„Nacht der Ausbildung“ bei UPM in Dörpen am 6. Februar 2026

Die UPM-Betriebe in Dörpen laden am Freitag, den 6. Februar 2026 interessierte Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren und deren Eltern zur „Nacht der Ausbildung“ ein. Von 15.00 bis 21.00 Uhr können sich junge Leute bei einer Werksführung über die Ausbildungsberufe bei Nordland Papier GmbH, UPM Sales GmbH, nortrans Speditionsgesellschaft mbH und NorService GmbH informieren.

Aktuell wird in folgenden Berufen ausgebildet:
Industriemechaniker/-in
Industriekaufmann/-frau
Papiertechnologe/-technologin
Bachelor of Engineering – Fachrichtung Papiertechnik
Fachkraft für Lagerlogistik
Maschinen- und Anlagenführer/-in
Elektroniker/-in für Betriebstechnik
Zudem werden Plätze für FOS-Praktikanten/innen im technischen und kaufmännischen Bereich angeboten.

Während des zweieinhalbstündigen Rundgangs werden Auszubildende und Ausbilder vor Ort über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten informieren und gern auch Fragen beantworten. Um 18.30 Uhr findet die letzte Führung statt. Bitte achten Sie auf festes Schuhwerk.

Um die Organisation zu erleichtern, ist eine Anmeldung bis zum 02.02.2026 entweder per E-Mail an nachtderausbildung@upm.com, per Post an UPM Nordland Papier, Nacht der Ausbildung, Nordlandallee 1, 26892 Dörpen oder telefonisch unter 04963/401-1877 notwendig. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 05.01.2026 bis 09.01.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr wird die Straße Schlagbrückener Weg zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Theatergruppe Börger führt das Stück „Opa ward verköfft“ auf

Für Freunde des plattdeutschen Theaters öffnet sich in Börger in der aktuellen Theatersaison ab morgen der Vorhang. Der Klassiker ""Opa ward verköfft" entstammt der Feder von Franz Streicher und ist im Karl Mahnke Theaterverlag erschienen. Übersetzt ins Niederdeutsche wurde der Schwank von Dieter Jorschik.

In dem Stück geht es um den Bauern Kulenkamp, der den Opa loswerden will. Die Spieltermine im Gemeinde- und Kulturzentrum Börger sind: Sa., 03.01./So., 04.01.2026 - 15:00 Uhr: Seniorenaufführungen, Fr., 09.01.2026: 1. Aufführung, Sa.,17.01.2026: 2. Aufführung, Sa.,31.01.2026: 3. Aufführung. Mehr Infos ... [jdm]

Wasserabfluss im Seitenkanal zurzeit gesichert – Situation an der Wippinger Dever muss genau beobachtet werden

Inseln im Seitenkanal nördlich der Zuleitung der Wippinger Dever
Inseln im Seitenkanal nördlich der Zuleitung der Wippinger Dever

Über die im Seitenkanal Gleesen-Papenburg am Zufluss der Wippinger Dever entstandenen Inseln haben wir wiederholt berichtet. Dabei stand für uns die Frage im Mittelpunkt, ob der Kanalabschnitt zwischen der Neudörpener Straße und dem Mittelweg das aus Entwässerungsgräben in den Kanal eingeleitete Wasser auch zukünftig noch sicher ableiten kann. Dabei wären nach unserer Einschätzung nicht nur übliche Niederschlagsmengen in Betracht zu ziehen, sondern auch die Folgen möglicher Starkregenereignisse zu berücksichtigen.

Auf dieses Thema wird in den Medien und auch in Veröffentlichungen der Landesregierung hingewiesen. So greift das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz die Gefahren durch Starkregen in der neuen Studie „Klimarisikoanalyse für Niedersachsen 2025“ auf. Im Abschnitt 4.3.2 wird erläutert, dass Starkregen überall in Niedersachsen auftreten kann. Dabei können kleinere Fließgewässer schnell anschwellen, sich in reißende Ströme verwandeln und großräumig über die Ufer treten. Durch geringe Fließgeschwindigkeiten und/oder fehlender Entwässerungs- oder Abflussmöglichkeit im Flachland kann das Wasser z. B. auf landwirtschaftlichen Flächen lange stehen und durch Staunässe Schäden an den Pflanzen verursachen. Darüber hinaus können Starkregenereignisse indirekt auch zu erhöhten Stoffeinträgen ins Grundwasser führen. Bedingt durch den Klimawandel wird davon ausgegangen, dass zukünftig mit einer Zunahme von Wetterextremen zu rechnen ist.

Hochwasser an der Wippinger Dever im Jahr 1998
Hochwasser an der Wippinger Dever im Jahr 1998

Diese Erkenntnisse waren für uns vor einigen Wochen Anlass, beim Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände um eine Bewertung der aktuellen Situation im Seitenkanal am Zufluss der Wippinger Dever nachzufragen, da hier der Wasserabfluss offensichtlich durch die entstandene Insellandschaft eingeschränkt ist.
Der Kreisverband hat uns nun mitgeteilt, dass man „im Moment keine Gefährdung für den Wasserabfluss“ sehe, und auch die letzte Gewässerschau habe nichts anderes ergeben. Dennoch sei es richtig, dass die Wippinger Dever in diesem Bereich weiter genau beobachtet werden müsse.
Auf unsere konkrete Frage, ob der Wasserabfluss der Wippinger Dever über den Seitenkanal auch bei einem Starkregenereignis gesichert sei, geht der Kreisverband in seinem Antwortschreiben allerdings nicht ein.

Zur Erinnerung: In einer Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Gemeinde Dörpen aus dem Jahr 1967 ist festgelegt, dass die Gemeinde Dörpen für die Folgen der Einleitung der Wippinger Dever in den Seitenkanal verantwortlich ist. Und es wird wohl kaum zu bestreiten sein, dass die Inselbildung im Kanal eine Folge der Einleitung des Entwässerungsgrabens ist, denn dieser führt reichlich Sediment und Treibgut mit sich, das sich dann im Seitenkanal ablagert. Als Beispiele seien hier Ausspülungen von Bisam- und Nutriahöhlen oder ins Wasser geratenes Mähgut von den Grabenseitenflächen genannt.

