Die Unglücksfahrt der Transrapid 08 am 22.09.2006 bedeutete den Anfang vom Ende dieser Technik in Deutschland, obwohl das Folgefahrzeug TR09 noch bis 2011 auf der Strecke erprobt wurde. 23 Menschen starben und 11 Personen wurden teils schwer verletzt. Viele Emsländer wissen noch genau, was sie an diesem Tag getan haben; Geschichten von Menschen, die eigentlich eine Fahrt gebucht hatten, aber aus verschiedenen Gründen doch nicht mitfahren konnten und dem Unglück entgingen, hat man oft gehört. Bis heute existiert die provisorische Erinnerungsstätte am Unglücksort trotz des offiziellen Denkmals beim Transrapidbahnhof.

Die Technik selbst erscheint – wie bei den E-Autos – eigentlich verblüffend einfach. Die Gebundenheit an die Hochtrasse ließ die Wahrscheinlichkeit von Unfällen sehr gering erscheinen. Aber diese Versuchs-Trasse hatte noch nicht die Sicherheitseinrichtungen, die im Realverkehr notwendig gewesen wären, und menschliche Fehler passieren immer.

Es gab als Argument gegen eine Transrapid in Deutschland immer das Erfordernis, das ein vollkommen neues Trassennetz aufzubauen gewesen wäre. Es gebe keine Kompatibilität mit vorhandenen Verkehrsträgern. Dieser Grund wurde auch vom Petitionsausschuss des Bundestages angegeben für die Ablehnung einer erneuten Überprüfung des Transrapids in Deutschland. Das Gegenargument lautete, dass man für das Schnellbahnsystem ICE ebenfalls eigene Strecken braucht. Der fast offene Kollaps des deutschen Bahn-Güterverkehrs ist ja eine Folge davon, dass alle Bahnnutzer dieselben Strecken benutzen. [jdm]