Ob Bewegung, Kreativität, gemeinsames Kochen, Entspannung oder Singen - das Emsländische Bündnis gegen Depression bietet vielfältige Möglichkeiten, Gemeinschaft zu erleben und etwas für die eigene psychische Gesundheit zu tun. Und es wächst weiter: Mit einem neuen Entspannungsangebot in Sögel und einem Singkreis in Papenburg entstehen zwei weitere Möglichkeiten, die psychische Gesundheit zu stärken und Gemeinschaft zu erleben.
Ab sofort findet wöchentlich jeden Mittwoch ein offenes Entspannungsangebot unter der Leitung von Petra Wenske beim Kreissportbund, Schlaunallee 11A, in Sögel statt. Im Mittelpunkt stehen Ruhe, Entschleunigung und neue Kraft für den Alltag.
In Papenburg lädt ab Dienstag, 27. Oktober, einmal wöchentlich um 16.30 Uhr der Singkreis „Heilsames Singen“ unter der Leitung von Charlotte Mohrs zum gemeinsamen Singen ein. Nicht die musikalische Leistung zählt, sondern die positive Wirkung auf Körper und Seele. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet in den Räumen der Musikschule Papenburg, An der Marktkirche 10, statt.
Weitere Informationen zum Bündnis sind hier zu finden. Anmeldungen nimmt der Sozialpsychiatrische Dienst beim Landkreis Emsland unter der Rufnummer 05931/44 11 88 und der E-Mail-Adresse gesundheit-spdi@emsland.de entgegen. [Landkreis Emsland]
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, 31.08.2026: Aschendorf Dienstag, 01.09.2026: Dörpen Mittwoch, 02.09.2026: Freren Donnerstag, 03.09.2026: Papenburg Freitag, 04.09.2026: Haselünne Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 31.08.2026 bis Freitag, den 04.09.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53), Renkenberge – Wahn (K168) und Wippingen – Werpeloh (K114) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]
Bekämpfung Japanischen Staudenknöterich - rechts Revierleiter Clausius Fricke und UnternhemerJakob Bothe mit E-Lanze, Foto: Landesforsten
Die Niedersächsischen Landesforsten erproben derzeit auf Waldflächen der Revierförsterei Kleckerwald des Forstamtes Sellhorn ein innovatives Verfahren zur Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs. Die aus Ostasien stammende invasive Pflanzenart breitet sich seit einigen Jahren entlang von Straßenrändern und an Übergängen zur angrenzenden Bebauung aus und hat inzwischen auch den Kleckerwald erreicht. Um eine weitere Ausbreitung möglichst frühzeitig einzudämmen, hat das Niedersächsische Forstamt Sellhorn das Unternehmen „Böse-Blumen“ aus Empelde bei Hannover mit der Bekämpfung beauftragt.
Zum Einsatz kommt dabei eine sogenannte Elektrolanze – ein Verfahren, das ohne Pflanzenschutzmittel auskommt und gezielt gegen die unerwünschte Pflanze wirkt. Fachlich begleitet werden die Arbeiten von Revierförster Claudius Fricke sowie Nils Mischke, Förster für Waldökologie und Naturschutz im Forstamt Sellhorn.
„Der Japanische Staudenknöterich zählt zu den problematischsten invasiven Pflanzenarten in Mitteleuropa. Er bildet dichte Bestände, verdrängt heimische Pflanzen und verändert dadurch ganze Lebensräume. Deshalb ist ein frühzeitiges Eingreifen besonders wichtig“, erläutert Förster Claudius Fricke.
Die Elektrolanze arbeitet nach dem Prinzip der elektrophysikalischen Pflanzentötung. Über eine Handlanze wird Strom direkt in die Pflanze geleitet. Eine im Boden verankerte Bezugselektrode schließt dabei den Stromkreis. Die elektrische Energie erhitzt das Wasser in den Pflanzenzellen innerhalb kürzester Zeit, wodurch die Zellstruktur zerstört wird. Die Wasserversorgung der Pflanze bricht vollständig zusammen und sie stirbt ab.
Da der Japanische Staudenknöterich ein besonders tiefreichendes und widerstandsfähiges Rhizomgeflecht bildet, werden Spannungen von bis zu 5.000 Volt eingesetzt, um auch die unterirdischen Pflanzenteile nachhaltig zu schädigen. Je nach Entwicklungsstand der Bestände sind mehrere Behandlungen erforderlich, bis die Pflanze vollständig abgestorben ist.
Gegenüber mechanischen Verfahren wie regelmäßigem Mähen oder dem Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel bietet die Elektrolanze mehrere Vorteile: Benachbarte Pflanzen werden nicht geschädigt, Insekten bleiben unbeeinträchtigt und es gelangen keine Herbizidrückstände in den Boden oder das Grundwasser. Damit stellt das Verfahren eine besonders umweltschonende Alternative für sensible Waldstandorte dar.
In Lorup testet man derzeit ebenfalls das Verfahren. Hier spricht die Dorf-App davon, dass mit 8000 Volt gegen die Pflanze vorgegangen wird. Das Lohnunternehmen Niemann Agrotech aus Holdorf bekämpft die Loruper Bestände im Bereich Hövel. Der Knöterich drohte von einem Wegeseitenraum auf eine angrenzende Ackerfläche überzugehen.
Die Umsetzung gelang durch eine direkte Absprache im Dorf: Die betroffene Pächterfamilie verzichtete kurzfristig auf die Maisbestellung, um die Fläche freizumachen. Vorausgegangen war ein Fachgespräch, an dem der Gemeinderat, der Bauhof, der Bezirksforst, der Wasser- und Bodenverband, der Landwirtschaftliche Ortsverein sowie die untere Naturschutzbehörde beteiligt waren.
Die eingesetzte Maschine wandelt die Energie der Schlepper-Zapfwelle in 8.000 Volt Gleichstrom um und gibt die Spannung über Applikatoren an die Pflanzen ab.