Treibgut verfängt sich an Ästen, die von den Inseln ins Wasser ragen.
Treibgut verfängt sich an Ästen, die von den Inseln ins Wasser ragen.

Die Folgen dieser Fracht aus der Wippinger Dever ist eine bereits jetzt ca. 150 Meter lange Insellandschaft und eine über zwei Meter hohe Schlammschicht im weiteren Verlauf des Kanals bis zum Mittelweg. Inseln und Schlamm müssten zumindest teilweise entfernt werden, wenn kein ausreichender Wasserabfluss in Fließrichtung des Seitenkanals mehr möglich ist. Doch aufgrund eines vor Jahrzehnten festgestellten Munitionsverdachtes für den Kanalabschnitt dürften Baggerarbeiten wohl kaum ohne eine vorherige Klärung der Ablagerung von Munition im Gewässer vorgenommen werden. Schon diese Munitionssondierung und eine evtl. erforderliche Bergung dürften Kosten verursachen, die die stark verschuldete Gemeinde kaum tragen könnte.

Es ist also an der Zeit, das Problem der Inselbildung im Seitenkanal verbunden mit der Klärung der Gefahren durch Weltkriegsmunition im Seitenkanal anzugehen und Lösungen für die Wasserableitung der Wippinger Dever zu suchen. Ansonsten könnten ein Starkregenereignis oder ein nächstes Hochwasser die Gemeinde unvorbereitet treffen und zumindest für das Umfeld des Seitenkanals östlich von Dörpen schlimmere Folgen nach sich ziehen als das Winterhochwasser 2023/2024. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Wetter 2025: Ein Sonnenjahr mit ungewöhnlicher Wärme und deutlichem Niederschlagsdefizit

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat bereits einen Tag vor Jahresende eine Einordnung des Wetters im Jahr 2025 vorgenommen – es war sehr warm, sonnenreich und niederschlagsarm. Dies gilt so auch für Niedersachsen und auch für Dörpen. Die Jahresmitteltemperatur erreichte hier 10,4 °C und lag damit 1,8 Grad über dem Referenzwert 8,6 °C der Referenzperiode 1961-1990.

Die Jahresniederschlagsmenge betrug nur 600 l/m² und blieb rund ein Fünftel unter dem Mittel (746 l/m²). In Dörpen lag die Summe der Niederschläge an der DWD-Wetterstation bei etwa 670 l/m².

Die kältestete Phase etablierte sich Mitte Februar: Mit -15,2 °C meldete Bad Harzburg am 17.02. das Minimum für Niedersachsen. Zum Vergleich: In Dörpen wurden am 17.02. Minus 5,2 °C und am 18.02. Minus 7 °C gemessen, am Boden waren es Minus 10,5 °C. 

Das Frühjahr 2025 setzte als Sonnigstes neue Maßstäbe, und war in Niedersachsen zugleich außergewöhnlich trocken.

Der Sommer brachte am 02.07. mit subtropischen 38,7 °C in Barsinghausen-Hohenbostel (20 km westlich von Hannover) den Höhepunkt der warmen Jahreszeit. In Dörpen waren es an dem Tag 33,6 °C, und am 13.08. waren es mit 33,9 °C sogar noch etwas mehr.

In der insgesamt sehr positiven Sonnenscheinbilanz für Niedersachsen mit 1860 Stunden (Referenzwert 1456 Stunden), einem Plus von rund 28 Prozent, fielen lediglich Juli und Oktober aus dem Rahmen und wiesen als Monate eine negative Abweichung auf. In Dörpen wurden etwa 1800 Sonnenstunden erfasst. (Quelle und weitere Details: Pressemitteilung DWD, Werte für Dörpen wurden der Michael Theusners Wetter- und Klimaseite entnommen: mtwetter.de) [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.e/forum-d]

Burgdorf-Interview: E 233 und Sirenen, aber keine Geburtsstation in Sögel und keine Wohnungsbaugesellschaft

„Die Politik auf Bundesebene muss sich endlich durchringen zu großen Reformen, die es braucht, die aber auch wehtun werden.“ Mit diesem Nonsense-Satz endet die erste Antwort in dem Interview der Ems-Zeitung mit Landrat Marc-André Burgdorf. Dieser Satz heißt nichts und kann auch alles bedeuten. Etwas Kritik darf sein, aber mit dem „auch wehtun werden“ wird Einverständnis mit dem von der Bundesregierung betriebenen Sozialabbau signalisiert.

Dann ärgert sich Burgdorf darüber, dass die E 233 noch immer nicht gebaut worden ist, weil Planung, Genehmigung und Bauausführung in Deutschland lange brauchen. Vielleicht liegt es ja gar nicht daran, sondern daran, dass diese Straße die 1,2 Mrd. €, die sie mindestens kosten wird, einfach nicht wert ist. Und daran, dass die Gegner des Vorhabens, wie der Nabu einfach ein paar gute Argumente haben und das Ganze auch umweltfreundlicher und billiger zu haben wäre.

Das Krankenhaussterben hält Burgdorf offensichtlich für einen schicksalhaften Vorgang. Hier ist nicht zu kritisieren, dass der Landkreis die Zusammenschlüsse der Krankenhäuser auf Landkreisebene unterstützt hat. Aber mit der Schließung der Geburtsstation in Sögel hat Burgdorf sich offensichtlich abgefunden und gibt als Beruhigungspille aus, dass dies nicht den Anfang vom Ende des Hümmling-Hospitals bedeuten müsse. Was man aber vom Landrat und der Kreispolitik erwarten könnte, ist der Widerstand gegen die Krankenhauspläne der Bundes- und Landesregierung. Stattdessen werden die Parteipolitiker der CDU und SPD, die das Krankenhaussterben offensiv betreiben, von der hiesigen Politik hofiert.

