Blutspendetermin in Renkenberge

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Der nächste Blutspendetermin des SV Renkenberge ist am Montag, den 20. Juli 2026 ab 16:30 Uhr im Gemeindehaus Renkenberge.  

Da die Versorgungslage mit Blutpräparaten immer noch sehr angespannt ist, werden immer noch dringend Blutkonserven benötigt. Jeden Tag werden in Deutschland etwa 15.000 Blutspenden benötigt. Wir bitten daher um zahlreiche Teilnahme.

Ab dem 18. Lebensjahr darf jeder Blut spenden. Bitte bringen Sie einen gültigen Personalausweis mit.   Da ein dringender Bedarf an Erstspendern besteht, würden wir uns freuen, wenn wir viele Spender und Erstspender begrüßen können!  Im Jahr 2026 ist noch ein weiterer Spendetermine vorgesehen: Mi. 28. Oktober 2026 ab 16:30 Uhr im Gemeindehaus. [Alwin Illenseer]

Windpark im Eleonorenwald: NABU verzichtet auf Widersprüche

Im Februar 2026 hatten sich die Marka Taler GmbH & Co KG und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) im Hinblick auf die Errichtung des Windparks im Eleonorenwald zwischen Rastorf und Vrees auf eine einvernehmliche Lösung geeinigt. Nachdem Marka Taler sich bereit erklärt hat, zusätzlich zu den in den Planungsunterlagen und in der Genehmigung bereits vorgesehenen Maßnahmen noch weitere mit dem NABU abgestimmte Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen für die Natur durchzuführen, verzichtete dieser auf weitere rechtliche Schritte gegen die erteilte Genehmigung. Statt der ursprünglich geplanten 36 Windenergieanlagen wurde vereinbart lediglich 28 Anlagen errichten.

„Es freut uns, dass es im Rahmen intensiver Verhandlungen gelungen ist, eine Einigung mit dem NABU zu erzielen“, erklärte Detlef Niedenhof, Geschäftsführer von Marka Taler, in einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem NABU. „Denn durch die Errichtung des Windparks mit 28 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 196 Megawatt können wir einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende, zum Klimaschutz und letztlich auch zur Sicherheit Deutschlands durch wenig Abhängigkeit von Energieimporten leisten.“

Auch der NABU war mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden. „Den Standort der Anlagen im Eleonorenwald und nahe beim FFH-Gebiet „Langelt“ halten wir zwar nach wie vor für sehr unglücklich,“ erklärt Katja Hübner vom NABU-Regionalverband Emsland/Grafschaft Bentheim. „Aber es werden nun noch zahlreiche weitere Vermeidungsmaßnahmen zum Schutz der Tierwelt ergriffen. Fällarbeiten im Wald werden nur außerhalb der Vogelbrutzeit durchgeführt und Höhlenbäume werden vorher auf Fledermausbesatz kontrolliert. Für jeden Höhlenbaum werden Vogelnist- und Fledermauskästen angebracht. Amphibien- und Reptilienschutzzäune werden aufgestellt, damit die Tiere nicht versehentlich getötet werden. Außerdem wird es noch weitere Ausgleichsflächen und -maßnahmen für Greifvögel, sonstige waldbewohnende Vögel, Fledermäuse und Amphibien geben.  Deshalb halten wir das Vorhaben nun für vertretbar“. Aktuelle Behauptungen in den sozialen Medien, der NABU habe sich „kaufen“ lassen, weist Hübner dagegen vehement zurück. „Der NABU selbst hat gar nichts von der Vereinbarung. Die Vorteile aus der Vereinbarung erstrecken sich ausschließlich auf die Umsetzung von weiteren Naturschutzmaßnahmen durch den Vorhabenträger.“ [jdm]

Landtagspetition zur Überprüfung der Genehmigung des Windparks im Eleonorenwald läuft noch eine Woche

Gegen den genehmigten Windpark im Eleonorenwald ist eine Petition an den Niedersächsischen Landtag gerichtet worden. Dieser soll die Genehmigung des Landkreises Emsland überprüfen.

Eingereicht wurde die Petition von Petra Flüteotte-Kirchner aus Rastdorf. Nach ihrer Meinung umfasst das Vorhaben großflächige Eingriffe in bestehende Waldflächen, einschließlich einer genehmigten Waldumwandlung.
Die Petition kritisiert insbesondere, dass keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt wurde. Laut Genehmigungsbescheid werde dies damit begründet, dass gemäß § 6 Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) von den Vorschriften des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung sowie von artenschutzrechtlichen Prüfungen abgewichen werden könne. Diese Ausnahme diene der Beschleunigung des Ausbaus der Windenergie.
Vor dem Hintergrund der Größe des Vorhabens sowie der erheblichen Eingriffe in Waldflächen bestehen nach dem Wortlaut der Petition jedoch Zweifel, ob diese Ausnahme im konkreten Fall rechtmäßig und sachgerecht angewendet wurde.

Der Niedersächsische Landtag solle prüfen, ob das Genehmigungsverfahren ordnungsgemäß durchgeführt wurde und die zuständigen Behörden zur erneuten Überprüfung anhalten. Insbesondere sollte geprüft werden, ob die Ausnahme von Umweltprüfungen nach § 6 WindBG rechtmäßig angewandt wurde, ob die Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit gewahrt wurden und ob naturschutzrechtliche Belange ausreichend berücksichtigt wurden.