Neben dem Staudenknöterich eigne sich das Verfahren auch gegen das invasive Erdmandelgras, das vereinzelt bereits auf dem Hümmling aufgetreten sei und dessen Ausbreitung dringend gestoppt werden müsse. Zudem sei die Strombehandlung eine hervorragende Alternative für die Unkrautbekämpfung auf versiegelten Flächen.
Der Rat der Gemeinde Lorup hat ein zweijähriges Pilotprojekt beschlossen, das der Bauhof zur Erfolgskontrolle begleitet. Das Verfahren ist auch interessant für andere Anwender wie Nachbargemeinden, Landwirte oder gewerbliche Nutzer. Weitere Informationen hierzu können bei der Gemeinde Lorup erfragt werden. [jdm/Landesforsten.de/Lorup APP]
Die Arbeitslosigkeit ist im Emsland im August 2026 gesunken. 7.014 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 123 Personen weniger (-2 Prozent) als im Juli und 359 Personen bzw. 5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,5 Prozent und war emslandweit identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,7 Prozent.
Auf dem ersten Blick hat sich die Arbeitslosigkeit auch im Geschäftsstellenbezirk Papenburg positiv entwickelt, denn gegenüber dem Vorjahresmonat sank der Bestand an Arbeitslosen um 9 Prozent. Dieser Rückgang wurde allerdings nicht im Monat August verzeichnet, sondern bereits im Monat Juli. Tatsächlich ist die Arbeitslosigkeit in Papenburg und Umgebung sogar leicht um 4 Personen gegenüber dem Juli 2026 auf 1.804 gestiegen. Sie beträgt nun 4,3 Prozent, in Sögel dagegen nur 3,2 Prozent. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Der Heimatverein Wippingen öffnet am Tag des offenen Denkmals, dem 13. September 2026, die historische Mühle für Besucher. Zwischen 14 und 17 Uhr können Interessierte die Mühle besichtigen und an fachkundigen Führungen teilnehmen, die spannende Einblicke in die Geschichte und Funktionsweise des Denkmals geben. [Stefan Kellner]
In einer Pressemitteilung wirbt der DGB-Kreisverband dafür, den Antikriegstag gemeinsam auf der Begräbnisstätte Esterwegen zu begehen.
"Die internationalen Entwicklungen erfüllen den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften mit größter Sorge. Das Weltgeschehen wird zunehmend geprägt durch die Großmachtansprüche der USA, Chinas und Russlands. Für deren Durchsetzung schrecken sie auch vor der Anwendung und Androhung militärscher Gewalt nicht zurück. Wir erheben unsere gewerkschaftliche Stimme dagegen und halten unbeirrbar an unserem Grundsatz fest: „Nie wieder Krieg!“
Wir brauchen keine Politik, die dem Recht des Stärkeren und einer permanenten „Kriegstüchtigkeit“ das Wort redet, sondern eine Sicherheitspolitik, die die Freiheit schützt und sich zum Ziel setzt, die sozialen, ökonomischen und politischen Ursachen von Krieg und Gewalt zu beseitigen. Wir treten als Gewerkschaften ein für eine Politik der Friedensfähigkeit, in deren Mittelpunkt die zivile Friedenssicherung durch Diplomatie, Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und eine faire Handelspolitik steht.
Zum Gedenken und Mahnen findet am Sonntag, den 06.09.2026, um 18.00 Uhr, an der Begräbnisstätte KZ Esterwegen(an der B 401) die Mahnveranstaltung und Kranzniederlegung statt. Nach einer Begrüßung durch den DGB-Kreisverbandsvorsitzenden, Andreas Kuper, gibt es eine von Rede Corinna Bittner, Leiterin Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager. Zur musikalischen Untermalung werden Dita&Patrick spielen." [PM DGB]
Zur Fahrradtour zum Schloss Clemenswerth lädt der Heimatverein am Sonntag den 20.09.2026 ein.
Wir starten um 13:00 Uhr am Heimathaus und freuen uns um 14:00 Uhr in Werpeloh auf Kaffee und Kuchen. Um 15:00 Uhr geht es nach Clemenswerth, wo uns eine Führung erwartet.
Der Preis für Getränke und Kuchen beträgt 10 Euro. Kinder sind unsere Gäste. Alle die Lust haben teilzunehmen sind herzlich willkommen und sollten sich bis zum 15.09.26 anmelden. Tel.: 04966/ 277 oder 017696001129 [Stefan Kellner]
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, 24.08.2026: Wesuweermoor Dienstag, 25.08.2026: Meppen Mittwoch, 26.08.2026: Klein Hesepe Donnerstag, 27.08.2026: Salzbergen Freitag, 218.08.2026: Lengerich Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 24.08.2026 bis Freitag, den 28.08.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]
Vom 7. September bis 9. Oktober bringt das Zentrum für digitale Entwicklung vier Wochen lang kostenfreie Impulse, Workshops und Einzelgespräche direkt in die Region – für kleine und mittlere Unternehmen.
Unter dem Motto „Digital denken, zukunftsfähig handeln“ starten am 7. September 2026 die Zukunftswochen in Papenburg und Dörpen. Das Zentrum für digitale Entwicklung, ein Projekt der IT-Dienstleistungsgesellschaft mbH Emsland (it.emsland), bringt digitale Kompetenz für rund vier Wochen direkt vor die Haustür der Betriebe. Kleine und mittlere Unternehmen erwartet ein kostenfreies Programm aus Vorträgen, praxisnahen Workshops, vertraulichen Einzelgesprächen und Vernetzungsformaten.
