Smartphone herumliegen, das er zur Verfügung stellen kann. Ich suche für Betreute funktionsfähige Smartphones. Die Personen haben als Pflegeheimbewohner nur ein Taschengeld und können sich keine Geräte kaufen.
Die Smartphones sollten noch WhatsApp-fähig sein und man sollte mit ihnen telefonieren können. Weitere Anforderungen bestehen nicht. Vor der Abgabe sollten sie auf Werkseinstellung zurückgestellt werden, so dass alle bisherigen Daten gelöscht sind. Hierbei kann aber auch Hilfestellung geleistet werden. Bitte melden bei deters.wippingen@gmx.de. [jdm]
WSA versperrt Kanalzufahrt in Kluse mit Steinblöcken
Nachdem es am Seitenkanal Gleesen-Papenburg in Kluse im Bereich der ehemaligen Badestellen mehrmals zu Sandentnahmen aus dem Kanaldamm gekommen war, hatte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee (WSA) die Zufahrt im Jahr 2022 mit drei Pfosten versperrt. Im Sommer 2026 wurde dann der mittlere Pfosten an der Ostseite des Kanals am Boden abgesägt (s. a. unseren Bericht vom 9. September 2026).
Das WSA Ems-Nordsee wolle deshalb eine von der bisherigen Ausführung abweichende, geeignetere Barriere an dieser Stelle errichten, wurde uns von dort mitgeteilt. Dies ist nun geschehen: An beiden Seiten des Kanals versperren jeweils drei Gesteinsblöcke zusätzlich die Zufahrt zum Kanal.
Diese Maßnahme erscheint auch uns geeigneter als die bisherigen Pfosten. Damit könnte man sicherlich auch das Befahren des Kanaldamms an anderer Stelle verhindern. Beispielsweise sind an der westlichen Kanalseite südlich der Neudörpener Straße immer wieder Fahrzeuge von Anglern auf dem Damm zu sehen, obwohl hier das Angeln wegen der im Kanal vermuteten Munition aus dem Zweiten Weltkrieg verboten ist. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Dörpen: Umbau des Kreisels beim Edeka-Markt zieht sich hin – Kostensteigerung nicht auszuschließen
In unserem Artikel vom 12.10.2026 war zu lesen, dass sich die Preise im Straßenbau im Vergleich von August 2025 und August 2026 um fast 7 % erhöht haben; dies hatte das Statistische Bundesamt ermittelt. Wir haben in der Verwaltung nachgefragt, ob, und ggf. wie sich diese Kostensteigerung auf in Dörpen geplante Baumaßnahmen auswirken.
Offenbar musste eine größere Baumaßnahme insgesamt wegen unerwartet hoher Kosten verschoben werden, haben wir erfahren. Laut Verwaltung wird in diesem Jahr die geplante Neugestaltung des Kreisverkehrs beim Edeka-Markt nicht umgesetzt. Für diese Maßnahme, die laut Haushaltsplan 2026 als Ergebnis eines einige Jahre zuvor beschlossenen Verkehrskonzeptes umgesetzt werden soll, waren Kosten von 490.000 € veranschlagt worden.
Im Frühjahr dieses Jahres fand eine Ausschreibung der Baumaßnahme statt, die jedoch nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen führte. Es gab nur einen Bieter, dessen Angebot deutlich über der Kostenschätzung lag. Deshalb wurde die Ausschreibung aufgehoben. Dieses Ergebnis hänge sehr wahrscheinlich damit zusammen, dass sich die Auslastung in der Tiefbaubranche nicht zuletzt wegen der staatlichen Investitionsprogramme deutlich verbessert habe, führt die Verwaltung als Erklärung an.
Was sind nun die Folgen? Bei einer angenommenen Kostensteigerung von 7 % würden sich zusätzliche Kosten von etwa 34.000 Euro ergeben. Die Verwaltung sieht eine Erhöhung der Kosten für den Kreisel allerdings nicht in diesem Umfang auf sich zukommen.
„Wir gehen in diesem Einzelfall sicher davon aus, dass eine erneute Ausschreibung zu einem günstigeren Zeitpunkt zu deutlich besseren Ergebnissen führen wird“, lautet die optimistische Einschätzung der Verwaltung. Neben dem allgemeinen Preisniveau spiele auch die Auslastung der regionalen Bauwirtschaft zum jeweiligen Ausschreibungszeitpunkt eine wesentliche Rolle für die Preisbildung. Die einfache Logik der Verwaltung scheint zu lauten, dass weniger Aufträge für die Bauwirtschaft niedrigere Preise ergeben.
