Dörpen: Umbau des Kreisels beim Edeka-Markt zieht sich hin – Kostensteigerung nicht auszuschließen
In unserem Artikel vom 12.10.2026 war zu lesen, dass sich die Preise im Straßenbau im Vergleich von August 2025 und August 2026 um fast 7 % erhöht haben; dies hatte das Statistische Bundesamt ermittelt. Wir haben in der Verwaltung nachgefragt, ob, und ggf. wie sich diese Kostensteigerung auf in Dörpen geplante Baumaßnahmen auswirken.
Offenbar musste eine größere Baumaßnahme insgesamt wegen unerwartet hoher Kosten verschoben werden, haben wir erfahren. Laut Verwaltung wird in diesem Jahr die geplante Neugestaltung des Kreisverkehrs beim Edeka-Markt nicht umgesetzt. Für diese Maßnahme, die laut Haushaltsplan 2026 als Ergebnis eines einige Jahre zuvor beschlossenen Verkehrskonzeptes umgesetzt werden soll, waren Kosten von 490.000 € veranschlagt worden.
Im Frühjahr dieses Jahres fand eine Ausschreibung der Baumaßnahme statt, die jedoch nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen führte. Es gab nur einen Bieter, dessen Angebot deutlich über der Kostenschätzung lag. Deshalb wurde die Ausschreibung aufgehoben. Dieses Ergebnis hänge sehr wahrscheinlich damit zusammen, dass sich die Auslastung in der Tiefbaubranche nicht zuletzt wegen der staatlichen Investitionsprogramme deutlich verbessert habe, führt die Verwaltung als Erklärung an.
Was sind nun die Folgen? Bei einer angenommenen Kostensteigerung von 7 % würden sich zusätzliche Kosten von etwa 34.000 Euro ergeben. Die Verwaltung sieht eine Erhöhung der Kosten für den Kreisel allerdings nicht in diesem Umfang auf sich zukommen.
„Wir gehen in diesem Einzelfall sicher davon aus, dass eine erneute Ausschreibung zu einem günstigeren Zeitpunkt zu deutlich besseren Ergebnissen führen wird“, lautet die optimistische Einschätzung der Verwaltung. Neben dem allgemeinen Preisniveau spiele auch die Auslastung der regionalen Bauwirtschaft zum jeweiligen Ausschreibungszeitpunkt eine wesentliche Rolle für die Preisbildung. Die einfache Logik der Verwaltung scheint zu lauten, dass weniger Aufträge für die Bauwirtschaft niedrigere Preise ergeben.
Doch zurzeit ist nach unserer Einschätzung wohl nicht von einer Verschlechterung der Auftragslage im Straßenbau auszugehen. Und auch die Verwaltung bleibt vorsichtig optimistisch: Ob die Kostenschätzung angepasst werden müsse, sei zum jetzigen Zeitpunkt schwer einzuschätzen. Jedenfalls gehe man nicht davon aus, dass eine etwaige Kostensteigerung Ausmaße erreicht, die die Finanzierung der Maßnahme generell gefährden würde. Gleichwohl bleibe der Straßenbau in der Gemeinde Dörpen eine Daueraufgabe. Vor diesem Hintergrund seien größere Preissteigerungen natürlich immer unerfreulich und eine Herausforderung. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