Mit dem folgenden Link kommt man zur Petition:
https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/portal/nipetition/0/publicviewpetition?id=199
Wer mitunterzeichnen möchte (rechts oben in der Darstellung), muss seine Daten in ein Formular eingeben und weiterleiten. Danach erhält man eine E-Mail mit der Aufforderung, die Unterzeichnung zu bestätigen. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Rekordhitze für den Monat Juni an der Wetterstation Dörpen gemessen

Wetterstation
Die Erfassung der Lufttemperatur in 2 m Höhe erfolgt mit dem Temperaturfühler PT 100 (Luft)

Der Deutsche Wetterdienst erfasst mit einer Wetterstation seit dem 27. Februar 1959 Wetterdaten in Dörpen. Im Internet können die Daten über das von Michael Theusner betriebene Wetterportal eingesehen werden.

Am vergangenen Freitag wurden in Dörpen maximal 36,7 °C gemessen, womit der vorherige Höchstwert für den Monat Juni von 35,1 °C aus dem Jahr 2021 um 1,6 °C überschritten wurde. Davor lag der Tageshöchstwert in Dörpen laut DWD-Wetterstation für den Monat Juni im Jahr 2002 bei 34,5 °C, gemessen am 17.06.2002.

Eine Recherche zur Wetterstation Dörpen offenbart allerdings, dass es im Jahr 2008 einen Standortwechsel gab. Bis Oktober 2008 befand sich die Wetterstation an der Küstenkanalschleuse nordöstlich des Ortes und hatte die Bezeichnung Dörpen (Schleuse). Danach, also ab dem 1. November 2008, wurden die Wetterdaten im Ortsteil Müll südwestlich des Ortes erfasst. Zwischen den beiden Standorten beträgt die Entfernung gut vier Kilometer. Der Deutsche Wetterdienst führt die neue Station unter der Bezeichnung Dörpen. Die Stations-ID6159 hat sich allerdings nicht geändert.

Für den Standort Dörpen (Schleuse) wird die Zusatzinformation „direkt am Küstenkanal“ und eine Höhe von 6 m über NN angegeben, für den neuen Standort Dörpen beträgt die Höhe 8 m über NN, und zum Standort wird ergänzt „auf freiem Feld“. Die Temperatur wird zwei Meter über dem Boden gemessen, und zwar mit einem Temperaturfühler PT 100 (Luft) am neuen Standort. Am Küstenkanal wurden die Temperaturen konventionell mit einem Maximumthermometer erfasst. Diese und weitere Details zu den beiden Standorten in Dörpen findet man auf der DWD-Homepage.

Aus den Informationen ergibt sich die Frage, ob die vor- und nach dem Wechsel des Standortes erfassten Daten vergleichbar sind. Konkret wäre von Interesse, ob mit der neuen Messtechnik im Juni 2002 am neuen Standort höhere Temperaturen gemessen worden wären als am Küstenkanal.

Auch wenn von keinen größeren Abweichungen auszugehen ist, wäre für statistische Auswertungen eventuelle Differenzen interessant, damit keine falschen Rückschlüsse gezogen werden. Dass Messungen fehlerhaft sein können, zeigt das Beispiel der Wetterstation Lingen. Dort musste ein am 25. Juli 2019 gemessener Wert von 42,6 °C korrigiert werden, nachdem er bereits als neuer deutscher Temperaturrekord über die Medien verbreitet worden war; Auswertungen von Parallelmessungen an der Wetterstation hatten ergeben, dass in einem sehr kleinen Bereich des Messfeldes bei bestimmten Wetterlagen auffällig erhöhte Temperaturen registriert wurden. Allerdings traten seit 2017 am Messfeld der Station immer wieder Temperaturen auf, die für die Region nicht repräsentativ waren – der DWD hätte also früher Konsequenzen ziehen können. Neue Rekordhalter waren dann nach der Korrektur gemeinsam die DWD-Wetterstationen Duisburg-Baerl und Tönisvorst (beide NRW) mit am 25. Juli 2019 gemessenen 41,2 °C. So war es einer Pressemitteilung des DWD vom 17. Dezember 2020 zu entnehmen.

An der Station Saarbrücken-Burbach wurden am Samstag, den 27. Juni 2026 ein Wert von 41,4°C gemessen. Dieser Rekord hielt aber nur einen Tag, denn am Sonntag meldete eine Wetterstation in Coschen (Brandenburg) 41,7 °C. Derartige Temperaturrekorde erreichen eine große mediale Beachtung und sollten deshalb zuverlässig sein, damit keine fehlerhaften Daten verbreitet werden. Wir haben deshalb beim DWD um eine Beurteilung des Standortwechsels in Dörpen in Hinblick auf Validität der Daten nachgefragt. Die Beantwortung könne einige Zeit in Anspruch nehmen, wurde uns als Zwischeninformation mitgeteilt. Nach Eingang einer ausführlicheren Antwort des Wetterdienstes werden wir darüber berichten. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 29.06.2026: Twist
Dienstag, 30.06.2026: Baccum
Mittwoch, 01.07.2026: Meppen
Donnerstag, 02.07.2026: Schöninghsdorf
Freitag, 03.07.2026: Lehrte
Samstag, 04.07.2026: ---
Sonntag, 05.07.2026: Werlte
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Die WTD 91 meldet für den 29.06.2026 bis 03.07.2026 außer auf dem Schlagbrückener Weg keine Sperrungen. [jdm]

Zwei Bauarbeiter auf A31 tödlich verletzt

Gestern wurden bei einem schweren Unfall auf der A31 in Fahrtrichtung Süden bei Geeste zwei Bauarbeiter tödlich verletzt.