Doch zurzeit ist nach unserer Einschätzung wohl nicht von einer Verschlechterung der Auftragslage im Straßenbau auszugehen. Und auch die Verwaltung bleibt vorsichtig optimistisch: Ob die Kostenschätzung angepasst werden müsse, sei zum jetzigen Zeitpunkt schwer einzuschätzen. Jedenfalls gehe man nicht davon aus, dass eine etwaige Kostensteigerung Ausmaße erreicht, die die Finanzierung der Maßnahme generell gefährden würde. Gleichwohl bleibe der Straßenbau in der Gemeinde Dörpen eine Daueraufgabe. Vor diesem Hintergrund seien größere Preissteigerungen natürlich immer unerfreulich und eine Herausforderung. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Verkehrsüberwachung
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 19.10.2026: Meppen
Dienstag, 20.10.2026: Klein Hesepe
Mittwoch, 21.10.2026: Neumehringen
Donnerstag, 22.10.2026: Papenburg
Freitag, 23.10.2026: Eisten
Samstag, 24.10.2026: Lingen
Sonntag, 25.10.2026: Dörpen
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Sperrungen Schießgebiet
Die WTD 91 meldet nur für den 21.10.2026 und 22.20.2026 auf dem Schlagbrückener Weg Sperrungen. [jdm]
Abstrakte Malerei von Susanne Dowden im Ludmillenhof Sögel
Vom 22.10.2026 bis 31.01.2027 zeigt Susanne Dowden aus Börger farbintensive abstrakte Malerei in zwei eigenständigen Richtungen: gestisch und geometrisch. Vertreten sind Arbeiten aus fünf Werkserien sowie ausgewählte limitierte Giclee-Kunstdrucke. Die Ausstellung wird am 22. Oktober 2026 um 18 Uhr im Ludmillenhof der Samtgemeinde Sögel eröffnet und ist zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen. [jdm]
Dörpen: Geringe Bautätigkeit im Privatwohnungsbau – Boom bei Mietwohnungen
Gestern hat Forum-D über die Entwicklung der Baupreise auf der Grundlage der Informationen des Statistischen Bundesamtes berichtet. Uns schien interessant, ob die allgemein steigenden Preise im Bausektor sich auch auf die Bautätigkeit in Dörpen auswirkt. Unsere Anfrage an die Gemeindeverwaltung in Dörpen ergab folgende Informationen und Einschätzungen:
Nach einer aktuell erstellten Statistik hat die Gemeinde in den letzten 25 Jahren im Durchschnitt pro Jahr 18,6 Baugrundstücke verkauft. Größere Schwankungen habe es auch in der Vergangenheit (insbesondere bis 2011) gegeben, wird festgestellt. Diese Schwankungen hingen aber meist mit der Verfügbarkeit von Grundstücken und der Freigabe neuer Baugebiete zusammen, also nicht vornehmlich mit gestiegenen Baukosten, lautet die Einschätzung der Verwaltung. Einen massiven Einbruch habe es aber vom Jahr 2022 auf das Jahr 2023 gegeben.
Für das Jahr 2023 zeigt die Grafik lediglich einen Verkauf von zwei Grundstücken auf, somit ist der Bauplatzverkauf in dem Jahr fast vollständig zum Erliegen gekommen. Ursächlich war – nach Einschätzung der Verwaltung – der Ausbruch des Krieges in der Ukraine mit der Folge massiver Preissteigerungen und einem Anstieg des Zinsniveaus für Baukredite. Seitdem erholt sich der Markt offenbar, wenn auch langsam. Immerhin aber konnten im Jahr 2025 wieder 11 Grundstücke verkauft werden. Für das laufende Jahr dürften sich die Verkäufe auf einem ähnlichen Niveau einpendeln, wird angenommen. Aktuell steigende Preise und ebenfalls wieder anziehende Zinsen seien der Erholung aber nicht zuträglich, wird festgestellt.
Allerdings ist in der Verwaltungsspitze der Eindruck entstanden, dass die Menschen sich langsam anpassen, indem sie sich durch kleinere und weniger aufwändige Häuser wieder einer Finanzierbarkeit annähern. Dies stützt die Erwartung, dass die Bauplatzverkäufe langsam weiter steigen werden. Ein Niveau wie vor 2023 sei aber kurzfristig nicht zu erwarten.
Insgesamt kann von einer niedrigen Bautätigkeit in Dörpen aber nach Einschätzung der Verwaltung ohnehin nicht die Rede sein, denn: „Einen regelrechten Boom erleben wir gerade in Dörpen im Mietwohnungsbau. In erheblichem Umfang befinden sich größere Projekte in der Planung, in der Genehmigung und zum Teil ja auch schon in der aktiven Ausführung.“ Das sei ein klares Zeichen dafür, dass Dörpen als Wohnort weiter attraktiv sei und wachse.
„Ein Teil der Menschen, die jetzt erst einmal in Mietwohnungen ziehen, wird den Wunsch haben, später selbst zu bauen und dazu auch wirtschaftlich in der Lage sein“, lautet die optimistische Prognose der Verwaltungsspitze der Gemeinde Dörpen [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Verkehrsüberwachung
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 12.10.2026: Salzbergen
Dienstag, 13.10.2026: Lengerich
Mittwoch, 14.10.2026: Haselünne
Donnerstag, 15.10.2026: Breddenberg
Freitag, 16.10.2026: Lingen
Samstag, 17.10.2026: -
Sonntag, 18.10.2026: Werlte
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Sperrungen Schießgebiet
Die WTD 91 meldet für die kommende Woche keine Sperrungen. [jdm]
Brettspielabend im Emsland Archäologie Museum
Das Emsland Archäologie Museum lädt am Dienstag, 13. Oktober 2026, von 17:30 bis 20 Uhr zu einem lockeren Spieleabend unter dem Motto „Grabungskelle trifft Spielbrett“ ein.
Beim Brettspielabend können Besucherinnen und Besucher jeden Alters Archäologie und Geschichte auf unterhaltsame Weise entdecken. Ob erfahrene Spielerinnen und Spieler oder neugierige Einsteiger, alle sind herzlich willkommen. Verschiedene Brett- und Kartenspiele laden dazu ein, gemeinsam historische Themen zu entdecken und spielerisch in vergangene Zeiten einzutauchen.
