Frühe Konzentrationslager im „Dritten Reich“ – Neuer Sammelband bündelt die aktuelle Forschung

Die frühen Konzentrationslager waren das zentrale Terrorinstrument bei der Durchsetzung und Machtsicherung der NS-Herrschaft. Über 100 von ihnen entstanden ab 1933 im Deutschen Reich. Nun ist dazu der neue Sammelband „Durchsetzung der Diktatur. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ erschienen, der auf Initiative der Gedenkstätte Esterwegen entstanden ist.

Das NS-Regime erprobte in den frühen Konzentrationslagern massenhafte Inhaftierungen und Anwendungen von Gewalt. Manche Lager wurden nach wenigen Wochen wieder aufgelöst, andere bestanden über Jahre und bildeten die Basis für das spätere KZ-System der SS. Nicht wenige SS-Männer begannen ihren Dienst in den frühen Konzentrationslagern und setzten ihn später in den Stamm- und Außenlagerkomplexen sowie den Vernichtungslagern des Zweiten Weltkriegs fort. Für viele Häftlinge war die Haft in den frühen Lagern der Beginn jahrelanger Verfolgung. „Die Geschichte dieser frühen Lager veranschaulicht, wie sich die Zerstörung der Demokratie und die Etablierung der nationalsozialistischen Diktatur schrittweise vollzogen. Es waren Labore der Gewalt“, so Mitherausgeber Sebastian Weitkamp.

Zu den frühen Konzentrationslagern gehörten auch die Lager Esterwegen, Börgermoor und Neusustrum im Emsland. Es waren die ersten am Reißbrett geplanten KZ in Barackenbauweise im Deutschen Reich. Etwa 4.000 Menschen waren hier inhaftiert und wurden zur Zwangsarbeit im Moor eingesetzt. Ihre Geschichte wird ebenfalls in dem Band erzählt.

Sebastian Weitkamp und Kathrin Flor mit der neuen Publikation

Die AG „Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte dieser Lager sichtbarer zu machen. In ihr arbeiten aktuell 19 Gedenkeinrichtungen aus zwölf Bundesländern zusammen. Im Auftrag der AG haben Sebastian Weitkamp (Gedenkstätte Esterwegen), Christoph Thonfeld (Gedenkstätte Dachau), Agnes Ohm (Gedenkstätte Sachsenhausen) und Nicola Wenge (Gedenkstätte Oberer Kuhberg Ulm) den nun vorliegenden Sammelband herausgegeben, in dem die Autorinnen und Autoren die Geschichten von 19 frühen Lagern darstellen und neue Forschungserkenntnisse zusammenfassen. Ergänzt wird der Band durch einen Beitrag von Jens-Christian Wagner sowie zwei Rahmenbeiträge über die Rolle der frühen Lager im Nationalsozialismus (Frédéric Bonnesoeur) und deren spätere Erinnerungsgeschichte in Ost- und Westdeutschland (Thomas Lutz).

Der Sammelband ist ab sofort in der Gedenkstätte Esterwegen und im Buchhandel für 28 € erhältlich : „Durchsetzung der Diktatur. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“, herausgegeben von Sebastian Weitkamp, Christoph Thonfeld, Agnes Ohm und Nicola Wenge, Wallstein Verlag Göttingen 2026, Schriftenreihe der Gedenkstätte Esterwegen Band 6, 512 Seiten, ca. 30 Abb., ISBN 978-3-8353-6055-6. [PM / Foto 2026, Gedenkstätte Esterwegen, Anne Vähning]

Baustil vom Haus Westhoff war damals top-modern

Haus Westhoff 1936

Ein Blog-Beitrag des Emsland-Museums Lingen beschäftigt sich mit dem Architekten Hans Lühn, der in den 1920/1930er Jahren viele Backsteinbauten im Emsland realisierte. Sein Stil (norddeutscher Backstein-Expressionismus) war damals das, was man unter einem modernen Backsteingebäude verstand.

Das Haus Westhoff wurde in Wippingen 1936 erbaut; Lühn ist 1932 verstorben. Der Architekt vom Haus Westhoff ist nicht bekannt, aber wenn man das Haus mit Lühns Mehrfamilienhäusern an der Schwedenschanze in Lingen vergleicht, fällt doch auf, wo sich der Architekt für das Haus In Wippingen seine Anregungen geholt hat. [jdm]

Wanderung Alte Dorfstelle Wahn: Von der Alten Dorfstelle Wahn nach Renkenberge

Flyer Hümmlinger Pilgerweg Ortstelle Wahn

Am Samstag, 20. Juni 2026, geht es ab 12.30 Uhr von der Alten Dorfstelle Wahn aus auf eine etwa 10 km lange Natur- und Kulturwanderung nach Renkenberge. Unterwegs gibt es Spannendes zur Geschichte der alten Siedlungsstelle Wahn und die besondere Landschaft rundherum kennenzulernen. Dabei bleibt genug Zeit, die Natur zu genießen und mit anderen ins Gespräch zu kommen.