Nach Angaben der Polizei war auf der dortigen Fahrbahn eine Baustelle mit Absicherungsfahrzeug eingerichtet worden. Ein in Richtung Süden fahrender Lkw kollidierte aus bislang ungeklärter Ursache mit dem Absicherungsfahrzeug. Durch die Wucht des Aufpralls erfasste das Absicherungsfahrzeug die zwei Bauarbeiter im Alter von 34 und 60 Jahren. Beide erlitten dabei tödliche Verletzungen und verstarben noch an der Unfallstelle. Der 36 Jahre alte Fahrer des Lkw sowie der Fahrer des Absicherungsfahrzeugs wurden dabei leicht verletzt.

Neben mehreren Rettungswagen waren zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Die genauen Umstände des Unfallgeschehens sowie die Ursache der Kollision sind derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Fahrbahn in Richtung Süden war bis in den Abend gesperrt. [jdm]

Die Linke Emsland stellt Kandidierende für den Kreistag Emsland auf

Kandidaten der Linken im Emsland zur Kreistagswahl 2026
Kandidaten der Linken im Emsland zur Kreistagswahl 2026

Am 23. Mai hat Die Linke Emsland ihre Wahlversammlung für die Kreistagswahl 2026 durchgeführt. Dabei wurden Kandidierende in allen zehn Wahlbereichen des Landkreises Emsland aufgestellt. Der Partei gelingt dafür eine gute Mischung aus kommunalpolitisch-erfahrenen Mitgliedern und neuen sowie jungen Mitgliedern.

Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen Themen, die viele Menschen im Landkreis unmittelbar betreffen: bezahlbares Wohnen, medizinische Versorgung im ländlichen Raum, Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, Klimaschutz sowie soziale Teilhabe für alle.

Kreisvorsitzender Marcel Müller erklärt: „Die Linke wird im gesamten Emsland sichtbarer und stärker. Es ist das erste Mal, dass die Linke in allen Wahlbereichen für die Stadträte in Lingen, Meppen, Haren und Papenburg sowie für den Kreistag mit mindestens einer Person wählbar ist. Viele Menschen suchen nach einer glaubwürdigen sozialen Alternative. Wir haben in Niedersachsen seit letztem Jahr mit tausenden von Menschen an ihren Haustüren gesprochen. Aus den konkreten Problemen der Menschen heraus haben wir ein starkes Wahlprogramm entwickelt. Gleichzeitig wollen wir auch weiterhin mit den Menschen im Gespräch bleiben und unsere Haustürgespräche im Emsland regelmäßig fortsetzen, auch nach der Wahl.“

Marina Walker, Ergotherapeutin und Kandidatin im Wahlbereich Lingen 2, erklärt, was sie zur Kandidatur bewogen hat: „Durch meinen Beruf bin ich jeden Tag mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt. Ich erlebe die Sorgen von Familien, älteren Menschen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Menschen, die finanziell zunehmend unter Druck geraten. Gleichzeitig müssen wir uns stärker mit den Problemen beschäftigen, die die Menschen im Emsland jeden Tag betreffen: eine gute Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, bezahlbarer Wohnraum und eine bessere Mobilität. Niemand sollte vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden, weil die nächste Busverbindung nicht fährt.“

Thorsten Heymann, der im Wahlbereich 8 (Freren, Lengerich, Herzlake) antritt und bereits seit 2021 im Harener Stadtrat aktiv ist, setzt klare Schwerpunkte: „Der massive Ausbau des ÖPNV sollte eine sehr hohe Priorität haben. Noch wichtiger ist, dass er auch bezahlbar sein muss, damit die Bürgerinnen und Bürger auf das Auto verzichten können. Außerdem müssen Anreize geschaffen werden, damit Kommunen sozialen Wohnungsbau besser umsetzen können.“

Jan Deters, Kandidat im Wahlbereich 2 (Rhede, Dörpen, Nordhümmling), bringt langjährige Erfahrung aus Bürgerinitiativen mit – unter anderem aus dem Widerstand gegen ein Atommüllendlager in Wippingen und gegen den geplanten Bau eines Kohlekraftwerks in Dörpen. Er betont: „Als gesetzlicher Betreuer habe ich täglich mit denjenigen zu tun, die auf den besonderen Schutz der Gemeinschaft angewiesen sind. Das schärft den Blick dafür, was es bedeutet, wenn es keine bezahlbaren Wohnungen gibt, wenn keine Busse fahren oder wenn es keine Arzttermine gibt. Der Landkreis kann hier vieles erreichen. Das sollte auch im Interesse der Bürgerinnen und Bürger ausgeschöpft werden.“

Die Linke setzt im Wahlkampf konsequent auf Haustürgespräche: Mit tausenden persönlichen Begegnungen an den Türen der Menschen im Emsland hat die Partei die konkreten Sorgen, Wünsche und Probleme direkt aufgenommen: von steigenden Mieten über fehlenden ÖPNV bis zur medizinischen Versorgung. Diese Erfahrungen bilden die Grundlage für das Wahlprogramm von Die Linke. Gleichzeitig macht die Partei deutlich: Viele dieser Probleme haben auch ihre Ursache in einer verfehlten Bundespolitik. Kommunen werden finanziell ausgehöhlt, während die Bundesregierung Prioritäten setzt, die am Alltag der Menschen vorbeigehen. Die Linke fordert unter anderem eine Vermögenssteuer, um Kommunen wieder handlungsfähig zu machen. [PM Die Linke]

Bahnhof Dörpen: Abholerfahrzeuge blockieren Bushaltestelle

Bahnhof Dörpen Elterntaxi

Auch am Bahnhof Dörpen halten Familienangehörige gern direkt vor dem Zugang zum Gleis an der Bushaltestelle. Kommt dann ein Bus und möchte an die Haltestelle fahren, ist die Verärgerung bei der Busfahrerin oder dem Busfahrer in der Regel groß, und zwar auch, wenn hinter dem wartenden PKW noch scheinbar Platz genug für den Bus ist.
Die durch sogenannte Elterntaxis verursachten Verkehrsprobleme in der Nähe von Schulen werden oftmals in den Medien beschrieben. Als Gegenmaßnahmen wurden beispielsweise absolute Halteverbotszonen oder Sonderparkplätze zum Ein- und Aussteigen der Kinder eingerichtet.

