Der Verein Kultur:Gut e.V. aus Spahnharrenstätte lädt für Samstag den 20 Juni ab 19 Uhr zum neunten „Sommer:Rock“ Open Air hinter dem Jugendheim (Hauptstr. 41) ein. [jdm]
Kultur
Uferklänge 2026 Haren – Umsonst und draußen
Nach der letzten Ausgabe im Jahr 2022 kehren die Uferklänge endlich zurück. Am 27.06. bringt der Verein Klangkultur Emsland e.V. wieder Musik ans Emsufer nach Haren. Ein großartiger Sommerabend mit besonderer Atmosphäre und hochkarätiger Musik wartet auf euch.
Den Auftakt machen Elephant. Die vier aus Rotterdam bringen sonnendurchfluteten Sound ans Wasser. Irgendwo zwischen Leichtigkeit, Melancholie und ganz viel Gefühl fürs Detail. Mal sanft und verträumt, mal voller Energie. Genau die richtige Mischung für einen Sommerabend am Emsufer. Lehnt euch zurück und lasst euch treiben!
Zwischen euphorischer Melancholie und tanzbarem Indie Pop erzählen die Songs von Waltzburg von Freundschaft, Liebe und all den kleinen und großen Momenten dazwischen.
Zwischen treibendem Alternative-Rock und intensivem Post-Punk erschafft Agatha is Dead! einen Sound, der hypnotisch, roh und emotional zugleich ist.
Mit High Hi ist das Line-up der Uferklänge 2026 komplett. Das Antwerpener Trio liefert einen Sound, der direkt nach vorne geht und trotzdem hängen bleibt. Zwischen Energie, Spannung und eingängigen Hooks entsteht genau die Mischung, die live richtig zündet. [jdm]
Heilige Messe mit Bischof Dominicus Meier im Rahmen der Visitation
Im Rahmen der bischöflichen Visitation unserer Pfarreiengemeinschaft feierten wir gemeinsam eine festliche Heilige Messe mit Bischof Dominicus Meier. Zahlreiche Gemeindemitglieder sowie die Fahnenabordnungen aus unserer Pfarreiengemeinschaft nahmen an diesem besonderen Gottesdienst teil.
Für die feierliche musikalische Umrahmung der Messe sorgten der Kirchenchor Wippingen sowie der Organist Heiner Bojer.
Unter dem Leitwort "verändert - bleiben", das zugleich auf die bevorstehenden Pfarrgemeinderats- und Kirchenvorstandswahlen im Jahr 2026 hinweist, ging Bischof Dominicus Meier in seiner Predigt auf die Herausforderungen und Chancen einer Kirche im Wandel ein. Er machte deutlich, wie wichtig es ist, offen für Veränderungen zu sein und zugleich den christlichen Glauben sowie die Gemeinschaft lebendig zu bewahren.
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein gemütliches Beisammensein und die Gelegenheit zu Gesprächen und Begegnungen mit unserem Bischof. Für das leibliche Wohl sorgte die KLJB Wippingen und der Pfarrgemeinderat Wippingen.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen dieses besonderen Tages beigetragen haben - insbesondere dem Bischof, dem Kirchenchor, den Fahnenabordnungen, der KLJB Wippingen, dem Pfarrgemeinderat, den liturgischen Diensten, den Küsterinnen sowie allen Helferinnen und Helfern im Hintergrund. [PG Immanuel]
Waldbad Sögel: Offizielle Einweihung mit Festprogramm am 13. Juni 2026
Nach umfassender Sanierung öffnete Mitte Mai das Waldbad Sögel wieder seine Türen. Die gemeinde Sögel lädt alle Bürgerinnen und Bürger zur öffiziellen Einweihung am Samstag, den 13, Juni 2026, ins Waldbad ein - mit Rahmenprogramm, sportlichen Aktionen und anschließender Waldbadparty.
"Mit der Wiedereröffnung des Waldbads geben wir den Menschen in Sögel und der gesamten Region einen modernen, attraktiven und barriereärmeren Ort für Sport, Erholung und Begegnung zurück", sagen Bürgermeister Johannes Völker und Gemeindedirektor Frank Klaß.
Für die Bevölkerung werden um 13 Uhr die Türen des Waldbads geöffnet. Der Eintritt ist frei. Vom SV Sigiltra Sögel wird an diesem tag erstmals seit langer Zeit wieder ein Triathlon in Sögel durchgeführt. Der Startschuss zum Triathlon fällt um 14 Uhr im Waldbad, um 17 Uhr findet die Siegerehrung statt. Danach klingt der Tag bei einer Waldbadparty in den Abendstunden aus. Geplant sind zudem tagsüber Mitmach- und Vorführangebote wie Wasserball im Nichtschwimmerbecken, Entenangeln im Planschbecken sowie Schnuppertauchen im Schwimmbecken. Informationsstände des Förderkreises Waldbad Sögel e. V. , des Hümmlinger Tauchvereins und der Kreissportschule Emsland ergänzen das Programm.