In Renkenberge wartet zum Abschluss Kaffee und Kuchen - der perfekte Ausklang nach der Tour. Für den Rückweg ist ein Transfer organisiert. Der Kostenbeitrag beträgt 10 € pro Person. Anmeldung bis zum 15. Juni 2026 über die Homepage: www.huemmlinger-pilgerweg.de oder bei https://on.campflow.de/huemmlinger-pilgerweg-ev/wanderung-alte-dorfstelle-wahn-2026. [jdm]

Classic Brass Konzert in der St. Antonius Kirche Dersum am 13.06.2026

Classic Brass“, ein renommiertes Blechbläserquintett unter der Leitung von Jürgen Gröblehner, präsentiert am Samstag, den 13.06.2026 um 19.30 Uhr in der St. Antonius Kirche in Dersum, Kirchstr. 4, sein neues Konzertprogramm „Klanggeschichten“.

Vom kunstvollen Glanz des Barock über die emotionale Tiefe der Romantik bis hin zu ausdrucksstarker Musik der Moderne entfalten die fünf Blechbläser ein farbenreiches Klangspektrum.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung des Kulturfördervereins der Samtgemeinde Dörpen beträgt 22 € (ermäßigt 12 €). Karten gibt es an vielen Vorverkaufsstellen in der Samtgemeinde (siehe Flyer) oder bei www.reservix.de. [jdm]

Fronttaugliche Seelsorger: Deutschlands Kirchen bewerben sich für den Kriegsdienst

Deutschlands Kirchenführer predigen Russlandangst und denken schon heute über den Einsatz im Kampfgebiet von morgen nach. Beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg war die Bundeswehr prominent mit Generalinspekteur Carsten Breuer und dem Inspektor des Heeres Christian Freuding vertreten – sie parlierten auf großer Bühne von Wladimir Putins vermeintlichen Angriffsgelüsten, schreibt Ralf Wurzbacher auf den NachDenkSeiten.
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Vom katholischen Militärbischof Franz-Josef Overbeck habe es in Würzburg Zustimmung zur schnellen Wiedereinführung der Wehrpflicht gegeben, und zwar für einen verpflichtenden Dienst für die möglichen jungen Männer und auch Frauen.

Martin Pilgram von der ökumenischen Bewegung Pax Christi habe vor nicht langer Zeit einen Brief an die Offiziellen der christlichen Kirchen in Deutschland verfasst. Aus seiner Sicht lassen sich diese dafür einspannen, die Menschen in Deutschland „kriegstüchtig“ zu machen. Pilgram habe Sorge, der Ernstfall, sprich der Krieg, werde von den politisch Verantwortlichen vorbereitet, berichtet Wurzbacher weiter. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Heede: Kein Aussichtsturm in Sicht

Bodenplatte mit Stützen-Anschlussanker des ehemaligen Turms in Heede (Foto März 2013)
Bodenplatte mit Stützen-Anschlussanker des ehemaligen Turms in Heede (Foto März 2013)

Vor einem Jahr haben wir über angebliche Pläne der Gemeinde Heede zum Bau eines Aussichtsturms im Heeder/Neuheeder Moor berichtet. Hier hatte die Gemeinde Heede schon zuvor im Jahr 2000 auf einer Fläche der niedersächsischen Staatlichen Moorverwaltung mit deren Zustimmung einen Aussichtsturm aus Holz bauen lassen. Allerdings war beim Bau des Aussichtsturms der bauliche Holzschutz so sehr vernachlässigt worden, dass nach kurzer Zeit ein Pilzbefall auftrat und der Turm bereits im Jahr 2011 aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt werden musste.

Später wurden die Stützen des Turmes oberhalb der Anschlussanker zum Fundament abgesetzt und der Turm entsorgt. Das Fundament verblieb damals im Boden, wohl weil man sich den aufwendigen Rückbau ersparen wollte. Hierzu ein Auszug aus dem Protokoll über die gemeinsame Sitzung der CDU- und SPD-Fraktionen im Rat der Gemeinde am 12. November 2012 im „Haus des Bürgers“ in Heede: „Die Verwaltung wird beauftragt, eine möglichst kostengünstige Variante zu ermitteln und diese auch entsprechend umzusetzen.“

Nachdem die Staatliche Moorverwaltung die Gemeinde Heede Anfang 2025 aufgefordert hatte, die Betonplatte mit den Fundamenten zu entfernen, musste eine Lösung gefunden werden. Zunächst wollte man offenbar Zeit gewinnen und führte laufende Planungen für einen neuen Aussichtturm ins Feld. Im Haushaltsplan der Gemeinde Heede für das Jahr 2025 waren jedoch keine Mittel für einen Turmbau zu entdecken, was wohl deutlich machte, dass es die Gemeinde mit den Planungen nicht eilig hatte, s.a. unser Bericht vom 18.11.2025. Aber auch im Haushaltsplan für 2026 wurden keine Mittel für einen neuen Aussichtsturm aufgenommen, weshalb ein baldiger Neubau wohl nicht anzunehmen ist.

