{"id":16736,"date":"2024-05-18T15:27:24","date_gmt":"2024-05-18T13:27:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/?p=16736"},"modified":"2024-05-18T15:27:26","modified_gmt":"2024-05-18T13:27:26","slug":"ifo-chef-fuest-luegner-inkompetent-oder-schwafler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/2024\/05\/ifo-chef-fuest-luegner-inkompetent-oder-schwafler\/","title":{"rendered":"IFO-Chef Fuest: L\u00fcgner, inkompetent oder Schwafler?"},"content":{"rendered":"\n<p>Was ist davon zu halten, wenn der <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/wirtschaft\/artikel\/ifo-chef-clemens-fuest-ueber-die-folgen-des-massiven-stellenabbaus-47015458\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pr\u00e4sident des IFO-Instituts Clemens Fuest im Interview mit der NOZ<\/a> sagt, \u201eInsgesamt wird der Druck, L\u00f6hne zu erh\u00f6hen, eher noch zunehmen, weil Arbeitskr\u00e4fte immer knapper werden.\u201c und auf die n\u00e4chste Frage antwortet \u201eDruck zu Reformen d\u00fcrfte eher dadurch entstehen, dass die Einkommen nur sehr langsam wachsen. Falls mittelfristig Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge und Steuern erh\u00f6ht werden, um die Renten, die Gesundheitsversorgung und die Pflege einer wachsenden Zahl \u00e4lterer Menschen zu finanzieren, werden vor allem die Nettoeinkommen stagnieren. Das wird es erschweren, junge Menschen zu motivieren, zu arbeiten.\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p>Kann man annehmen, dass Clemens Fuest gar nicht wei\u00df, was er sagt? Er sagt, die L\u00f6hne werden steigen, aber die jungen Leute wollen nicht mehr arbeiten, weil sie immer weniger verdienen. Solche widerspr\u00fcchlichen Aussagen kann er nur machen, weil er seine Antworten danach ausw\u00e4hlt, was ihm f\u00fcr irgendeine unternehmerfreundliche Ma\u00dfnahme gerade passt. Kann es sein, dass er und sein Institut mit Wissenschaft nichts zu tun haben?<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Antwort (die L\u00f6hne steigen) soll das M\u00e4rchen vom demografischen Wandel, unter dem die Unternehmer leiden und mit dem der Sozialabbau gern begr\u00fcndet wird, unterst\u00fctzen. Die zweite Antwort (die L\u00f6hne sinken) dient dem gleichen Zweck: damit sollen K\u00fcrzungen speziell bei der Rentenversicherung und bei der Gesundheitsversorgung begr\u00fcndet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Und weil Fuest schon mal dabei ist, sich etwas aus dem Finger zu saugen, kann ein Angriff auf das B\u00fcrgergeld nicht fehlen. Angeblich lohne es sich wegen dem B\u00fcrgergeld nicht, zu arbeiten. Hallo-Wippingen hat <a href=\"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/?s=b%C3%BCrgergeld\">hier <\/a>und <a href=\"https:\/\/www.hallo-wippingen.de\/wp\/2024\/05\/buergergeld-die-fakten-zu-den-gruechten\/\">hier <\/a>berichtet, warum diese Aussage nicht stimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und Fuest versteift er sich sogar zu einer handfesten L\u00fcge. Er spricht vom \u201eB\u00fcrgergeld, \u2026 in Kombination mit anderen Sozialleistungen.\u201c Eine solche Kombination gibt es nicht. Wer B\u00fcrgergeld bekommt, bekommt kein Wohngeld. Alle anderen Sozialleistungen mindern den B\u00fcrgergeldanspruch. Ist Fuest \u00fcber diese einfachen Regeln des Sozialrechts nicht informiert? Fuest ist somit entweder ein L\u00fcgner, vollkommen inkompetent oder einfach ein Schwafler. Aber ein Schwafler, der wei\u00df, dass bei solchen unwahren Behauptungen am Stammtisch immer etwas h\u00e4ngen bleibt. Das kann man schon daran sehen, dass die NOZ diese &#8222;Kritik&#8220; am B\u00fcrgergeld zum Titel des Artikels in der Druckausgabe erkor.<\/p>\n\n\n\n<p>Clemens Fuest sieht seine Aufgabe darin, staatliche Transferleistungen f\u00fcr die Armen, Alten und Kranken m\u00f6glichst zu senken, aber die Steuersenkungen f\u00fcr die Unternehmer sind nat\u00fcrlich immer drin.<\/p>\n\n\n\n<p>Und da kommt schon die n\u00e4chste L\u00fcge \u201eDie Steuern sind in Deutschland so hoch, dass lieber viele Investoren ins Ausland gehen.\u201c Sogar die Unternehmenslobbyorganisation \u201e<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.insm.de\/insm\/kampagne\/angebotspolitik\/unternehmensbesteuerung-im-internationalen-vergleich#c715123\" target=\"_blank\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a>&#8220; (INSM) schreibt auf ihrer Homepage \u201eDie deutsche Steuer- und Abgabenquote lag bei 37,9 Prozent und damit im oberen Mittelfeld der OECD-L\u00e4nder. D\u00e4nemark erreicht mit 47,1 Prozent den H\u00f6chstwert, gefolgt von Frankreich mit 45,3 Prozent. Mexiko liegt mit 17,8 Prozent am Ende der Verteilung. Irland und die USA sind mit 19,9 Prozent und 25,8 Prozent ebenfalls L\u00e4nder mit niedrigen Steuern und Abgaben im Verh\u00e4ltnis zur Wirtschaftskraft. Betrachtet man die reine Steuerquote \u2013 also ohne Sozialversicherungsabgaben \u2013 so liegt D\u00e4nemark mit 47,1 Prozent an der Spitze. Deutschland liegt mit 22,9 Prozent etwa im OECD-Durchschnitt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Klar ist, dass gro\u00dfe Unternehmen immer potentielle Steuerfl\u00fcchtlinge sind. Aber die derzeitige Abwanderungswelle hat eher mit den hohen Energiepreisen zu tun, die eine Folge der Sanktionspolitik des Westens sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Das vollkommen unn\u00fctze <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ifo_Institut_f%C3%BCr_Wirtschaftsforschung\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IFO-Institut<\/a>, ein privater Verein, wird fast ausschlie\u00dflich \u00fcber Steuermittel finanziert. Sein somit aus Steuergeldern hochdotierter Pr\u00e4sident sieht sich aber nicht in der Pflicht, wirtschaftliche Forschung zum Wohle seiner Finanziers, der Steuerzahler, zu betreiben, sondern betreibt stattdessen Lobbyarbeit f\u00fcr die Unternehmer. [<em>jdm<\/em>]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist davon zu halten, wenn der Pr\u00e4sident des IFO-Instituts Clemens Fuest im Interview mit der NOZ sagt, \u201eInsgesamt wird der Druck, L\u00f6hne zu erh\u00f6hen, eher noch zunehmen, weil Arbeitskr\u00e4fte immer knapper werden.\u201c und auf die n\u00e4chste Frage antwortet \u201eDruck zu Reformen d\u00fcrfte eher dadurch entstehen, dass die Einkommen nur sehr langsam wachsen. 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