{"id":21858,"date":"2025-08-05T21:07:29","date_gmt":"2025-08-05T19:07:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/?p=21858"},"modified":"2025-08-06T21:44:40","modified_gmt":"2025-08-06T19:44:40","slug":"aktualisiertes-wohnraumversorgungskonzept-sozialverband-emsland-fordert-konsequenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/2025\/08\/aktualisiertes-wohnraumversorgungskonzept-sozialverband-emsland-fordert-konsequenzen\/","title":{"rendered":"Aktualisiertes Wohnraumversorgungskonzept: Sozialverband Emsland fordert Konsequenzen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignright size-medium is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.emsland.de\/pdf_files\/infrastruktur\/inwis-fortschreibung-wohnraumversorgungskonzept-lk-emsland-e_7738_1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Cover-Wohnraumversorgungskonzept-212x300.jpg\" alt=\"Wohnraumversorgungskonzept 2025\" class=\"wp-image-21863\" width=\"106\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Cover-Wohnraumversorgungskonzept-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Cover-Wohnraumversorgungskonzept-724x1024.jpg 724w, https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Cover-Wohnraumversorgungskonzept-768x1086.jpg 768w, https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Cover-Wohnraumversorgungskonzept-1086x1536.jpg 1086w, https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Cover-Wohnraumversorgungskonzept-106x150.jpg 106w, https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Cover-Wohnraumversorgungskonzept-400x566.jpg 400w, https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Cover-Wohnraumversorgungskonzept.jpg 1240w\" sizes=\"(max-width: 106px) 100vw, 106px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Der Landkreis Emsland hat das <a href=\"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/2021\/12\/landkreis-erstellt-wohnraum-versorgungskonzept-fuer-kommunen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wohnraumversorgungskonzept aus dem Jahr 2021<\/a> f\u00fcr 14 Kommunen im Kreisgebiet aktualisiert. Dies sind alle Kommunen mit Ausnahme der St\u00e4dte Lingen (Ems), Meppen, Papenburg und Haren (Ems) sowie der Samtgemeinde Spelle, die ein eigenes Konzept haben. \u201eUnsere Zielsetzung war es, nach weiteren vier Jahren neue Entwicklungen und die zentralen Rahmenbedingungen, die sich daraus f\u00fcr den Wohnungsmarkt ergeben, zu beleuchten und die wesentlichen Handlungsbedarfe daraus abzuleiten\u201c, erl\u00e4utert Landrat Marc-Andr\u00e9 Burgdorf die Motivation f\u00fcr die Fortschreibung des Konzepts.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Landkreis hatte das erste Wohnraumversorgungskonzept f\u00fcr die St\u00e4dte, Einheits- und Samtgemeinden des Emslandes erstellen lassen, die nicht \u00fcber ein solches verf\u00fcgten. Damit wurde einer gesetzlichen Pflicht Gen\u00fcge getan. Aber aus diesem Konzept ist kaum eine Konsequenz im Emsland zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer <a href=\"https:\/\/www.sovd-emsland.de\/aktuelles\/sovd-kritisiert-sozialer-wohnungsbau-wurde-im-emsland-zu-lange-vernachlaessigt#c1084094\">Stellungnahme de<\/a><a href=\"https:\/\/www.sovd-emsland.de\/aktuelles\/sovd-kritisiert-sozialer-wohnungsbau-wurde-im-emsland-zu-lange-vernachlaessigt#c1084094\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">s<\/a><a href=\"https:\/\/www.sovd-emsland.de\/aktuelles\/sovd-kritisiert-sozialer-wohnungsbau-wurde-im-emsland-zu-lange-vernachlaessigt#c1084094\"> Sozialverbands Emsland <\/a>wird darauf hingewiesen, dass das Emsland im <a href=\"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/2024\/10\/emsland-ende-januar-2-500-wohnungslose-menschen-untergebracht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jahr 2024 niedersachsenweit den dritten Platz <\/a>bei der Anzahl wohnungsloser Menschen belegte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.emsland.de\/pdf_files\/infrastruktur\/inwis-fortschreibung-wohnraumversorgungskonzept-lk-emsland-e_7738_1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">aktualisierte Konzept <\/a>zeigt, dass insgesamt ein Wohnraumbedarf da ist, der nicht gedeckt ist. Es werden Mietwohnungen in Mehrfamilienh\u00e4usern gebraucht. Zus\u00e4tzlich besteht ein gro\u00dfer Bedarf an Wohnungen f\u00fcr Menschen mit sehr wenig Einkommen. In der Samtgemeinde D\u00f6rpen betr\u00e4gt der Anteil einkommenschwacher Haushalte 14,9 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig stellt das Konzept fest, dass es immer weniger Sozialwohnungen gibt und dieser Wert auch noch weiter sinkt, weil laufend Wohnungen aus der Sozialbindung fallen. F\u00fcr gef\u00f6rderte Sozialwohnungen m\u00fcssen nur f\u00fcr einen bestimmten Zeitraum Regeln zur Mieth\u00f6he eingehalten werden. Ist dieser Zeitraum vorbei, entf\u00e4llt die Sozialbindung und es k\u00f6nnen markt\u00fcbliche Mieten verlangt werden. In der Samtgemeinde D\u00f6rpen gibt es seit 2023 keine einzige Sozialwohnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Emsland vertrauen die Kommunen fast ausschlie\u00dflich auf den Neubau von Eigenheimen, den sie mit verschiedenen Methoden f\u00f6rdern. Au\u00dferdem gibt es privaten Mietwohnungsbau.