Dass Klimaereignisse wie Hochwasser, Moorbrände oder Stromausfälle entsprechende Katastrophenschutzpläne brauchen, wird niemand bestreiten. Aber Burgdorf fordert im Zusammenhang mit seinem Lob des Ausbaus der Sireneninfrastruktur durch den Landkreis, die Bevölkerung müsse resilienter werden. Er selbst outet sich als Prepper, der Vorräte für den Kriegsfall angelegt hat.

Nun könnte man das als einen gewissen Fatalismus durchgehen lassen, wenn Burgdorf in der nächsten Antwort nicht die Hoffnung auf die Ansiedelung von Rüstungsindustrie äußern würde. Eine Geburtsstation kann es nicht mehr in Sögel geben, aber Produktionsstätten für Mordwerkzeug werden als erstrebenswerte Zukunftsvision angeboten. Logisch, dass bei solchen Zukunftsaussichten auch jeder Vorräte bunkern sollte. Das klingt nicht einfach nach Vorsorge. In der Friedensbewegung wird die Werbung für den sogenannten Zivilschutz für einen Teil der Kriegspropaganda gehalten.

Witzig wird es, wenn Burgdorf die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft durch den Landkreis Emsland mit der Begründung ablehnt, es brauche individuelle Lösungen vor Ort. Burgdorf tut hier so, als sei er Chef eines großen Landes, in dem die Regierung nicht weiß, was in den entlegenen Regionen so vor sich geht. Er ist aber Landrat eines Landkreises mit 335.000 Einwohnern. Da sollte der Landrat noch wissen, was so vorgeht, zumal die vom Landkreis Emsland in Auftrag gegebene Aktualisierung des Wohnraumversorgungskonzeptes genau benennt, wo welche Wohnungen fehlen. Man stelle sich vor, der Oberbürgermeister von Köln würde öffentlich sagen, er könne zur Wohnraumversorgung in Köln-Deutz leider nichts sagen.

Er verweist in seiner Antwort ausschließlich auf die Ausweisung von neuem Bauland, für die in der Tat die Gemeinden zuständig sind. Das Wohnraumversorgungskonzept schlägt aber ausdrücklich den Bau von bezahlbaren Mietwohnungen durch die Öffentliche Hand vor. Das hatte auch die SoVD-Kreisvorsitzende Kötter gefordert. Eine Wohnungsbaugesellschaft auf Kreisebene könne gerade den finanzschwächeren Gemeinden helfen. Die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft würde dem Landkreis deutlich einfacher von der Hand gehen, als einer finanzschwachen Kommune. Eine kreisweite Wohnungsbaugesellschaft könnte zudem Rationalisierungseffekte beim Bau von Mietshäusern besser ausnutzen.

Burgdorf fällt stattdessen ein, Senioren sollten ihre Wohnungen aufgeben und an junge Familien vermieten. Dafür brauche es „aber alternativen Wohnraum für die ältere Generation“ fällt ihm dazu ein. Da hat er mal recht. [jdm]

Krickente ohne typisches Fluchtverhalten auf einem Graben nördlich von Neudörpen

Krickente
Ungewöhnlich: Krickente ohne Scheu auf einem Graben nördlich von Neudörpen

Krickenten sind in den Wintermonaten auf unseren Gewässern keine Seltenheit. In der Regel kann man diese Enten in größeren Gruppen auf breiteren Gewässern, wie dem Seitenkanal Gleesen-Papenburg, beobachten. Allerdings sind die Tiere in der Regel scheu und flüchten oft schon bei einer Annäherung von etwa 50 Metern.

Das Verhalten einer einzelnen weiblichen Ente auf einem schmalen Graben nördlich von Neudörpen gibt jedoch Rätsel auf. Die kleine Ente zeigte kaum Fluchtverhalten. Erst als wir uns ihr auf etwa zehn Meter genähert hatten, schwamm sie etwas beunruhigt auf dem Wasser, entfernte sich aber nicht von der Stelle. 
Stunden später war das Tier an derselben Stelle anzutreffen. Es ruhte mit eingezogenem Kopf am Ufer des Grabens. Wie zuvor schwamm die Ente bei Annäherung ein wenig auf der Stelle, ohne ein typisches Fluchtverhalten zu zeigen. [HM/erstveröffentlicht gruenealternatve.de/forum-d|

Ehepartner von Pflegebedürftigen dürfen nicht auf das Sozialhilfe-Niveau heruntergedrückt werden

Wenn ein Ehepartner so pflegebedürftig ist, dass er nur noch in einem Pflegeheim ausreichend gepflegt werden kann, stellt sich die Frage, wie die Heimkosten finanziert werden können. Die Pflegekasse trägt einen Teil der Kosten abhängig vom Pflegegrad: Pflegegrad 2 = 805 Euro, Pflegegrad 3 = 1.319 Euro, Pflegegrad 4 = 1.855 Euro, Pflegegrad 5 = 2.096 Euro.

Zusätzlich gibt es einen Leistungszuschlag, der von der Dauer des Aufenthalts im Pflegeheim abhängig ist: 15 Prozent des Eigenanteils an den Pflegekosten, wenn Sie bis zu 12 Monate in einem Pflegeheim leben, 30 Prozent bei mehr als 12 Monate, 50 Prozent bei mehr als 24 Monate und 75 Prozent bei mehr als 36 Monate in einem Pflegeheim-

Bei durchschnittlichen Heimkosten von 3500 € aufwärts kommt man mit den Leistungen der Pflegekasse allein nicht weit. Angesichts von 1.099 € Netto-Renten (Männer ca. 1.346 €, Frauen ca. 903 €) bleibt also eine deutliche Finanzierungslücke. Bei einem Ehepaar mit zusammen 2200 € Rente und 805 € Pflegezuschuss stünden rechnerisch 3005 € zur Verfügung. Also zuwenig. Und dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass der eine Ehepartner zu Hause bleibt und auch etwas zum Leben braucht.