Eine Nachfrage bei der Staatlichen Moorverwaltung gibt nun weitere Auskunft: Ende des vergangenen Jahres wurde in einem Ortstermin von Vertretern der Gemeinde Heede/Samtgemeinde Dörpen erörtert, dass ein Turmneubau in Metallbauweise auf dem vorhandenen Fundament geplant sei und hierfür Fördermittel beantragt werden sollten. Ein baugleicher Aussichtsturm wäre vor einigen Jahren von einer anderen Gemeinde auf dort vorhandenem Fundament erfolgreich wiederaufgebaut worden. Hiermit dürfte der Turm in Lahre bei Haselünne gemeint sein, der einen nahezu baugleichen, ebenfalls frühzeitig von Pilzen befallenen Holzturm ersetzte. Angestrebt sei von der Gemeinde Heede mit den notwendigen Arbeiten im Jahr 2026 zu beginnen; dies sei jedoch von der Fördermittelzusage abhängig. Bzgl. der Zweckbindung bei Fördermitteln sei ein längerfristiger Gestattungsvertrag notwendig.

Derzeit liege der Entwurf eines neuen Gestattungsvertrages zur Abstimmung bei der Samtgemeinde Dörpen. Die Auseinandersetzung mit diesem Vertragsentwurf sei, so eine aktuell erfolgte Nachfrage bei der Samtgemeinde, „leider noch nicht abgeschlossen“, sollten jedoch in Kürze erfolgen. Mit Abschluss des neuen Vertrages würde der bislang bestehende Gestattungsvertrag enden.

Sowohl der bestehende, als auch der Entwurf des neuen Gestattungsvertrags enthalten Regelungen zur Erhaltung des ordnungsgemäßen Zustandes, zur Haftung, Verkehrssicherung und zum Rückbau, teilt die Moorverwaltung weiter mit. Der neue Gestattungsvertrag würde den Rückbau aller eingebrachten Anlagen regeln, falls bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mit den Arbeiten zum Ersatzneubau begonnen würden. Den „bestimmten Zeitpunkt“ teilte uns die Moorverwaltung allerdings nicht mit.

Für Anfang Juni sei eine Sitzung der betroffenen Räte anberaumt, um einen formellen Beschlusses zu fassen. Sobald dieser erfolgt sei, solle im Anschluss eine Ausschreibung und folglich mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Stahlturm in Lahre – nur für schwindelfreie Besucher zu empfehlen

Zum Stahlturm in Lahre sei noch angemerkt, dass Besucher über Bewegungen des Turmes klagten. Auf der Aussichtsplattform waren diese so stark, dass sie Übelkeit bei nicht schwindelfreien Besuchern auslösten. Bei einer Überprüfung wurde allerdings festgestellt, dass die Schwingungen im Toleranzbereich lagen. Über ähnliche Schwingungen eines Aussichtsturms aus Stahl klagten auch Besucher eines neuen Turms in Liepgarten am Stettiner Haff; hierüber berichtete der NDR. Der Turm wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt, bis ein Gutachten die bestehenden Bedenken ausräumt. Falls nicht, müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden. Ein exakter Nachbau des Lahrer Turms dürfte damit wohl nicht in Frage kommen, auch wenn die Schwingungen an dem Turm noch als hinnehmbar beurteilt wurden. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Mühlenfest am Pfingstmontag für die ganze Familie

Flyer Mühlentag 2026

Am Pfingstmontag, dem 25.05.2026, findet von 14 bis 17 Uhr auf dem Heimathof, An der Mühle 1, in Wippingen, zum Deutschen Mühlentag das Frühlingsfest statt.

Im Heimathaus werden Kaffee und Kuchen angeboten. In der funktionstüchtigen Mühle werden Führungen durchgeführt. Die Spinngruppe Emsbüren zeigt ihr altes Handwerk. Der Oldtimer Club wird sein Gerät ausstellen und vorführen, wie früher Korn gedroschen wurde.

Die Line Dance Gruppe Wippingen und die Schützenkapelle Wippingen bringen Tanz und Musik mit.

Kindern steht eine neue Hüpfburg zum Tollen bereit und die Losbude winkt mit Gewinnen. Im Backhaus kann frisches Mühlenbrot erworben werden. [Andre Wester]

Erinnerung: Graphic-Novel-Ausstellung „Picturing the Unimaginable“ in der Gedenkstätte Esterwegen

Plakat Gedenkstätte Esterwegen

Der Comic „Nazi Death Parade“ wurde Anfang 1945 in den USA veröffentlicht, als die meisten Konzentrationslager noch in vollem Betrieb waren. Aus der Beschäftigung mit diesem Format, einer kurzen Bilderzählung, und zusätzlich mit verschiedenen Biografien aus den Konzentrationslagern entwickelten zehn Zeichner*innen eigene Comics, die vom 17. Mai bis zum 6. Dezember 2026 in der Gedenkstätte Esterwegen gezeigt werden.

Die Sonderausstellung wird eröffnet am Sonntag, 17. Mai 2026, um 15 Uhr. Eintritt ist frei. [jdm]

Freibad Surwold

Am nächsten Samstag, dem 9. Mai eröffnet das Freibad Surwold. Drei Millionen Euro statt 8 Millionen hat die Sanierung gekostet, weil ein Förderverein die Sanierung mit vielen ehreneamtlichen Helfern gestemmt hat.