Bahnhof Dörpen

Was die haltenden PKW-Fahrer vielleicht nicht wissen: Genau an der Bushaltestelle wurde ein sogenannter Busbord als Pflasterung installiert, dessen Höhe der Einstiegshöhe der dort haltenden Niederflurbusse entspricht. So können Kinderwagen oder Rollatoren einfach in den Bus geschoben werden. Weiter entfernt von der Bushaltestelle ist dies dagegen nicht möglich. Für das Ein- und Austeigen von Bahnreisenden aus Personenfahrzeugen ist dagegen die Kurzhaltezone „Kiss and Ride“, kurz K+R, gedacht. Hier können Bahnreisende in Ruhe vor der Abreise aus dem PKW aussteigen oder bei Ankunft in Dörpen in Straßenfahrzeuge einsteigen, egal, ob mit oder ohne Küsschen.

Ganz glücklich ist die aus den USA übernommene Bezeichnung allerdings nicht gewählt, denn – so war vor Ort zu hören – nicht jeder Autofahrer versteht den Sinn des Hinweisschildes. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: 
Montag, 22.06.2026: Lengerich
Dienstag, 23.06.2026: Wesuwermoor
Mittwoch, 24.06.2026: Flechum
Donnerstag, 25.06.2026: Neubörger
Freitag, 26.06.2026: Börger
Samstag, 27.06.2026: Herbrum
Sonntag, 28.06.2026: Meppen
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Aula in Sögel wieder offen

Konzerte, Lesungen und Aufführungen – für diese und weitere Veranstaltungen steht die neu sanierte Aula des Hümmling-Gymnasiums in Sögel ab sofort wieder offen. Die Erneuerung der Akustikdecke im Zuschauersaal der Aula, die nach einer routinemäßigen Überprüfung durch einen Sachverständigen im September 2025 gesperrt werden musste, konnte jetzt abgeschlossen werden.

Die neue Decke ist eine Gipskartondecke (OVA-Akustikdecke), die in enger fachlicher Abstimmung mit einem Akustikbüro aus Oldenburg erstellt wurde. So konnte sichergestellt werden, dass die ursprüngliche gute Beschallung und Akustik in der Aula bestehen blieb. Die vorhandene LED-Beleuchtung ist auf den neusten energetischen Stand gebracht worden. Sie wurde zusätzlich mit einer so genannten digitalen DALI-Lichtsteuerung ausgestattet, die einen gezielten Einsatz von Licht für unterschiedliche Bedarfe ermöglicht. So können verschiedene Lichtstimmungen, Beleuchtungsstärken, Szenen und Zonen fest eingestellt und entsprechend abgerufen werden. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 22.06.2026 bis Freitag, den 26.06.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn (K168) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Uferklänge 2026 Haren – Umsonst und draußen

Nach der letzten Ausgabe im Jahr 2022 kehren die Uferklänge endlich zurück. Am 27.06. bringt der Verein Klangkultur Emsland e.V. wieder Musik ans Emsufer nach Haren. Ein großartiger Sommerabend mit besonderer Atmosphäre und hochkarätiger Musik wartet auf euch.

Den Auftakt machen Elephant. Die vier aus Rotterdam bringen sonnendurchfluteten Sound ans Wasser. Irgendwo zwischen Leichtigkeit, Melancholie und ganz viel Gefühl fürs Detail. Mal sanft und verträumt, mal voller Energie. Genau die richtige Mischung für einen Sommerabend am Emsufer. Lehnt euch zurück und lasst euch treiben!

Zwischen euphorischer Melancholie und tanzbarem Indie Pop erzählen die Songs von Waltzburg von Freundschaft, Liebe und all den kleinen und großen Momenten dazwischen.

Zwischen treibendem Alternative-Rock und intensivem Post-Punk erschafft Agatha is Dead! einen Sound, der hypnotisch, roh und emotional zugleich ist.

Mit High Hi ist das Line-up der Uferklänge 2026 komplett. Das Antwerpener Trio liefert einen Sound, der direkt nach vorne geht und trotzdem hängen bleibt. Zwischen Energie, Spannung und eingängigen Hooks entsteht genau die Mischung, die live richtig zündet. [jdm]

RWE lässt ökologische Kartierung für den Standort Dörpen durchführen

Das Energieversorgungsunternehmen RWE prüft zurzeit deutschlandweit verschiedene Standorte, die möglicherweise geeignet sind, um Anlagen für die Versorgungssicherheit und zur Stabilisierung der Stromnetze zu errichten. Auch am Standort Dörpen führt RWE Sondierungsgespräche mit verschiedenen regionalen Stakeholdern zur Optionsprüfung für eine Peaker-Anlage. Dabei handelt es sich um ein Spitzenlastkraftwerk mit sehr flexiblen Anlagen aus individuell steuerbaren Gasmotoren.