Die Zukunftswochen sind als Roadshow angelegt: Statt Unternehmen an einen zentralen Ort einzuladen, gastiert das Zentrum für digitale Entwicklung nacheinander in den Kommunen der Region – in diesem Herbst gemeinsam in Papenburg und Dörpen. „Digitalisierung ist mehr als Technik“ lautet der Leitgedanke. Im Mittelpunkt stehen konkrete Impulse, der Austausch auf Augenhöhe und passgenaue Lösungen für den einzelnen Betrieb.
Inhaltlich reicht das Programm von Künstlicher Intelligenz über Datennutzung und Social Media bis hin zur konkreten Umsetzung im Betrieb. Ein besonderes Angebot sind die vertraulichen Einzelgespräche „Auf ’n Schnack“: In geschütztem Rahmen erhalten Unternehmen eine ehrliche Einschätzung ihrer Situation und eine Empfehlung für den nächsten Schritt. Vernetzungsformate wie Stammtische und ein gemeinsames World Café bringen die lokale Wirtschaft zusammen.
Die Teilnahme an den Angeboten der Zukunftswochen ist für die Unternehmen kostenfrei. Möglich wird dies durch die Förderung im Rahmen der Zukunftsregion Ems-Vechte, kofinanziert von der Europäischen Union. Eröffnet werden die Zukunftswochen mit der Auftaktveranstaltung „Digital denken, zukunftsfähig handeln“ am 7. September im Rathaus Dörpen. Den Abschluss bildet am 9. Oktober die Bilanzveranstaltung „Digital gedacht, zukunftsfähig gehandelt“. Das vollständige Programm und die Anmeldung finden Interessierte unter emsland.it/zukunftswochen. [Samtgemeinde Dörpen]
in Wippingen gab es im 2024 in der Weihnachtszeit viel schöne Krippen im Pfarrgarten zu sehen.
In Lorup wird der Westernbrink in diesem Jahr in der Adventszeit von Wichteln bewohnt werden - zumindest wenn die Initiatoren mit ihrem Aufruf an die Vereine Erfolg haben. [jdm]
Seit ca. 10 Tagen liegt der historische Schlepper Alk im Dörpener Hafen
Seit über einer Woche liegt an der östlichen Kai des Dörpener Hafens ein Schlepper mit dem Namen „Alk“, der offensichtlich nicht gerade der jüngsten Generation dieses Schiffstyps zuzuordnen ist. Die Herkunft aus der Epoche der 1920er-Jahre sieht man am typischen Steilkiel, der dem Schiff ein markantes, historisches Aussehen verleiht – eine Kielform, die bei der Hyperion-Klasse der Aida-Kreuzfahrtschiffe eine Renaissance erlebt.
Eine Nachfrage bei der Dörpener Umschlaggesellschaft für den kombinierten Verkehr mbH (DUK), die die Hafenanlage betreibt, ergab, dass das Schiff nicht angemeldet wurde und somit auch nicht mit Zustimmung der DUK hier festgemacht hat. Unsere erste Überlegung, dass der Schlepper vielleicht als maritimes Schauobjekt für das Dörpener Hafenfest Ende August 2026 in den Hafen geholt wurde, erwies sich leider als falsch.
Nach Rücksprache mit der Wasserschutzpolizei konnte die Pressestelle der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim mitteilen, dass das Schiff bekannt sei und der Eigner eine Frist erhalten habe, um das Traditionsschiff zu reparieren, da es laut seinen Angaben wohl defekt wäre. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt verweist auf unsere Nachfrage an den Hafenbetreiber, also an die DUK, die für die Nutzung des Hafens zuständig sei.
Da der Schlepper unser Interesse geweckt hatte, haben wir weiter recherchiert. Am 13.06.2007 titelte die Nordwest-Zeitung aus Oldenburg „‘Alk‘ vor Schrottpresse retten“. Der Motorschlepper „Alk“ sei mit seinen (damals) 83 Jahren eine echte Rarität, denn auf der Unterweser (wo der Schlepper im Einsatz war) gebe wohl keinen vergleichbaren Schlepper mehr, der über eine Binnen- und Seezulassung verfüge und der dazu noch von einer direktgekuppelten Diesel-Hauptmaschine MWM RHS 348 SU mit 525 PS bei 375 U/min aus den 1960er-Jahren angetrieben werde. Deshalb wollten einige Mitglieder des Schiffervereins im Vegesacker Museumshaven den Schlepper retten und vor der Verschrottung bewahren.
Weiter berichtete die Zeitung, dass der Motorschlepper „Alk“ im Jahr 1924 auf der Meyer-Werft in Papenburg gebaut wurde, damals allerdings unter den Namen „Assistent 1“. Das ist allerdings nicht richtig, wie man einer Mitteilung der Meyer-Werft an uns entnehmen kann, denn Baunummer 357 wird in den Werftunterlagen als „Bali“ geführt, dies war der erste Name des Schleppers. Das Archiv der Werft enthüllt folgende Informationen:
Als ursprünglicher Schiffstyp wird „Hafenschlepper“ angegeben, der von einer Dampfmaschine angetrieben wurde. Die Probefahrt und die Überführung nach Emden erfolgten im März 1924. Bis 1939 war der Schlepper im Hamburger Hafen im Dienst, wurde dann aber nach Laboe „abkommandiert“. Nach Kriegsende erhielt der Eigner den Schlepper zurück.
Im Jahr 1950 wurde das Schiff nach einem Verkauf in „Assistent I“ umbenannt. 1951 erfolgte dann schon ein Weiterverkauf an einem Schleppbetrieb an der Weser. Auch hier wurde das Schiff wieder an einen anderen Betrieb verkauft.
