{"id":7637,"date":"2021-12-21T21:42:47","date_gmt":"2021-12-21T20:42:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/?p=7637"},"modified":"2021-12-22T20:29:37","modified_gmt":"2021-12-22T19:29:37","slug":"grosser-esch-oder-stratener-esch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/2021\/12\/grosser-esch-oder-stratener-esch\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfer Esch oder Stratener Esch"},"content":{"rendered":"\n<p>Wenn man von Kluse kommend den Heyenhorst (K113) Richtung Neub\u00f6rger bef\u00e4hrt, ist linkerhand deutlich zu sehen, dass die \u00c4cker etwa 1 Meter h\u00f6her als das Stra\u00dfenniveau sind. Es handelt sich hier um den \u201eGro\u00dfen Esch\u201c oder auch \u201eStratener Esch\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor 14.000 Jahren nach der letzten Eiszeit waren dort Sandd\u00fcnen aufgeweht worden, so dass hier eine hochgelegene trockene steinfreie Fl\u00e4che entstand. Als vor etwa 1000 Jahren die beiden H\u00f6fe Hayen (heute Abeln) und Robben (heute Gerdes und Schmitz) entstanden, legten sie ihre ersten \u00c4cker auf der trockenen Hochfl\u00e4che an. Die \u00c4cker wurden mit Plaggen, die in der Mark gestochen wurden, und mit Mist ged\u00fcngt. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.heuerleute.de\/der-ewige-roggenanbau\/\" target=\"_blank\">Angebaut wurde (Winter-)Roggen<\/a>, der auch auf leichten oder sandigen Standorten vergleichsweise gute Ertr\u00e4ge brachte. Die langen Halme sorgten f\u00fcr gute Strohertr\u00e4ge. Durch die Ausbringung der Plaggen erh\u00f6hte sich im Laufe der Zeit der Acker. Den Bodentyp &#8222;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Plaggenesch\" target=\"_blank\">Plaggeneschboden<\/a>&#8220; gibt es nur in Norddeutschland. Er wurde 2013 zum &#8222;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Boden_des_Jahres\" target=\"_blank\">Boden des Jahres<\/a>&#8220; in Deutschland, der Schweiz ud \u00d6sterreich ausgerufen. Damit sollte die Schutzw\u00fcrdigkeit und -bed\u00fcrftigkeit der Bodenform vermittelt werden. In der Tat ist diese Bodenform durch die sich ausbreitenden Wohngebiete stark gef\u00e4hrdet, zumal sich die Eschs meist unmittelbar an die alte Kernbebauung der Orte anschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bernhard Loxen beschreibt den Boden des Gro\u00dfen Eschs in seinem Werk \u00fcber den Heyenhorst so: \u201eBis zu 60 cm Tiefe ist er tiefschwarz, durchwurzelt, nicht ausgewachsen. Es folgen 30 cm graubrauner Boden mit leichtem Humusanteil. Er bildet die fr\u00fche Zone der Bearbeitung. Bei 90 cm beginnt der gelbe Sand, auf dem vor einem Jahrtausend der Acker aufgelegt wurde.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden genannten H\u00f6fe Hayen und Robben sind auch die beiden ersten H\u00f6fe, die sich in\u00a0 Steinbilder Wippingen (West-Wippingen) ansiedelten. Der Hof Nicker (heute Gerdes \/<em>Kossen<\/em>) auf dem Schoolbrink entstand etwas sp\u00e4ter. Dass sie vor etwa 1000 Jahren entstanden sind, folgert Loxen aus der H\u00f6he des Eschbodens. Urkundlich erw\u00e4hnt werden die H\u00f6fe erstmals 1545, also vor 476 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/kluser-strasse-1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/kluser-strasse-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2791\" width=\"161\" height=\"98\" srcset=\"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/kluser-strasse-1.jpg 642w, https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/kluser-strasse-1-300x182.jpg 300w, https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/kluser-strasse-1-150x91.jpg 150w, https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/kluser-strasse-1-400x243.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 161px) 100vw, 161px\" \/><\/a><figcaption>Kopfsteinpflaster der Kluser Stra\u00dfe<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Der Weg zwischen Hackmann und Kaiser wurde Ende des 19. Jahrhunderts ausgebaut und war damit die einzige mit Kopfsteinpflaster ausgebaute Stra\u00dfe in Wippingen. Dieser Besonderheit hat der Ortsteil seinen Namen \u201eStroate\u201c bzw. \u201eStra\u00dfe\u201c zu verdanken. Was uns heute als ein etwas einfallsloser Name erscheint, war damals eine Hervorhebung des Fortschritts auf diesen 800 Metern. Erst seit 1938\/39 wurde auch vom Heyenhorst gesprochen. [<em>jdm\/Quelle Bernhard Loxen, Heyenhorst<\/em>]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man von Kluse kommend den Heyenhorst (K113) Richtung Neub\u00f6rger bef\u00e4hrt, ist linkerhand deutlich zu sehen, dass die \u00c4cker etwa 1 Meter h\u00f6her als das Stra\u00dfenniveau sind. Es handelt sich hier um den \u201eGro\u00dfen Esch\u201c oder auch \u201eStratener Esch\u201c. 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