Ende Juli wurden in Lehe Bundeswehrangehörige bei der Vermessung des Kirchturms angetroffen. Eine kurze Internetrecherche zeigt, dass Vermessungstrupps der Bundeswehr zuvor auch an anderen Orten in Deutschland unterwegs waren. Unsere Nachfrage bei der Bundeswehr wurde an das Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBw) weitergeleitet und nun von dort beantwortet.

Zunächst wird erläutert, dass die Vermessungskräfte des ZGeoBw im gesamten Bundesgebiet unterwegs sind, um für die Herstellung von militärischen Kartenwerken die notwendigen Koordinaten zu erfassen bzw. zu überprüfen. Hierzu seien in der Regel Vermessungstrupps, bestehend aus 2-3 Soldatinnen/Soldaten, mit ihren geländegängigen Fahrzeugen unterwegs. Mit ihren GNSS-Ausstattungen bzw. terrestrischen Vermessungsausstattungen messen die Soldatinnen/Soldaten Hochpunkte zur Orientierung im Raum und zur Positionsbestimmung. Zu diesen Hochpunkten zählen u.a. Kirchtürme, Schornsteine, Funkmasten oder andere weit sichtbare Objekte im Gelände.

Im Zeitraum vom 20.07.2026 bis 30.07.2026 war ein Vermessungstrupp des ZGeoBw im Raum EMSLAND unterwegs, um dort die Hochpunktinformationen zu erfassen. Hintergrund (laut Antwort des ZGeoBw):
Der Geoinformationsdienst der Bundeswehr stellt die GeoInfo-Unterstützung für das gesamte Aufgabenspektrum der Bundeswehr sicher. Für alle Bedarfsträger wird dabei lage- und ebenengerecht der Raum mit seinen Geofaktoren erfasst, um sich darin exakt zu positionieren und zu navigieren. Das ZGeoBw ist die zentrale Facheinrichtung des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr.
Für weitere Informationen wird ein Link angeboten. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]