Anfang der 1960er-Jahre sank der Schlepper nach einer Kollision mit einem Motorschiff auf der Hunte. Der Schlepper wurde gehoben und im Jahr 1965 wieder instandgesetzt. Dabei erfolgte ein Umbau zum Motorschlepper und die Umbenennung in „Alk“. Im Jahr 2004 erwarb dann die BBV (Bremen) den Schlepper. 2007 kaufte ein Privateigner aus Wien die „Alk“ aus der Insolvenzmasse der BBV, es folgte im Jahr 2008 noch ein kurzes Gastspiel mit einem Privateigner aus Berlin, im gleichen Jahr kaufte der Kapitän Jürgen Saathoff das Schiff -und überführte es nach Cuxhaven. In den Jahren 2008/2009 erfolgte eine Renovierung und Teilinstandsetzung der Hauptmaschine, begleitet mit der Umbenennung auf den Namen „Jupiter“.
Im Jahr 2012 kaufte Offenbacher Elektroingenieur und Buten-Bremer Michael Kreienberg das Schiff von der Verwertungsgesellschaft des Bundes Vebeg und benannte es wieder in „Alk“ um. Der frühere Eigner Kreienberg hat uns auf Nachfrage freundlicherweise mit Hintergrundinformationen versorgt. „Ich kenne die ‚Alk‘ aus meiner Kindheit. Mein Ziel war, den Schlepper mit seiner einzigartigen Provenienz vor der Verschrottung zu bewahren und im Museumshaven Vegesack aufzulegen, Letzteres hat leider nicht geklappt“, so der gebürtige Bremer Kreienberg. Weiter führt er aus: „Das Augenmerk lag auf Erhalt der Historizität. Es sind in diesem Zuge bis zuletzt erhebliche Mittel in das Unterwasserschiff geflossen, schon allein, um die Schiffssicherheit zu gewährleisten. Die ‚Alk‘ dokumentiert nicht nur einen spannenden Zeitstrahl durch die Schiffbaugeschichte sowie Leistungsschau des deutschen Maschinenbaus, sondern fungierte auch als Ideengeber für ein vom DPMA erteiltes Verfahrenspatent zur Ertüchtigung vorhandener Schiffsbetriebstechnik in Form einer Kraft-Wärme-Kopplung, und so schließt sich der Kreis zwischen maritimer Geschichte und Innovation.“
Bevor der historische Schlepper nach Dörpen kam, lag er etwa drei Monate in Oldenburg. Weiter haben unsere Recherchen ergeben, dass das Schiff mit dem Schlepper Kap Horn über den Küstenkanal nach Dörpen verbracht (verholt) wurde. Nach unseren Informationen soll das Schiff vom derzeitigen niederländischen Eigner umgebaut werden. Soweit es uns möglich ist, werden wir die weitere Entwicklung in dieser Sache mit Interesse weiter verfolgen. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Anlässlich der „Langen Nacht der Museen“ geht es auf eine geführte Radtour durch die Region! Entdeckt gemeinsam Viel Schönes, Interessantes und Unbekanntes. Am Samstag, 29. August 2026, von 09:00 Uhr bis ca. 15:30 Uhr. Die Streckenlänge beträgt ca. 46 km.
Stationen und Programm: Heimathaus Sögel: Miniatur-Ausstellung „Sögel um 1900“ & plattdeutsches Morgengebet Hüvener Mühle (Hüven): Brotzeit mit Mühlenbrot, Schinken und Honig sowie Besichtigung der Mühle mit einem Mühlenführer Natur.Entdecker.Platz (Groß Berßen): Vorstellung des Areals mit Remise, Wildblumenwiese, Streuobstwiese und Glockenturm Mühlenruine Stavern: Begehung & kleiner Umtrunk Batakhaus & Geo-Pfad (Werpeloh): Mittagessen sowie Besichtigung des Batakhauses und des geologischen Pfades Schloss Clemenswerth (Sögel): Vielfältiges Rahmenprogramm für Groß und Klein mit Konzerten (u. a. des Vocal Clubs Sögel)
Kosten 20 € pro Person (inkl. Brotzeit an der Hüvener Mühle und Mittagessen am Batakhaus). Der Betrag wird vor Tourbeginn eingesammelt. Der Eintritt zu den besuchten Einrichtungen während der Radtour ist kostenlos – um eine Spende an die jeweiligen Einrichtungen wird gebeten.
Eine Anmeldung ist bis zum 26.08.2026 erforderlich unter 05952 206-400 oder tourist-info@soegel.de. Organisiert und durchgeführt von der Sögel Marketing GmbH. [Marlies Berling]
Über „Die extreme Rechte als Bedrohung für queeres Leben“ referierte der Linken-Bundestagsabgeordnete Maik Brückner am Montag im Bürgerzentrum Obenende in Papenburg. Queerfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und rechte Hetze seien eine immer stärker werdende Gefahr. Die extreme Rechte brauche Minderheiten, die sie für Missstände in der Gesellschaft verantwortlich machen könne. Das rechte Weltbild sei nicht wirklich konsistent, sondern in sich widersprüchlich. Das gelte auch für diejenigen, die den Rechtsruck, der in immer weitere Teile der Mitte vordringe, mitmachten.
Er habe beobachtet, dass sich die rechtsextremen Gruppen, die sich zum Teil aus Jugendlichen im Teenageralter zusammensetzten, als neue Feindbilder auf queere Lebensentwürfe konzentrierten. Hier werde vordergründig nicht in erster Linie gegen Migranten oder gar antisemitisch argumentiert, sondern queere und Transgender-Personen spielten in der Agitation die Hauptrolle. Und das funktioniere so gut, weil kaum jemand über diese Lebensentwürfe Bescheid wisse, so dass man alles Mögliche behaupten könne. Gegen schwule und lesbische Menschen zu hetzen funktioniere dagegen nicht mehr, weil sich die Gesellschaft hier schon sehr in Richtung Emanzipation und Akzeptanz entwickelt habe. Jeder Mensch kenne mittlerweile homosexuelle Personen, so dass die absurden Behauptungen nicht mehr verfangen könnten.
