Am 28. Mai 2026 gab der finnische Konzern UPM bekannt, dass das Unternehmen mit dem Wettbewerber Sappi eine verbindliche Vereinbarung über das Joint Venture im Bereich grafischer Papiere unterzeichnet habe. Grundlagen der verbindlichen Vereinbarung seien, dass UPM und Sappi ihre jeweiligen Geschäftstätigkeiten und Anlagen mit einem kombinierten Unternehmenswert von 1.420 Mio. Euro in das Joint Venture einbringen werden, ohne Berücksichtigung des Werts der zu erwartenden Synergieeffekte. Das UPM Communication Papers Geschäft werde dabei mit 1.100 Mio. Euro bewertet (Unternehmenswert), das Europageschäft von Sappi mit 320 Mio. Euro (Unternehmenswert).

Uns hat interessiert, ob auch das Gaskraftwerk am Standort UPM Nordland Papier in Dörpen in das Joint Venture transferiert werden soll. Dies erschien uns wichtig, weil die eigene Energieerzeugung mit dem Gaskraftwerk von UPM in Dörpen bisher als wirtschaftlicher Vorteil gegenüber Wettbewerbern dargestellt wurde.

Unsere Nachfrage an die Konzernzentrale in Helsinki wurde nicht beantwortet, weswegen wir bei UPM Nordland Papier in Dörpen ebenfalls nachgefragt haben. Nach acht Wochen und einer Erinnerungsmail haben wir am 6. August die Antwort erhalten, dass man die Frage nicht beantworten werde.

So ist es halt mit großen Konzernen. Sie verfügen in der Regel über große Presseabteilungen – hier UPM, Media Relations – die genau abgegrenzte Informationen an die Öffentlichkeit geben. Damit sollen Aktionäre positiv gestimmt werden, Nachfragen aus der breiten Öffentlichkeit sind aber nicht erwünscht. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]