Das Waldbad verfügt über drei Becken (Kleinkinder-, Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken). Im großzügigen Schwimmerbereich sind auch Wettkämpfe möglich. Zwei Sprungtürme (1 und 3 Meter) gehören ebenso zur Ausstattung wie das Edelstahlbecken. Der Nichtschwimmerbereich mit einer Wassertiefe von 80 Zentimetern bietet unter anderem Rutsche, Wasserwippe, Nackenduschen und eine Bodensprudelanlage. Direkt am Kleinkinderbecken ergänzt ein Spielplatz das Angebot.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Barrierefreiheit: Die Zugänge zu den beiden großen Becken wurden so gestaltet, dass Menschen mit handicap möglichst selbständig ins Wasser gelangen können. [Gemeinde Sögel]
Brandschutzerziehung für Grundschulkinder – Spannender Vormittag im Feuerwehrhaus
Bereits am 29.05.2026 erlebten 72 Kinder der Grundschulen Kluse, Wippingen – Renkenberge und Neubörger einen lehrreichen und abwechslungsreichen Vormittag rund um das Thema Brandschutz. Im Rahmen einer Brandschutzerziehung wurden den Schülerinnen und Schülern wichtige Kenntnisse über den sicheren Umgang mit Feuer sowie das richtige Verhalten in Notfällen vermittelt.
An fünf abwechslungsreichen Stationen konnten die Kinder verschiedene Themen rund um die Feuerwehr und den Brandschutz praxisnah kennenlernen. Unterstützt wurden sie dabei von 16 ehrenamtlichen Brandschutzerziehern, die ihr Fachwissen mit viel Engagement und anschaulichen Übungen vermittelten.
Die Schülerinnen und Schüler erfuhren unter anderem, wie ein Notruf richtig abgesetzt wird, welche Gefahren von Feuer und Rauch ausgehen und wie man sich im Ernstfall richtig verhält. Durch die praktischen Übungen und die kindgerechte Vermittlung der Inhalte wurde das wichtige Thema Brandschutz verständlich und nachhaltig nähergebracht.
Die Veranstaltung war für alle Beteiligten ein voller Erfolg und zeigte einmal mehr die Bedeutung der Brandschutzerziehung für die Sicherheit von Kindern. Ein besonderer Dank gilt den 16 freiwilligen Brandschutzerziehern, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz zum Gelingen dieses lehrreichen Vormittag beigetragen haben.
Zum Abschluss erhielten alle Kinder als Anerkennung für ihre erfolgreiche Teilnahme eine Urkunde. Mit großem Stolz nahmen die Schülerinnen und Schüler ihre Auszeichnung entgegen und konnten die Veranstaltung mit vielen neuen Eindrücken und wertvollem Wissen rund um den Brandschutz beenden. [Andre Demmelhuber]
Dörpen: Beginn der Kirchenrenovierung St. Vitus
Nachdem die Bauausführungsgenehmigung des Bistums Osnabrück vorliegt, kann die Kirchenrenovierung St. Vitus beginnen. Dazu werden am 13. Juni die Bänke aus dem hinteren Bereich der Kirche schon entfernt und eingelagert.
Die Orgel wird aus Staubschutzgründen eingehaust und wird voraussichtlich Ostern 2027 wieder erklingen, nachdem sie dann selber überholt wurde. Die Figuren u.a. werden ebenso abgesichert.
Noch im Juni wird ein erstes Gerüst aufgebaut, damit mit der Restaurierung der Holzdecke der Kirche begonnen werden kann. Von Juni bis August wird der vordere Teil der Kirche noch als Gottesdienstraum nutzbar sein. Es werden dann einige Holzbänke zusätzlich aufgestellt, so dass in gutem Umfang Sitzplätze zur Verfügung stehen.
Voraussichtlich werden die Sonntagsgottesdienste ab Ende August im großen Saal des Christophorushauses gefeiert, ebenso die Werktagsmessen im Meditationsraum. Der Wiedereinzug in die Kirche ist für Weihnachten 2026 geplant. (Quelle: Pfarreiengemeinschaft Maria Magdalena, Pfarrnachrichten Nr. 10/2026) [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Enzyklika als Gegenentwurf zur deutschen Politik
Die Enzyklika "Magnifica humanitas" von Papst Leo XIV. wurde am 25. Mai 2026 (Pfingstmontag) offiziell veröffentlicht. Im Mittelpunkt dieses ersten Lehrschreibens des Papstes steht der Schutz des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI). Der Papst leitet den Umgang mit Ki her, indem er die Entwicklung der Katholischen Soziallehre nachzeichnet. Er versucht KI grob zu definieren: Es handelt sich um Datenverarbeitung. Damit tritt er dem Mythos, den die Chefs von Silicon Valley verbreiten wollen, entgegen, es handele sich um etwas, was in Konkurrenz zu den Menschen stehe oder sogar dem Menschen überlegen sei. "Fest steht jedoch, dass das Missverständnis zu vermeiden ist, diese „Intelligenz“ mit der menschlichen gleichzusetzen," ist ein Schlüsselsatz des Papstes.
Moderne Künstliche Intelligenzen werden nach Ansicht des Papstes eher „gezüchtet“ als „gebaut“: Die Entwickler entwerfen nicht jedes Detail direkt, sondern schaffen eine Architektur, auf der KI „wächst“. Damit ist die KI auch durch ihre Entwickler nicht beherrschbar oder vorhersehbar.
