Vor 390 Jahren starb Dodo von Innhausen zu Knyphausen in der Schlacht von Haselünne
Am 11. Januar 1636 starb Dodo Freiherr von Innhausen und zu Knyphausen in der Schlacht von Haselünne. Dodo war ein gewerbsmäßiger Söldnerführer-Kriegsunternehmer, der auf Seiten der protestantischen Konfliktpartei im Dreißigjährigen Krieg kämpfte.
Meppen war 1622 zunächst von protestantischen Truppen von Ernst Graf von Mansfeld auf Kosten der Meppener Bürger als Festungsstadt verstärkt worden. Um die Meppener zur Zahlung zu zwingen wurden 8 Bürger als Geiseln nach Greetsiel verschleppt. Die Truppen verließen allerdings 1623 die Stadt, die somit keine Brandschatzung erlebt hatte, aber durch die Besatzung verarmt war. Danach wurden katholische kaiserliche Truppen in Meppen einquartiert, so dass die Ausplünderung der Stadt zu keinem Ende kam.
Auf Veranlassung des katholischen kaiserlichen Feldherrn Johann Graf von Tilly wurden 1628 weitere Arbeiten an der Meppener Festung vorgenommen.
Dennoch konnte Dodo Freiherr von Innhausen und zu Knyphausen 1633 als schwedischer Generalfeldmarschall Quakenbrück, Fürstenau, Haselünne und Meppen erobern. Als Belohnung erhielt er das Amt Meppen als erbliches Lehen.
Auch Knyphausen arbeitet weiter an der Festung Meppen. Er holte sich das Geld dafür nicht allein von den Meppenern, sondern aus dem gesamten Emsland. Nachdem 1635 kaiserliche Truppen Teile des Emslandes besetzen konnten, zog Dodo mit seinen Truppen Richtung Haselünne, um den Kaiserlichen einen Hinterhalt zu legen. Noch während der Aufstellung in Schlachtordnung traf eine feindliche Kugel den Feldmarschall von hinten in den Kopf.
Die Schlacht von Haselünne, in der 1000 kaiserliche Soldaten starben, wurde dennoch von seinen Truppen gewonnen. Dodos Ehefrau Anna von Schade und die Familie erbten die Herrschaft im Emsland und verkauften sie an die (protestantischen) Generalstaaten.
Dodos Leiche wurde einbalsamiert und am 4. März 1636 auf einem Schiff nach Emden überführt. Am 3. Mai 1636 wurde er in der Jennelter Kirche beigesetzt, wo der kupferne Prunksarg noch heute zu besichtigen ist. [jdm/ Foto von Matthäus Merian Gemeinfrei]
