Nilgänse sorgen in Parks, Freibädern und auf landwirtschaftlichen Flächen für Konflikte
Nilgänse sorgen in Parks, Freibädern und auf landwirtschaftlichen Flächen für Konflikte

Die Nilgans Alopochen aegyptiaca breitet sich seit Jahren in Deutschland aus. Besonders häufig ist die invasive Wasservogelart in Parks, an Gewässern, in Freibädern und auf landwirtschaftlichen Flächen anzutreffen, so auch in unserer Region.

Welche ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen ihre Ausbreitung haben kann, haben Forschende des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums und der Goethe-Universität Frankfurt über vier Jahre untersucht. Die Analyse von 100 Nilgänsen aus der Wetterau zeigt eine opportunistische, überwiegend pflanzliche Ernährung und eine überraschend vielfältige Parasitenfauna. Sieben Parasitenarten wurden von dem Forschungsteam erstmals für Nilgänse in Europa nachgewiesen.

Die Studie zeigt, dass Nilgänse nicht nur in Parks und Freibädern für Konflikte sorgen, sondern auch landwirtschaftliche Flächen als Nahrungsquelle nutzen und dadurch wirtschaftliche Risiken entstehen können. Gleichzeitig tragen die invasiven Vögel verschiedene Parasiten in sich, die auch für Haus- und Zuchtgeflügel relevant sind.
Weitere Details enthält die Pressemitteilung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-de]