Der Papst bespricht die Folgen der KI für die Menschen in ethischer, sozialer und kultureller Hinsicht. Dabei entwirft er in Kontinuität zur Katholischen Soziallehre Anforderungen an den Staat, wie er die Würde der Menschen bewahren kann. Er warnt davor, den Menschen unter dem Gesichtspunkt der Effizienz zu betrachten. Man könnte glauben, er habe damit eine direkte Antwort auf die Auslassungen von Friedrich Merz über die faulen Arbeiter schreiben wollen. Dass Subsidiarität, also die Befähigung zur Selbsthilfe ohne die Solidarität nicht denkbar ist, betont der Papst mehrfach; auch damit steht er im Gegensatz zu den deutschen Politikern, die derzeit die Axt an den Sozialstaat ansetzen.
Die Kirche und die Gesellschaft seien keine getrennten Sphären, sondern die Kirche sei ein Teil der Gesellschaft und nehme somit an den gesellschaftlichen Debatten und Entwicklungen im Sinne der Soziallehre teil. Die Aussage der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner zum letzten Katholikentag in Würzburg, dass die Kirche zu oft wie eine weitere Nichtregierungsorganisation (NGO) agiere und dem Zeitgeist hinterherlaufe, dürfte somit auch dem päpstlichen Ansinnen diametral entgegen stehen.
Die Passagen der Enzyklika zur Kriegsgefahr stehen auch in direktem Gegensatz zu der Kriegsrhetorik der Bundesregierung und der überwiegenden Zahl der deutschen Medien. Er fordert zu verhandeln und jederzeit die Motive des Gegenübers zu beachten, um jede Chance für einen Frieden zu nutzen. Deutsche Christdemokraten dagegen tun alles, um den Krieg in der Ukraine um jeden Preis (vor allem an Menschenleben) zu verlängern.
Die Papst-Enzyklika ist auch für Nichtreligiöse mit Gewinn zu lesen, besteht allerdings aus 52 eng beschriebenen Seiten. Wir haben Ihnen lesbare Auszüge auf 13 Seiten in normaler Schriftgröße zusammengestellt. [jdm]
Frühe Konzentrationslager im „Dritten Reich“ – Neuer Sammelband bündelt die aktuelle Forschung
Die frühen Konzentrationslager waren das zentrale Terrorinstrument bei der Durchsetzung und Machtsicherung der NS-Herrschaft. Über 100 von ihnen entstanden ab 1933 im Deutschen Reich. Nun ist dazu der neue Sammelband „Durchsetzung der Diktatur. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ erschienen, der auf Initiative der Gedenkstätte Esterwegen entstanden ist.
Das NS-Regime erprobte in den frühen Konzentrationslagern massenhafte Inhaftierungen und Anwendungen von Gewalt. Manche Lager wurden nach wenigen Wochen wieder aufgelöst, andere bestanden über Jahre und bildeten die Basis für das spätere KZ-System der SS. Nicht wenige SS-Männer begannen ihren Dienst in den frühen Konzentrationslagern und setzten ihn später in den Stamm- und Außenlagerkomplexen sowie den Vernichtungslagern des Zweiten Weltkriegs fort. Für viele Häftlinge war die Haft in den frühen Lagern der Beginn jahrelanger Verfolgung. „Die Geschichte dieser frühen Lager veranschaulicht, wie sich die Zerstörung der Demokratie und die Etablierung der nationalsozialistischen Diktatur schrittweise vollzogen. Es waren Labore der Gewalt“, so Mitherausgeber Sebastian Weitkamp.
Zu den frühen Konzentrationslagern gehörten auch die Lager Esterwegen, Börgermoor und Neusustrum im Emsland. Es waren die ersten am Reißbrett geplanten KZ in Barackenbauweise im Deutschen Reich. Etwa 4.000 Menschen waren hier inhaftiert und wurden zur Zwangsarbeit im Moor eingesetzt. Ihre Geschichte wird ebenfalls in dem Band erzählt.

Die AG „Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte dieser Lager sichtbarer zu machen. In ihr arbeiten aktuell 19 Gedenkeinrichtungen aus zwölf Bundesländern zusammen. Im Auftrag der AG haben Sebastian Weitkamp (Gedenkstätte Esterwegen), Christoph Thonfeld (Gedenkstätte Dachau), Agnes Ohm (Gedenkstätte Sachsenhausen) und Nicola Wenge (Gedenkstätte Oberer Kuhberg Ulm) den nun vorliegenden Sammelband herausgegeben, in dem die Autorinnen und Autoren die Geschichten von 19 frühen Lagern darstellen und neue Forschungserkenntnisse zusammenfassen. Ergänzt wird der Band durch einen Beitrag von Jens-Christian Wagner sowie zwei Rahmenbeiträge über die Rolle der frühen Lager im Nationalsozialismus (Frédéric Bonnesoeur) und deren spätere Erinnerungsgeschichte in Ost- und Westdeutschland (Thomas Lutz).
