Dörpen: Ratssitzung mit Haushaltplan – Pro-Kopf-Verschuldung von 2.107 € erwartet
Am Donnerstag, dem 23. April 2026, findet um 18:00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses der Samtgemeinde Dörpen eine Sitzung des Rates der Gemeinde Dörpen statt. Zu Beginn der Sitzung haben Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde wieder die Möglichkeit, Fragen an den Bürgermeister und an die Verwaltung zu stellen.
Auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung steht unter TOP 7.a der Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2026. Der Entwurf des Haushaltsplans kann bereits im Rats- und Bürgerinformationssystem der Samtgemeinde Dörpen eingesehen werden. Im Vorbericht zum Haushaltsplan für 2026 ist auch ein vorläufiger Jahresabschluss für das Jahr 2025 aufgeführt. Hier ist zu lesen, dass die Haushaltsplanung im Jahr 2025 im zweiten Jahr hintereinander durch einen erwarteten hohen Gewerbesteuerrückgang bei einer gleichzeitig noch überproportional hohen Umlagelast aus dem Finanzausgleich geprägt war. Der Gewerbesteuerrückgang sei dem Grunde nach auch tatsächlich eingetreten, aber geringer ausgefallen als befürchtet. Insbesondere durch diese Verbesserungen bei der Gewerbesteuer habe sich der Ergebnishaushalt daher gegen über der Planung um rund 1,57 Mio. € verbessert. Trotzdem schließt der Ergebnishaushalt immer noch mit einem Defizit von rund 800.000 € ab.
Der Schuldenstand der Gemeinde Dörpen belief sich zum 31.12.2025 auf 6.116.410 € Die Pro-Kopfverschuldung beträgt aktuell 1.105 € und liegt damit schon jetzt deutlich über dem Landesdurchschnitt für Gemeinden zwischen 5.000 und 10.000 Einwohnern von 447 €. Durch geplante Tilgungen in Höhe von 185.000 € und eine geplante Kreditaufnahme von 5.735.600 € (davon 3.666.400 € aus einem Haushaltseinnahmerest des Vorjahres) erhöht sich der Schuldenstand bis zum Jahresende auf 11.667.100 €. Daraus ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2.107 €. Als entscheidender Hintergrund für den Anstieg der Verschuldung werden Aktivitäten am Grundstücksmarkt für den Ankauf von Industrieerwartungsflächen angeführt.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt der öffentlichen Sitzung ist ein Antrag zu einer Anschaffung einer Wärmebildkamera zur kostenlosen Ausleihe an die Bürger der Gemeinde Dörpen. Begründet wird der Antrag damit, dass eine Wärmebildkamera Wärmestrahlung sichtbar macht, indem sie Oberflächentemperaturen misst und bildlich darstellt. Hiermit können auch Laien Wärmelecks am eigenen Gebäude aufspüren. Die Kamera ist ein geeignetes Hilfsmittel für die Menschen, selbst beim Energiesparen tätig zu werden, indem sie Schwachstellen an ihren Gebäuden feststellen und erforderlichenfalls fachliche Unterstützung einholen, um Wärmeverluste zu vermeiden. Zudem könnte die Wärmebildkamera auch zur Untersuchung der gemeindeeigenen Gebäude eingesetzt werden. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]