Passend zur aktuellen Sonderausstellung „Auf den Spuren der Wahrheit. 2000 Jahre Verbrechensaufklärung“ gibt es auch eine Auswahl an kniffligen Karten- und Knobelspielen rund um das Thema Detektivarbeit. Mehr dazu [Landkreis Emsland]
Abfuhrkalender 2027 nur noch digital – Gedruckter Abfuhrkalender noch auf Bestellung
Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) Landkreis Emsland verzichtet ab dem Jahr 2027 auf den bislang an alle Haushalte im Emsland verteilten Abfuhrkalender. Damit entfällt der bisherige pauschale Postversand von rund 160.000 Exemplaren. Die Abfuhrtermine für 2027 sind bereits auf der Internetseite des AWB und über die AWB Emsland APP abrufbar.
Mit der kostenlosen AWB Emsland APP können Bürgerinnen und Bürger ihre individuellen Abfuhrtermine für die Restabfall-, Bioabfall- und Papiertonnen sowie die Gelbe Wertstofftonne jederzeit auf dem Smartphone abrufen. Die App erinnert per Push-Benachrichtigung an anstehende Abholtermine – auch bei Terminänderungen oder Feiertagen. Darüber hinaus bietet sie unter anderem ein Abfall-ABC, Informationen zu Wertstoffhöfen und Zentraldeponien, Termine der Schadstoffsammlungen vor Ort, Kontaktmöglichkeiten sowie verschiedene Services rund um die Abfallentsorgung.
Die App steht für Apple- und Android-Systeme zur Verfügung. Ein persönlicher gedruckter Abfuhrkalender kann kostenlos beim AWB angefordert werden. Die Bestellung ist ab Oktober 2026 telefonisch unter der Rufnummer 05931 5996200 montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr möglich. Der Versand erfolgt dann per Briefpost. Mehr dazu [Landkreis Emsland]
Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Aschendorf-Hümmling im Wippinger Heimathaus

Circa 80 Vertreterinnen und Vertreter von 33 Heimatvereinen hatten sich am Donnerstag, den 8. Oktober 2026, im Heimathaus Wippingen eingefunden, um an der Generalversammlung des Kreisheimatvereins teilzunehmen. Vor der Versammlung hatten Interessierte die Möglichkeit sich die Mühle durch Mühlenwart Heinz Schulte zeigen zu lassen. Bürgermeister Martin Hempen und Heimatvereinsvorsitzender Klaus Abeln begrüßten die Teilnehmer in Wippingen.
Der halb hochdeutsch, halb plattdeutsche Jahresrückblick des Vorsitzenden Gerd Conens bezog sich auf das Geschäftsjahr 2025, das war das Jahr, in dem der Kreisheimatverein (KHV) sein 75jähriges Jubiläum feiern konnte. Mit Freude nannte Conens die Highlights des Jubiläumsjahres und bedankte sich insbesondere bei den Niederlangenern für die Ausrichtung der Jubiläumsfeier.
Einen besonderen Schwerpunkt des Rechenschaftsberichtes bildeten die Renovierungen der beiden Mühlen in Hüven und Wippingen. Das war nicht nur wegen der finanziellen Größenordnung verständlich, sondern die Erhaltung der Mühlen im Altkreis Aschendorf-Hümmling ist wesentlich ein Verdienst des Kreisheimatvereins.
Die Geschäftsführerin Anna Heidtmann nannte in ihrem Kassenbericht die Aufwendungen. In Wippingen stand die Neueindeckung des Achtkants und der Mühlenkappe mit handgespaltenen Eichenschindeln an. Es wurden neue Fenster mit Eichenrahmen und Kupfereinfassung eingesetzt und am Mühlenfuß gab es eine Kupferaufkantung. Dafür mussten Genehmigungen eingeholt werden und Planungskosten übernommen werden.
Die Gesamtkosten von ca. 149.345 € (incl. MWSt) wurden durch LEADER-Mittel in Höhe von 50.000 € aufgebracht, ergänzt durch 20.000 € der Bingo – Umweltstiftung, von 19.750 € vom Landkreis Emsland, 19.750 € von der Gemeinde Wippingen, 20.000 € von der Volksbank Emstal und 19.350 € von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Der Heimatverein Aschendorf-Hümmling als Besitzer der Mühle brauchte hier selbst nur 495 € aufwenden. Die Maßnahme wird in den nächsten Tagen mit den letzten Schindeln auf der Kappe abgeschlossen werden.
Bei der Hüvener Mühle musste doppelt so viel investiert werden, weil doch schon lange nichts mehr gemacht wurde. Im Einzelnen handelte es sich um folgende Arbeiten: Austausch Rähmbalken, Umdeckung Dachfläche, neue Wasserradwelle, neues Wasserrad, neue Galerie, neue Flügel, neuer Blitzschutz, ökologische Aufwertung des Umfeldes, barrierefreier Wanderweg, Genehmigungs- und Planungskosten.
Die Kosten von 311.000 € wurden auch hier durch LEADER-Mittel in Höhe von 83.000 € aufgebracht, die ergänzt wurden durch die 50.000 € der Bingo–Umweltstiftung, den 25.000 € vom Landkreis Emsland, den 12.500 € der Gemeinde Hüven, den 12.500 € von der Samtgemeinde Sögel, den 45.000 € der Niedersächsischen Sparkassenstiftung/Emsländische Sparkassenstiftung und den 50.000 € der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Der Heimatverein Aschendorf-Hümmling musste hier eine Eigenleistung von 33.000 € aufbringen. Auch diese Maßnahme wird in den nächsten Tagen abgeschlossen werden.