Der Sammelband ist ab sofort in der Gedenkstätte Esterwegen und im Buchhandel für 28 € erhältlich : „Durchsetzung der Diktatur. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“, herausgegeben von Sebastian Weitkamp, Christoph Thonfeld, Agnes Ohm und Nicola Wenge, Wallstein Verlag Göttingen 2026, Schriftenreihe der Gedenkstätte Esterwegen Band 6, 512 Seiten, ca. 30 Abb., ISBN 978-3-8353-6055-6. [PM / Foto 2026, Gedenkstätte Esterwegen, Anne Vähning]
Baustil vom Haus Westhoff war damals top-modern
Ein Blog-Beitrag des Emsland-Museums Lingen beschäftigt sich mit dem Architekten Hans Lühn, der in den 1920/1930er Jahren viele Backsteinbauten im Emsland realisierte. Sein Stil (norddeutscher Backstein-Expressionismus) war damals das, was man unter einem modernen Backsteingebäude verstand.
Das Haus Westhoff wurde in Wippingen 1936 erbaut; Lühn ist 1932 verstorben. Der Architekt vom Haus Westhoff ist nicht bekannt, aber wenn man das Haus mit Lühns Mehrfamilienhäusern an der Schwedenschanze in Lingen vergleicht, fällt doch auf, wo sich der Architekt für das Haus In Wippingen seine Anregungen geholt hat. [jdm]
Wanderung Alte Dorfstelle Wahn: Von der Alten Dorfstelle Wahn nach Renkenberge
Am Samstag, 20. Juni 2026, geht es ab 12.30 Uhr von der Alten Dorfstelle Wahn aus auf eine etwa 10 km lange Natur- und Kulturwanderung nach Renkenberge. Unterwegs gibt es Spannendes zur Geschichte der alten Siedlungsstelle Wahn und die besondere Landschaft rundherum kennenzulernen. Dabei bleibt genug Zeit, die Natur zu genießen und mit anderen ins Gespräch zu kommen.
In Renkenberge wartet zum Abschluss Kaffee und Kuchen - der perfekte Ausklang nach der Tour. Für den Rückweg ist ein Transfer organisiert. Der Kostenbeitrag beträgt 10 € pro Person. Anmeldung bis zum 15. Juni 2026 über die Homepage: www.huemmlinger-pilgerweg.de oder bei https://on.campflow.de/huemmlinger-pilgerweg-ev/wanderung-alte-dorfstelle-wahn-2026. [jdm]
Classic Brass Konzert in der St. Antonius Kirche Dersum am 13.06.2026
„Classic Brass“, ein renommiertes Blechbläserquintett unter der Leitung von Jürgen Gröblehner, präsentiert am Samstag, den 13.06.2026 um 19.30 Uhr in der St. Antonius Kirche in Dersum, Kirchstr. 4, sein neues Konzertprogramm „Klanggeschichten“.
Vom kunstvollen Glanz des Barock über die emotionale Tiefe der Romantik bis hin zu ausdrucksstarker Musik der Moderne entfalten die fünf Blechbläser ein farbenreiches Klangspektrum.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung des Kulturfördervereins der Samtgemeinde Dörpen beträgt 22 € (ermäßigt 12 €). Karten gibt es an vielen Vorverkaufsstellen in der Samtgemeinde (siehe Flyer) oder bei www.reservix.de. [jdm]
Fronttaugliche Seelsorger: Deutschlands Kirchen bewerben sich für den Kriegsdienst
Deutschlands Kirchenführer predigen Russlandangst und denken schon heute über den Einsatz im Kampfgebiet von morgen nach. Beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg war die Bundeswehr prominent mit Generalinspekteur Carsten Breuer und dem Inspektor des Heeres Christian Freuding vertreten – sie parlierten auf großer Bühne von Wladimir Putins vermeintlichen Angriffsgelüsten, schreibt Ralf Wurzbacher auf den NachDenkSeiten.
.
Vom katholischen Militärbischof Franz-Josef Overbeck habe es in Würzburg Zustimmung zur schnellen Wiedereinführung der Wehrpflicht gegeben, und zwar für einen verpflichtenden Dienst für die möglichen jungen Männer und auch Frauen.
Martin Pilgram von der ökumenischen Bewegung Pax Christi habe vor nicht langer Zeit einen Brief an die Offiziellen der christlichen Kirchen in Deutschland verfasst. Aus seiner Sicht lassen sich diese dafür einspannen, die Menschen in Deutschland „kriegstüchtig“ zu machen. Pilgram habe Sorge, der Ernstfall, sprich der Krieg, werde von den politisch Verantwortlichen vorbereitet, berichtet Wurzbacher weiter. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Heede: Kein Aussichtsturm in Sicht
Vor einem Jahr haben wir über angebliche Pläne der Gemeinde Heede zum Bau eines Aussichtsturms im Heeder/Neuheeder Moor berichtet. Hier hatte die Gemeinde Heede schon zuvor im Jahr 2000 auf einer Fläche der niedersächsischen Staatlichen Moorverwaltung mit deren Zustimmung einen Aussichtsturm aus Holz bauen lassen. Allerdings war beim Bau des Aussichtsturms der bauliche Holzschutz so sehr vernachlässigt worden, dass nach kurzer Zeit ein Pilzbefall auftrat und der Turm bereits im Jahr 2011 aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt werden musste.
