Ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Aufmerksamkeit und gelebte Gemeinschaft setzt die Grundschule Renkenberge-Wippingen gemeinsam mit dem Förderverein und der Kita St. Bartholomäus: Mit dem Projekt „Freundschaftsbänke“ sind auf den beiden Schulhöfen in Renkenberge und Wippingen besondere Orte entstanden, die Kindern helfen, miteinander in Kontakt zu kommen und neue Freundschaften zu knüpfen. Die farbenfrohen Bänke sind dabei weit mehr als Sitzgelegenheiten – sie stehen symbolisch für Hilfsbereitschaft, Offenheit und das Miteinander im Schulalltag.

Die Idee hinter den Freundschaftsbänken ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Kinder, die sich allein fühlen oder einen Spielpartner suchen, können sich auf die Bank setzen heißt es in einer Presseinformation der Schulleitung. Andere Kinder erkennen dieses Signal und gehen aktiv auf sie zu. So entstehen Begegnungen, Gespräche – und nicht selten neue Freundschaften. Schulleiterin Ellen Wilkens zeigt sich begeistert von der Initiative: „Die Freundschaftsbänke sind ein wunderbares Projekt, das unseren Schulalltag bereichert. Sie machen sichtbar, was uns wichtig ist: dass niemand allein bleibt und jeder dazugehört.“ Gerade im oft lebhaften Schulbetrieb sei es wichtig, solche niederschwelligen Angebote zu schaffen, die Kinder dabei unterstützen, aufeinander zu achten.

Ein besonderer Dank der Schulgemeinschaft gilt dem Förderverein der Grundschule Renkenberge-Wippingen, der das Projekt organisiert und die Bänke großzügig gespendet hat. Ohne dieses Engagement wäre die Umsetzung in dieser Form nicht möglich gewesen. „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung. Der Förderverein zeigt einmal mehr, wie wertvoll ehrenamtliches Engagement für unsere Schule ist“, betont Wilkens.

Neben der praktischen Umsetzung spielte auch die pädagogische Begleitung eine wichtige Rolle. Hier engagierte sich Claudia Brüggemann, Mitglied des Fördervereins und von Beruf Psychoanalytikerin. Sie führte das Projekt gemeinsam mit den Kindern ein und vermittelte die Idee hinter den Freundschaftsbänken auf anschauliche Weise. In Geschichten, Gesprächen und kleinen Übungen wurde den Schülerinnen und Schülern nähergebracht, wie wichtig es ist, aufeinander zu achten und niemanden auszuschließen.

Die Resonanz der Kinder auf das Projekt ist durchweg positiv. Das Projekt stärkt wichtige soziale Kompetenzen: Empathie, Rücksichtnahme und die Fähigkeit, auf andere zuzugehen. Auch die Zusammenarbeit mit der Kita St. Bartholomäus unterstreicht den ganzheitlichen Ansatz des Projekts. Bereits die jüngeren Kinder werden frühzeitig an die Idee von Gemeinschaft und gegenseitiger Unterstützung herangeführt. So entsteht ein verbindendes Konzept, das über den Schulalltag hinauswirkt.

„Unsere Freundschaftsbänke sind ein Zeichen dafür, dass an unserer Schule jeder dazugehört“, fasst Schulleiterin Wilkens zusammen. „Wir möchten, dass sich alle Kinder bei uns wohlfühlen – und genau dazu leisten diese Bänke einen wichtigen Beitrag.“

Mit dem Projekt setzt die Grundschule Renkenberge-Wippingen ein starkes Zeichen für ein respektvolles Miteinander und zeigt eindrucksvoll, wie mit einfachen Mitteln große Wirkung erzielt werden kann. Die Freundschaftsbänke sind ein kleines Detail auf dem Schulhof – aber ein großer Schritt für mehr Gemeinschaft im Alltag der Kinder. [Lambert Brand]