Betonfundament im Heeder Moor – Rückbau ungewiss
Betonfundament im Heeder Moor – Rückbau ungewiss

Vor dreizehn Jahren, also im Jahr 2013 ließ die Gemeinde Heede einen von Holzpilzen geschädigten, hölzernen Aussichtsturm im Neuheeder Moor abbauen. Die vier Stützen des Turms wurden oberhalb der stählernen Fundamentanschlüsse abgesägt, und das Fundament mit der Bodenplatte und die eingelassenen Anschlussanker blieben im Boden. Die Fläche befindet sich im Eigentum des Landes Niedersachsen, wo die Zuständigkeit in das Umweltministerium fällt. Hier ist die nachgeschaltete Behörde „Staatlichen Moorverwaltung“ für die Verwaltung der Moorflächen zuständig. Diese befasste sich aber lange nicht mit dem Rückbau des Fundaments, obwohl in einem Gestattungsvertrag auch der Rückbau geregelt ist.

Bereits im April 2025 hatten wir uns beim Niedersächsischen Umweltministerium nach den Plänen der Landesregierung bezüglich des Rückbaus des Fundaments erkundigt. Die Staatliche Moorverwaltung habe die Gemeinde Heede aufgefordert, im Hinblick auf die noch bestehenden, vorhandenen baulichen Einrichtungen (Punktfundamente aus Beton) im Heeder Moor einen ordnungsgemäßen Zustand herzustellen, wurde uns damals mitgeteilt.

Eineinhalb Jahre später befindet sich das Fundament noch immer im Moorboden. Der Gemeinde ist es zwischenzeitlich gelungen, mit der Ankündigung eines Neubaus auf dem vorhandenen Fundament die Rückbauverpflichtung außer Kraft zu setzen. Allerdings stellt die Gemeinde einen Neubau nur unter der Voraussetzung in Aussicht, dass hierfür Fördergelder eingeworben werden können.

Obwohl die Entscheidung über einen Neubau des Turms noch nicht gefallen ist, wurde bereits ein neuer Gestattungsvertrag entworfen, der auch den Rückbau aller eingebrachten Anlagen regeln soll, falls bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mit den Arbeiten zum Ersatzneubau begonnen wird. Den „bestimmten Zeitpunkt“ teilte uns die Moorverwaltung allerdings nicht mit.

Somit bleibt der Vorgang in der Schwebe, und dieser Zustand kann sich hinziehen, wie der bisherige Verlauf dieser Angelegenheit zeigt. Ein wichtiger Termin könnte die Landtagswahl im September 2027 sein. Dann könnten sich die Zuständigkeiten im Umweltministerium ändern und es könnte anschließend eine Neubewertung der Lage erfolgen, falls das Ministerium danach einer anderen Partei übertragen wird. Damit würden sich die Chancen für einen großzügigen Verzicht des Landes auf den Rückbau des Fundaments erhöhen. Ein Jahr ist keine Ewigkeit, und mit einer geschickten Verzögerungstaktik lässt sich diese Zeit sicherlich überbrücken. Immerhin hat man in Heede bereits 13 Jahre ohne Fundamentrückbau überstanden. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]