{"id":2695,"date":"2020-01-24T23:39:20","date_gmt":"2020-01-24T22:39:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/?p=2695"},"modified":"2020-01-24T23:39:21","modified_gmt":"2020-01-24T22:39:21","slug":"partnerschaft-deutschland-berater-der-oeffentlichen-hand-gmbh-schliessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/2020\/01\/partnerschaft-deutschland-berater-der-oeffentlichen-hand-gmbh-schliessen\/","title":{"rendered":"\u201ePartnerschaft Deutschland \u2013 Berater der \u00f6ffentlichen Hand GmbH\u201c schlie\u00dfen!"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/gib-aufruf-oepp-beratung-abschaffen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/oepp-beratung.jpg\" alt=\"Zur Homepage von gemeingut in B\u00fcrgerInnenhand\" class=\"wp-image-2696\" width=\"210\" height=\"170\" srcset=\"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/oepp-beratung.jpg 839w, https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/oepp-beratung-300x242.jpg 300w, https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/oepp-beratung-768x621.jpg 768w, https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/oepp-beratung-150x121.jpg 150w, https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/oepp-beratung-400x323.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Kennen Sie die \u201ePartnerschaft Deutschland \u2013 Berater der \u00f6ffentlichen Hand GmbH\u201c? Dieses Unternehmen ist nicht wie andere. Schon die prominente Gr\u00fcndungsgeschichte l\u00e4sst aufhorchen: Banker und Anlagespezialisten der Initiative \u201eFinanzstandort Deutschland\u201c veranlassten 2008 den Unternehmensstart. Damals hie\u00df die Firma noch \u201e\u00d6PP AG \u2013 Partnerschaft Deutschland\u201c und war eine Aktiengesellschaft. Vierzig Prozent der Anteile wurden von der Bauindustrie gehalten, der Rest von Bund und L\u00e4ndern. Erkl\u00e4rtes Ziel war es, \u00f6ffentlich-private Partnerschaften (\u00d6PPs) zu f\u00f6rdern. Dazu beriet das Unternehmen Bund, L\u00e4nder und Kommunen, wobei die Beratung \u00d6PP als L\u00f6sung empfahl. <!--more--><\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6PPs werden seit 20 Jahren eingesetzt, wenn aus Daseinsvorsorge ein Geldanlageprodukt werden soll. Allerdings hat sich zuletzt herumgesprochen, dass sich die \u00f6ffentliche Hand dabei auf ein kostspieliges Abenteuer einl\u00e4sst, bei dem oft die Leistungen schlecht sind \u2013 und manchmal sogar \u00fcberhaupt nicht erbracht werden. Im Zuge des Imageverlustes von \u00d6PP geriet auch die \u00d6PP AG in die Kritik. Es fiel auf, dass hier eine halbstaatliche Firma Lobbyarbeit zugunsten privater Akteure und zu Lasten des Staates und der Kommunen betrieb. Statt jedoch die Firma aufzul\u00f6sen, wurde die \u00d6PP AG auf Empfehlung der sogenannten Fratzscher Kommission umgebaut. Die Privatanteile wurden abgesto\u00dfen, aus der AG wurde eine GmbH \u2013 fertig war der neue Schafspelz!<\/p>\n\n\n\n<p>Seither ber\u00e4t die Partnerschaft Deutschland GmbH vor allem Kommunen \u2013 und r\u00e4t wie zuvor zu \u00d6PP. Aber das ist noch nicht alles. Die neue Rechtsform erm\u00f6glicht einen Trick, um Kommunen auf den \u00d6PP-Pfad zu locken: F\u00fcr wenig Geld k\u00f6nnen Kommunen Anteile der GmbH kaufen. Die Stadtverordnetenversammlung von Frankfurt am Main beschloss am 12. Dezember 2019, Anteile f\u00fcr insgesamt 2.500 Euro (25 Anteile \u00e0 100 Euro) zu kaufen. Als Anteilseigner kann nun Frankfurt ohne Ausschreibung auf die Beratungsleistungen zugreifen, \u201ezu markt\u00fcblichen Preisen\u201c, wie es hei\u00dft. Dabei hofft man auf einen \u201ezeitlichen Vorteil von bis zu einem Jahr\u201c sowie auf Geld vom Bund: \u201ePartnerschaft Deutschland wird vom Bund finanziell gef\u00f6rdert. Es ist auf Antrag m\u00f6glich, die \u00dcbernahme eines Teils der Beratungskosten durch den Bund pr\u00fcfen zu lassen.\u201c Die Kehrseite ist, dass die Stadt sich potentiell von der Beratervielfalt verabschiedet und sich ausgerechnet bei jener Beraterfirma einkauft, die gern \u00d6PP empfiehlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gro\u00dfteil der \u00f6ffentlichen Daseinsvorsorge wird von den Kommunen erbracht. Trinkwasser, Abwasser, \u00d6PNV, Schulen, M\u00fcllabfuhr und vieles mehr \u2013 \u00fcber 80 Prozent aller Daseinsvorsorgeleistungen sind kommunal. Das Geld daf\u00fcr stammt aus den kommunalen Haushalten, in der Summe jedes Jahr viele Milliarden Euro. Die D\u00f6rfer oder Landkreise m\u00f6gen klein sein, aus Anlegersicht flie\u00dft aber in den Kommunen das gro\u00dfe Geld. Die Partnerschaft Deutschland \u2013 Berater der \u00f6ffentlichen Hand GmbH sorgt daf\u00fcr, dass dieses Geld bei privaten Anlegern landet. Die Organisation &#8222;Gemeingut in B\u00fcrgerInnenhand&#8220; findet: Es ist Zeit, diesem Treiben einen Riegel vorzuschieben. Und fordert die Bundesregierung auf, die Partnerschaft Deutschland \u2013 Berater der \u00f6ffentlichen Hand GmbH sofort und ersatzlos zu schlie\u00dfen. <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Hier k\u00f6nnen Sie unterschreiben! (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/civi-public\/?page=CiviCRM&amp;q=civicrm%2Fpetition%2Fsign&amp;sid=26&amp;reset=1\" target=\"_blank\">Hier k\u00f6nnen Sie unterschreiben!<\/a> [<em>jdm\/ Gemeingut in B\u00fcrgerInnenhand<\/em>]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kennen Sie die \u201ePartnerschaft Deutschland \u2013 Berater der \u00f6ffentlichen Hand GmbH\u201c? Dieses Unternehmen ist nicht wie andere. 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