Die Planungen sind noch in einem sehr frühen Stadium, da bisher noch kein regulatorischer Rahmen für diese Anlagen vorliegt, der auch die Wirtschaftlichkeit derartiger Projekte sicherstellt. Entsprechend sind weder Standort- noch Investitionsentscheidungen oder Technologieentscheidungen getroffen worden.

Zur Standortprüfung gehört auch eine frühzeitige ökologische Kartierung relevanter Flächen, teilt RWE auf Anfrage mit. Hierfür hat das Unternehmen ein Umweltbüro beauftragt. Die Kartierungen finden 2026 im Zeitraum Januar bis Oktober statt. Gegenstand der Kartierungen sind Gastvögel, Brutvögel, Fledermäuse, Amphibien, Reptilien, Hirschkäfer, Biotoptypen und Pflanzenarten der Roten Liste.

Spaziergänger könnten sich über einfache dunkele Dachplatten am Wegesrand wundern, die mit dem Namen und der Telefonnummer des Umweltbüros versehen sind. Hierbei handelt es sich um sogenannte Schlangenbretter, unter denen Reptilien Schutz suchen und bei Kontrollen erfasst werden können. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 15.06.2026: Lindloh
Dienstag, 16.06.2026: Dohren
Mittwoch, 17.06.2026: Brual
Donnerstag, 18.06.2026: Lingen
Freitag, 19.06.2026: Stavern
Samstag, 20.06.2026: Wesuwe-Geest
Sonntag, 21.06.2026: Twist
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 15.06.2026 bis Freitag, den 19.06.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn (K168) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Waldbad Sögel: Offizielle Einweihung mit Festprogramm am 13. Juni 2026

Freibad Sögel
Waldbad Sögel

Nach umfassender Sanierung öffnete Mitte Mai das Waldbad Sögel wieder seine Türen. Die gemeinde Sögel lädt alle Bürgerinnen und Bürger zur öffiziellen Einweihung am Samstag, den 13, Juni 2026, ins Waldbad ein - mit Rahmenprogramm, sportlichen Aktionen und anschließender Waldbadparty.

"Mit der Wiedereröffnung des Waldbads geben wir den Menschen in Sögel und der gesamten Region einen modernen, attraktiven und barriereärmeren Ort für Sport, Erholung und Begegnung zurück", sagen Bürgermeister Johannes Völker und Gemeindedirektor Frank Klaß.

Für die Bevölkerung werden um 13 Uhr die Türen des Waldbads geöffnet. Der Eintritt ist frei. Vom SV Sigiltra Sögel wird an diesem tag erstmals seit langer Zeit wieder ein Triathlon in Sögel durchgeführt. Der Startschuss zum Triathlon fällt um 14 Uhr im Waldbad, um 17 Uhr findet die Siegerehrung statt. Danach klingt der Tag bei einer Waldbadparty in den Abendstunden aus. Geplant sind zudem tagsüber Mitmach- und Vorführangebote wie Wasserball im Nichtschwimmerbecken, Entenangeln im Planschbecken sowie Schnuppertauchen im Schwimmbecken. Informationsstände des Förderkreises Waldbad Sögel e. V. , des Hümmlinger Tauchvereins und der Kreissportschule Emsland ergänzen das Programm.

Das Waldbad verfügt über drei Becken (Kleinkinder-, Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken). Im großzügigen Schwimmerbereich sind auch Wettkämpfe möglich. Zwei Sprungtürme (1 und 3 Meter) gehören ebenso zur Ausstattung wie das Edelstahlbecken. Der Nichtschwimmerbereich mit einer Wassertiefe von 80 Zentimetern bietet unter anderem Rutsche, Wasserwippe, Nackenduschen und eine Bodensprudelanlage. Direkt am Kleinkinderbecken ergänzt ein Spielplatz das Angebot.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Barrierefreiheit: Die Zugänge zu den beiden großen Becken wurden so gestaltet, dass Menschen mit handicap möglichst selbständig ins Wasser gelangen können. [Gemeinde Sögel]

75 Jahre Emslandplan – Imagefilm von 1952

In einem Aufsatz in dem von der Emsländischen Landschaft herausgegebenen Buch zu "75 Jahre Emslandplan" berichtet Philipp Scheid über die Entstehung eines Imagefilms mit dem Titel "Moordämmerung".

Es handelt sich um einen 14:38 Minuten langen Bericht über die Emslanderschließung (auf Filmportal.de aufrufbar). Der Film wurde damals vom Bundesministerium für den Marshallplan in Auftrag gegeben. Als "Bericht" würde man diesen Film heute nicht mehr bezeichnen wollen. In Stil und Text erinnert die „Moordämmerung“ an Wochenschauen mit der pathetischen Sprache und der Musik im Stile Wagners.

Die erste Hälfte des Films stellt die Armut und schwere Arbeit in den emsländischen Moorgebieten dar, wobei gleichzeitig eine Idylle beschworen wird. Im zweiten Teil des Films werden die Maschinen - Trecker, Greifbagger, Walzen für den Straßenbau und der Ottomeyerpflug - gezeigt, wie sie die Landschaft umwälzen und den Menschen Arbeit und "unser tägliches Brot " geben. Natürlich gibt es im Film keine Hinweise drauf, dass noch 7 Jahre zuvor Zwangsarbeiter bei der Moorerschließung unter todbringenden Bedingungen im Moor arbeiten mussten.