Das, was fehlt an den Heimkosten und dem Lebensunterhalt des gesunden Ehepartners, wird vom Landkreis in Rahmen der Sozialhilfe übernommen. Im Emsland und bei vielen anderen Sozialämtern wird dabei das Einkommen des pflegebedürftigen Ehepartners vollständig für die Heimkosten herangezogen. Der gesunde Ehepartner muss von seinem Einkommen alles für die Heimkosten abgeben, was den Sozialhilfesatz übersteigt. Der Sozialhilfesatz errechnet sich aus dem Regelsatz von 563 € für den Lebensunterhalt und den Mietkosten. Hinzu kommen noch die Kosten für die Haftpflichtversicherung oder die Kfz-Versicherung, falls ein Auto mit so einem niedrigen Einkommen noch gehalten werden kann.

Für die gesunden Ehepartner bedeutet diese Regelung, dass sie von einem Tag auf den anderen auf ein Einkommensniveau sinken, das ihre ganze bisherige Lebensführung auf den Kopf stellt oder, besseres Bild, in den Keller führt. Die bisher selbstverständlich gezahlten Vereinsbeiträge, das in der Garage stehende Motorrad, die Ratenzahlung für das E-Bike, das monatliche Essengehen mit dem Stammtisch, die Zeitschriften- oder das Sky-Abo, die bisherigen Essengewohnheiten, sind alle nicht mehr finanzierbar. Hinzu kommt, dass der Bescheid des Landkreises über die Kostenübernahme, in dem auch steht, was vom Einkommen an das Heim gezahlt werden muss, erst nach langer Bearbeitungszeit kommt, so dass in der Zwischenzeit schon 2000 bis 3000 € Schulden beim Heim aufgelaufen sind.

Das Sozialamt holt sich aus dem Erbe des Ehepaars nach dem Versterben beider zudem noch den Großteil der gezahlten Hilfe zurück.

Die Internetseite Gegen-Hartz berichtet jetzt von Sozialgerichtsurteilen, die entschieden, dass Ehepartner von Pflegebedürftigen nicht auf das Bürgergeld-Niveau heruntergedrückt werden dürfen. Die Begründung dafür lautet, dass die Ehe und Familie unter dem grundgesetzlichen Schutz nach Art. 6 Grundgesetz stehen.

Laut dem im Artikel zitierten Rechtsanwalt Markus Karpinski würden Sozialämter häufig falsch handeln und Einkommen wie Vermögen des Ehegatten heranziehen. Der Paragraf 19 Abs. 2 des SGB XII werde falsch interpretiert. In diesem würde vermutet, dass sich Ehegatten gegenseitig unterstützten, nicht aber vorausgesetzt. Die Rechtsprechung habe bestätigt, dass vom Ehegatten nicht mehr Unterstützung gefordert werden dürfte, als die zu der er unterhaltsrechtlich verpflichtet sei. Das Sozialamt müsse dem Ehegatten mehr belassen als den Sozialhilfesatz, wenn ein Pflegebedürftiger Sozialhilfe erhalte. Der Ehepartner müsse regelmäßig die Hälfte des gemeinsamen Nettoeinkommens behalten dürfen.

Auch das Sozialamt des Landkreises Emsland praktiziert die übermäßige Heranziehung des Ehepartners. Dies darf nach Karpinskis Ausführungen jedoch nicht geschehen. Es würde nämlich einen Anreiz zur Trennung schaffen und somit gegen den besonderen Schutz von Ehe und Familie in Art. 6 des Grundgesetzes verstoßen. Diese Handhabung der Heranziehung fordert die Ehepartner praktisch zur Scheidung auf, damit sie noch ein über dem Minimum liegendes Einkommen behalten können. [jdm|

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer in der kommenden Woche nur am Montag, den 29.12.2025, in Sögel, und am Dienstag, den 30.12.2025, in Papenburg mit angekündigten Geschwindigkeitskontrollen rechnen. Darüber hinaus kann es allerdings weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer nur am Dienstag, den 23.12.2025, mit angekündigten Geschwindigkeitskontrollen in Emmeln rechnen. Darüber hinaus kann es allerdings weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Die WTD 91 meldet für die zwei Wochen vom 22.12.2025 bis 04.01.2026 keine Sperrungen. [jdm]

NOZ zur Entwicklung der Umsätze von UPM

Michael Kierstein hat gestern in einem Artikel auf NOZ-Online recherchiert, welchen Anteil der Geschäftsbereich Grafische Papiere am Gesamtumsatz und -gewinn von UPM hat. Er kommt letztlich zum Schluss, dass die Papiersparte 2024 zu rund 31,5 Prozent der Gewinne beitrug und im laufenden Jahr 2025 etwas mehr als elf Prozent.

Das geplante Joint Venture mit Sappi habe für UPM den Vorteil, dass das Risiko der sinkenden Erlöse in der Papiersparte vom Kernunternehmen ferngehalten werde, aber dass die Produktion und Verarbeitung von Papier derzeit kein Verlustgeschäft sei. Die absoluten Zahlen werden im Artikel genannt. [jdm]

Was ist das: Ein Brett mit zwei geschmückten Bögen?

Die touristische Internetpräsenz des Landkreises Emsland wartet derzeit mit einem Quiz über die hiesigen Bräuche auf. Gleich in der ersten Frage wird ein Gebilde aus zwei gekrüllten Holzbögen gezeigt und es wird gefragt, ob dies eine Tunschere oder einen Hochzeitsbogen darstelle. Diese Frage kann praktisch jeder Wippinger beantworten, aber natürlich besonders Heinz Holtermann, dessen Kreation auf dem Bild dargestellt ist. In der Antwort wird dann auch auf Wippingen verwiesen. [jdm]

Beteiligungsverfahren zum Nahverkehrsplan des Landkreises Emsland

Nahverkehrsplan 2025

Der Landkreis Emsland erarbeitet alle fünf Jahre einen Nahverkehrsplan, der der Steuerung der ÖPNV-Entwicklung im Emsland sowie der Feststellung von Entwicklungen und Herausforderungen im öffentlichen Nahverkehr dient.