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Entwicklungen k\u00f6nnen aber nicht bewirken, dass die Mieten f\u00fcr die Wohnungen erschwinglich bleiben. Die von der \u00f6ffentlichen Hand \u00fcbernommenen Mietkosten f\u00fcr Grundsicherungsempf\u00e4nger und B\u00fcrgergeldempf\u00e4nger werden von den Vermietern als Untergrenze f\u00fcr die Mieth\u00f6he betrachtet. Alle anderen Wohnungen sind entsprechend teurer.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem kann nach Ansicht des Sozialverbands vor allem durch die Gr\u00fcndung kommunaler Wohnungsbaugenossenschaften entgegen gewirkt werden. In Rhede seien hierf\u00fcr mit einer B\u00fcrgergenossenschaft bereits erste Voraussetzungen geschaffen worden. \u201eIn anderen Kommunen wurde das zwar diskutiert, politisch aber oft nicht gewollt\u201c, bedauert die SoVD-Kreisvorsitzende K\u00f6tter. Eine Wohnungsbaugesellschaft auf Kreisebene k\u00f6nnte zudem gerade den finanzschw\u00e4cheren Gemeinden helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Konzept wird dies auch vorgeschlagen: \u201eDer Kreis der im gef\u00f6rderten Wohnungsbau t\u00e4tigen Gesellschaften sollte sich durch die Gr\u00fcndung neuer und die Erweiterung bestehender Wohnungsunternehmen vergr\u00f6\u00dfern, damit der Mangel an Investoren im gef\u00f6rderten Wohnungsbau abgebaut werden kann.&nbsp; Sollten keine der genannten Empfehlungen umsetzbar sein, w\u00e4re die Gr\u00fcndung einer kommunalen Entwicklungs- bzw. Wohnungsbaugesellschaft zu pr\u00fcfen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6ffentliche Wohnungsbaugesellschaften und auch gemeinn\u00fctzige Wohnungsbaugesellschaften unterliegen nicht dem Renditezwang. Sie k\u00f6nnten die Mieten auf Dauer g\u00fcnstig halten, weil die Mieten nur die Kosten decken m\u00fcssten und keine Profite bringen m\u00fcssten.<\/p>\n\n\n\n<p>Solche Gesellschaften bestimmten bis in die 1990er Jahre den Mietwohnungsmarkt. Erst die <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/fileadmin\/rls_uploads\/pdfs\/Studien\/Studien_5-17_Neue_Wohnungsgemeinnuetzigkeit.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Abschaffung der Steuerprivilegien f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Wohnungsunternehmen 1990<\/a> durch die Regierung Helmut Kohl hat den sozialen Wohnungsbau zerst\u00f6rt. Das, was sich seitdem \u201eSozialer Wohnungsbau\u201c nennt, ist nur eine Subventionierung der Wohnungsbaukonzerne. Auch die Zahlung des Wohngelds ist letztlich nur als Subventionierung der Vermieter zu betrachten, da das Wohngeld nicht den formalen Empf\u00e4ngern zugute kommt. Denn diese reichen das Geld an die Vermieter weiter, um die Miete \u00fcberhaupt zahlen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Investition f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Wohnungsbau bedeutet nicht nur die Entsch\u00e4rfung eines sozialen Problems. Sie w\u00fcrde sich f\u00fcr die Kommunen und den Bund auch finanziell rechnen, weil ein Angebot von g\u00fcnstigen Wohnungen die Mietpreise insgesamt senken w\u00fcrden. Die Wohnungskosten f\u00fcr Grundsicherungs- und B\u00fcrgergeldempf\u00e4nger w\u00fcrden damit sinken. Und auch die Wohngeldzahlungen w\u00fcrden sinken. Und \u00fcber die folgende Senkung des allgemeinen Mietniveaus k\u00e4me diese Investition allen Mietern zugute. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch der <a href=\"https:\/\/mieterbund.de\/app\/uploads\/2025\/01\/DMB-Forderungen-zur-BT_Wahl_2025.pdf\">Deutsche Mieterbund stellte in seinen Forderungen <\/a>zur letzten Bundestagswahl fest: &#8222;Bezahlbare Mietwohnungen werden in erster Linie von kommunalen Unternehmen, Genossenschaften oder anderen<br>gemeinwohlorientierten Akteuren, z. B. kirchlichen Organisationen, gebaut. Als m\u00f6gliche Tr\u00e4ger einer neuen Gemeinn\u00fctzigkeit sind sie alle durch gezielte Steuerbefreiungen, verg\u00fcnstigte Bereitstellung \u00f6ffentlicher Grundst\u00fccke f\u00fcr Wohnungsbauvorhaben und Investitionszulagen zu f\u00f6rdern. Der Bestand an \u00f6ffentlichen Wohnungen, das hei\u00dft Wohnungen im Eigentum von Bund, L\u00e4ndern und Kommunen, muss deutlich erh\u00f6ht werden, um im Mietwohnungsmarkt ein dauerhaft preisgebundenes und bezahlbares Segment zu etablieren.&#8220; [<em>jdm<\/em>]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Landkreis Emsland hat das Wohnraumversorgungskonzept aus dem Jahr 2021 f\u00fcr 14 Kommunen im Kreisgebiet aktualisiert. 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