Übergewicht und Adipositas – Ist die Abnehmspritze das Mittel der Wahl?
Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Im aktuellen Beitrag fasst der Dienst den Stand der Diskussion über die Therapien gegen Übergewicht zusammen. In Deutschland sind rund 53,5 Prozent der Erwachsenen übergewichtig, 19 Prozent sogar adipös. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren sind 15,4 Prozent von Übergewicht, 5,9 Prozent sogar von Adipositas betroffen. Das Thema betrifft also nicht wenige.
Eine Adipositas-Therapie durch die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ist bislang nur im Rahmen einer Diabetes-Diagnose Teil der Regelversorgung. Die so genannten Abnehmspritzen (Ozempic) gelten als reine Lifestyle-Medikamente. Bei diesen wird das Darmhormon GLP-1 nachgeahmt. Es senkt den Blutzucker, verlangsamt die Magenentleerung und dämpft den Appetit.
Der Beitrag des wissenschaftlichen Dienstes erörtert die Argumente für und gegen eine (Teil-)Erstattung der Kosten für die Behandlung zur Gewichtsreduktion zumindest bei schwerer Adipositas (Body-Mass-Index über 35 oder 40). Dafür spricht die Verhinderung von Folgeerkrankungen, dagegen sprechen mögliche Nebenwirkungen, eine hohe Rückfallquote nach dem Absetzen des Medikamentes (Jojo-Effekt) und die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung. Hier gibt es den vollständigen Beitrag des Wissenschaftlichen Dienstes „Übergewicht und Adipositas„. [jdm]