Später wurden die Stützen des Turmes oberhalb der Anschlussanker zum Fundament abgesetzt und der Turm entsorgt. Das Fundament verblieb damals im Boden, wohl weil man sich den aufwendigen Rückbau ersparen wollte. Hierzu ein Auszug aus dem Protokoll über die gemeinsame Sitzung der CDU- und SPD-Fraktionen im Rat der Gemeinde am 12. November 2012 im „Haus des Bürgers“ in Heede: „Die Verwaltung wird beauftragt, eine möglichst kostengünstige Variante zu ermitteln und diese auch entsprechend umzusetzen.“
Nachdem die Staatliche Moorverwaltung die Gemeinde Heede Anfang 2025 aufgefordert hatte, die Betonplatte mit den Fundamenten zu entfernen, musste eine Lösung gefunden werden. Zunächst wollte man offenbar Zeit gewinnen und führte laufende Planungen für einen neuen Aussichtturm ins Feld. Im Haushaltsplan der Gemeinde Heede für das Jahr 2025 waren jedoch keine Mittel für einen Turmbau zu entdecken, was wohl deutlich machte, dass es die Gemeinde mit den Planungen nicht eilig hatte, s.a. unser Bericht vom 18.11.2025. Aber auch im Haushaltsplan für 2026 wurden keine Mittel für einen neuen Aussichtsturm aufgenommen, weshalb ein baldiger Neubau wohl nicht anzunehmen ist.
Eine Nachfrage bei der Staatlichen Moorverwaltung gibt nun weitere Auskunft: Ende des vergangenen Jahres wurde in einem Ortstermin von Vertretern der Gemeinde Heede/Samtgemeinde Dörpen erörtert, dass ein Turmneubau in Metallbauweise auf dem vorhandenen Fundament geplant sei und hierfür Fördermittel beantragt werden sollten. Ein baugleicher Aussichtsturm wäre vor einigen Jahren von einer anderen Gemeinde auf dort vorhandenem Fundament erfolgreich wiederaufgebaut worden. Hiermit dürfte der Turm in Lahre bei Haselünne gemeint sein, der einen nahezu baugleichen, ebenfalls frühzeitig von Pilzen befallenen Holzturm ersetzte. Angestrebt sei von der Gemeinde Heede mit den notwendigen Arbeiten im Jahr 2026 zu beginnen; dies sei jedoch von der Fördermittelzusage abhängig. Bzgl. der Zweckbindung bei Fördermitteln sei ein längerfristiger Gestattungsvertrag notwendig.
Derzeit liege der Entwurf eines neuen Gestattungsvertrages zur Abstimmung bei der Samtgemeinde Dörpen. Die Auseinandersetzung mit diesem Vertragsentwurf sei, so eine aktuell erfolgte Nachfrage bei der Samtgemeinde, „leider noch nicht abgeschlossen“, sollten jedoch in Kürze erfolgen. Mit Abschluss des neuen Vertrages würde der bislang bestehende Gestattungsvertrag enden.
Sowohl der bestehende, als auch der Entwurf des neuen Gestattungsvertrags enthalten Regelungen zur Erhaltung des ordnungsgemäßen Zustandes, zur Haftung, Verkehrssicherung und zum Rückbau, teilt die Moorverwaltung weiter mit. Der neue Gestattungsvertrag würde den Rückbau aller eingebrachten Anlagen regeln, falls bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mit den Arbeiten zum Ersatzneubau begonnen würden. Den „bestimmten Zeitpunkt“ teilte uns die Moorverwaltung allerdings nicht mit.
Für Anfang Juni sei eine Sitzung der betroffenen Räte anberaumt, um einen formellen Beschlusses zu fassen. Sobald dieser erfolgt sei, solle im Anschluss eine Ausschreibung und folglich mit den Bauarbeiten begonnen werden.
Zum Stahlturm in Lahre sei noch angemerkt, dass Besucher über Bewegungen des Turmes klagten. Auf der Aussichtsplattform waren diese so stark, dass sie Übelkeit bei nicht schwindelfreien Besuchern auslösten. Bei einer Überprüfung wurde allerdings festgestellt, dass die Schwingungen im Toleranzbereich lagen. Über ähnliche Schwingungen eines Aussichtsturms aus Stahl klagten auch Besucher eines neuen Turms in Liepgarten am Stettiner Haff; hierüber berichtete der NDR. Der Turm wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt, bis ein Gutachten die bestehenden Bedenken ausräumt. Falls nicht, müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden. Ein exakter Nachbau des Lahrer Turms dürfte damit wohl nicht in Frage kommen, auch wenn die Schwingungen an dem Turm noch als hinnehmbar beurteilt wurden. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Mühlenfest am Pfingstmontag für die ganze Familie
Am Pfingstmontag, dem 25.05.2026, findet von 14 bis 17 Uhr auf dem Heimathof, An der Mühle 1, in Wippingen, zum Deutschen Mühlentag das Frühlingsfest statt.
Im Heimathaus werden Kaffee und Kuchen angeboten. In der funktionstüchtigen Mühle werden Führungen durchgeführt. Die Spinngruppe Emsbüren zeigt ihr altes Handwerk. Der Oldtimer Club wird sein Gerät ausstellen und vorführen, wie früher Korn gedroschen wurde.