Ein wesentlicher Bestandteil der Erarbeitung des Nahverkehrsplans ist das aktuell laufende öffentliche Beteiligungsverfahren.Hier haben nicht nur diverse Organisationen, Behörden und Kommunen, sondern vor allem auch Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit Stellungnahmen zum Plan abzugeben. Der Entwurf ist öffentlich unter www.emsland.de/nvp einsehbar.

Bis einschließlich Samstag, den 31. Januar 2026 werden Stellungnahmen unter nvp@emsland.de entgegengenommen, gesammelt und anschließend beantwortet sowie gegebenenfalls in den finalen Plan eingearbeitet.

Wer bisher den Eindruck hat, dass der ÖPNV seine Mobilitätswünsche kaum erfüllen kann, liegt wahrscheinlich nicht falsch. Im neuen emsländischen Nahverkehrsplan kommt das Wort Wippingen ein einziges Mal vor. Es lohnt sich aber vielleicht gerade deshalb, sich den Plan einmal anzuschauen und vielleicht eigene Wünsche zu formulieren und in den Prozess einzubringen. Der Plan zeigt die Komplexität der Aufgabe, aber es gibt auch einzelne Ideen, die vielleicht nur die Unterstützung der Bürger brauchen, um eine Verwirklichung zu finden.

So wird im Plan vorgeschlagen, einen ersten Einstieg in das Thema Linienbündelung im straßengebundenen ÖPNV zu ermöglichen. Das ist dann die Vision eines durchschaubaren Liniensystems mit Haupt und Nebenstrecken, wobei die schiere Anzahl der beteiligten Unternehmen die Aufgabe nicht einfacher macht. Auch über die Vor- und Nachteile einer Gemeinwirtschaftlichkeit solle diskutiert werden. Das wäre dann schon ein sehr weiter Schritt nach vorn. [jdm]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 15.12.2025: Flechum
Dienstag, 16.12.2025: Esterwegen
Mittwoch, 17.12.2025: Lingen
Donnerstag, 18.12.2025: Meppen
Freitag, 19.12.2025: Wesuwe
Samstag, 20.12.2025: Dörpen
Sonntag, 21.12.2025: Freren
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 15.12.2025 bis 19.12.2025 von 08:00 – 16:30 Uhr wird die Straße ,Schlagbrückener Weg zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Klassisches in Papenburg und Sögel

Morgen, am Sonntag. 14.12.2025 gibt es um 15:00 Uhr · Stadthalle Forum Alte Werft Papenburg das Noël Adventskonzert. Zum 75. Jubiläum des Knabenchors Hannover erklingt ein festliches Weihnachtsprogramm mit dem renommierten Ensemble London Brass. Gemeinsam präsentieren sie britische und deutsche Advents- und Weihnachtslieder von Praetorius, Händel, Mendelssohn, Rutter und anderen. Schlagzeuger Andreas Greiter bereichert den festlichen Klang. Während der Knabenchor sein 75-jähriges Bestehen feiert, freut sich London Brass bereits auf sein 40. Jubiläum. Ein Abend voller Tradition, Virtuosität und festlicher Musik!

Ebenfalls morgen um 17:00 Uhr in der Villa Dieckhaus gibt es Weltklassik am Klavier. Internationale Pianisten spielen Meisterwerke von Bach bis Liszt — regelmäßig jeden zweiten Sonntag.

Das Märchen Hänsel und Gretel wird am Sonntag, 21.12.2025 um 15:00 Uhr in der Stadthalle Forum Alte Werft Papenburg mit einer anderen Handlung als von den Grimm-Brüdern bekannt aufgeführt. Hänsel und Gretel leben eigentlich vergnüglich mit ihren Eltern am Waldrand und freuen sich auf einen saftigen Geburtstagskuchen für Hänsel. Doch die Freude findet ein jähes Ende, als die Vermieterin Roggenschneider Mietschulden einfordert und als Anzahlung den Esel und die Beeren für den Kuchen mitnimmt. Hänsel und Gretel beschließen, wenigstens den Kuchen zu retten, und machen sich im Wald auf die Suche nach neuen Beeren. Dabei treffen sie auf einen gefräßigen Hasen, einen schlauen Raben und eine listige Hexe. Eine abenteuerliche, lustige und musikalische Geschichte für alle Märchenfans ab 5 Jahren.

Der Kulturkreis Clemenswerth Sögel wurde von der Sperrung der Aula des Gymnasiums hart getroffen. Für das Neujahrskonzert am 10 Januar 2026 wurde ein ungewöhnlicher Veranstaltungsort gefunden. Die Kölner Symphoniker werden um 17 Uhr im Autohaus Bartels, Hümmlinger Ring 1, 49751 Sögel, spielen. Der Kulturkreis wirbt hier mit freier Platzwahl. Das Konzert vereint heitere wie auch besinnliche Töne – mit schwungvollen Polkas aus dem Repertoire der Strauß- Dynastie ebenso wie mit bezaubernden Melodien aus weltberühmten Opern, Operetten und klassischen Musicals. Auszüge aus „Die lustige Witwe“, „Der Vetter aus Dingsda“ und natürlich der Königin der Operette, „Die Fledermaus“, dürfen dabei ebenso wenig fehlen wie zauberhafte Arien und Ensembles aus beliebten Werken wie „My Fair Lady“. [jdm]

Lesung mit Susanne Siegert am 20. Januar 2026

Plakat Susanne Siegert

Zum Auftakt des Jahres 2026 lädt das Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager (DIZ) zu einer Lesung mit Susanne Siegert aus ihrem Buch Gedenken neu denken in das Arkadenhaus, Hauptkanal Links 68-72 in Papenburg ein. 

Aufgrund des bereits jetzt festzustellenden großen Interesses wird eine zeitnahe Bestellung von Eintrittskarten per Mail an: mail@diz-emslandlager.de empfohlen. [jdm]

Landkreis bürgt für Krankenhaus Sögel, damit Zuschüsse fließen können

Heute berichtete die EZ-Printversion, dass Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi die geplante Konzentration von Krankenhäusern für richtig halte. „Wenn wir stabile Verhältnisse in der Gesundheitsversorgung aufrechterhalten wollen, sind wir angehalten, Betten zu reduzieren. Wir haben in Niedersachsen ungefähr 5000 Betten zu viel“, sagte der SPD-Politiker der „Braunschweiger Zeitung“. Dann verweist er auf die Milliardeninvestitionen in die großen Zentralkliniken in Ostfriesland, in Diepholz und im Heidekreis.

