Vertrocknete Pflanzen, kleine Kolben, Pilzbefall – in Niedersachsen sorgt zu wenig Regen für eine schlechte Maisernte auf trockenen, sandigen Standorten. Insgesamt dürfte die Maisernte in diesem Jahr schlechter ausfallen als in den meisten Jahren zuvor. Auch in unserer Region sieht man zurzeit insbesondere an Feldrändern viele vertrocknete Maisstengel. „Die Maisbestände in Niedersachsen zeigen eine sehr unterschiedliche Entwicklung: Je nach Standort und Region findet man Maispflanzen mit Wuchshöhen zwischen knapp 1 m und bis zu 3 m.

Auch in Bezug auf die Kolbenausbildung ist die Bandbreite groß – von normal entwickelten Beständen bis hin zu stark unterentwickelten und kolbenlosen Pflanzen“, schreibt die Zeitschrift Land & Forst in ihrer Internetausgabe. Trotzdem bleibt Mais nach Ansicht von Experten in Niedersachsen die flächenstärkste Kultur auf den Feldern. In diesem Jahr ist die Maisanbaufläche sogar noch um vier Prozent gestiegen, genau auf rund 565.000 Hektar. Von der Gesamtfläche wird nur ein Bruchteil als Körnermais geerntet, aber das könnte sich in Zukunft ändern, denn in nächster Zeit läuft die Förderung vieler Biogasanlagen aus.

Bisher seien rund 60 Prozent der Ernte als Tierfutter und 40 Prozent als Energiequelle für die Biogasanlagen genutzt worden. Zukünftig werde es wohl weniger Mais geben und außerdem eine Verschiebung hin zu mehr Körnermais, hat der NDR von einem Experten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen erfahren. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum.de]