Das soll am Samstag bei ausgelassener Stimmung, Live-Musik, Trinken, Essen und geselligem Beisammensein gefeiert werden.

Mit einem abwechslungsreichen und aktiven Programm gibt es für die ganze Familie die Gelegenheit das neue alte Freibad kennen zu lernen. So sieht das Programm aus:

Ab 14:00 Uhr: Beach-Volleyball • Soccer-Court • Fußball-Dart • Kistenstapeln • Boule • Hüpfburg • Spiele-Matsch-Mobil • Kinderschminken
Kaffee und Kuchen
15:30 Uhr & 17:00 Uhr: Aqua-Gymnastik
16:00 Uhr: Wasserball
ab 19:00 Uhr: Große Eröffnungsparty [jdm]

Gemeinsamer Veranstaltungsflyer der Heimatvereine Werpeloh und Wippingen

Flyer Heimatvereine Werpeloh und Wippingen 2026

Die Heimatvereine Wippingen und Werpeloh haben wieder ihren gemeinsamen Flyer für die Veranstaltungen in diesem Jahr herausgebracht.

Die nächsten Veranstaltungen in Wippingen sind Kaffee und Kuchen am 1. Mai im Heimathaus und der Tag der Vereine auf dem Heimathof.

In Werpeloh steht am 31. Mai ab 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen im Heimathaus auf dem Plan. [jdm]

Wir kümmern uns um eure Schulbücher

Flyer Bücherei
Nutzt unseren Service für einen entspannten Schulstart

... ob Bücher für die Grundschule, weiterführende Schulen, Studium, Ausbildung.. – Ganz egal.

Wir kümmern uns gerne!

Einfach die Buchlisten mit Namen, Handy-Nr. oder E-Mail- Adresse abgeben. [Kathrin Richert]

Gemeinde Renkenberge überreicht Spende an Zeltlagerteam

Gretel Frericks

Am Samstag, den 18.04.2026, hat das Zeltlager Team den Erlös vom renkenberger Osterfeuer in Höhe von 250€ erhalten.

Die Vorbereitungen fürs diesjährige Zeltlager laufen bereits. Die Gemeinde Renkenberge ist stolz auf das Zeltlager Team, welches jedes Jahr in den Ferien für spannende Erlebnisse für unsere Kindern sorgt.

Stellvertretend hat Gretel Frericks die Spende entgegengenommen. [Marcel Ganseforth]

Tag der Wippinger Vereine am 3. Mai

Tag der Vereine 2026

Viele Wippinger Vereine stellen sich am Sonntag, den 3. Mai, ab 14 Uhr auf dem Heimathof vor und werben um neue Mitglieder oder geben Einblicke in das Leben der Vereine oder Gruppen.

Diese Veranstaltung gibt die Möglichkeit zum Austausch und zu netten Gesprächen. Außerdem findet wieder "Kaffee und Kuchen" im Heimathaus statt. Für musikalische Unterhaltung sorgt der Kirchenchor St. Cäcilia Wippingen [Andre Wester]

25 Jahre Leher Pünte

Am 1. Mai 2026 feiert die Leher Pünte zum Saisonstart mit einem Frühschoppen das 25-jährige Jubiläum. Mehr im Flyer. [jdm]

DIZ erhält Digitalförderung der Stiftung Niedersachsen

Impression Archiv DIZ Emslandlager

Die Stiftung Niedersachsen hat einen Antrag des Dokumentations- und Informationszentrums Emslandlager in Papenburg (DIZ) für einen hybriden Stadtrundgang in Papenburg als einen von drei Anträgen im Rahmen des Förderprogramms „SWITCH – Digitale Museumsangebote”  angenommen und somit in voller Höhe (60.000 Euro) bewilligt.

Nach Ansicht der Jury des Förderprogramms „SWITCH – Digitale Museumsangebote” überzeugte das DIZ mit seinem Konzept für ein interaktives Lernformat zur Erkundung historischer Orte der nationalsozialistischen Verfolgung.

Das Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager erforscht die Geschichte der 15 Emslandlager, die die Nationalsozialisten als Konzentrations-, Straf- und Kriegsgefangenenlager nutzten. Mit einer neuen multimedialen und interaktiven Lernapp soll die Verfolgung insbesondere Schüler*innen und jungen Erwachsenen besser vermittelt werden. Robuste Stelen im Stadtraum werden historisch relevante Orte der lokalen NS-Geschichte markieren und im Alltag sichtbar machen. Über die barrierearme, mehrsprachige App wird der Ort mit Archivmaterial, Karten und digitalen Rekonstruktionen vertieft und kontextualisiert.

Die drei geförderten Institutionen setzten sich mit ihren Digitalkonzepten gegen sieben weitere Museen aus Niedersachsen durch. Insgesamt hatten zehn Museen im Dezember 2025 eine Förderung in Form einer professionellen Digitalberatung erhalten, um ein langfristig tragbares und auf die Häuser zugeschnittenes digitales Vermittlungsangebot zu entwickeln.