Die Line Dance Gruppe Wippingen und die Schützenkapelle Wippingen bringen Tanz und Musik mit.
Kindern steht eine neue Hüpfburg zum Tollen bereit und die Losbude winkt mit Gewinnen. Im Backhaus kann frisches Mühlenbrot erworben werden. [Andre Wester]
Erinnerung: Graphic-Novel-Ausstellung „Picturing the Unimaginable“ in der Gedenkstätte Esterwegen
Der Comic „Nazi Death Parade“ wurde Anfang 1945 in den USA veröffentlicht, als die meisten Konzentrationslager noch in vollem Betrieb waren. Aus der Beschäftigung mit diesem Format, einer kurzen Bilderzählung, und zusätzlich mit verschiedenen Biografien aus den Konzentrationslagern entwickelten zehn Zeichner*innen eigene Comics, die vom 17. Mai bis zum 6. Dezember 2026 in der Gedenkstätte Esterwegen gezeigt werden.
Die Sonderausstellung wird eröffnet am Sonntag, 17. Mai 2026, um 15 Uhr. Eintritt ist frei. [jdm]
Freibad Surwold
Am nächsten Samstag, dem 9. Mai eröffnet das Freibad Surwold. Drei Millionen Euro statt 8 Millionen hat die Sanierung gekostet, weil ein Förderverein die Sanierung mit vielen ehreneamtlichen Helfern gestemmt hat.
Das soll am Samstag bei ausgelassener Stimmung, Live-Musik, Trinken, Essen und geselligem Beisammensein gefeiert werden.
Mit einem abwechslungsreichen und aktiven Programm gibt es für die ganze Familie die Gelegenheit das neue alte Freibad kennen zu lernen. So sieht das Programm aus:
Ab 14:00 Uhr: Beach-Volleyball • Soccer-Court • Fußball-Dart • Kistenstapeln • Boule • Hüpfburg • Spiele-Matsch-Mobil • Kinderschminken
Kaffee und Kuchen
15:30 Uhr & 17:00 Uhr: Aqua-Gymnastik
16:00 Uhr: Wasserball
ab 19:00 Uhr: Große Eröffnungsparty [jdm]
Gemeinsamer Veranstaltungsflyer der Heimatvereine Werpeloh und Wippingen
Die Heimatvereine Wippingen und Werpeloh haben wieder ihren gemeinsamen Flyer für die Veranstaltungen in diesem Jahr herausgebracht.
Die nächsten Veranstaltungen in Wippingen sind Kaffee und Kuchen am 1. Mai im Heimathaus und der Tag der Vereine auf dem Heimathof.
In Werpeloh steht am 31. Mai ab 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen im Heimathaus auf dem Plan. [jdm]
Gemeinde Renkenberge überreicht Spende an Zeltlagerteam
Am Samstag, den 18.04.2026, hat das Zeltlager Team den Erlös vom renkenberger Osterfeuer in Höhe von 250€ erhalten.
Die Vorbereitungen fürs diesjährige Zeltlager laufen bereits. Die Gemeinde Renkenberge ist stolz auf das Zeltlager Team, welches jedes Jahr in den Ferien für spannende Erlebnisse für unsere Kindern sorgt.
Stellvertretend hat Gretel Frericks die Spende entgegengenommen. [Marcel Ganseforth]
Tag der Wippinger Vereine am 3. Mai
Viele Wippinger Vereine stellen sich am Sonntag, den 3. Mai, ab 14 Uhr auf dem Heimathof vor und werben um neue Mitglieder oder geben Einblicke in das Leben der Vereine oder Gruppen.
Diese Veranstaltung gibt die Möglichkeit zum Austausch und zu netten Gesprächen. Außerdem findet wieder "Kaffee und Kuchen" im Heimathaus statt. Für musikalische Unterhaltung sorgt der Kirchenchor St. Cäcilia Wippingen [Andre Wester]
DIZ erhält Digitalförderung der Stiftung Niedersachsen
Die Stiftung Niedersachsen hat einen Antrag des Dokumentations- und Informationszentrums Emslandlager in Papenburg (DIZ) für einen hybriden Stadtrundgang in Papenburg als einen von drei Anträgen im Rahmen des Förderprogramms „SWITCH – Digitale Museumsangebote” angenommen und somit in voller Höhe (60.000 Euro) bewilligt.
Nach Ansicht der Jury des Förderprogramms „SWITCH – Digitale Museumsangebote” überzeugte das DIZ mit seinem Konzept für ein interaktives Lernformat zur Erkundung historischer Orte der nationalsozialistischen Verfolgung.
Das Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager erforscht die Geschichte der 15 Emslandlager, die die Nationalsozialisten als Konzentrations-, Straf- und Kriegsgefangenenlager nutzten. Mit einer neuen multimedialen und interaktiven Lernapp soll die Verfolgung insbesondere Schüler*innen und jungen Erwachsenen besser vermittelt werden. Robuste Stelen im Stadtraum werden historisch relevante Orte der lokalen NS-Geschichte markieren und im Alltag sichtbar machen. Über die barrierearme, mehrsprachige App wird der Ort mit Archivmaterial, Karten und digitalen Rekonstruktionen vertieft und kontextualisiert.
