Kommunen können bei der Erstellung von Starkregenvorsorgekonzepten vom Land gefördert werden
Angesichts des zunehmenden Risikos von Starkregenereignissen infolge der Klimakrise setzt Niedersachsen die Unterstützung der Kommunen bei der Starkregenvorsorge fort. Im Rahmen der Förderrichtlinie zur Starkregenvorsorge stellt das Land weitere 6 Millionen Euro bereit. Damit steigt die Gesamtfördersumme auf rund 11,3 Millionen Euro.
Bereits im ersten Antragsverfahren zeigte sich die hohe Nachfrage: Insgesamt 46 Anträge können gefördert werden. Die dafür vorgesehenen Mittel in Höhe von rund 5,2 Millionen Euro sind vollständig gebunden. Die entsprechenden Bewilligungsbescheide wurden im April 2026 erteilt.
Gefördert wird die Erstellung kommunaler Starkregenvorsorgekonzepte mit bis zu 80 Prozent, finanzschwache Kommunen können eine Förderung von bis zu 90 Prozent erhalten. Antragsberechtigt sind Kommunen, Wasser- und Bodenverbände sowie kommunale Zusammenschlüsse. Ziel der Förderung ist es, Städte und Gemeinden bei der Vorbereitung auf extreme Wetterereignisse zu unterstützen und Schäden durch Überflutungen zu reduzieren. Dazu gehören unter anderem Gefahrenanalysen, Risikoabschätzungen und die Entwicklung konkreter Maßnahmenpläne.
Durch die Aufstockung der Fördermittel wurde nun ein zweiter Antragsstichtag im Förderprogramm für den 26. Februar 2027 festgelegt. Das entsprechende Antragsportal bei der NBank ist durchgehend geöffnet. Die maximale Höhe der Förderung beträgt 150.000 Euro pro Antragsteller*in. Bei interkommunalen und körperschaftsübergreifenden Projekten erhöht sich die maximale Höhe der Förderung sogar auf 400.000 €.
Die Prüfung der Anträge erfolgt durch die NBank unter fachlicher Beteiligung des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).
Die Fördermodalitäten sind auf der Internetseite der NBank einsehbar: https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/themen/energie/energiewendebericht/energiewendeberichte-119325.html
(Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, PI 038/2026) Die Starkregengefahr in der eigenen Region kann man über das Geoportal Deutschland einsehen. Hierzu zoomt man auf seine Gemeinde und wählt rechts im Bild die Kartenebene aus. So findet man in der Hinweiskarte Starkregengefahren die Simulationsergebnisse zu möglichen Starkregenszenarien. Die Daten enthalten jeweils die maximale Überflutungstiefe, die maximalen Fließgeschwindigkeiten sowie die Fließrichtung für ein außergewöhnliches Niederschlagsereignis (100-jährlich).
In Dörpen sieht man beispielsweise die mögliche Überflutung südwestlich der Heeder Straße im Umfeld der Josefstraße entlang des Küstenkanals bis zum Wendebecken und weiter südlich. Wer sich an das Hochwasser zum Jahreswechsel 2023/2024 erinnert, kann die damals überfluteten Flächen den in den Karten dargestellten Überflutungsgebieten zuordnen. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