Die Stiftung Niedersachsen als Landeskulturstiftung stärkt durch die Förderung gemeinnütziger Projekte die Vielfalt der Kultur in Niedersachsen und trägt zur Profilierung des Kulturstandortes bei. Pro Jahr fördert die Stiftung rund 200 Projekte und ist selbst operativ tätig. [PM/jdm/Grafik: © Dokumentation- und Informationszentrum Emslandlager, Foto: Tessa Hesener | Impression Archiv DIZ Emslandlager]

Gedenkstätte Esterwegen: Graphic-Novel-Ausstellung „Picturing the Unimaginable“

Zehn zeitgenössische Zeichner*innen aus den Niederlanden, aus Deutschland und Belgien haben zu dem Graphic Novel-Projekt „Das Unvorstellbare zeichnen“ beigetragen. Sie haben Geschichten aus drei ehemaligen Konzentrationslagern gezeichnet – dem KZ Neuengamme in Deutschland, der Kazerne Dossin in Belgien und dem Lager Westerbork in den Niederlanden. Die Kazerne Dossin und das Lager Westerbork waren Sammellager, in denen die jüdischen Bürger*innen der Niederlande und Belgien vor der Deportation leben mussten.

Startpunkt des Graphic-Novel-Projektes war ein achtzig Jahre alter Comic, den der niederländische Historiker Kees Ribbens vom Amsterdamer „Institute for War, Holocaust and Genocide Studies“ neu entdeckt hat: Der Künstler August M. Fröhlich schilderte bereits 1944 in Form einer gezeichneten Geschichte in sechs Bildtafeln, was nach der Ankunft eines Deportationszuges in einem Vernichtungslager geschah. Die brutale Darstellung von Szenen auf dem Weg in Gaskammern zeigt nicht explizit ein bestimmtes Lager, vermutlich kannte Fröhlich Berichte von der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Majdanek am 23. Juli 1944 durch sowjetische Truppen.

Der Comic „Nazi Death Parade“ wurde Anfang 1945 in den USA veröffentlicht, als die meisten Konzentrationslager noch in vollem Betrieb waren. Aus der Beschäftigung mit diesem Format, einer kurzen Bilderzählung, und zusätzlich mit verschiedenen Biografien aus den Konzentrationslagern entwickelten zehn Zeichner*innen eigene Comics, die vom 17. Mai bis zum 6. Dezember 2026 in der Gedenkstätte Esterwegen gezeigt werden.

Die Sonderausstellung wird eröffnet am Sonntag, 17. Mai 2026, um 15 Uhr. Eintritt ist frei. Das Projekt „Picturing the Unimaginable“ wurde initiiert von der Gedenkstätte Kamp Westerbork und ist eine Zusammenarbeit zwischen Gedenkstätte Kamp Westerbork, der Kazerne Dossin, der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, dem NIOD Institute for War, Holocaust and Genocide Studies und dem Verlag Scratch Books. Es wurde realisiert mit Unterstützung von Dutch Culture, Mondriaan Fund, Creative Industries F und NL und der niederländischen Botschaft in Belgien. Folgende Künstler*innen haben mitgewirkt: Erik de Graaf, Melanie Kranenburg, Sterric, Jennifer Daniel, B. Carrot, Wide Vercnocke, Milan Hulsing, Tobi Dahmen, Jeroen Janssen & Arezoo Moradi, Guido van Driel. [PM]

Gymnasialkirche Meppen seit Ostern wieder geöffnet

Die Gymnasialkirche in Meppen ist seit Ostern wieder an den Sonn- und Feiertagen geöffnet und kann bis in den Oktober hinein von 15 bis 18 Uhr besucht werden.

Ehrenamtlich tätige Meppener Bürgerinnen und Bürger ermöglichen den Zutritt. Sie beaufsichtigen die Kirche, während Besucherinnen und Besucher das barocke Kleinod besichtigen oder es für eine Andacht aufsuchen. Sie ist auch u. a. am Freitag, 1. Mai, an Christi Himmelfahrt, 14. Mai, Pfingstmontag, 25. Mai, und dem Tag der deutschen Einheit, 3. Oktober. Der letzte Besuchstermin ist Sonntag, 4. Oktober geöffnet.

Die heutige Schulkirche des Windthorst-Gymnasiums steht im Eigentum des Landkreises Emsland. Sie ist ein Kleinod barocker Baukunst und wurde von 1743 bis 1746 im Auftrag von Clemens August, Landesherr, Erzbischof und Kurfürst von Köln, Fürstbischof von Münster, Osnabrück, Hildesheim und Paderborn, als Jesuitenkirche und Schulkirche des 1642 gegründeten Gymnasiums Meppen erbaut. Das denkmalgeschützte Bauwerk mit kostbarer Innenausstattung hat in den vergangenen Jahren jeden Sonntag im Schnitt 100 Besucher angelockt. [Landkreis Emsland]

Welt-Roma-Tag: Antiziganismus immer noch verbreitet

Flagge der Roma
Flagge der Roma

Aus Anlass des heutigen Welt-Roma-Tags beklagte der Antiziganismus-Beauftragte der Bundesregierung, Michael Brand, eine fortdauernde Feindseligkeit gegen Sinti und Roma in Deutschland. "Antiziganismus ist weiterhin ein drängendes Problem in unserer Gesellschaft", sagte Brand am Internationalen Tag der Roma.

