Neben führenden WissenschaftlerInnen haben sich auch der UN-Generalsekretär Antonio Guterres und der Papst Leo XIV für ein Verbot autonomer Waffensysteme ausgesprochen und vor den Gefahren militarisierter KI gewarnt.

Die Bundeswehr wird Kamikazedrohnen anschaffen. Sie hat für die ersten paar tausend Stück 300 Mio. € gezahlt und Rahmenverträge für 7 Mrd. € abgeschlossen. Diese Drohnen können ca. 100 km fliegen und können ihre Aufgabe auch erfüllen, wenn die Funkverbindung abgebrochen ist. Sie identifizieren autonom das Ziel und können es ohne menschliche Kontrolle angreifen.

Ursula von der Leyen hat den Aufbau eines „Drohnenwalls“ verkündet. Ursprünglich wurde darunter ein System von zehntausenden Aufklärungs- und Kamikazedrohnen verstanden. Mittlerweile sollen sie eher Drohnen abwehren. Auf jeden Fall kommen sie ohne menschliche Kontrolle zum Einsatz. Der umgangssprachliche Begriff „Killerroboter“ trifft durchaus zu.

KI-Waffensysteme können nicht nur ohne den Menschen funktionieren, sie bieten den sie derzeit noch kontrollierenden Menschen „Entscheidungsunterstützung“ an.  So ist in den installierten Wärmebildkameras KI installiert, die Personen markiert und die Wahrscheinlichkeit angibt, ob die markierte Person eine Bedrohung darstellt. In Gaza berichteten israelische Soldaten, dass die menschliche Kontrolle unter diesen Gegebenheiten nur eine Formalität darstellt. Praktisch werden die Kontrolleure nur die vorgeschlagene Aktion bestätigen.

Die Informationsstelle Militarisierung e. V. hat ein Factsheet über „Potentiell autonome Waffensysteme“ herausgegeben. Der Titel ergibt sich aus dem Vorschlag der Informationsstelle Militarisierung, den Begriff Lethal Autonomous Weapon Systems (LAWS), also Tödliche autonome Waffensysteme, nicht zu verwenden. Denn bei Vielem, was derzeit von der NATO angeschafft wird, ist nicht bekannt, ob sie tatsächlich autonom betrieben werden, bzw. welche Regeln aktuell gelten. Aber diese Waffensysteme haben auf jeden Fall die Fähigkeiten, autonom zu handeln und zu töten. [jdm]