Der Film ist in Ton und Text schwer erträglich. Aber er ist wegen seiner Bilder von dokumentarischem Interesse. Philipp Scheid schreibt: "Paradoxerweise ist uns der Zustand dieser alten Welt am Vorabend des Emslandplans nur noch in jenen fotografischen und filmischen Zeugnissen gegenwärtig, die diesen Wandel einst befördern sollten." [jdm]

Eichenprozessionsspinner nun wieder deutlich zu erkennen

Eichenprozessionsspinner 06/2026
EPS an einer Astgabelung

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) sind inzwischen so groß, dass sie leicht an Eichenbäumen zu finden sind. Insbesondere bei kleineren, jungen Eichen findet man sie an den unteren Astgabeln in einer Höhe von wenigen Metern. Gern werden die Nester unterhalb des vom Hauptstamm abgehenden Astes angelegt. Zurzeit findet man auch mehrere Nester nah beieinander, wie auf unserem Bild aus der Dörpener Füchtelmörte zu sehen ist.

Andererseits findet man aber auch Nester des Eichenprozessionsspinners am Stamm nahe am Boden, insbesondere wenn die Sonnenstrahlen nicht durch Schatten von belaubten Zweigen, Büschen oder hohen Gräsern abgehalten werden und so die Oberfläche des Baumes erwärmen.

Bei dem Schädling handelt es sich um eine heimische Art, die sich in den vergangenen Jahren aus südlicheren Regionen nach Norddeutschland ausgebreitet hat. Und der Klimawandel wird wohl bewirken, dass sich die wärmeliebenden Tiere bei uns weiterhin wohlfühlen und ausbreiten.

EPS am Stammfuß einer Eiche

Das Umweltbundesamt bietet übrigens eine Übersetzung eines niederländischen Leitfadens zur Eindämmung des Eichenprozessionsspinners auf seiner Homepage an. Unsere Beobachtungen werden darin bestätigt und ergänzt:
„Der Eichenprozessionsspinner bevorzugt junge und halb ausgewachsene Eichen entlang von Straßen in einer offenen Landschaft mit wenig Unterwuchs anderer Pflanzenarten. Solitäre Eichen können auch von Eichenprozessionsspinnern kolonisiert werden. Besonders Plätze an Straßen, Mauern, Straßenpflaster, Rasen und Sandböden sind bei sonnigem Wetter im Frühling wegen der Wärmeabstrahlung des Untergrundes attraktiv.“

Wer sich also solchen Bäumen nähert, sollte zunächst den Blick in den unteren Kronenbereich der Bäume richten und die Äste „abscannen“, um unangenehme Überraschungen unter dem schattenspendenden Baum zu vermeiden.
Die Gemeinde Dörpen lässt übrigens auch in diesem Jahr eine Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an publikumsintensiven Bereichen wie Schulen oder Kindergärten durchführen. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Dörpen: Beginn der Kirchenrenovierung St. Vitus

Kirche St. Vitus Dörpen

Nachdem die Bauausführungsgenehmigung des Bistums Osnabrück vorliegt, kann die Kirchenrenovierung St. Vitus beginnen. Dazu werden am 13. Juni die Bänke aus dem hinteren Bereich der Kirche schon entfernt und eingelagert.
Die Orgel wird aus Staubschutzgründen eingehaust und wird voraussichtlich Ostern 2027 wieder erklingen, nachdem sie dann selber überholt wurde. Die Figuren u.a. werden ebenso abgesichert.

Noch im Juni wird ein erstes Gerüst aufgebaut, damit mit der Restaurierung der Holzdecke der Kirche begonnen werden kann. Von Juni bis August wird der vordere Teil der Kirche noch als Gottesdienstraum nutzbar sein. Es werden dann einige Holzbänke zusätzlich aufgestellt, so dass in gutem Umfang Sitzplätze zur Verfügung stehen.

Kirchendecke St. Vitus Dörpen

Voraussichtlich werden die Sonntagsgottesdienste ab Ende August im großen Saal des Christophorushauses gefeiert, ebenso die Werktagsmessen im Meditationsraum. Der Wiedereinzug in die Kirche ist für Weihnachten 2026 geplant. (Quelle: Pfarreiengemeinschaft Maria Magdalena, Pfarrnachrichten Nr. 10/2026) [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Neun Stauanlagen stärken Wasserrückhalt

Anlegen der Stauanlage per Bagger (Fotos: Landkreis Emsland)

Den regionalen Wasserhaushalt stärken und dabei den Klimawandel berücksichtigen – das ist der Hintergrund des Projekts „Nachhaltiges Wassermengenmanagement im Einzugsgebiet der Lotter Beeke“. Im Zuge des Projekts sind weitere konkrete Maßnahmen für ein nachhaltiges Wassermengenmanagement erfolgreich umgesetzt worden. Im Bereich der Gemeinde Handrup (Samtgemeinde Lengerich) wurden insgesamt neun steuerbare Stauanlagen sowie zwei Steinschwellen in Gewässern errichtet.

Stauanlage Lotter Beeke
Eine der insgesamt neun Stauanlagen in der Gemeinde Handrup, mit der effektiv je nach Bedarf Wasser reguliert werden kann.

„Die zahlreichen Hitzesommer verbunden mit verringertem Niederschlag und extremer Trockenheit sind alarmierend – insbesondere für das wasserverwöhnte Emsland. Es findet bei uns im Emsland daher seit geraumer Zeit ein Umdenken statt: Von der einstigen Ableitung des wertvollen Guts Wasser zum stärkeren Halten des Wassers in der Fläche, um so den Landschaftswasserhaushalt nachhaltig zu stabilisieren“, nennt Landrat Marc-André Burgdorf das Ziel des Projekts.