Viele Sinti und Roma zeigten aus Angst vor Ablehnung ihre Identität nicht offen. "Das dürfen wir nicht gleichgültig hinnehmen", mahnte er. Der Begriff Antiziganismus beschreibt eine Abneigung oder Feindschaft gegenüber Sinti und Roma.

In Deutschland leben etwa 120.000 Sinti und Roma, davon 70.000 mit deutscher Staatsbürgerschaft. Zu den in Deutschland lebenden Roma und Sinti zählen die deutschen Sinti, die seit etwa 600 Jahren im deutschsprachigen Gebiet leben, sowie Roma, die bereits seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland leben. Die Vorfahren der Sinti wanderten vor etwa 1000 Jahren aus Indien nach Norden. Die Gesellschaft im Deutschland des späten Mittelalters war sehr statisch ständisch organisiert und nicht in der Lage, fremde Menschen zu integrieren. Sogar Menschen aus anderen Städten, Arme, aus dem Kriegsdienst entlassene Soldaten oder entwurzelte landlose Bauern wurden abgelehnt und mussten ein rechtloses Leben leben. Die Sinti teilten in Deutschland das rechtlose Leben mit den einheimischen Opfern der ständischen Ordnung, den so genannten Vagabunden und Kesselflickern.

Jeweils am 16. Mai wird der internationale Gedenktag an die Opfer des Holocaust an den Sinti und Roma Europas begangen.

Seit 1998 haben Sinti und Roma in Deutschland den Status einer nationalen Minderheit. Das heißt, dass sie juristisch besondere Schutzrechte genießen, und dass ihre Sprache und ihre Kultur besonders gefördert werden. Sinti und Roma gelten mit geschätzten 12 Millionen Menschen als die größte ethnische Minderheit Europas.

Eine Initiative der Bundesländer Schleswig-Holstein, Brandenburg und Sachsen den Schutz der vier nationalen Minderheiten (dänische Minderheit vorwiegend in Schleswig-Holstein, die friesische Volksgruppe in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, das sorbische Volk in Brandenburg und Sachsen und die deutschen Sinti und Roma im gesamten Bundesgebiet) durch die Aufnahme in das Grundgesetz zum Staatziel zu machen, wurde im Februar 2026 von der Bundesregierung abgelehnt. [jdm/Grafik Public Domain]

STARCHILD & MEGALIZZ – Metal Night am 18. April 2026 in Börger

STARCHILD & MEGALIZZ – Metal Night am 18. April 2026

Ein besonderer Abend für alle ‚Metalheads‘ kündigt sich an: Am Samstag, den 18. April 2026, bringt der Kulturverein Pro Börger e.V. mit den Bands STARCHILD und MEGALIZZ zwei absolute Power-Acts auf die Bühne des Gemeinde- und Kulturzentrums Börger. 

Die Power Metal Band STARCHILD, 2014 von Sandro Giampietro gegründet, hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll Fahrt aufgenommen. Ihr drittes Album „Battle of Eternity“ wurde sowohl Fans als auch der Fachpresse gefeiert. 

Außerhalb der Metal-Szene ist Giampietro insb. durch seine Zusammenarbeit mit Helge Schneider. Bereits 1995 wurde er von Schneider entdeckt und spielte zunächst bis 1997 sowie seit 2006 dauerhaft in dessen Band. Zudem hat er am Film „The Klimperclown“ (2025), anlässlich von Schneiders 70. Geburtstag, u. a.  als Co Regisseur mitgewirkt. In Sögel und Umgebung hat er sich zudem als Teil der Gruppe „Allegro“ einen Namen gemacht. 

Die Band MEGALIZZ steht für modernen Metal ohne stilistische Einschränkungen und wurde dafür in Fachmagazinen wie dem ‚Metal Hammer‘ oder ‚Rock Hard‘ gelobt. Live konnte sich MEGALIZZ bereits auf zahlreichen lokalen Festivals beweisen.

Der Vorverkauf ist bereits gestartet: Tickets für das Konzert am 18. April 2026 sind ab sofort erhältlich bei:  Janinas Nahkauf, Börger; im Gemeindebüro Börger oder online unter www.pro-boerger.de. [Gemeinde Börger]

Der Ehrentag. Für dich. Für uns. Für alle

Ehrenamtstag Dörpen 2026

Am Freitag den 29. Mai 2026 lädt die Servicestelle Ehrenamt der Samtgemeinde Dörpen zum Ehrenamtstag ein. Das Event findet von 16 bis 22 Uhr auf dem Gelände des Heimathauses in Dörpen statt. Besucher dürfen sich auf den Markt des Ehrenamtes, die Würdigung verdienter Ehrenamtlicher und einen gemeinsamen Ausklang mit Live-Musik freuen.

„Für dich. Für uns. Für alle.“ - Unter diesem Motto findet der Ehrenamtstag in der Samtgemeinde Dörpen statt. Alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Gruppen und Engagierte sind herzlich zu der öffentlichen Veranstaltung eingeladen.

