Bahnhof Dörpen Elterntaxi

Auch am Bahnhof Dörpen halten Familienangehörige gern direkt vor dem Zugang zum Gleis an der Bushaltestelle. Kommt dann ein Bus und möchte an die Haltestelle fahren, ist die Verärgerung bei der Busfahrerin oder dem Busfahrer in der Regel groß, und zwar auch, wenn hinter dem wartenden PKW noch scheinbar Platz genug für den Bus ist.
Die durch sogenannte Elterntaxis verursachten Verkehrsprobleme in der Nähe von Schulen werden oftmals in den Medien beschrieben. Als Gegenmaßnahmen wurden beispielsweise absolute Halteverbotszonen oder Sonderparkplätze zum Ein- und Aussteigen der Kinder eingerichtet.

Bahnhof Dörpen

Was die haltenden PKW-Fahrer vielleicht nicht wissen: Genau an der Bushaltestelle wurde ein sogenannter Busbord als Pflasterung installiert, dessen Höhe der Einstiegshöhe der dort haltenden Niederflurbusse entspricht. So können Kinderwagen oder Rollatoren einfach in den Bus geschoben werden. Weiter entfernt von der Bushaltestelle ist dies dagegen nicht möglich. Für das Ein- und Austeigen von Bahnreisenden aus Personenfahrzeugen ist dagegen die Kurzhaltezone „Kiss and Ride“, kurz K+R, gedacht. Hier können Bahnreisende in Ruhe vor der Abreise aus dem PKW aussteigen oder bei Ankunft in Dörpen in Straßenfahrzeuge einsteigen, egal, ob mit oder ohne Küsschen.

Ganz glücklich ist die aus den USA übernommene Bezeichnung allerdings nicht gewählt, denn – so war vor Ort zu hören – nicht jeder Autofahrer versteht den Sinn des Hinweisschildes. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]