Der Kreisheimatverein verfügt nur über wenige Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen. Die Haupteinnahmequelle ist ein fester Zuschuss des Landkreises Emsland, der allerdings über Zuschüsse an die Mitgliedsvereine weitergeleitet wird. Conens berichtete, dass der Bürgerverein Aschendorf für ein Digitalisierungsprojekt einen Zuschuss erhalten solle. Gleiches gilt für den Heimatverein Börger, der neues Geschirr für seine Heimathäuser braucht. Der Heimatverein Sustrum Moor plant, eine historische Schiffsschaukel, wie sie früher auf Jahrmärkten gang und gäbe war, zu erwerben. Das wird vom KHV unterstützt. Die Heimatvereine der Samtgemeinde Lathen möchten einheitliche Stelen mit Hinweisschildern aufstellen; auch hier gibt der KHV seinen Zuschuss.
An den Zuschussanträgen der Heimatvereine Bockhorst und Papenburg zeigte Conens auf, welche Kriterien für Zuschüsse gelten. Deren Zuschussanträge für die Miete für ein Heimathaus und für Flyer könnten nicht befürwortet werden, weil keine Neubauten und Druckerzeugnisse bezuschusst werden „Sonst bekommen wir für jeden Heimatkalender einen Zuschussantrag.“ Die Absicht in Papenburg einen Stelenweg zur Geschichte der Stadt zu erstellen fand aber durchaus Unterstützung. Bei dem Bockhorster Antrag auf Unterstützung für die Anschaffung eines Containers bestehe noch Klärungsbedarf.
Per Akklamation wurde Hermann Ubbenjans aus Börger in den Gesamtvorstand aufgenommen. Er ist schon lange im Heimatverein Börger aktiv, erforscht die Geschichte von Börger und leitet die Familienforschung beim Heimatverein Börger.
Die Bedeutung des Kreisheimatvereins liegt wohl weniger in seinem direkten Wirken über eigene Investitionen, sondern in seiner Funktion als Dachverband. Der Kontakt der Vereine untereinander wird gefördert und auf den Treffen werden aktuelle Themen, Probleme und gemeinsame Aktionen besprochen und untereinander abgestimmt. So war denn auch für Conens genauso wichtig wie die Versammlung selbst, dass die Teilnehmer sich die Zeit nahmen, im Anschluss noch im informellen Austausch miteinander in Kontakt zu treten.
Der Heimatverein Wippingen schenkte allen TeilnehmerInnen zum Abschied einen Krintenstuten vom Mühlenbäcker und zeigte damit, dass er ein guter Gastgeber sein wird für den Tag der Heimatvereine am 07.09.2027. Conens meinte, das dürfe für Wippingen kein Problem sein, weil ja dafür praktisch schon alles vorhanden sei. [jdm/Fotos Kreisheimatverein (9)]
Carl von Ossietzkys Rückkehr ins Emsland – Vortrag von Gerhard Kromschröder und Hermann Vinke
Vertuscht, verdrängt, verleugnet: In den 1960ern drohte die Geschichte der Konzentrations-, Straf- und Kriegsgefangenenlager im Emsland und der Grafschaft Bentheim dem Vergessen anheimzufallen. Zwei junge Redakteure stemmten sich dagegen: Gerhard Kromschöder und Hermann Vinke. Ihre berufliche Laufbahn ist eng damit verwoben. In den 1960er Jahren als Redakteure der „Ems-Zeitung“ tätig, rückten sie trotz heftiger Gegenwehr vor Ort das Geschehen in den 15 Emslandlagern während der NS-Zeit und ihren prominentesten Häftling, den Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky, in ihrer Berichterstattung immer wieder in die breite Öffentlichkeit.
In einem Vortrag am Sonntag, 1. November, um 15 Uhr schildern sie in der Gedenkstätte Esterwegen, Hinterm Busch 1, ihre Erfahrungen mit der Erinnerungsabwehr im Emsland. Die beiden jungen Journalisten bezahlten ihr Engagement gegen das Vergessen damals mit ihrem Arbeitsplatz. Doch ihr Einsatz zeigte am Ende Wirkung: Auf dem Gelände des ehemaligen KZ Esterwegen steht heute eine Gedenkstätte, in der Carl von Ossietzky einen würdigen Platz gefunden hat. „Er ist an den Ort seines Leidens zurückgekehrt, wo er als Mahner gegen die aktuell vermehrt auftretenden Feinde der Demokratie weiterwirkt“, sagt das Leitungsduo der Gedenkstätte, Dr. Sebastian Weitkamp und Dr. Martin Koers.

Der Vortrag findet aus Anlass des 15-jährigen Bestehens der Gedenkstätte Esterwegen statt, die im Oktober 2011 eröffnet wurde – Zeit zurückzublicken auf die nicht selten unliebsame Auseinandersetzung mit der Nachgeschichte der Emslandlager in den 1960er Jahren in der Region. Landrat Marc-André Burgdorf sowie Landrat a.D. Hermann Bröring, in dessen Amtszeit die Gedenkstätte eingerichtet wurde, werden Grußworte sprechen.
Erklärung zum links stehenden Foto vom 6. Juli 1969: Auf der Begräbnisstätte Esterwegen meißeln Mitglieder des Demokratischen Clubs Papenburg (DCP) einen Teil der Inschrift heraus. Auf dem Stein stand ursprünglich: " Zum Gedenken an die im Konzentrationslager Esterwegen umgekommenen Opfer des Nationalsozialismus. Ihre sterblichen Überreste ruhen auf der Gräberanlage in Versen." Der zweite Satz bedeutete, dass die auf dem Friedhof Esterwegen/Bockhorst liegenden Toten keine Opfer der Nazis gewesen seien, denn die lagen ja woanders, in Versen. Die damaligen Verantwortlichen, u. a. der damalige Oberkreisdirektor Tiedeken, übernahmen damit die Erzählung der Nazis, dass die Insassen in den Konzentrationslagern nur Kriminelle gewesen seien, derer man nicht gedenken müsse. [jdm/PM]
Grundwasserstände sinken weiter – Umweltminister Schneider fordert Rückhalten des Wassers in der Landschaft
Am 17. September 2026 hat Forum-D berichtet, dass der Grundwasserstand an der Messstelle des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Neubörger auf 2,60 m unter Geländeoberkante (GOK) gesunken und damit – wie seit Wochen – als „sehr niedrig“ einzustufen war. Mittlerweile wird ein Wert von 2,66 m unter GOK angegeben, womit sich der Grundwasserstand dem bisher gemessenen Niedrigstwert von 2,73 m unter GOK nähert. Dieser Wert wurde Mitte November 2018, also nach einem extrem trockenem Sommer gemessen.