Die nun realisierten Maßnahmen markieren den Übergang von der Planung in die praktische Umsetzung. Die eingebauten Stauanlagen ermöglichen es, die Wasserstände – angepasst an Jahreszeit, Witterung und landwirtschaftliche Anforderungen – flexibel zu regulieren. „So kann der Wasserspiegel in den Gräben gezielt angehoben werden. Gerade in trockenen Phasen kann dies dem Austrocknen kleiner Gewässer entgegenwirken und Versickerung sowie die Grundwasserneubildung fördern“, erläutert Michael Reiners, Abteilungsleiter Allgemeine Wasserwirtschaft beim Landkreis Emsland. [Landkreis Emsland]

Die Standorte der Anlagen wurden im Rahmen des Projekts gemeinsam mit den beteiligten Akteuren vom Wasser- und Bodenverband Lotter Beeke sowie einem Fachbüro erarbeitet. Die bauliche Umsetzung erfolgte durch den Wasser- und Bodenverband Lotter Beeke als Unterhaltungspflichtigen und Staurechtsinhaber.

Der Landkreis Emsland hat die aktuelle Maßnahme finanziert und unterstützt den Prozess gezielt durch entsprechende Förderprogramme. Gemeinsam mit den Wasser- und Bodenverbänden sowie den Flächeneigentümern sollen damit weitere Projekte in der Fläche umgesetzt und so die Anpassung an die Folgen des Klimawandels aktiv vorangebracht werden. Auch in weiteren Projektgebieten im Landkreis – unter anderem im Bereich der Wasser- und Bodenverbände Ems-West und Süd-Nord-Kanal sowie Ahlder und Engdener Bach – werden derzeit Maßnahmen vorbereitet, um den Wasserrückhalt zu stärken. [Landkreis Emsland]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 08.06.2026: Freren
Dienstag, 09.06.2026: Papenburg
Mittwoch, 10.06.2026: Meppen
Donnerstag, 11.06.2026: Geeste
Freitag, 12.06.2026: Haren
Samstag, 13.06.2026: Papenburg
Sonntag, 14.06.2026: Werlte
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Die WTD 91 meldet für den 08.06.2026 bis 14.06.2026 außer auf dem Schlagbrückener Weg keine Sperrungen. [jdm]

Frühe Konzentrationslager im „Dritten Reich“ – Neuer Sammelband bündelt die aktuelle Forschung

Die frühen Konzentrationslager waren das zentrale Terrorinstrument bei der Durchsetzung und Machtsicherung der NS-Herrschaft. Über 100 von ihnen entstanden ab 1933 im Deutschen Reich. Nun ist dazu der neue Sammelband „Durchsetzung der Diktatur. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ erschienen, der auf Initiative der Gedenkstätte Esterwegen entstanden ist.

Das NS-Regime erprobte in den frühen Konzentrationslagern massenhafte Inhaftierungen und Anwendungen von Gewalt. Manche Lager wurden nach wenigen Wochen wieder aufgelöst, andere bestanden über Jahre und bildeten die Basis für das spätere KZ-System der SS. Nicht wenige SS-Männer begannen ihren Dienst in den frühen Konzentrationslagern und setzten ihn später in den Stamm- und Außenlagerkomplexen sowie den Vernichtungslagern des Zweiten Weltkriegs fort. Für viele Häftlinge war die Haft in den frühen Lagern der Beginn jahrelanger Verfolgung. „Die Geschichte dieser frühen Lager veranschaulicht, wie sich die Zerstörung der Demokratie und die Etablierung der nationalsozialistischen Diktatur schrittweise vollzogen. Es waren Labore der Gewalt“, so Mitherausgeber Sebastian Weitkamp.

Zu den frühen Konzentrationslagern gehörten auch die Lager Esterwegen, Börgermoor und Neusustrum im Emsland. Es waren die ersten am Reißbrett geplanten KZ in Barackenbauweise im Deutschen Reich. Etwa 4.000 Menschen waren hier inhaftiert und wurden zur Zwangsarbeit im Moor eingesetzt. Ihre Geschichte wird ebenfalls in dem Band erzählt.

Sebastian Weitkamp und Kathrin Flor mit der neuen Publikation

Die AG „Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte dieser Lager sichtbarer zu machen. In ihr arbeiten aktuell 19 Gedenkeinrichtungen aus zwölf Bundesländern zusammen. Im Auftrag der AG haben Sebastian Weitkamp (Gedenkstätte Esterwegen), Christoph Thonfeld (Gedenkstätte Dachau), Agnes Ohm (Gedenkstätte Sachsenhausen) und Nicola Wenge (Gedenkstätte Oberer Kuhberg Ulm) den nun vorliegenden Sammelband herausgegeben, in dem die Autorinnen und Autoren die Geschichten von 19 frühen Lagern darstellen und neue Forschungserkenntnisse zusammenfassen. Ergänzt wird der Band durch einen Beitrag von Jens-Christian Wagner sowie zwei Rahmenbeiträge über die Rolle der frühen Lager im Nationalsozialismus (Frédéric Bonnesoeur) und deren spätere Erinnerungsgeschichte in Ost- und Westdeutschland (Thomas Lutz).

Der Sammelband ist ab sofort in der Gedenkstätte Esterwegen und im Buchhandel für 28 € erhältlich : „Durchsetzung der Diktatur. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“, herausgegeben von Sebastian Weitkamp, Christoph Thonfeld, Agnes Ohm und Nicola Wenge, Wallstein Verlag Göttingen 2026, Schriftenreihe der Gedenkstätte Esterwegen Band 6, 512 Seiten, ca. 30 Abb., ISBN 978-3-8353-6055-6. [PM / Foto 2026, Gedenkstätte Esterwegen, Anne Vähning]

„Woher nimmt er bloß die Kraft?“ Vielleicht aus dem Supergehalt?