Programm

  • 16 bis 18 Uhr: "Markt des Ehrenamtes"
    • Vereine und Organisationen stellen sich und ihre Arbeit vor
  • 18 bis 18:30 Uhr: "Gemeinschaftsaktion Ehrenamt"
    • Gemeinsames Foto mit den Ehrenamtlichen aus allen Mitgliedsgemeinden
  • 18:30 Uhr: Feierliche Ehrung Ehrenamtlicher in 4 Kategorien
    • Junges Ehrenamt (bis 27)
    • Stiller Held im Hintergrund
    • Team des Jahres
    • Zeitschenker - Engagement für Senioren und einsame Menschen
  • Im Anschluss: Ausklang mit Live-Musik und 200 L Freibier

Wichtige Dokumente zum Ehrenamtstag

Zirkus in Börger und in Walchum

Circus Montana in Börger
Klassik Circus Trumpf in Walchum

Am Samstag und Sonntag gibt es in Börger und in Walchum jeweils Gelegenheit für einen Zirkusbesuch.

In Walchum gastiert der Klassik Circus Trumpf am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr auf dem Schützenplatz.

In Börger hat der Circus Montana sein Zelt auf dem Schützenplatz an der Waldstraße aufgebaut. Auch hier finden die Vorstellungen am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr statt. [jdm]

Einladung zur Generalversammlung der Schützenkapelle

Am Freitag, den 20. März 2026 findet um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum die diesjährige Generalversammlung der Schützenkapelle statt.

Alle aktiven und passiven Mitglieder sind recht herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf euer Kommen.

Mit musikalischen Grüßen, der Vorstand [Marlies Berling]

Altersverifikation bei der Nutzung von sozialen Medien bedeutet Offenlegung aller Daten von allen Nutzern

Die Forderungen von CDU, SPD und den Grünen nach einer Altersbeschränkung bei der Nutzung von sozialen Medien ist kein Beitrag zum Kinder- und Jugendschutz, sondern das vollständige Ende von Privatheit im Internet für alle. Erst wenn die Nutzer per digitaler Identität ihr Alter nachweisen, können sie alle Funktionen freischalten. Das bedeutet, dass alle Nutzer ihr Alter überprüfen lassen müssen, um auf Social Media-Plattformen z. B. mitdiskutieren zu können.

Die CDU fordert eine verbindliche Altersverifikation für soziale Medien, um ein vorgeschlagenes Nutzungsverbot für Kinder unter 14 Jahren durchzusetzen. Sie will effektive, datenschutzkonforme Systeme. Die Plattformbetreiber sollen verpflichtende, technisch belastbare Altersverifizierungssysteme einsetzen.

Ähnliches fordert die SPD-Bundestagsfraktion. Anbieter stünden in der Pflicht, Jugendlichen unter 14 Jahren den Zugang technisch wirksam zu unterbinden.

Theoretisch ist es denkbar, dass es eine vom Staat angebotene sichere App gibt, die Plattformen mitteilt „Nutzer ist über/unter 16 Jahren“. Praktisch gibt es das nicht. Eine EUDI-Wallet (European Digital Identity Wallet) ist als staatlich geprüfte Smartphone-App geplant, die als digitale Brieftasche für Ausweise, Führerscheine, Zeugnisse und weitere Dokumente dienen soll. Aber die gibt es nicht und es ist noch nicht klar, ob diese eine Altersverifikation enthalten wird.

Wer schon mal eine Identitätsverifikation für die Neuanmeldung einer SIM-Karte oder für den Plattform-Zugang bei der Arbeitsagentur mitgemacht hat, weiß, dass bei diesem Vorgang der Personalausweis und die Person am Handy mit einem Video-Selfie verglichen werden und die Software feststellen soll, ob es sich um die ausgewiesene Person handelt. Dabei werden alle persönlichen Daten gespeichert, es werden Fotos der Person und sogar Körper-Bewegungsmuster gespeichert. Fachleute gehen davon aus, dass bei einer Altersverifikation bis zu 300 verschiedene Daten der Person erfasst werden. Diese Daten werden dabei auch mit staatlichen Datenbanken abgeglichen.

Die Forderung von CDU und SPD, dass die Plattformen die technischen Voraussetzungen schaffen müssen, bedeutet zudem, dass sie nicht auf eine staatlich zur Verfügung gestellte App setzen, sondern die Plattformen selbst die Datensammelei organisieren sollen.

Wer mit Hilfe einer Altersverifikation Kinder und Jugendliche ausschließen will, muss beim Zugang zu den sozialen Medien alle Nutzer überprüfen. Das bedeutet, nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern ausnahmslos jeder muss sich am Eingang ausweisen und die Unmenge an Daten liefern. Eine Anonymität existiert dann überhaupt nicht mehr. Erst nach Angabe aller dieser Daten durch diese geschilderte Prozedur, kann man den Artikel lesen, der einen interessiert, seine Meinung äußern oder das Produkt anschauen, das man sehen möchte.