Die AFD stelle diese Hetze in letzter Zeit auch immer mehr in den Mittelpunkt ihrer Anträge auf allen Parlamentsebenen. Und gleichzeitig gebe es auch homosexuelle Funktionsträger. Ihre Aufgabe sähen sie häufig darin, ein reaktionäres Weltbild aus Männlichkeitswahn und untergeordneter Rolle der Frauen zu propagieren.
Die Hetze der AFD und anderer rechtsextremer Gruppen und Personen verfange natürlich so gut, weil viele Menschen durch die Politik des Sozialabbaus verunsichert und konkret in ihrem Leben beeinträchtigt seien. Von den Regierenden würden keine Lösungen angeboten und so könnten die ADF und die gesamte Rechte relativ widerspruchslos ihre Sündenböcke präsentieren.
In der Diskussion wurde kritisiert, dass die Linke in ihrem Kampf gegen das Erstarken der AFD den Schulterschluss mit den Regierungsparteien SPD und CDU suche. Diese Parteien praktizierten doch eine neoliberale Politik gegen die Arbeiterklasse und unterschieden sich von der ebenfalls neoliberalen Programmatik der AFD nur noch graduell. Indem vom gemeinsamen Kampf gegen Faschismus gesprochen werde, werde die arbeiterfeindliche Politik der CDU verharmlost. Dabei werde das Bild vieler AFD-Wähler verfestigt, dass nur die AFD Opposition gegen die Regierungspolitik betreibe.
Brückner war mit diesem Einwand nicht einverstanden. „Ich hätte das vor einem Jahr noch unterstützt.“ Aber in der AFD habe sich seit einem Jahr der völkische Höcke-Flügel bei allen Personalentscheidungen durchgesetzt. Damit habe sich auch die Gefährlichkeit der AFD für die Demokratie erhöht. Das zeige sich auch in der Beurteilung der AFD durch Rechtsparteien in anderen Ländern Europas. Der italienischen und französischen Rechten sei die AFD einfach zu krass. [jdm]
Die Gedenkstätte Esterwegen nimmt an der Langen Nacht der Museen im Emsland und der Grafschaft Bentheim am 29. August 2026 teil. 40 Einrichtungen bieten über 100 Veranstaltungen. Sondertouren mit Rad und Bahn sind organisiert.
Die Gedenkstätte Esterwegen, Hinterm Busch 1, 26897 Esterwegen, bietet Ihnen zur Langen Nacht der Museen einen Blick hinter die Kulissen des historischen Gedenkortes. Sie können Fragen stellen, für die sonst keine Zeit bleibt. Wie sieht der Arbeitsalltag in einer Gedenkstätte aus? Kann ich mich einbringen? Was gibt es für Dokumente und Objekte?
Kostenfreie Führungen um 14 Uhr und 16 Uhr, geöffnet von 10 – 18 Uhr. Um Anmeldung zur Führung wird gebeten unter: info@gedenkstaette-esterwegen.de. Programm der Langen Nacht der Museen für alle teilnehmenden Einrichtungen. [Gedenkstätte Esterwegen]
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, 17.08.2026: Lathen Dienstag, 18.08.2026: Neubörger Mittwoch, 19.08.2026: Schapen Donnerstag, 20.08.2026: Lingen Freitag, 21.08.2026: Herbrum Samstag, 22.08.2026: Emsbüren Sonntag, 23.08.2026: Lingen Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Am Mittwoch, 19. August, startet das Emsland Archäologie Museum wieder mit der beliebten Workshop-Reihe „Mitmach-Mittwoch im Museum“. Ab 15 Uhr können Kinder zwischen 8 und 13 Jahren spielerisch in die Welt der Steinzeit eintauchen. Beim Basteln, Experimentieren und Ausprobieren erfahren die jungen Entdeckerinnen und Entdecker, wie Menschen in der Vorzeit lebten, jagten und ihre Umwelt nutzten. Dabei lernen sie typische Techniken und Materialien kennen und können selbst kreativ werden.
Die Workshop-Reihe findet mehrmals im Jahr statt und widmet sich jeweils wechselnden Themenschwerpunkten. Jede Einheit ist in sich abgeschlossen, sodass ein einzelner Besuch möglich ist und keine Vorkenntnisse oder vorherige Teilnahmen erforderlich sind. Weitere Termine: 21. Oktober und 16. Dezember. Teilnahme: 4 Euro. Anmeldung sowie weitere Infos zu dieser und anderen Veranstaltungen unter 05931 6605 oder info@archaeologie-emsland.de. [Landkreis Emsland]
Das Bundeskartellamt hat gegen sechs Unternehmen Geldbußen in Höhe von insgesamt rund 60,3 Mio. Euro wegen einer Kundenschutz- und Preisabsprache sowie Submissionsabsprachen im Bereich Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise („DSK“) verhängt. DSK ist eine Erhaltungsbauweise zur Sanierung von Straßen und anderen Asphaltflächen. An den Absprachen beteiligt war neben anderen Unternehmen – auch Liesen…alles für den Bau GmbH (Liesen), Lingen. Allerdings war Liesen später in das seit dem Jahr 2010 bestehende Kartell eingestiegen.