In dem Interview in der heutigen NOZ durfte Albert Stegemann (CDU-MdB Mittelems) breit erklären, warum und wie er Pflegebedürftige zukünftig allein im Regen stehen lassen will. Was bei einem Konservativen nie fehlen darf, ist das wortreiche Beschwören von der Familienverantwortung und der Subsidiarität. Damit ist nichts anderes gemeint, als dass die Gesellschaft für Notlagen ihrer Mitglieder keine Verantwortung übernimmt und Bedürftige kaltschnäuzig abweist.

Die Pflegeversicherung entstand aus dem gegenteiligen Impuls heraus. Stegemann denunziert wie sein Millionärschef Merz solidarische Hilfe als Vollkaskosystem. Und er tut so, als ob es darum ginge, reichen Menschen zuzumuten, sich selbst um die Pflege zu kümmern. "Warum soll der normale Arbeiter, der am Monatsende ohnehin Probleme hat, mit dem Geld klarzukommen, mit seinen hohen Beiträgen das Vermögen sehr reicher Leute finanzieren?" Tatsächlich spricht er über Arbeiter, deren einziges nennenswertes Vermögen in ihrem Eigenheim besteht. Ein normaler Arbeiterhaushalt ist nicht in der Lage, die hohen Pflegekosten zu tragen. Das Sozialhilferecht sieht standardmäßig die Verarmung des Ehepartners vor.

Kürzungen bei der Pflegeversicherung wirken sich unmittelbar negativ auf die Lebenshaltung von Arbeiterfamilien aus. Stegemann versucht hier die Arbeiter in ihrer Funktion als Beitragszahler gegen Arbeiter in ihrer Funktion als Leistungsempfänger gegeneneinander auszuspielen. Um die von ihm postulierten "Vermögen sehr reicher Leute" geht es hier überhaupt nicht. Sehr reiche Leute - wozu zumindest von der Einkommensseite her auch der Bundestagsabgeordnete Stegemann gehört - haben das Problem der Finanzierung von Pflegeleistungen nicht. Alle Arbeiter sind im Pflegefall auf die Pflegeleistungen angewiesen.

In seiner Antwort zur vorletzten Frage lässt Stegemann auch durchblicken, dass er auch den Krankenhäusern, den Apotheken, den Krankenversicherten und den Rentnern den Boden unter Füßen wegziehen möchte. Und das, obwohl er weiß, dass die Wähler das nicht wollen ("die Reformen durchziehen und keine Angst vor Umfragen haben"). Er sagt aber nicht, wofür er diese ganzen Kürzungen veranstalten will: Um Deutschland kriegstüchtig zu machen und den Krieg in der Ukraine unendlich zu verlängern.

Um was für eine Qualitätszeitung es sich bei der NOZ handelt, lässt die letzte Frage der Interviewerin erahnen: "Woher nehmen Sie bei so viel Gegenwind die Motivation, jeden Tag aufzustehen und Ihren Job zu machen?" Vermutlich hängt jetzt ein Fanposter mit Autogramm im Schlafzimmer der Interviewerin. [jdm]

Baustil vom Haus Westhoff war damals top-modern

Haus Westhoff 1936

Ein Blog-Beitrag des Emsland-Museums Lingen beschäftigt sich mit dem Architekten Hans Lühn, der in den 1920/1930er Jahren viele Backsteinbauten im Emsland realisierte. Sein Stil (norddeutscher Backstein-Expressionismus) war damals das, was man unter einem modernen Backsteingebäude verstand.

Das Haus Westhoff wurde in Wippingen 1936 erbaut; Lühn ist 1932 verstorben. Der Architekt vom Haus Westhoff ist nicht bekannt, aber wenn man das Haus mit Lühns Mehrfamilienhäusern an der Schwedenschanze in Lingen vergleicht, fällt doch auf, wo sich der Architekt für das Haus In Wippingen seine Anregungen geholt hat. [jdm]

Wanderung Alte Dorfstelle Wahn: Von der Alten Dorfstelle Wahn nach Renkenberge

Flyer Hümmlinger Pilgerweg Ortstelle Wahn

Am Samstag, 20. Juni 2026, geht es ab 12.30 Uhr von der Alten Dorfstelle Wahn aus auf eine etwa 10 km lange Natur- und Kulturwanderung nach Renkenberge. Unterwegs gibt es Spannendes zur Geschichte der alten Siedlungsstelle Wahn und die besondere Landschaft rundherum kennenzulernen. Dabei bleibt genug Zeit, die Natur zu genießen und mit anderen ins Gespräch zu kommen.

In Renkenberge wartet zum Abschluss Kaffee und Kuchen - der perfekte Ausklang nach der Tour. Für den Rückweg ist ein Transfer organisiert. Der Kostenbeitrag beträgt 10 € pro Person. Anmeldung bis zum 15. Juni 2026 über die Homepage: www.huemmlinger-pilgerweg.de oder bei https://on.campflow.de/huemmlinger-pilgerweg-ev/wanderung-alte-dorfstelle-wahn-2026. [jdm]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 01.06.2026: Lathen
Dienstag, 02.06.2026: Sögel
Mittwoch, 03.06.2026: Rhede
Donnerstag, 04.06.2026: Meppen
Freitag, 05.06.2026: Haselünne
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben.[Landkreis Emsland]