Die erste Bundesrunde für die bundesweit 585.000 Beschäftigten in der Chemie- und Pharmaindustrie ist heute Mittag (4. Februar) in Hannover ohne Ergebnis vertagt worden. Ein konkretes Angebot legten die Arbeitgeber während der zweitägigen Gespräche nicht vor. Von einem Abschluss seien beide Seiten noch weit entfernt, stellte Oliver Heinrich, der Verhandlungsführer der Chemiegewerkschaft IGBCE, fest.

Neben einer Stärkung der Kaufkraft fordert die IGBCE in der aktuellen Tarifrunde tarifvertragliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung. Am Ende der Verhandlungen müsse ein Gesamtpaket stehen, das auf die Zukunft der Branche einzahle und allen gerecht werde, so Heinrich. Denn auch wenn Teile der Branche unter Druck stünden, sei die Lage sehr gemischt. In vielen Betrieben, etwa im Pharma-Bereich, laufe es sehr gut.

Am 23. und 24. Februar setzen IGBCE und Arbeitgeber ihre Gespräche in Wiesbaden fort. Der aktuelle Tarifvertrag läuft Ende Februar aus. [PM]