Die großen Plattformen wie Facebook, Amazon, Instagram, TikTok, usw. haben nichts gegen eine Altersverifikation einzuwenden. Denn ihnen werden dabei alle diese Daten frei Haus geliefert. Und mit einer simplen Verknüpfung der Daten, wie sie die neuen Polizeisoftwares, die sich die deutschen Bundesländer von dem Palantir-Konzern des rechtsradikalen US-Milliardärs Peter Thiel angeschafft haben, gibt es keinen Bereich mehr, den man als privat bezeichnen kann. [jdm]

Traditionelles Anpilgern auf dem Hümmlinger Pilgerweg

Anpilgern Hümmlinger Pilgerweg

Am Samstag, den 21. März 2026, treffen sich die Teilnehmer am traditionellen Anpilgern auf dem Hümmlinger Pilgerweg um 9:30 Uhr bei der Kirche St. Johannes Spahnharrenstätte.

Von hier aus geht es 13 km bis nach Werlte, wo die Pilger ein Imbiss erwartet. Für den Rückweg gibt es einen Bustransfer zurück nach Spahnharrenstätte. Der Kostenbeitrag beträgt 18 € pro Person für Imbiss und Bus (Kinder frei). Anmeldungen werden bis zum 16. März entgegegn genommen bei: https://on.campflow.de/huemmlinger-pilgerweg-ev/anpilgern-2026 [jdm]

Theatergruppe Renkenberge: Trubelei in der Bücherei

Flyer Theatergruppe Renkenberge

Willkommen in der chaotischsten Bibliothek des Landes! Hier treffen eine überkorrekte Leiterin, eine esoterische Yogafee, eine dauerkonspirative Verschwörungsfreundin, eine handysüchtige Azubine und ein überforderter Hausmeister aufeinander – und das täglich im Namen der Kultur. Als die Bürgermeisterin droht, wegen der schlechten Besucherzahlen die Bücherei zu schließen, soll ein neuer, hochintelligenter Leiter frischen Wind bringen. Doch statt Bildung zieht ein windiger Onkel ein, der lieber mit Bauplänen als mit Büchern hantiert – und heimlich einen Tunnel zur Sparkasse gräbt. Währenddessen versucht der echte Chef undercover als Praktikant, das Chaos zu bändigen.

Wie es weiter geht erfahren Sie, wenn die Theatergruppe Renkenberge die Komödie in 3 Akten von Thomas Haug im April Im Gemeindehaus in Renkenberge aufführt. Die drei Termine finden Sie im Flyer. [Annika Landskrone]

Heimatvereine bei Ausstellung auf Clemenswerth

EL-Kurier vom 28.02.2026 über Heimatverein Wippingen auf Schloss Clemenswerth

Der EL-Kurier berichtete gestern über die Beteiligung der Heimatvereine Klein Berßen und Wippingen an der aktuellen Ausstellung im Emslandmuseum Schloss Clemenswerth. Heinz Holtermann fertigte vor den Besuchern gekrüllte Tunscheren während Agnes Schulte und Franz Sievers Tunscheren mit Rosenpapier, wie sie heute gebräuchlich sind, herstellten. [EL-Kurier vom 28.02.2026/jdm}

Neues Bild zeigt verborgene Chemie im Herzen der Milchstraße

Dieses Bild zeigt die komplexe Verteilung von molekularem Gas in der zentralen Molekülzone (CMZ) der Milchstraße.
Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al. Background: ESO/D. Minniti et al., 25.02.2026, eso2603

Astronom*innen haben die zentrale Region unserer Milchstraße in einem beeindruckenden neuen Bild festgehalten und dabei ein komplexes Netzwerk aus Filamenten kosmischen Gases in bisher unerreichter Detailgenauigkeit sichtbar gemacht. Die mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) gewonnenen umfangreichen Daten ermöglichen es Astronom*innen, das Leben von Sternen in der extremsten Region unserer Heimatgalaxie neben dem supermassereichen Schwarzen Loch in ihrem Zentrum zu untersuchen.

„Es ist ein Ort der Extreme, für unsere Augen unsichtbar, aber jetzt in außergewöhnlicher Detailgenauigkeit sichtbar gemacht“, sagt Ashley Barnes, Astronom bei der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Deutschland, der zu dem Team gehört, das die neuen Daten erhoben hat. Die Beobachtungen liefern einen einzigartigen Einblick in das kalte Gas – den Rohstoff, aus dem Sterne entstehen – innerhalb der sogenannten zentralen Molekülzone (engl. Central Molecular Zone, kurz CMZ) unserer Galaxie. Es ist das erste Mal, dass das kalte Gas in dieser gesamten Region so detailliert untersucht wurde.

Die Region, die auf dem neuen Bild zu sehen ist, erstreckt sich über mehr als 650 Lichtjahre. Sie beherbergt dichte Gas- und Staubwolken, die das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxie umgeben. „Es ist der einzige galaktische Kern, der nah genug an der Erde liegt, dass wir ihn so detailliert untersuchen können“, sagt Barnes. Der Datensatz zeigt die CMZ wie nie zuvor, von Gasstrukturen mit einem Durchmesser von Dutzenden von Lichtjahren bis hin zu kleinen Gaswolken um einzelne Sterne.

Die ausführliche Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte (engl. European Southern Observatory, kurz ESO) und die Bilder findet man auf der ESO-Homepage. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]