UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese in Deutschland nicht erwünscht
Die UN-Sonderberichterstatterin, Francesca Albanese, für die besetzten palästinensischen Gebiete, die das Vorgehen Israels in Gaza als Genozid bezeichnet, sieht sich bei öffentlichen Auftritten in der Bundesrepublik immer wieder Gegenwind ausgesetzt. Hierzu hat die Tageszeitung junge Welt ausführlich recherchiert.
Besonders aktiv ist dabei die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG). Der Verein ist offenbar sehr gut mit Berufspolitikern vernetzt. Neben Präsident Beck (ehemaliger Bundestagsabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen), sitzt die amtierende Grünen-Parlamentarierin Lisa Badum im Präsidium, weiterhin der Exabgeordnete Marcus Faber (ehemals FDP-Bundestagsabgeordneter), der seit 2025 als „Vice President Political Affairs“ bei der israelischen Waffenschmiede Elbit Systems Deutschland fungiert und einen Beiratsposten der Israel-Lobbyorganisation European Leadership Network (Elnet) innehat. Ebenfalls als DIG-Vizepräsident gelistet ist laut junge Welt der CDU-Abgeordnete Jürgen Hardt. Gemeinsam verhindert man Auftritte von Albanese in Deutschland.
Und interessant ist auch die Finanzierung der Gesellschaft: Laut Lobbyregister des Bundestags erhielt die DIG im vergangenen Jahr zweckgebundene öffentliche Zuwendungen des Auswärtigen Amtes in Höhe von 640.001 bis 650.000 Euro. Weitere Detail liest man in der Tageszeitung junge Welt. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]