Die Unternehmen stimmten sich regelmäßig über Ausschreibungen öffentlicher und teilweise privater Auftraggeber ab. Im Vorfeld wurde geklärt, wer einen Auftrag bekommen soll und über welchem Mindestpreis die Schutzangebote liegen müssen. Dazu hielten sie regelmäßig Kontakt und trafen sich in der Saison – im Frühjahr und Sommer – ungefähr einmal im Monat. Die Absprachetreffen fanden meist an einem zentralen Ort in Deutschland statt, sehr häufig in Kassel. Bei Bedarf wurden Preisvorgaben zusätzlich z. B. telefonisch, per E-Mail oder mit Messenger (WhatsApp, Signal) mitgeteilt, meistens unter Verwendung einer Codesprache. Die Preise wurden verschlüsselt kommuniziert, z. B. als Meter-, Kilometerangabe, Wurst- oder Bierpreis, Sponsorenbetrag, Anzahl von Teilnehmern oder als Preis für ein Hotelzimmer oder für Events (Fußball, Karneval). Zum Teil wurden Preisvorgaben als Anfragen für Nachunternehmerleistungen, z. B. Rissesanierung oder Fräsen, getarnt.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Die führenden DSK-Anbieter in Deutschland haben sich über viele Jahre zahlreiche Aufträge der öffentlichen Hand gegenseitig zugespielt. Vereinbart war, dass grundsätzlich derjenige Anbieter alle künftigen DSK-Aufträge eines Kunden erhalten sollte, der diesen Kunden erstmalig für die Bauweise DSK gewonnen hatte. War ein beteiligtes Unternehmen nicht ausgelastet und benötigte zusätzliche Aufträge, wurde von dieser „Stammkunden“-Zuordnung in Einzelfällen abgewichen oder es wurde eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, um den Auftrag auf mehrere Anbieter aufzuteilen. Dadurch haben sich die Unternehmen den Markt aufgeteilt und dies durch Schutzangebote abgesichert. Das Kartell betraf einen wichtigen Bereich der öffentlichen Infrastruktur und damit letztlich Investitionen von Bund, Ländern und Gemeinden als Träger der Straßenbaulast.“ Auf der Homepage der Firma Liesen sieht man übrigens, dass das Betonwerk Liesen in Dörpen auch zum Unternehmen gehört.
Interessant ist auch der Unternehmenscodex der Firma „LIESEN…alles für den Bau GmbH“, den man ebenfalls auf der Homepage findet. Wir finden einige Auszüge daraus besonders aufschlussreich formuliert. (Abgerufen am 12.08.2026, 14:20 Uhr) Präambel: LIESEN folgt dem Grundverständnis des „ehrbaren Kaufmanns“ und bekennt sich zu seiner besonderen Verantwortung als Unternehmen. LIESEN handelt im Einklang mit allgemein anerkannten ethisch-moralischen Werten und Prinzipien, verhält sich rechtskonform und beachtet insbesondere die international und universal anerkannten Menschenrechte und Arbeitsstandards, wie sie im Folgenden festgehalten sind.
Ethische-moralische Verpflichtungen und umfassende Integrität: LIESEN verfolgt ausschließlich legale Geschäftsziele und -praktiken. LIESEN unterhält nur Geschäftsbeziehungen zu seriösen Partnern. LIESEN verhält sich gegenüber Geschäftspartnern und Kunden fair und wertschätzend.
Und besonders aufschlussreich ist die abschließende Formulierung mit der Überschrift „Selbstverpflichtung der Geschäftsführung“: Die Geschäftsführung als solche sowie alle Geschäftsführer bestätigen, den Unternehmenscodex sorgfältig gelesen zu haben, diesen verinnerlicht zu haben und den Unternehmenscodex stets zu achten und zu wahren.
Wie die Firma Liesen… alles für den Bau GmbH, Lingen (Ems) strukturiert ist, findet man übrigens bei North Data. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Ende Juli wurden in Lehe Bundeswehrangehörige bei der Vermessung des Kirchturms angetroffen. Eine kurze Internetrecherche zeigt, dass Vermessungstrupps der Bundeswehr zuvor auch an anderen Orten in Deutschland unterwegs waren. Unsere Nachfrage bei der Bundeswehr wurde an das Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBw) weitergeleitet und nun von dort beantwortet.
Zunächst wird erläutert, dass die Vermessungskräfte des ZGeoBw im gesamten Bundesgebiet unterwegs sind, um für die Herstellung von militärischen Kartenwerken die notwendigen Koordinaten zu erfassen bzw. zu überprüfen. Hierzu seien in der Regel Vermessungstrupps, bestehend aus 2-3 Soldatinnen/Soldaten, mit ihren geländegängigen Fahrzeugen unterwegs. Mit ihren GNSS-Ausstattungen bzw. terrestrischen Vermessungsausstattungen messen die Soldatinnen/Soldaten Hochpunkte zur Orientierung im Raum und zur Positionsbestimmung. Zu diesen Hochpunkten zählen u.a. Kirchtürme, Schornsteine, Funkmasten oder andere weit sichtbare Objekte im Gelände.
Im Zeitraum vom 20.07.2026 bis 30.07.2026 war ein Vermessungstrupp des ZGeoBw im Raum EMSLAND unterwegs, um dort die Hochpunktinformationen zu erfassen. Hintergrund (laut Antwort des ZGeoBw): Der Geoinformationsdienst der Bundeswehr stellt die GeoInfo-Unterstützung für das gesamte Aufgabenspektrum der Bundeswehr sicher. Für alle Bedarfsträger wird dabei lage- und ebenengerecht der Raum mit seinen Geofaktoren erfasst, um sich darin exakt zu positionieren und zu navigieren. Das ZGeoBw ist die zentrale Facheinrichtung des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr. Für weitere Informationen wird ein Link angeboten. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, 10.08.2026: Herzlake Dienstag, 11.08.2026: Vrees Mittwoch, 12.08.2026: Lingen Donnerstag, 13.08.2026: Papenburg Freitag, 14.08.2026: Meppen Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Lieder aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus präsentiert Michael M. Lang, hauptberuflich Jurist in Köln, im Rahmen eines musikalisch untermalten Vortrages am Sonntag, 30. August 2026, um 15.00 Uhr, in der Gedenkstätte Esterwegen, Hinterm Busch 1. Es gibt seltene Originalaufnahmen zu hören. Diese machen deutlich, wie die Lieder des Widerstandes um die Welt gingen.
Durch die Emigration vieler Musikschaffender nach 1933 bildete sich eine große Szene von Kulturschaffenden, die eigene Lieder und Texte aus dem Widerstand im nationalsozialistischen Deutschland vertonten. Michael Lang sammelt seit Jahrzehnten diese historischen Tondokumente, äußerst seltene Schellackplatten wie auch Rundfunkaufnahmen aus der Zeit, die er vorstellen möchte.
