Schulausschuss
Vor der Sitzung ließ der Ausschuss sich die Schule von Schulleiterin Ellen Wilkens zeigen

Der Ausschuss für Schulen und Soziales des Samtgemeinderates hatte heute seine Sitzung in der Grundschule Wippingen. Dies war für einige Wippinger der Anlass, die öffentliche Sitzung zu besuchen und sich für die Belange der Grundschule stark zu machen. Besucher sieht man bei den Ausschussitzungen sonst eher selten.

Aber schon bei der Einwohnerfragestunde zu Beginn der Sitzung wiesen Silvia Klaas und Birgit Kuper-Gerdes darauf hin, dass die Räumlichkeiten in mehrerer Hinsicht Mängel aufwiesen und nach ihrer Ansicht Handlungsbedarf besteht. Beim vorhergehenden Rundgang durch die Schule hatten sich die Ausschussmitglieder einen Eindruck von den wenig einladenden Verwaltungsräumen im Obergeschoss und von Schimmelbildung beim Seiteneingang verschaffen können. Dass das Gebäude schon etwas älter ist, war im Obergeschoss allein schon mit der Nase wahrnehmbar.

Katrin Telenga, als Elternsprecherin Mitglied des Ausschusses, formulierte einen Antrag, der die Verwaltung auffordert, eine Überprüfung und umfassende Bestandsaufnahme der räumlichen Situation in der Grundschule Wippingen vorzunehmen, um räumliche Probleme und Engpässe zu identifizieren. Dabei solle man sich nicht auf die aktuelle Situation beschränken, sondern prüfen, ob die vorhandenen Räumlichkeiten den heutigen und auch den künftigen zu erwartenden Anforderungen an eine zeitgemäße Grundschule noch gerecht werden. Es sei zu klären, welche zusätzlichen Räume bzw. Flächen für Unterricht, Betreuung, Ganztagsangebote, Besprechungen und sonstige schulische Angebote benötigt werden. Wie werden die Räumlichkeiten derzeit genutzt? Hier gebe es Vieles, was eher behelfsmäßig gehandhabt werde. Es müsse eine tragfähige und zukunftsorientierte Lösung für die räumliche Situation der Grundschule entwickelt werden, anstatt lediglich auf einzelne akute Probleme zu reagieren.

Wippingens Bürgermeister Martin Hempen – ebenfalls Mitglied des Ausschusses – wies darauf hin, dass der Samtgemeinderat sich schon früher mit dem Brandschutz im Dachgeschoss und dem fehlenden Notausgang beschäftigt habe, aber keine Konsequenzen erfolgt sind.

Schulleiterin Ellen Wilkens konkretisierte nach der Sitzung, dass es die räumlichen Gegebenheiten im Moment schwer machten, Gruppenarbeit und Einzelarbeit zu organisieren. Telenga beschrieb, dass die mangelhafte Lüftung der Klassenräume es notwendig mache, die Fenster während des Unterrichts zu öffnen, was dann den Lärm der spielenden Kindergartenkinder direkt in den Klassenraum trage. Der muffige Geruch im Obergeschoss lasse einen fragen, was sich wohl alles hinter den Tapeten und Vertäfelungen befinde.

Der Ausschuss hat den Antrag angenommen und wird ihn auf einer der nächsten Sitzungen behandeln. Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken erklärte, der Antrag müsse jetzt in Ruhe sauber abgearbeitet werden. [jdm]