Die drei geförderten Institutionen setzten sich mit ihren Digitalkonzepten gegen sieben weitere Museen aus Niedersachsen durch. Insgesamt hatten zehn Museen im Dezember 2025 eine Förderung in Form einer professionellen Digitalberatung erhalten, um ein langfristig tragbares und auf die Häuser zugeschnittenes digitales Vermittlungsangebot zu entwickeln.
Die Stiftung Niedersachsen als Landeskulturstiftung stärkt durch die Förderung gemeinnütziger Projekte die Vielfalt der Kultur in Niedersachsen und trägt zur Profilierung des Kulturstandortes bei. Pro Jahr fördert die Stiftung rund 200 Projekte und ist selbst operativ tätig. [PM/jdm/Grafik: © Dokumentation- und Informationszentrum Emslandlager, Foto: Tessa Hesener | Impression Archiv DIZ Emslandlager]
Gedenkstätte Esterwegen: Graphic-Novel-Ausstellung „Picturing the Unimaginable“
Zehn zeitgenössische Zeichner*innen aus den Niederlanden, aus Deutschland und Belgien haben zu dem Graphic Novel-Projekt „Das Unvorstellbare zeichnen“ beigetragen. Sie haben Geschichten aus drei ehemaligen Konzentrationslagern gezeichnet – dem KZ Neuengamme in Deutschland, der Kazerne Dossin in Belgien und dem Lager Westerbork in den Niederlanden. Die Kazerne Dossin und das Lager Westerbork waren Sammellager, in denen die jüdischen Bürger*innen der Niederlande und Belgien vor der Deportation leben mussten.
Startpunkt des Graphic-Novel-Projektes war ein achtzig Jahre alter Comic, den der niederländische Historiker Kees Ribbens vom Amsterdamer „Institute for War, Holocaust and Genocide Studies“ neu entdeckt hat: Der Künstler August M. Fröhlich schilderte bereits 1944 in Form einer gezeichneten Geschichte in sechs Bildtafeln, was nach der Ankunft eines Deportationszuges in einem Vernichtungslager geschah. Die brutale Darstellung von Szenen auf dem Weg in Gaskammern zeigt nicht explizit ein bestimmtes Lager, vermutlich kannte Fröhlich Berichte von der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Majdanek am 23. Juli 1944 durch sowjetische Truppen.
Der Comic „Nazi Death Parade“ wurde Anfang 1945 in den USA veröffentlicht, als die meisten Konzentrationslager noch in vollem Betrieb waren. Aus der Beschäftigung mit diesem Format, einer kurzen Bilderzählung, und zusätzlich mit verschiedenen Biografien aus den Konzentrationslagern entwickelten zehn Zeichner*innen eigene Comics, die vom 17. Mai bis zum 6. Dezember 2026 in der Gedenkstätte Esterwegen gezeigt werden.
Die Sonderausstellung wird eröffnet am Sonntag, 17. Mai 2026, um 15 Uhr. Eintritt ist frei. Das Projekt „Picturing the Unimaginable“ wurde initiiert von der Gedenkstätte Kamp Westerbork und ist eine Zusammenarbeit zwischen Gedenkstätte Kamp Westerbork, der Kazerne Dossin, der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, dem NIOD Institute for War, Holocaust and Genocide Studies und dem Verlag Scratch Books. Es wurde realisiert mit Unterstützung von Dutch Culture, Mondriaan Fund, Creative Industries F und NL und der niederländischen Botschaft in Belgien. Folgende Künstler*innen haben mitgewirkt: Erik de Graaf, Melanie Kranenburg, Sterric, Jennifer Daniel, B. Carrot, Wide Vercnocke, Milan Hulsing, Tobi Dahmen, Jeroen Janssen & Arezoo Moradi, Guido van Driel. [PM]
Gymnasialkirche Meppen seit Ostern wieder geöffnet
Die Gymnasialkirche in Meppen ist seit Ostern wieder an den Sonn- und Feiertagen geöffnet und kann bis in den Oktober hinein von 15 bis 18 Uhr besucht werden.
Ehrenamtlich tätige Meppener Bürgerinnen und Bürger ermöglichen den Zutritt. Sie beaufsichtigen die Kirche, während Besucherinnen und Besucher das barocke Kleinod besichtigen oder es für eine Andacht aufsuchen. Sie ist auch u. a. am Freitag, 1. Mai, an Christi Himmelfahrt, 14. Mai, Pfingstmontag, 25. Mai, und dem Tag der deutschen Einheit, 3. Oktober. Der letzte Besuchstermin ist Sonntag, 4. Oktober geöffnet.
Die heutige Schulkirche des Windthorst-Gymnasiums steht im Eigentum des Landkreises Emsland. Sie ist ein Kleinod barocker Baukunst und wurde von 1743 bis 1746 im Auftrag von Clemens August, Landesherr, Erzbischof und Kurfürst von Köln, Fürstbischof von Münster, Osnabrück, Hildesheim und Paderborn, als Jesuitenkirche und Schulkirche des 1642 gegründeten Gymnasiums Meppen erbaut. Das denkmalgeschützte Bauwerk mit kostbarer Innenausstattung hat in den vergangenen Jahren jeden Sonntag im Schnitt 100 Besucher angelockt. [Landkreis Emsland]
Welt-Roma-Tag: Antiziganismus immer noch verbreitet
Aus Anlass des heutigen Welt-Roma-Tags beklagte der Antiziganismus-Beauftragte der Bundesregierung, Michael Brand, eine fortdauernde Feindseligkeit gegen Sinti und Roma in Deutschland. "Antiziganismus ist weiterhin ein drängendes Problem in unserer Gesellschaft", sagte Brand am Internationalen Tag der Roma.