Das Material reicht von den Moskauer Aufnahmen Ernst Buschs über die Songs der internationalen Brigaden in Spanien, die Kompositionen der Arbeiterbewegung in den USA bis hin zur Musik der Resistance in Frankreich. Zur Sammlung von Lang gehören auch Aufnahmen des Moorsoldatenliedes, das im Konzentrationslager Börgermoor am 27. August 1933 erstmals aufgeführt und wenige Tage später verboten wurde. [Gedenkstätte Esterwegen]
Am 28. Mai 2026 gab der finnische Konzern UPM bekannt, dass das Unternehmen mit dem Wettbewerber Sappi eine verbindliche Vereinbarung über das Joint Venture im Bereich grafischer Papiere unterzeichnet habe. Grundlagen der verbindlichen Vereinbarung seien, dass UPM und Sappi ihre jeweiligen Geschäftstätigkeiten und Anlagen mit einem kombinierten Unternehmenswert von 1.420 Mio. Euro in das Joint Venture einbringen werden, ohne Berücksichtigung des Werts der zu erwartenden Synergieeffekte. Das UPM Communication Papers Geschäft werde dabei mit 1.100 Mio. Euro bewertet (Unternehmenswert), das Europageschäft von Sappi mit 320 Mio. Euro (Unternehmenswert).
Uns hat interessiert, ob auch das Gaskraftwerk am Standort UPM Nordland Papier in Dörpen in das Joint Venture transferiert werden soll. Dies erschien uns wichtig, weil die eigene Energieerzeugung mit dem Gaskraftwerk von UPM in Dörpen bisher als wirtschaftlicher Vorteil gegenüber Wettbewerbern dargestellt wurde.
Unsere Nachfrage an die Konzernzentrale in Helsinki wurde nicht beantwortet, weswegen wir bei UPM Nordland Papier in Dörpen ebenfalls nachgefragt haben. Nach acht Wochen und einer Erinnerungsmail haben wir am 6. August die Antwort erhalten, dass man die Frage nicht beantworten werde.
So ist es halt mit großen Konzernen. Sie verfügen in der Regel über große Presseabteilungen – hier UPM, Media Relations – die genau abgegrenzte Informationen an die Öffentlichkeit geben. Damit sollen Aktionäre positiv gestimmt werden, Nachfragen aus der breiten Öffentlichkeit sind aber nicht erwünscht. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Manche nennen sie Schiffsbohrwürmer. Dass passt dem Holzfachwirt Dr. Johann Müller aus Neudörpen aber gar nicht, weil es sich um Muscheln handelt. Richtiger ist der Name Schiffsbohrmuschel oder Pfahlmuschel. Müller erforscht dieses Tier oder besser, wie man Holzbauten vor diesem Tier schützen kann, schon seit fast 20 Jahren.
Holzbohrmuschel (Foto Public Domain United States Geological Survey, Wikipedia)
In letzter Zeit geriet die Holzbohrmuschel in die Schlagzeilen, weil sie 2022 in Bremerhaven für das Absacken des Moleturms auf der Nordmole im Hafen verantwortlich war. Und die Weserfähre zwischen Bremerhaven nach Blexen kann ihren Anleger in Bremerhaven bis auf Weiteres nicht nutzen, wofür auch die Bohrmuschel verantwortlich gemacht wird. Radio Bremen stellt sechs Opfer der Muschel in Bremerhaven vor.
Die Schiffsbohrmuschel wird bis zu 45 cm lang und hat einen Durchmesser von etwa 1,5 cm. Das sieht nach Wurm aus, aber sie hat auch Muschelschalen an ihrem Vorderende, die allerdings stark verkleinert sind und zu Bohrwerkzeugen umgebildet sind. Circa 1000 Zähnchen, die in mehreren Reihen angeordnet sind, raspeln Gänge in die im Wasser stehenden Holzbauten. Die Tiere ernähren sich von dem Holz und von aus dem Wasser filtriertem Plankton. Das Holz wird dadurch morsch und verliert seine Tragfähigkeit.
Von der Holzbohrmuschel befallener Holzstamm
Die Muscheln leben im Salzwasser und waren immer schon ein Problem für die (Holz)-Schifffahrt und Wasserschutzbauten, wie Holzdämmen. Für Fundamente für Molen, Anleger und Brücken wurden und werden Holzpfähle in den vom Wasser überschwemmten Boden gerammt. Darauf können dann Bauten erstellt werden. Dass an der Weser und der Ems mehr Bauten als früher vom Bohrmuschelbefall betroffen sind, führt Müller auf die Vertiefung der Flüsse zurück. Dadurch steigt der Salzgehalt der Flüsse und das ist für die Tiere lebenswichtig. „Ein weiterer Aspekt ist der Klimawandel. Die Temperatur der Nordsee steigt und da fühlt sich die Holzbohrmuschel wohl“, nennt Müller einen weiteren Aspekt.
Links unbefallener Stamm, der mit Geotextilien geschützt war. Bei den dunklen Flecken handelt es sich um Korrosion von Metallschrauben oder Nägeln
Zurzeit untersucht Müller gerade die Verbreitung der Holzbohrmuschel in Norddeich. In den Inselhäfen Wangerooge, Spiekeroog und Langeoog, sowie in Cuxhaven konnten schon Schäden beobachtet werden.