In der Online-Version berichtet die EZ heute, dass in Abstimmung mit dem Land Niedersachsen Maßnahmen in den Leistungsgruppen Allgemeine Innere Medizin, Allgemeine Chirurgie sowie Orthopädie und Geriatrie für das Hümmling-Hospital Sögel beantragt wurden. Damit sollen 50 Millionen Euro aus dem Transformationsfonds des Bundes in das Krankenhaus Sögel investiert werden.

Der Landkreis musste dafür eine sogenannte Patronatserklärung für die kommenden drei Jahre abgeben. Das wird auch von dem anderen Gesellschafter des Krankenhauses, der Bonifatius-Hospitalgesellschaft, erwartet. Der Kreistag stimmte diesem Vorgehen (bis auf die FDP) zu.

Hier zeigt sich, wie die Bundes-und Landesregierungen daran arbeiten, kleine Kliniken in den Ruin zu treiben, und auf kommunaler Ebene auch ungewöhnliche Beschlüsse gefasst werden müssen, um eben dieser Absicht der Gesundheitsminister etwas entgegensetzen zu können. [jdm]

Schaumstoff aus Jagdkanzel: Nabu widerspricht Landkreis Emsland

Nicht abgedeckte Kante einer Sandwichplatte an einer Jagdkanzel in den Leher Wiesen
Nicht abgedeckte Kante einer Sandwichplatte an einer Jagdkanzel in den Leher Wiesen

Am 13.11.2025 hat das Forum-D über die Einschätzung des Landkreises Emsland zu Schaumstoffen in der Umwelt berichtet. Anlass der Anfrage bei der Behörde war, dass offenbar Tiere eine größere Menge Schaustoffpartikel aus nicht abgedeckten Sandwichplatten an zwei Jagdkanzeln in den Leher Wiesen gekratzt oder gepickt hatten. Am Boden unterhalb der Kanzeln waren Schaumstoffstücke mit einer Länge, bzw. einem Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern zu sehen; kleinere Partikel dürfte der Wind in die Landschaft getragen haben.

Nach Ansicht der Experten des Landkreises Emsland stellen diese Partikel kein Problem dar. Aus abfall- und bodenschutzrechtlicher Sicht gebe es keine Umstände, die zu einer Beeinträchtigung von Wirkungspfaden führen würden, hatte uns der Landkreis auf unsere Anfrage mitgeteilt.

Der Naturschutzbund NABU kommt allerdings zu einer anderen Einschätzung. Man verweist darauf, dass Schaumstoff in der Regel aus verschiedenen Kunststoffen bestehen, die in der Natur nicht biologisch abbaubar sind. Gelangen diese Schaumstoffe in die Umwelt und zersetzen sich dann in kleinere Bestandteile, so können sie sich beispielsweise als Mikroplastik negativ auf die Natur auswirken.

Aber auch größere Stücke von Schaumstoffen können in der Natur zu einem Problem werden, stellt der NABU weiter fest. Wenn Vögel etwa mit Schaumstoffstücken ihre Nester in größerer Menge auspolstern, könnte das den Feuchtigkeitsaustausch behindern und möglicherweise zu Schimmelbildung führen. Dies würde sich insbesondere auf die Küken auswirken. Grundsätzlich sollte deshalb der Zugang zu Schaumstoffen für Tiere möglichst verhindert werden.
Grundlegende Informationen zu Mikroplastik findet man auf der NABU-Webseite. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 08.12.2025: Schöninghsdorf
Dienstag, 09.12.2025: Neubörger
Mittwoch, 10.12.2025: Lengerich
Donnerstag,11.12.2025: Lingen
Freitag, 12.12.2025: Twist
Samstag, 13.12.2025: Lingen
Sonntag, 14.12.2025: Haren
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 08.12.2025 bis 12.12.2025 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg und Wippingen – Werpeloh (K114)zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Dorothee Koch zur ersten Geschäftsführerin der neuen DGB-Region Weser-Ems gewählt

Dorothee Koch (Foto: Werner Musterer)

Auf der 7. Bezirkskonferenz des DGB Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt in Hannover wählten die Delegierten Dorothee Koch mit 96,3% der Stimmen an die Spitze der neu geschaffenen DGB-Region Weser-Ems.

Dorothee Koch, war seit 2013 die Geschäftsführerin der DGB-Region Oldenburg-Ostfriesland, bringt langjährige Erfahrung in ihre neue Position ein. Bereits seit 1994 ist sie beim Deutschen Gewerkschaftsbund tätig. Sie begann ihre Laufbahn als Jugendbildungs-referentin in Wilhelmshaven und wechselte später in die Rolle der Politischen Sekretärin beim DGB.

(Foto: Christian Alktkirch)

In ihrer Bewerbungsrede vor den Delegierten betonte Koch die Wichtigkeit der anstehenden Aufgabe: „Wir stehen heute vor einer wichtigen Weichenstellung. Es geht darum, aus zwei starken Regionen eine noch stärkere zu formen, die die Interessen von Arbeitnehmenden in Politik und Gesellschaft einbringt. “Ein zentrales Anliegen der neuen Regionsgeschäftsführerin bleibt die politische und gewerkschaftliche Bildungsarbeit, die sie als „DAS Werkzeug“ sieht, um zukünftigen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen.

Die Zusammenarbeit mit den acht Mitgliedsgewerkschaften sowie den 18 DGB Stadt- und Kreisverbänden ist für Koch essenziell, um Themen wie Arbeitsplatzsicherung in Industrie, Handwerk und Dienstleistung, die Stärkung des Sozialstaates, gute Bildung und Mitbestimmung erfolgreich in die Fläche zu tragen. „Meine Vision für Weser-Ems ist eine Region, die nicht nur administrativ funktioniert, sondern als schlagkräftige politische Stimme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wahrgenommen wird“, so Koch.