Der Deutsche Wetterdienst schrieb damals: „Hitze, Niederschlagsarmut und viel Sonne erreichten diesmal in Deutschland Dimensionen wie in südlichen Urlaubsländern.“
Zum Sommer 2026 schreibt der DWD: „Historische Hitze, verbreitete Trockenheit und außergewöhnlich viel Sonnenschein prägten den Sommer 2026 in Deutschland, der als einer der wärmsten seit Beginn der flächendeckenden Aufzeichnungen in die Bilanz eingehen wird.“
In diesen Sätzen zeigen sich Parallelen der beiden Sommer, und es scheint nicht ausgeschlossen, dass der Grundwasserstand im Emsland, und damit auch an der Messstelle in Neubörger im laufenden Jahr ebenso weiter sinken wird wie 2018. Niedersachsenweit liegt der Grundwasserstand heute an 40 von 161 Messstellen unter den zuvor jeweils gemessenen Niedrigstständen. Das sollte den politischen Entscheidungsträgern zu denken geben.
Und tatsächlich hat sich Bundesumweltminister Schneider hierzu seine Gedanken gemacht: „Wasser möglichst schnell abzuleiten und nasse Flächen trockenzulegen, das war Wasserpolitik der letzten Jahrhunderte“, so Schneider (laut taz) am vergangenen Montag in Berlin. Heute sei die Aufgabe, Wasser so gut wie möglich in der Landschaft zu halten.
Der Bundesumweltminister rief die Länder dazu auf, die Mittel aus dem Sondervermögen zu einem guten Teil in die Wasserinfrastruktur zu investieren, berichtet der BR24 vom Bayerischen Rundfunk. Recht hat er – Maßnahmen zum Rückhalten von Niederschlagswasser in der Fläche sind dringend geboten. Anfangen könnte man mit Staumaßnahmen bei Gräben an den Enden der Entwässerungssysteme.
Der Umweltminister könnte sich allerdings auch selbst um Wasserrückhaltung auf Flächen des Bundes bemühen, statt diese Aufgabe nur den Ländern zuzuweisen. Beispielsweise könnte er seinen Partei- und Ministerkollegen Pistorius davon überzeugen, dass die kleineren Gräben im Bundeswehrschießgebiet der WTD 91 im Emsland aufgestaut werden. Zumindest bei nicht ganzjährig wasserführenden Gräben dürften auch Umwelt- und Tierschutzverbände oder Angelvereine kaum etwas gegen die Aufstauung des Winterniederschlags haben, denn in diese sommertrockenen Gräben werden wohl kaum Fische vordringen. [HM/erstveröffentlicht auf Gruenealternative.de/forum-d]
IGBCE geht ohne prozentuale Forderung in die Tarifverhandlungen für die Papierindustrie
Die IGBCE fordert für die rund 46.000 Beschäftigten der Papierindustrie eine spürbare Stärkung der Kaufkraft ab dem 1. Januar und einen konkreten Vorteil für Gewerkschaftsmitglieder. Das hat die Bundestarifkommission einstimmig beschlossen.
Die 23-köpfige Bundestarifkommission der IGBCE hat in Hannover die Forderungen für die anstehende Tarifrunde der bundesweiten Papierindustrie beschlossen. Im Mittelpunkt des Beschlusses steht ein Mitgliederbonus für Gewerkschaftsmitglieder. Darüber hinaus soll es eine spürbare Erhöhung der Entgelte geben, die angesichts der zuletzt deutlich gestiegenen Inflation bereits zum 1. Januar wirksam werden soll.
Verhandlungsführer Frieder Weißenborn unterstrich die klare Prioritätensetzung für die anstehenden Verhandlungen: „Ohne Mitgliederbonus wird diese Tarifrunde nicht zu Ende gehen. Das hat mit gezielter Wertschätzung zu tun und ist etwas, was sich die Mitglieder schlicht verdient haben.“
Die IGBCE hat bereits einen konkreten Ansatz für einen Mitgliederbonus auf dem Tisch gelegt: Das HealthCare-Modell ist als modulare betriebliche Krankenversicherung angelegt. Im Mittelpunkt steht ein jährliches Gesundheitsbudget, das für vielfältige Gesundheits- und Vorsorgeleistungen eingesetzt werden kann. Der entscheidende Punkt: IGBCE-Mitglieder sollen von der tariflichen Vereinbarung einen zusätzlichen, konkret erlebbaren Vorteil haben. Weißenborn: „Gewerkschaftsmitglieder tragen mit ihren Beiträgen und ihrem Engagement entscheidend dazu bei, dass das Fundament der Sozialpartnerschaft trägt. “ Gebe es keinen Mitgliedervorteil, sei die Sozialpartnerschaft am Ende angelangt.
Zweiter Kern der Tarifforderung ist eine spürbare Erhöhung der Entgelte. Einen konkreten Prozentsatz hat die Bundestarifkommission nicht beschlossen.