Müller führte seine Untersuchungen zusammen mit Wissenschaftlern aus Dänemark, Italien, Großbritannien, Slowenien und der Türkei durch. In Venedig wurden Geotextilien getestet. Geotextilien werden bereits im Straßenbau und im Küstenschutz eingesetzt. Die Versuchshölzer wurden mit diesen Stoffen aus verschiedenen Materialien umwickelt und dann in den Wasseruntergrund eingebracht. Dabei ging es nicht nur darum, die Wirksamkeit und Haltbarkeit der Materialien zu testen, sondern auch darum, die Technik für die Ummantelung zu entwickeln. Ein Ergebnis war, dass es mit diesen langlebigen Stoffen möglich ist, die Hölzer zu schützen. Ein weiteres Ergebnis ist, dass bei bereits verbauten Hölzern die Anbringung der Textilien eher schwierig wird.
Auszug aus dem Programm der Konferenz in China
Die Forschung der Wissenschaftlergruppe zu den Holzbohrmuscheln wurde gerade im Mai in Beijing präsentiert. Mit der Anwendung dieser Forschungsergebnisse wird es möglich, Holzbauten zum Teil nachträglich zu schützen und vor allem, das Baumaterial Holz nicht gänzlich durch Stahl zu ersetzen. [jdm]
Update vom 08.08.2026:
Heute morgen gab es ein Interview mit Dr. Müller im Deutschlandfunk Kultur.
In den vergangenen Wochen wurde in Dörpen viel darüber spekuliert, ob die AfD eigene Kandidaten für die Gemeinde- und Samtgemeinderatswahl aufstellen würde. Auch in der Verwaltung in Dörpen häuften sich zum Ende der Einreichungsfrist am 20.07.2026 entsprechende Anfragen, berichtete Wahlleiter Heinz-Hermann Lager einleitend am 22.07.2026 bei der öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses zur Zulassung von Wahlvorschlägen für die Kommunalwahl am 13.09.2026. Die Alternative für Deutschland (AfD) werde aber bei der Kommunalwahl in der Gemeinde und der Samtgemeinde Dörpen nicht antreten, war seinen Worten zu entnehmen.
Doch was sind die Gründe dafür, dass die Partei keine Kandidaten für die Kommunalwahl in der Samtgemeinde aufstellen konnte? Namen kursierten in der Gemeinde, aber der Schritt in die Öffentlichkeit mit einer eigenen Kandidatur schien für die möglichen Kandidaten zu groß. Diese Annahme wurde am vergangenen Freitag am AfD-Wahlstand auf dem Papenburger Wochenmarkt bestätigt: „Die wollen ihr Gesicht nicht zeigen“, lautete die Erklärung.
Den konservativen Parteien – allen voran der CDU – dürfte die Zurückhaltung der AfD-Anhänger in Dörpen gefallen, denn sie hätten wohl reichlich Stimmen an die Rechtsaußen-Konkurrenz verloren. In welchem Umfang die verhinderte Abwanderung der Wähler nach rechts hätte ausfallen können, lassen die Ergebnisse der AfD in der Samtgemeinde Dörpen bei den letzten Wahlen erahnen: Bei der Wahl zum Europaparlament im Juni 2024 erreichte die AfD hier etwa 14 %, bei der Bundestagswahl im Februar 2025 waren es sogar 19 %. Bei der Kommunalwahl ist allerdings die persönliche Bekanntheit von Kandidaten bei den Wählern mitentscheidend – es müssten bekannte Gesichter sein. Ob die AfD in der Samtgemeinde Dörpen Kandidaten mit einem ähnlich hohen Bekanntheitsgrad wie die nun zur Wahl antretenden Kandidaten anderer Parteien oder Einzelbewerber hätte finden können, ist zu bezweifeln. Und ob die Personen zu den Gesichtern dann wirklich bei der Wahl „gezogen“ hätten, scheint ebenfalls fraglich.
Rückschlüsse wird man am 13.09.2026 abends mit den Ergebnissen der AfD-Kandidaten für den Kreistag ziehen können. Ob die AfD mit den verhinderten Kandidaten in Dörpen den gleichen Stimmenanteil bei der Gemeinde- bzw. Samtgemeinderatswahl erzielt hätte, bleibt dann aber immer noch Spekulation. Ebenso ist es müßig, darüber zu spekulieren, ob die wieder zu erwartende CDU-Mehrheit auf Gemeinde und Samtgemeindeebene durch die AfD gefährdet worden wäre. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Daher steht das Thema Geschwindigkeit in der Woche vom 03. bis 09. August 2026 erneut im Mittelpunkt. Auch die Polizeidirektion Osnabrück beteiligt sich an der sogenannten „Speedweek“ und führt im gesamten Zuständigkeitsbereich, vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln (also auch im Emsland) verstärkte Kontrollen durch.
„Besonders die Geschwindigkeitsverstöße haben wir in dieser Woche im Blick, da die Schwere der Verletzungen bei Verkehrsunfällen unmittelbar mit der gefahrenen Geschwindigkeit zusammenhängt. Wir dulden keine Raser und Drängler, denn das ist nicht nur rücksichtslos, sondern auch sehr gefährlich für alle Beteiligten“, sagt Laura-Christin Brinkmann, Sprecherin der Polizeidirektion Osnabrück.
Die Zahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Osnabrück ist mit 31.146 Fällen im letzten Jahr etwa auf dem Vorjahresniveau geblieben. Deutlich rückläufig war hingegen die Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang: Diese sank auf 65 Fälle mit insgesamt 70 Todesopfern. Die „Speedweek“ findet im Rahmen des Roadpol-Verbundes statt. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss europäischer Verkehrspolizeien, die mit gemeinsamen Schwerpunktaktionen auf die häufigsten Ursachen schwerer Verkehrsunfälle aufmerksam machen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr zu stärken und damit die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen. [PM Polizeidirektion OS]
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, ß3.08.2026: Twist Dienstag, 04.08.2026: Wesuwermoor Mittwoch, 05.08.2026: Haselünne Donnerstag, 06.08.2026: Hilkenbrook Freitag, 07.08.2026: Lingen Samstag, 08.08.2026: --- Sonntag, 09.08.2026: Varenrode Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]