Die neue DGB-Region Weser-Ems ist eine der größten Regionen im Bezirk Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt und vertritt die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeit-nehmern in einem geografisch weitläufigen Gebiet von der Küste bis ins Weser-Bergland. Fünf kreisfreie Städte (Osnabrück, Oldenburg, Delmenhorst, Wilhelmshaven, Emden) und zwölf Landkreise gehören zu dieser Region. In der Region Weser-Ems arbeiten rund 1,05 Mio. sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. [PM DGB]

Lebens- und Arbeitsbedingungen sowjetischer Kriegsgefangener – Gedenkstätte Esterwegen: Studie des Co-Leiters Martin Koers veröffentlicht

Martin Koers - Sowjetische Kriegsgefangene. Buchcover

In ihrer Schriftenreihe veröffentlicht die Gedenkstätte Esterwegen nun den von Co-Gedenkstättenleiter Martin Koers verfassten Band „Sowjetische Kriegsgefangene in den Lagern des Emslandes und der Grafschaft Bentheim 1941–1945“. Die als Dissertation an der Ruhr-Universität Bochum unter der Betreuung von Prof. Dr. Bernd Faulenbach entstandene Studie beleuchtet erstmals umfassend die Lebens- und Arbeitsbedingungen sowjetischer Kriegsgefangener in den Kriegsgefangenenlagern im Emsland und der Grafschaft Bentheim.

Sowjetische Soldaten bildeten während des Zweiten Weltkriegs die größte Gruppe der Kriegsgefangenen in den Emslandlagern. Sie starben zu Tausenden an unzureichender Ernährung, harter Arbeit und menschenunwürdiger Behandlung. Auch der Zwangsarbeitseinsatz im regionalen Umfeld der Emslandlager forderte zahlreiche Tote. Vor allem jedoch im Bergbau und in der Kriegsproduktion der Rhein-Ruhr-Region mussten die Kriegsgefangenen Schwerstarbeit leisten, bis sie zusammenbrachen und zum Sterben in die Emslandlager zurückkehrten. Ihre Schicksale waren bislang in vielen Bereichen nur unzureichend erforscht und dokumentiert.

Koers ordnet die regionale Situation in den Gesamtkontext des Kriegsgefangenenwesens der Wehrmacht und des Arbeitseinsatzes im Wehrkreis VI Münster ein. Er zeichnet erstmals umfassend Lebenswege und Biografien auf, stellt detailliert die Transporte sowie Arbeitskommandos dar und wertet die Zahl der Toten statistisch aus. Es entsteht ein klares Bild von der Funktion der Lager und der Ausbeutung der Arbeitskraft bis in den Tod.

Sowjetische Kriegsgefangene galten bislang – auch in der Forschung – als eine vermeintlich homogene Masse. Diese Studie zeichnet ein sehr viel detaillierteres Bild ihres Lebens in Lagern und Arbeitskommandos, benennt Verweildauer, Lebenserwartung nach der Ausbeutung in der Zwangsarbeit und Todesursachen und skizziert mehr als 29.000 Biografien.

Die erstmalige Zusammenstellung der Kommandanten der emsländischen und bentheimischen Stammlager bietet zudem Ansatzpunkte für eine vertiefte Täterforschung. Auch die Räumungsmärsche zum Ende des Krieges, die Befreiung der Überlebenden und die Nachkriegszeit werden kurz beleuchtet. Die umfassenden Recherchen werden durch Berichte regionaler Zeitzeugen und bisher weitgehend unveröffentlichtes Bildmaterial bereichert.

Fünfzehn Konzentrations-, Straf- und Kriegsgefangenenlager unterhielt der NS-Staat im Emsland und der Grafschaft Bentheim zwischen 1933 und 1945. Als Haftstätten mit wechselnden, sich zeitlich überschneidenden Funktionen existierten neben den frühen Konzentrationslagern und den Strafvollzugslagern unter Aufsicht der Justizverwaltung ab 1939 auch neun Kriegsgefangenenlager des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) - die sogenannten Stammlager (Stalags) VI B und VI C. Martin Koers, geb. 1973, ist Historiker, seit 2021 Co-Leiter der Gedenkstätte Esterwegen und Archivar der Gemeinde Geeste. [Landkreis Emsland]

UPM will Nordland Papier Dörpen in neuen Konzern mit Sappi ausgliedern

In einer Börsenmitteilung haben UPM-Kymmene Corporation (“UPM”) und Sappi Limited (“Sappi”) gestern eine nicht-bindende Absichtserklärung zur Gründung eines Joint Ventures im Bereich grafischer Papiere unterzeichnet (“Joint Venture”). Das Joint Venture würde das gesamte Geschäft von UPM Communication Papers in Europa und den USA sowie das Grafikpapiergeschäft von Sappi in Europa umfassen. Das Joint Venture würde zu gleichen Teilen UPM und Sappi gehören und unabhängig operieren, wobei es seine eigenen Produktionsprozesse, Ressourcen und Entscheidungen innerhalb der vereinbarten Rahmenbedingungen zwischen den Anteilseignern verwalten würde.

Praktisch würde dieses Joint Venture - wenn es denn realisiert wird - bedeuten, dass sowohl UPM, als auch Sappi den Geschäftsbereich "Grafische Papiere" ausgliedern und zusammen einen neuen Konzern gründen, zu dem auch Nordland Papier Dörpen gehören würde. Dieser neue Konzern bekommt alle Papierfabriken für grafische Papiere der beiden Konzerne. Die Börsenmitteilung nennt "das gesamte UPM Communication Papers Geschäft mit acht Papierfabriken in Kymi, Rauma (einschließlich UPM RaumaCell) und Jämsänkoski (PM 6) in Finnland; Nordland (PM 1, PM 4), Augsburg, Schongau in Deutschland; die Papierfabrik UPM Caledonian im Vereinigten Königreich und die Papierfabrik Blandin in den Vereinigten Staaten; und das grafische Papiergeschäft von Sappi in Europa mit vier Papierfabriken in Kirkniemi in Finland, Ehingen in Deutschland, Gratkorn in Österreich und Maastricht in den Niederlanden."