Viele Sinti und Roma zeigten aus Angst vor Ablehnung ihre Identität nicht offen. "Das dürfen wir nicht gleichgültig hinnehmen", mahnte er. Der Begriff Antiziganismus beschreibt eine Abneigung oder Feindschaft gegenüber Sinti und Roma.
In Deutschland leben etwa 120.000 Sinti und Roma, davon 70.000 mit deutscher Staatsbürgerschaft. Zu den in Deutschland lebenden Roma und Sinti zählen die deutschen Sinti, die seit etwa 600 Jahren im deutschsprachigen Gebiet leben, sowie Roma, die bereits seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland leben. Die Vorfahren der Sinti wanderten vor etwa 1000 Jahren aus Indien nach Norden. Die Gesellschaft im Deutschland des späten Mittelalters war sehr statisch ständisch organisiert und nicht in der Lage, fremde Menschen zu integrieren. Sogar Menschen aus anderen Städten, Arme, aus dem Kriegsdienst entlassene Soldaten oder entwurzelte landlose Bauern wurden abgelehnt und mussten ein rechtloses Leben leben. Die Sinti teilten in Deutschland das rechtlose Leben mit den einheimischen Opfern der ständischen Ordnung, den so genannten Vagabunden und Kesselflickern.
Jeweils am 16. Mai wird der internationale Gedenktag an die Opfer des Holocaust an den Sinti und Roma Europas begangen.
Seit 1998 haben Sinti und Roma in Deutschland den Status einer nationalen Minderheit. Das heißt, dass sie juristisch besondere Schutzrechte genießen, und dass ihre Sprache und ihre Kultur besonders gefördert werden. Sinti und Roma gelten mit geschätzten 12 Millionen Menschen als die größte ethnische Minderheit Europas.
Eine Initiative der Bundesländer Schleswig-Holstein, Brandenburg und Sachsen den Schutz der vier nationalen Minderheiten (dänische Minderheit vorwiegend in Schleswig-Holstein, die friesische Volksgruppe in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, das sorbische Volk in Brandenburg und Sachsen und die deutschen Sinti und Roma im gesamten Bundesgebiet) durch die Aufnahme in das Grundgesetz zum Staatziel zu machen, wurde im Februar 2026 von der Bundesregierung abgelehnt. [jdm/Grafik Public Domain]
Erinnerung: Theater in Renkenberge am kommenden Wochenende
Am kommenden Freitag, Samstag und Sonntag finden die Theateraufführungen der Theatergruppe Renkenberge statt.
Es wird die Komödie in 3 Akten von Thomas Haug "Trubelei in der Bücherei" im Gemeindehaus in Renkenberge aufgeführt. Die drei Termine finden Sie im Flyer. [Annika Landskrone]
STARCHILD & MEGALIZZ – Metal Night am 18. April 2026 in Börger
Ein besonderer Abend für alle ‚Metalheads‘ kündigt sich an: Am Samstag, den 18. April 2026, bringt der Kulturverein Pro Börger e.V. mit den Bands STARCHILD und MEGALIZZ zwei absolute Power-Acts auf die Bühne des Gemeinde- und Kulturzentrums Börger.
Die Power Metal Band STARCHILD, 2014 von Sandro Giampietro gegründet, hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll Fahrt aufgenommen. Ihr drittes Album „Battle of Eternity“ wurde sowohl Fans als auch der Fachpresse gefeiert.
Außerhalb der Metal-Szene ist Giampietro insb. durch seine Zusammenarbeit mit Helge Schneider. Bereits 1995 wurde er von Schneider entdeckt und spielte zunächst bis 1997 sowie seit 2006 dauerhaft in dessen Band. Zudem hat er am Film „The Klimperclown“ (2025), anlässlich von Schneiders 70. Geburtstag, u. a. als Co Regisseur mitgewirkt. In Sögel und Umgebung hat er sich zudem als Teil der Gruppe „Allegro“ einen Namen gemacht.
Die Band MEGALIZZ steht für modernen Metal ohne stilistische Einschränkungen und wurde dafür in Fachmagazinen wie dem ‚Metal Hammer‘ oder ‚Rock Hard‘ gelobt. Live konnte sich MEGALIZZ bereits auf zahlreichen lokalen Festivals beweisen.
Der Vorverkauf ist bereits gestartet: Tickets für das Konzert am 18. April 2026 sind ab sofort erhältlich bei: Janinas Nahkauf, Börger; im Gemeindebüro Börger oder online unter www.pro-boerger.de. [Gemeinde Börger]
- 1
- 2
- 3
- …
- 12
- Next Posts








































