Die Strategie, um die so genannte Rentenreform durchzusetzen ist jetzt klar. Die Ems-Zeitung bringt als Aufmacher eine Umfrage der Lügenzeitung „Bild am Sonntag“, die feststellt, dass eine Mehrheit der Bundesbürger gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren ist. Damit wird sie bleiben. Alle Zeitungen, CDU-Ministerpräsidenten und SPD-Politiker (und ihrem Schlepptau die Führungsriege der Gewerkschaften) werden wegen der angeblichen sozialpolitischen Vernunft jubeln.

Im Schatten dieser Entscheidung werden dann alle viel schwerwiegenderen Kürzungen gnadenlos durchgezogen. Zur Erinnerung: Die abschlagsfreie Rente bedeutet für die Durchschnittsrentner, der sie in Anspruch, ca. 110 €/Monat.

Die Reform der Witwenrente betrifft fast doppelt so viele Menschen und bedeutet pro Betroffenem mehrere hundert Euro Verlust pro Monat. Die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren wird aus den Rentenbeiträgen gezahlt, die Witwenrenten werden, weil es sich um eine sozialpolitische Zahlung und keine Versicherungsleistung handelt, nach einem Verrechnungsmodell (Rentensplitting) zum Teil vom Staat bezahlt (Bundeszuschuss 2024 betrug 18,7 Mrd Euro). Die „Rentenreform“ sieht vor, dass nur noch die nach dem Splittingmodell errechneten Renten an Witwen/Witwer gezahlt werden. Der Staat muss dann nichts mehr zahlen. Die 18,7 Mrd. Euro können Klingbeil und Pistorius dann direkt für Waffen und Aufrüstung verwenden.

Zur Erinnerung: Die „Rentenreform“ enthält noch jede Menge anderer Schweinereien zu Lasten der Versicherten, z. B. den Zusatzbeitrag von 2 % für die Einzahlungen in einen Aktienfonds, usw.

Die offen geführte Auseinandersetzung um die abschlagsfreie Rente ist nicht anderes als das Ablenkungsmanöver des Zauberers, um im Hintergrund seine Tricks durchzuziehen. [jdm]