UPM und Sappi bewerten diese Anlagen mit einem kombinierten Unternehmenswert von 1.420 Mio. Euro, wobei auf UPM Communication Papers 1.100 Mio. Euro und auf Sappi 320 Mio. € entfallen. UPM würde Barmittel in Höhe von 613 Mio. Euro und 50 % Anteile am Joint Venture erhalten und Sappi würde Barmittel in Höhe von 139 Mio. Euro und 50 % Anteile am Joint Venture erhalten. Das Joint Venture müsste Kredite aufnehmen, um die jeweils an UPM und Sappi zu zahlenden Kaufpreise zu finanzieren.

Nordland Papier würde somit einem Konzern angehören, der Probleme mit dem Absatz seiner Produkte hat, aber gleichzeitig den beiden Mutterkonzernen riesige Barmittel zur Verfügung stellen müsste. UPM und Sappi sind somit flüssig geworden und können diese Gelder in andere Geschäftsfelder investieren. Der neue Konzern - das Joint Venture - startet hingegen mit hohen Verbindlichkeiten.

In der Mitteilung wird das Ziel des Joint Ventures genannt: "Durch die strategische Allokation von Produktionsmengen auf die effizientesten Papiermaschinen würde das Joint Venture eine nachhaltigere Kapazitätsauslastung und eine stärkere operative Leistung erzielen und gleichzeitig seinen Kunden weiterhin ein breites Portfolio an grafischen Papierprodukten anbieten." Es geht also darum, die Produktionskapazitäten weiter zu verringern. Das wird in diesem neuen Konzern leichter fallen, weil die Konzernleitung von Anfang an auf die hohe Verschuldung des Konzerns verweisen kann. Es wird einen Kampf der Standorte gegeneinander geben. Die beiden Mutterkonzerne können aber beiseite stehen, weil sie nur Anteilseigner sind, aber mit dem operativen Geschäft des neuen Konzerns nichts zu tun haben.

Wie man hört, war diese Absicht von UPM und Sappi auf der letzen Mitarbeiterversammlung bei Nordland Dörpen kein Thema. Dort wurden nur Eva Kriegbaum, die neue General Manager für die Papierproduktionsstandorte in Deutschland vorgestellt und Alois Soring als Betriebsratsvorsitzender verabschiedet. Neuer BR-Vorsitzender ist Horst Kremer. [jdm]

Dr. Eva Kriegbaum zum Antrittsbesuch im Rathaus

Hermann Wocken, Eva Kriegbaum, Klaus reimann, manfred Gerdes

Gemeinsam mit dem bisherigen Werksleiter von UPM Nordland Papier Klaus Reimann wurde Dr. Eva Kriegbaum zum Antrittsbesuch von Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken und Dörpens Bürgermeister Manfred Gerdes im Rathaus empfangen. Die promovierte Chemikerin ist seit Oktober diesen Jahres General Manager aller Papierproduktionsstandorte von UPM in Deutschland und leitet somit auch das Werk in Dörpen.

Beim Treffen ging es neben dem ersten Kennenlernen vor allem um die Stärke und Bedeutung von Dörpen als Standort der größten Fein- und Spezialpapierfabrik in Europa. Ferner wurde die Wichtigkeit des kontinuierlichen Austauschs zwischen Werk und Gemeinde betont. Man verständigte sich darauf, dass dieser selbstverständlich auch weiterhin in bester Weise fortgeführt wird.

Rat und Verwaltung blicken mit Dank und Anerkennung auf die Verdienste von Klaus Reimann, die seine langjährige Tätigkeit als Werksleiter prägen. Dr. Eva Kriegbaum wünscht die Gemeinde Dörpen viel Erfolg und gutes Gelingen bei ihrer neuen Aufgabe. [Samtgemeinde Dörpen]

Meppen: Letzte NS-Baracke droht zu verfallen

Screenshot Hallo Niedersachsen Besuch in Baracke Emslandlager Versen Dr. Hans Müller

Auf dem Gelände der JVA Meppen-Versen steht eine Baracke, in der sich die Nazi-Kommandantur des Emslandlagers Versen befand. Die Baracke steht zwar unter Denkmalschutz, aber droht langsam vollkommen zu verfallen. Von den Gefängnisgeistlichen und anderen Personen, wie den Buch-Autoren Günter Kathmann und Hermann Krüssel, gibt es Bestrebungen, dem Verfall etwas entgegen zu setzen.

Hallo Niedersachsen berichtete am Samstag über einen Besuch des Holzschutzfachmanns Dr. Johann Müller aus Neudörpen, der die Baracke in Begleitung der Gefängnisgeistlichen in Augenschein nahm. [jdm/Screenshot Hallo Niedersachsen 29.11.2025]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 01.12.2025: -
Dienstag, 02.12.2025: Esterwegen
Mittwoch, 03.12.2025: Börger
Donnerstag, 04.12.2025: Lingen
Freitag, 05.12.2025: Klein Hesepe
Samstag, 06.12.2025: -
Sonntag, 07.12.2025: Hummeldorf
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 01.12.2025 bis 05.12.2025 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn (K168)zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Gemeinde Dörpen: Ärztestipendium auch für angehende Zahnärzte

Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Dörpen schlägt dem Gemeinderat vor, das Stipendium der Gemeinde für angehende Hausärzte, die sich verpflichten, in der Gemeinde Dörpen zu praktizieren, auf Zahnärzte auszuweiten. Die Regelungen des bisherigen Stpendiums sollen analog angewendet werden.

Auf andere Fachgebiete der Medizin (Kinderärzte, Dermatologie, Augenärzte) soll diese Regelung aber nicht ausgeweitet werden, weil die Probleme bei der Erlangung eines Kassensitzes die Verpflichtung zur Ansiedlung in Dörpen praktisch aushebeln.

Das Dörpener Ärztestipendium wird zu 50 Prozent von der Schomaker gruppe Dörpen mitfinanziert. [jdm]