Die wirtschaftliche Lage der Papierindustrie sei bei weitem nicht so düster, wie die Arbeitgeber die Situation beinahe schon traditionell beschrieben. Der aktuelle Blick in die Branchen offenbare vielmehr ein differenziertes Bild: Einige Bereiche stünden tatsächlich weiterhin unter Druck, etwa die grafischen Papiere. In anderen Bereichen laufen die Geschäfte dagegen deutlich besser. Zuletzt habe sich die Stimmung in der Branche laut ifo-Index deutlich aufgehellt.
Ömer Kirli, Industriegruppensekretär der IGBCE: „Viele Unternehmen klagen zwar lautstark über die wirtschaftliche Lage, fahren aber weiterhin Gewinne ein. Die müssen jetzt auch fair verteilt werden.“ Der Spielraum für eine faire Verteilung werde auch beim Blick auf den Lohn- und Gehaltsanteil deutlich. Er liege in der Papierindustrie 2025 bei lediglich rund 12 Prozent des Umsatzes und damit deutlich unter dem Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes.
Die IGBCE setze sich intensiv für bessere politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Papierindustrie in Deutschland ein. Verhandlungsführer Frieder Weißenborn: „Wir haben für die Papierindustrie unter anderem den Industriestrompreis erstritten, die Strompreiskompensation und die Verknüpfung beider Elemente. Auch beim Thema CO2-Preise und ETS setzen wir uns gemeinsam für Reformen im Sinne der Papierindustrie ein. Sozialpartnerschaft ist keine Einbahnstraße. Jetzt ist es Zeit, dass auch die Arbeitgeber ihrer Verantwortung gerecht werden.“
Der bisherige Tarifvertrag endet am 31. Dezember 2026. Die neue Laufzeit wird sich am neuen Gesamtpaket ausrichten. Die erste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern startet am 11. November in Wiesbaden. [jdm]
Seminarankündigung – Zwischen Menschenverachtung und Menschenwürde. Pflege im Nationalsozialismus
Vom 06. bis 08. November 2026 findet in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte Papenburg in Kooperation mit dem Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager ein Seminar zur Krankenpflege in der Nazizeit statt.
Tausende Häftlinge und Gefangene der Emslandlager wurden zwischen 1933 und 1945 in Krankenrevieren in den Lagern sowie in den umliegenden Krankenhäusern, darunter Papenburg und Sögel, behandelt. Dass die Menschen, die von den Nationalsozialist:innen verfolgt wurden, Pflege erhielten, ist widersprüchlich. „Pflege" oder medizinische Behandlung dienten in den Emslandlagern nicht zuletzt der Einschätzung der „Arbeitsfähigkeit" der Gefangenen. Einzelne Zeugnisse belegen aber auch, dass zumindest in den Krankenhäusern die Versorgung zu einer Besserung führen konnte. Gleichwohl berichteten Überlebende nach 1945, dass die Gefangenen in den Krankenhäusern zusätzlicher Gewalt ausgesetzt waren.
Ausgehend von der Auseinandersetzung mit der Geschichte der Pflege im Nationalsozialismus befassen wir uns im Laufe des Wochenendes mit Kontinuitäten und Konsequenzen nach 1945 und der Frage nach den ethischen und moralischen Grundsätzen und Herausforderungen der Pflege in der Gegenwart. Welches Menschenbild lag der Pflege im Nationalsozialismus zugrunde? Welche Handlungsspielräume gab es zwischen menschenverachtenden Vorgaben und der täglichen Praxis? Welche Formen von Täter:innenschaft, Nonkonformität und Widerstand lassen sich ausmachen? Welche Kontinuitäten und Konsequenzen lassen sich nach 1945 in der Entwicklung der Pflege in der Bundesrepublik ausmachen? Wie können wir das Wissen um diese Geschichte(n) in die Reflexion über Pflege – als Erfahrung, als Beruf, als gesellschaftspolitisches Thema – einfließen lassen? Diese und weitere Fragen möchten wir gemeinsam mit Euch und Ihnen diskutieren. Das Seminar steht allen Interessierten offen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Anmeldungen sind über die Historisch-Ökologische Bildungsstätte in Papenburg möglich. [PM]
Veranstaltung zur Woche der seelischen Gesundheit im Meppener Kreishaus
Aus Anlass der „Woche der seelischen Gesundheit“, einer bundesweiten Aktionswoche, die über psychische Erkrankungen informiert, lädt der Sozialpsychiatrische Dienst am Mittwoch, 21. Oktober, von 14 bis 17 Uhr alle Interessierten ins Kreishaus nach Meppen ein.
Unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt” erwartet die Besucherinnen und Besucher ein interessantes Programm. Es startet mit einem Kurzfilm zum Thema psychische Erkrankungen, der in einem Kooperationsprojekt des Sozialpsychiatrischen Dienstes beim Landkreis Emsland mit der Filmgruppe des St. Vitus-Werk, Meppen, entstanden ist.
Im Anschluss spricht Markus Bock in seinem Impulsvortrag „Verbockt! Die Depression hat mich bestimmt, jetzt bin ich dran!“ über das, was viele nur denken können: Wie fühlen sich Depressionen und Suizidgedanken an? Was passiert bei einer Therapie und im persönlichen Umfeld?
Es geht nicht um Zahlen, Daten, Fakten, Medikamente, vielmehr um einen ungeschönten Blick auf die Gefühlswelt in depressiven Lebensabschnitten und deren Auswirkungen. Die Lesung ist kein Ratgeber, sondern ein verständnisvoller Tatsachenbericht, in dem Bock die Frage beantwortet, ob Depressionen nicht sogar eine Chance sein können.
Nach dem Vortrag ist Zeit für einen Austausch mit allen Akteuren der Veranstaltung. Den Ablauf entnehmen Sie bitte auch dem beigefügten Infoblatt und bewerben Sie das Angebot gerne in Ihrem Umfeld.
Um Anmeldung wird bis Freitag, 16. Oktober, unter der E-Mail-Adresse gesundheit-spdi@emsland.de oder der Rufnummer 05931/44-1188 gebeten. [Landkreis Emsland]
Arbeitslosigkeit im September: Unterschiedliche Entwicklungen in Papenburg und Sögel
Im Agenturbezirk Nordhorn entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im September recht unterschiedlich. Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit im Geschäftsstellenbezirk Papenburg; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegen über dem Vorjahresmonat um 6 %. Demgegenüber steht die Entwicklung im Bezirk der Geschäftsstelle Sögel mit einer Zunahme von 6 %.
Die Arbeitslosenquoten änderten sich dementsprechend im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhorn. Dabei reichte die Spanne der Quoten in den Geschäftsstellenbezirken im September 2026 von 3,1 % in Lingen bis 4,0 % in Papenburg; in Sögel beträgt sie aktuell 3,2 %. [HM/erstveröffentlicht auf www.gruenealternative.de/forum-d]
Verkehrsüberwachung
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 05.10.2026: Lingen
Dienstag, 06.10.2026: Neumehringen
Mittwoch, 07.10.2026: Papenburg
Donnerstag, 08.10.2026: Dörpen
Freitag, 09.10.2026: Wesuwermoor
Samstag, 10.10.2026: Sögel
Sonntag, 11.10.2026: Meppen
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Sperrungen Schießgebiet
Die WTD 91 meldet für die kommende Woche keine Sperrungen. [jdm]
Traditionelle Herbstkirmes in Börger vom 03. – 05.10.2026
Am ersten Oktoberwochenende feiert die Gemeinde Börger wieder ihre diesjährige Herbstkirmes. Zu den Höhepunkten zählen die klassischen Programmpunkte wie der ‚Kirmes-(S)pass‘ am Samstagnachmittag, der traditionelle Festumzug am Sonntag um 13.30 Uhr mit den geschmückten Festwagen sowie den Fuß- und Kindergruppen, die vom Jagd- und Naturkundehaus Börger zum Festplatz ziehen.
Am Samstagabend steht zudem die 3. Classic Rock Night auf dem Programm, wobei die überregional bekannte Gruppe "Pick Up" (Foto) den Schützenplatz in eine Bühne für die größten Rock-Hits der vergangenen Jahrzehnte verwandelt. Die Musiker präsentieren bekannteste Rock-Songs und sorgen mit ihrer energiegeladenen Show für beste Stimmung. Bereits vor dem Hauptact wird Singer/ Songwriter Christian Jansen als Support-Act das Publikum auf den Abend einstimmen und für den passenden musikalischen Auftakt sorgen. Der Eintritt beträgt 5 Euro. [jdm]
Wohngeld jetzt online beantragen
Wohngeld kann im Landkreis Emsland ab sofort auch online beantragt werden. Mit dem neuen Angebot können Bürgerinnen und Bürger ihren Antrag bequem von zu Hause aus und unabhängig von den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung stellen.
Der Online-Antrag führt Schritt für Schritt durch die erforderlichen Angaben. Die persönlichen Daten können direkt digital eingetragen und die notwendigen Nachweise elektronisch übermittelt werden. Das Ausfüllen und Einreichen eines handschriftlichen Antragsformulars ist damit nicht mehr erforderlich. Der neue Online-Dienst ist im OpenKreishaus, dem Serviceportal des Landkreises Emsland, unter openkreishaus.emsland.de zu finden. Die digitale Antragstellung ergänzt die bisherigen Möglichkeiten. Wer den Online-Dienst nicht nutzen möchte oder kann, kann den Antrag weiterhin auf dem bisherigen Weg stellen.
„Mit der Möglichkeit, Wohngeld online zu beantragen, machen wir den Zugang zu dieser wichtigen sozialen Leistung noch einfacher. Bürgerinnen und Bürger können ihren Antrag zeit- und ortsunabhängig stellen und dabei den für sie passenden Weg wählen“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf, der gleichzeitig betont, dass der Landkreis Emsland kontinuierlich daran arbeitet, Verwaltungsleistungen Schritt für Schritt digital zugänglich zu machen und den Service für Bürgerinnen und Bürger einfacher und zeitgemäßer zu gestalten.
Für den zuständigen Fachbereich Besondere Leistungen ist der neue Online-Dienst ein weiterer Schritt beim Ausbau seines digitalen Angebots, bei dem neben Elterngeld und BAföG nun auch Wohngeld online beantragt werden kann.
Als Anmeldeoptionen gibt es die Möglichkeit mit der BundID oder mit der Online-Ausweis-Funktion, bei der die Ausweis-App installiert sein muss. in diesen Fällen werden auch die Bescheide online zugestellt. Daneben gibt es die Möglichkeit ein Benutzerkonto mit E-Mail-Adresse und Passwort einzurichten. [Landkreis Emsland/jdm]
Verkehrsüberwachung
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 28.09.2026: Twist
Dienstag, 29.09.2026: Neubörger
Mittwoch, 30.09.2026: Meppen
Donnerstag, 01.10.2026: Lehrte
Freitag, 02.10.2026: Wesuwe
Samstag, 03.10.2026: -
Sonntag, 04.10.2026: Papenburg
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Sperrungen Schießgebiet
Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 28.09.2026 bis Freitag, den 02.10.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53), Renkenberge – Wahn (K168) und Wippingen – Werpeloh (K114) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]
UPM/Sappi konnten EU-Bedenken gegen Zusammenschluss noch nicht ausräumen – Dennoch Management-Team für Joint Venture ernannt
Die Absicht eines Zusammenschlusses von UPM-Kymmene Corporation („UPM“) und Sappi Limited („Sappi“) im Bereich grafischer Papiere wird von der EU-Kommission weiterhin kritisch betrachtet. Die erste Anhörung in der vergangenen Woche ist wohl nicht so verlaufen, dass die Kommission den Zusammenschluss für unbedenklich hält. Die Kommission befürchtet als Folge eines Zusammenschlusses eine Einschränkung des Wettbewerbs bei grafischen Papieren, was zu höheren Preisen führen könnte.
In der Anhörung konnten UPM und Sappi keine Zugeständnisse an die Kommission machen. Der Verkauf von Teilbereichen sei angesichts des Mangels an Käufern keine Lösung für das Problem der befürchteten übergroßen Marktmacht. Diese Informationen wurden weder von den beteiligten Firmen noch der Kommission offiziell mitgeteilt; die Nachrichtenagentur Reuters berief sich bei ihren Meldungen auf „mit der Angelegenheit vertraute Personen“.
UPM und Sappi gehen allem Anschein nach davon aus, dass die Entscheidung der Kommission, die noch bis zum 11. November Zeit hat, ihre Pläne bestätigt. Sie haben nicht nur Gunnar Eberhardt, bisher Executive Vice President von UPM Communication Papers, zum Chief Executive Officer und Stephen Blyth, bisher CFO der Sappi Europe SA, zum Chief Financial Officer für das geplante Joint Venture ernannt.
Sie haben vier weitere Manager für das vorläufige Management Team ernannt: Jan Gustafsson, Senior Vice President, Human Resources, (derzeit UPM), Marco Eikelenboom, Senior Vice President, Sales & Marketing, (derzeit Sappi Europe SA), Antti Hermonen, Senior Vice President, Operations, (derzeit UPM), Jan-Sander van Tuijl, Senior Vice President, Supply Chain.(derzeit Sappi Europe SA).
Die EU hat derweil mitgeteilt, dass sie 1,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) bereitstellt, um 351 Arbeitnehmer in Finnland zu unterstützen, die von vier Papierherstellern – Metsä Group, Stora Enso, UPM Communication Papers und SAPPI – entlassen wurden.
Die Begründung lautete, dass die Papierindustrie in den letzten Jahren vor erheblichen Herausforderungen stand, weil die Nachfrage aufgrund der Digitalisierung zurückgegangen sei. Außerdem haben die EU-Sanktionen gegen Russland in Form der Schließung der Grenze zu Russland und dem Stopp der Holzimporte die finnische Papierindustrie beeinträchtigt.
Das Geld soll der Unterstützung der entlassenen Arbeitnehmer durch Maßnahmen wie Hilfe bei der Arbeitssuche und Berufsberatung usw. dienen. Bei der EU-Hilfe handelt es sich um die Refinanzierung von 60% der Hilfen, die Finnland seit Januar 2026 für die betroffenen Arbeitnehmer geleistet hatte. [jdm]
Berentzen hat Übernahme durch Sazerac beschlossen – Jetzt müssen die Aktionäre nur noch verkaufen
Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft teilte heute in einer Ad Hoc Mitteilung mit, dass sie eine Zusammenschlussvereinbarung mit Sazerac unterzeichnet hat. Sie unterstützt ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an alle Aktionäre zu einem Preis von 5,55 Euro je Aktie.
Dieser Preis liege rund 68 % über dem Durchschnittskurs der Aktie während der letzten drei Monate vor dem 16. September 2026. Das Angebot gilt allerdings nur, wenn mehr als 50 % aller Aktien durch dieses Angebot eingesammelt werden können. Der Kauf der Aktien soll noch im letzten Quartal dieses Jahres vollzogen werden.
Nach erfolgreichem Vollzug des Übernahmeangebots beabsichtigt Sazerac ein Delisting. Die Aktie soll also nicht mehr an der Börse gehandelt werden.
Wesentliches Ziel der Transaktion sei es, durch den Zusammenschluss strategische Vorteile zu generieren, insbesondere im Hinblick auf die Synergien und Wachstumschancen, die sich aus der Bündelung der Kompetenzen und der geografischen Präsenzen von Sazerac und der BGAG ergäben. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft, die beide dem Abschluss der Zusammenschlussvereinbarung zugestimmt haben, sind der Ansicht, dass die beabsichtigte Transaktion im besten Interesse der Gesellschaft, ihrer Aktionäre, ihren Mitarbeitenden und anderer Interessengruppen liegt. Auf jeden Fall liegt der Preis je Aktie über dem, was Aktionäre ohne dieses Übernahmeangebot an der Börse erwirtschaften könnten. Was die Vorteile für die Mitarbeitenden sein sollten, erschließt sich nicht so ohne Weiteres.
Die Angebotsunterlage wird vom Bieter erstellt und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („Bafin“) zur Prüfung vorgelegt. Nach Gestattung durch die Bafin wird die Angebotsunterlage veröffentlicht und unter www.sazerac-offer.com zur Verfügung gestellt. Vorstand und Aufsichtsrat werden ihre gemeinsame begründete Stellungnahme unverzüglich nach Veröffentlichung der Angebotsunterlage abgeben. Die Gesellschaft wird den Kapitalmarkt und die Öffentlichkeit über den Fortgang informieren. [jdm]
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